Das Beste für unsere Kids

informiert & munter

Kinder fordern Medienkonsum ein, denn der gehört heute zum Alltag. Auf keinen Fall sollten Sie Ihre Kinder damit allein lassen. Fernseher, Spielkonsole, Internet sind Medien, die heute ganz selbstverständlich zum Leben Ihrer Kinder dazugehören. Zu viel davon ist für Kinder jedoch nicht gut. Wichtig ist vor allem, dass Eltern den Medienalltag Ihrer Kinder aktiv begleiten. Das schult einen verantwortungsvollen Umgang.

aktiv & munter

Sie kennen eine Kindermannschaft, die einen neuen Trikotsatz benötigt? In 2022 belohnen wir das erfolgreiche sportliche Engagement der Kinder und bieten im Rahmen der Initiative „Muntermacher.“ eine große Trikotaktion, bei der wir monatlich einen kompletten Trikotsatz an Sportvereine verlosen. Jetzt informieren und mitmachen - Auf die Plätze, fertig, munter!

gesund & munter

Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Ihre Gesundheit liegt uns besonders am Herzen. Wir als IKK gesund plus möchten Ihnen und Ihren Kindern aktiv zur Seite stehen. Hier erhalten Sie Informationen zu unseren Leistungen, Vorsorgeuntersuchungen und Bonusprogrammen speziell für Kinder und für die ganze Familie.

Mehr Bonus. Mehr Nähe. Mehr Zeit. Mehr Vorsorge. Mehr Gesundheit.

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Mehr für Neugeborene und werdende Eltern

Wir bietet werdenden Müttern ein Komplett-Paket inkl. umfassender Vorsorgeuntersuchungen, Geburtsvorbereitungskurse, BabyCare-Programm und zusätzlichen Vorsorgeleistungen, wie z.B. die Nackenfaltenmessung. Profitieren Sie und Ihr Kind darüber hinaus von unserem neuen IKK-Babybonus.

Mehr für die ganze Familie

Das attraktive Bonusprogramm IKK aktiv plus belohnt die ganze Familie für ihr Gesundheitsengagement. Zudem kümmern wir uns um Ihre Reiseschutzimpfungen, um eine Haushaltshilfe z.B. im Falle eines Krankenhausaufenthaltes und um die Kostenübernahme von osteopathischen Behandlungen.

Mehr für Kids und Teens

Wir bieten ein umfassendes Vorsorgepaket für Kinder und Jugendliche: die Vorsorgeuntersuchungen U1 bis J2. Dabei gibt es bei uns exklusiv die U10, U11 und J2 als Mehrleistungen. Zudem kann insbesondere im Kleinst- und Kleinkindalter ein Augenscreening eine sinnvolle Ergänzung sein.

Mehr Service

Profitieren Sie von unserem umfangreichen Service: Nutzen Sie unsere medizinische Beratungshotline Infomedikk, unseren Arztterminservice oder unsere kostenlosen Broschüren und die Muma-App. Bei allen weiteren Fragen können Sie das IKK-Servicetelefon anrufen - 24/7 zum Nulltarif! Oder Sie besuchen uns in einer unserer 39 Geschäftsstellen.

Übergewicht – mit Obst & Gemüse gegen die Pfunde

Fünf Portionen am Tag – so lautet die Empfehlung für den Verzehr von Obst und Gemüse. Studien belegen, dass sich ihre Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sowie sekundären Pflanzeninhaltsstoffe positiv auf die Gesundheit auswirken. Menschen, die viel Obst und Gemüse essen, haben seltener Übergewicht und erkranken weniger häufig an Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und Krebs.

Die Auswertung einer großen europäischen Langzeitstudie (EPIC-Studie) hat ergeben, dass ein hoher Obst- und Gemüseverzehr auch einer beständigen Gewichtszunahme entgegen wirkt. Fast 90.000 Probanden beiderlei Geschlechts aus fünf Ländern beteiligten sich an dieser Studie, die durchschnittliche Beobachtungszeit betrug sechseinhalb Jahre.

Bei einem vermehrten Verzehr von rund 350 Gramm Pflanzenkost am Tag (das entspricht etwa zwei Äpfeln), konnte ein um 16 bis 17 Prozent verminderter Gewichtsanstieg beobachtet werden. Dieser Effekt kann sich über einen Zeitraum von zehn Jahren auf immerhin 1,3 Kilogramm aufsummieren.

Der deutlichste Effekt zeigte sich bei Rauchern, die während der Studie dem Glimmstängel abschworen. Wer sich also nach einem Rauchstopp an einige Spielregeln hält, muss auch keine starke Gewichtszunahme befürchten. Eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse ist dabei schon fast die halbe Miete. In Kombination mit Bewegung an frischer Luft und viel Trinken (am besten Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen) wird dieser Effekt noch verstärkt.

Kartoffeldiät, Diätdrinks oder FdH ("Friss die Hälfte") – wer hat nicht das eine oder andere davon schon ausprobiert, um seine Fettpölsterchen los zu werden? Doch die guten Vorsätze enden häufig in Frust, sofern sich das kurzfristig Erreichte schon bald in einen Misserfolg umkehrt. Aber es geht auch anders: Verabschieden Sie sich von fragwürdigen Diäten und Schlankheitspillen. Stellen Sie besser langfristig Ihre Ernährung und Bewegungsgewohnheiten um.

Hinter Übergewicht stecken häufig auch tiefer liegende psychische Probleme. Es wurde festgestellt, dass übermäßiges Essen häufig unangenehme Gefühle wie Schmerz, Wut oder Enttäuschung betäubt. Der Grund: Diese Gefühle werden als Bedrohung empfunden. Teilweise handelt es sich dabei um regelrechte Ess-Anfälle.

Nach einem Ess-Anfall bestrafen sich Betroffene für ihre Disziplinlosigkeit mit Schuldgefühlen, Selbstekel und Selbsthass. Das verringert ihr Selbstwertgefühl weiter und produziert mehr unangenehme Gefühle, die dann wieder mit einem neuen Ess-Anfall betäubt werden. Dieser Teufelskreis beschert erhebliches Übergewicht sowie Figur- und Ess-Probleme. Die eigentlichen Probleme treten immer weiter in den Hintergrund und können so auch nicht gelöst werden.

Erste-Hilfe-Tipps zur Vorbeugung von Ess-Anfällen

  • Nehmen Sie am Tag mehrere kleinere und ausgewogene Mahlzeiten im Abstand von ca. vier Stunden ein. Das verhindert eine Unterzuckerung, die wiederum Heißhunger auslöst.
  • Trinken Sie mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag, am besten Wasser. Häufig wird Durst als Hunger interpretiert.
  • Machen Sie vor dem Essen eine kleine Entspannungspause. Legen Sie sich flach auf den Boden, beobachten Sie einfach nur Ihre Atmung oder hören Sie schöne Musik.
  • Machen Sie sich niemals Vorwürfe. Egal, was und wie viel Sie gegessen haben. Wenn Sie zuviel essen, gibt es immer Gründe dafür. Und die gilt es zu finden.
Bewusst ernähren: Genuss statt Frust

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Schnittlauch – Milder Verwandter von Zwiebel und Co.

Würde man Gewürzen Eigenschaften zuschreiben, dann wäre der Schnittlauch wohl als "unauffällig und bescheiden" zu beurteilen. In die Riege der klassischen Küchenkräuter reiht er sich nahtlos ein, ohne aufdringlich zu wirken. Stattdessen besticht er durch milden und frischen Geschmack, der viele Gerichte verfeinert. Wenig anziehend wirkt er hingegen auf Schädlinge, die er mit seinem Geruch vertreibt. Doch nicht nur deshalb sollte Schnittlauch als Gast in Ihrem Garten nicht fehlen: Frisch geerntet, schmeckt er am besten und enthält Vitamine sowie Mineralstoffe.

Geschmacklich ähnelt der Schnittlauch seinen Verwandten Zwiebel und Lauch, allerdings ist er milder und feiner. Durch sein angenehmes Aroma lässt er sich gut mit anderen Kräutern und Gewürzen kombinieren: "Fines Herbes" nennt man in der französischen Küche die würzige Mischung von Schnittlauch, Petersilie, Kerbel und Estragon. Doch auch für sich allein sind seine Anwendungsmöglichkeiten zahlreich. Er wertet Soßen, Geflügel- sowie Fleischgerichte auf, besticht aber wie bereits erwähnt auch pur auf einem mit Butter oder Quark bestrichenen Brot. Selbstgemachte Kräuterbutter sowie Dips erhalten mit ihm eine besondere Würze und aus Eierspeisen ist er kaum wegzudenken.

Das Mitkochen bekommt ihm nicht, so dass Sie den Schnittlauch immer roh verwenden und erst kurz vor dem Servieren auf die jeweiligen Gerichte streuen sollten. Dies wahrt neben seiner dekorativen Eigenschaft auch die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe. Und davon hat der Schnittlauch einige! Die Vitamine A und C, Folsäure, Magnesium und viel Eisen warten in dem Gewürz auf ihren Einsatz. Außerdem wirkt er appetitanregend und verdauungsfördernd, in gewissem Maße wird ihm sogar eine blutdruck- und cholesterinsenkende Eigenschaft zugeschrieben. Ebenso wie Knoblauch enthält er den Stoff Allicin, der für eine antibakterielle Wirkung sorgt. Getrocknet büßt der Schnittlauch diese positiven Stoffe aber ein – ebenso wie ein Großteil seines Aromas.

Eine weitere Eigenschaft, die den Schnittlauch für den umfangreichen Einsatz in der Küche wie geschaffen macht, ist die ganzjährig mögliche Ernte. Während sich die Pflanze im Garten in der Frostperiode zurückzieht und ihre oberirischen Teile abgedeckt werden sollten, haben Sie in einem Pflanztopf am Fenster zu jeder Jahreszeit frische Kräuter. Eine eigene Anzucht durch Samen umgehen Sie, indem Sie bereits gezogene Pflanzen im Topf erwerben.
Die Blütezeit des Schnittlauchs ist im Mai. Zu dieser Zeit entwickelt er, neben den flexiblen Blättern, einige härtere Stängel. An diesen kommen schließlich die violetten Blüten zum Vorschein, die beispielswiese im Salat auch ein essbarer Hingucker sind.

Schneiden Sie den Schnittlauch zur Ernte bundweise ca. zwei Zentimeter über der Erde ab. Die unterirdischen Zwiebeln bleiben erhalten und treiben die Blätter im Anschluss wieder aus. Wird der Schnittlauch als fertiger Bund gekauft, können Sie ihn zum Frischhalten kurzzeitig ins Wasser stellen. Für eine längere Lagerung empfiehlt es sich, das Gewürz einzufrieren – nach dem Auftauen entspricht sowohl das Aussehen, als auch Geschmack und Nährstoffgehalt den frisch geernteten Blättern.

Cholesterin - das richtige Maß macht's

Cholesterin wird vom Körper produziert und wird benötigt, um wichtige Lebensfunktionen zu verrichten. Führen wir über die Nahrung zuviel Cholesterin zu, steigern wir das Gesundheitsrisiko. Denn ein zu hoher Cholesterinspiegel zählt neben Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und bauchbetontem Übergewicht zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jährlich erleiden ca. 300.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt. Über 170.000 der Betroffenen sterben an den Folgen. Wer jedoch weiß, dass sein Herzinfarktrisiko durch einen zu hohen Cholesterin-Blutspiegel erhöht ist, kann rechtzeitig gegensteuern.

Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff. Es wird im gesamten Körper zum Zellaufbau, zur Produktion von Gallsäuren (zur Verdauung) und Vitamin D (Knochenaufbau) sowie zur Hormonbereitstellung benötigt. Der tägliche Eigenbedarf von bis zu zwei Gramm wird vom Körper selbst gedeckt. Durch die Aufnahme von tierischen Nahrungsmitteln führen wir dem Körper zusätzlich Cholesterin zu. Der Körper versucht das Gleichgewicht von benötigtem körpereigenen und zugeführtem Cholesterin selbständig zu regeln.

Cholesterin kann aufgrund seiner unterschiedlichen Dichte in zwei Klassen eingeteilt werden; zum einen bezeichnet als Low Density Lipoprotein (LDL) mit geringer Dichte und zum anderen als High Density Lipoprotein (HDL) mit hoher Dichte. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Blutes ist das eigentliche Blutfett – Triglycerid. Es ist der Energiespeicher des Körpers und setzt sich aus Glycerin und drei unterschiedlichen Fettsäuren (ungesättigte und gesättigte) zusammen.

Das "schlechte" LDL-Cholesterin passiert, als im Blut gelöster Stoff, auf dem Weg zu den Organen die Wände der Blutgefäße. Ist das Angebot an LDL-Cholesterin höher als der jeweilige Bedarf, lagert sich der Überschuss in den Gefäßwänden ab. Dies führt auf Dauer zu Veränderungen der Gefäßwände bis hin zu Verkalkungen.

Das "gute" HDL-Cholesterin nimmt bereits abgelagertes Cholesterin auf und transportiert es zurück zur Leber, wo es entsprechend verstoffwechselt und anschließend ausgeschieden werden kann.

Folgende Blutfettwerte gelten bei Gesunden als „normal“:

  • Gesamtcholesterin: weniger als 200 mg/dl = 5,17 mmol/L
  • LDL-Cholesterin: weniger als 160 mg/dl = 4,13 mmol/L
  • HDL-Cholesterin: mehr als 40 mg/dl = 1,03 mmol/L
  • Triglyceride: weniger als 150 mg/dl = 1,69 mmol/L

Durch einfache Messungen beim Arzt, in der Apotheke oder bei gesonderten Messaktionen haben Sie die Möglichkeit Ihre Werte bestimmen zu lassen.

Ziel sollte es sein, die Blutfettwerte auf ein gesundes Maß zu senken und das Gleichgewicht zugunsten des „guten“ Cholesterins zu verschieben.

Ihre Blutfettwerte können durch die Kombination der folgenden Maßnahmen auf ein gesundes Maß gesenkt werden:

  • mehr Bewegung
  • gesunde Ernährung und
  • wenn unvermeidbar Medikamente

Sport und Bewegung:
Durch regelmäßigen Sport und Bewegung erreichen Sie nicht nur eine direkte Anpassung des Cholesteringleichgewichts. Das „schlechte“ Cholesterin wird gesenkt und das „gute“ erhöht. Gleichzeitig wird Ihr Herz-Kreislaufsystem trainiert und Sie senken oder halten Ihr Körpergewicht. Die körperliche Anstrengung wandelt Blutzucker in Energie, der Blutzuckerspiegel sinkt und in Folge auch der Insulinbedarf des Körpers.

Gesunde Ernährung:
Hier liegt neben ausreichender Bewegung der Hauptschlüssel zum Erfolg. Wir nehmen Cholesterin nur über tierische Nahrungsmittel auf. Als Faustformel gilt: Die fettreichsten Lebensmittel sind auch die cholesterinreichsten. Durch Berücksichtigung folgender Tipps können wir die Aufnahme von Cholesterin durch das Essen reduzieren:

  • mageres Fleisch verwenden (Kalb, Pute, Wild, Ente ohne Haut)
  • vorhandene Fettränder abschneiden
  • öfter mal auf Fisch ausweichen
  • fettarme Zubereitung des Essens (Kochen, Grillen, Dünsten)
  • beim Braten beschichtete Pfannen verwenden
  • versteckte Fette beachten: Eiernudeln, Mayonnaise, fette Saucen, Salami, Pizza
  • tierische gegen pflanzliche Fette tauschen (ungesättigt und cholesterinfrei)

Die direkte Cholesterinaufnahme sollten Sie auf jeden Fall meiden. Die höchsten Konzentrationen finden sich im Eigelb, in Innereien, in fettem Käse, in Butter, Sahne und in Schalentieren.
Wobei es hier nicht um den kompletten Verzicht auf diese Lebensmittel geht, sondern um das richtige Maß. Ein Osterfest ohne Eier muss also nicht sein. Wenn wir nicht nur an den Ostertagen unser Essverhalten entsprechend anpassen, dann ist gegen das eine oder andere Osterei nichts einzuwenden.

Medikamente:
Sollten die aufgezeigten Maßnahmen nicht ausreichen, um dauerhaft Ihren Cholesterinspiegel zu senken, besteht seitens Ihres Arztes die Möglichkeit zur ergänzenden Medikation.

IKK-Versicherte können ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre an der Vorsorgeuntersuchung "Gesundheits-Check-up" zur Früherkennung von Diabetes, Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems und der Nieren teilnehmen. Hierbei wird unter anderem eine Blut- und Urinprobe zur Bestimmung des Blutzucker- und Cholesterinwertes entnommen. Werden dabei Auffälligkeiten festgestellt, leitet der Arzt weitere Untersuchungen ein.

Bewusst ernähren: Cholesterin senken

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Interessante Links

Weiterführende Infos zu diesem Thema finden Sie auf
www.lipid-liga.de.

Wieder mehr lachen

Oft gehört und oft gesagt – Lachen ist gesund. Doch was steckt hinter dieser These? Wie sind die Effekte und ist es mit einem kurzen herzhaften Lachen getan?
Die heilsame Wirkung des Lachens auf die körperliche und psychische Gesundheit wurde wissenschaftlich untersucht. Wer lacht, ist gesund und glücklich. Denn herzhaftes Lachen lockert die Muskeln, setzt Glückshormone frei und löst so angestaute Emotionen. Kinder beherrschen es am besten. Sie lachen ein Vielfaches häufiger pro Tag als Erwachsene. Übrigens kann der Körper echtes und bewusst hervorgerufenes Lachen nicht unterscheiden. Also hat beides eine heilsame Wirkung. Aber es kommt auf die Dosis an. Erwachsene lachen laut einer Studie durchschnittlich nur 15 Mal pro Tag. Doch dies ist viel zu wenig. Sie möchten mehr lachen? Suchen Sie sich bewusst Reize, die Sie zum Lachen bringen. Es lohnt sich.

Was passiert beim Lachen?

Lachen gilt in der Gesellschaft als Ausdruck der Sympathie und ist eine der grundlegenden Kommunikationsformen. Es geht der menschlichen Sprachentwicklung voraus, denn die Gehirnregion, die das Lachen auslöst und steuert, ist älter als das Sprachzentrum. Rein körperlich betrachtet, ist das Lachen eine Reflexbewegung, bei der mehr als hundert Muskeln, von der Gesichts- bis zur Atemmuskulatur, beteiligt sind. Also Schwerstarbeit für den Körper. Die deutlich tiefere Atmung während des Lachens wirkt sich außerdem positiv auf den gesamten Körper aus. Die Körperzellen werden mit mehr Sauerstoff versorgt und das Herz-Kreislauf-System wird angeregt.

Weitere Effekte sind u.a.:

  • gebremste Produktion von Stresshormonen
  • verringertes Schmerzempfinden
  • Ausschüttung des Glückshormons Serotonin

Nach ein paar Lachanfällen sind im Blut auch mehr Abwehrstoffe vorhanden – gut für das Immunsystem. Insgesamt unterstützt Lachen so auch Heilungsprozesse im Körper. Sicher haben Sie schon von den Klinik-Clowns gehört, die in vielen Städten in den Krankenhäusern insbesondere bei Kindern für gute Laune und heilsames Lachen sorgen.

Knoblauch – Sagenumwobenes Gewürz

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten – über Geruch schon eher, zumindest wenn es um den charakteristischen Duft von Knoblauch geht. Manch einer liebt ihn, andere machen aus genau diesem Grund lieber einen weiten Bogen um das Gewürz. Dabei sollte die Knolle auf keinen Fall in Ihrem Haushalt fehlen, schließlich verfeinert sie nicht nur mediterrane und heimische Speisen mit ihrer unverwechselbar würzigen Note, sondern tut viel für Ihre Gesundheit. Wie Sie das Gewürz richtig einsetzen und welche Tricks seinen unerwünschten Begleiterscheinungen angeblich an den Kragen gehen sollen, lesen Sie hier.

Bereits seit tausenden von Jahren wissen die Menschen die Kraft des Knoblauchs zu schätzen: So fand er vor ca. 5.000 Jahren bereits in Asien Verwendung, im alten Ägypten sollte er die Arbeitskraft der Pyramidenarbeiter erhalten, in China, dem Kaiserreich Rom sowie zur Zeit des Mittelalters vertrauten die Bewohner bei gesundheitlichen Problemen oder Aberglauben auf seine Wirkung. Zahlreiche Gerüchte rankten sich um das Gewürz, es sollte aphrodisierend wirken, gegen Sommersprossen helfen und – bekanntermaßen – Vampire und Dämonen abwehren. In ihm wurde ein Gegenmittel für viele Krankheiten gesehen und nicht zuletzt seine gesundheitsstärkende Wirkung hervorgehoben. Nicht alle diese zugeschriebenen Eigenschaften konnten den wissenschaftlichen Studien über die Jahre standhalten, einige bewahrheiteten sich aber, so dass der Knoblauch auch heute noch sowohl als Gewürz als auch als Heilpflanze genutzt wird. Seinen charakteristischen Geruch hat er Schwefelverbindungen, besonders dem so genannten Allicin, zu verdanken. Dieses entsteht, wenn das im Knoblauch vorkommende Alliin mit Luft in Berührung kommt, also wenn beim Schneiden oder Pressen die Zellmembran des Knoblauchs beschädigt wird. So kommt aber auch sein schmackhaftes Aroma zum Tragen.

Knoblauch ist das charakteristische Gewürz für südeuropäische Speisen und auch aus Gerichten, die im asiatischen Raum heimisch sind, schmeckt man die leicht brennende, zwiebel- und lauchähnliche Würze heraus. Tsatsiki, Spaghetti mit Öl und Knoblauch, kräftiges Knoblauchbrot und Knoblauchbutter versetzen uns in Sommer- und Urlaubslaune, verbinden wir sie doch oft mit der vergangenen Mittelmeerreise oder einem geselligen Grillabend.
Frisch geschnitten, in Öl eingelegt, als Knoblauchgranulat oder Knoblauchsalz findet das Gewürz aber auch in herkömmlichen Fleischgerichten, Salaten und Eintöpfen Verwendung. Um den Geschmack und auch die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Knoblauchs bestmöglich zu erhalten, sollte er nur etwa drei Minuten mitgegart werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass er bitter wird.

Womit genau Sie unangenehmen Knoblauchgeruch nach dem Essen am besten eindämmen, darüber gibt es verschiedene Meinungen: Manche preisen Milch, andere rohe Äpfel oder frische Minze zur Duftneutralisation an. Komplett vermeiden lässt sich diese Nebenwirkung wohl nicht – nach etwa einem Tag hat sich der Geruch jedoch verflüchtigt.

Ebenso wie das Allicin für den Geruch des Knoblauchs verantwortlich ist, so ist der Stoff auch ein Grund für die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Gewürzes. Er sorgt für eine Erweiterung der Gefäße und wirkt so der Erkrankung Arteriosklerose, auch bekannt als Arterienverengung, entgegen. Somit verhindert er die Bildung von Blutgerinnseln, kann sich blutdrucksenkend auswirken und schützt im Allgemeinen vor Herz- und Kreislauferkrankungen.
Weiterhin wirkt Knoblauch antibakteriell und enthält die wichtigen Stoffe Zink sowie Vitamin B6 und Vitamin C. Wenn Sie nicht jeden Tag Knoblauch essen aber trotzdem die positiven Eigenschaften für Ihre Gesundheit nutzen möchten, können Sie alternativ auf entsprechende Präparate in Drageeform zurückgreifen.

Die Knoblauchpflanze benötigt lockeren und warmen Boden, um zu gedeihen. Unter diesen Bedingungen wird sie bis zu 70 cm hoch und bildet einen Stängel mit flachen Blättern, an dem sich schließlich so genannte Brutzwiebeln entwickeln. Während der Blütezeit im Juli und August trägt die Pflanze weiße Dolden.
Ist der Knoblauch reif zur Ernte, färben sich die Blätter gelb. Nun können die Knoblauchknollen, bestehend aus mehreren Zehen, aus dem Boden gezogen werden. Binden Sie diese nun zusammen und hängen Sie sie ein paar Tage kopfüber auf, bevor Sie den Knoblauch dunkel, kühl und trocken lagern. Bewahren Sie ihn nicht zu lange auf, damit er nicht keimt.
Die beste Pflanzzeit ist im Herbst oder Frühjahr. Nachdem Sie die Knoblauchzehen oder Brutzwiebeln in die Erde gesetzt haben, benötigt der Knoblauch etwa zwei Jahre zum Reifen.

Wenn Lebensmittel unverträglich sind

Eine leichte Brotzeit, ein erfrischender Milchshake, leckeres Obst in Hülle und Fülle - bei vielen sind diese oder ähnliche Lebensmittel ganz oben auf der Favoritenliste zu finden. Doch immer öfter heißt es „lieber nicht“. Sie vertragen bestimmte Nahrungsmittelbestandteile wie Gluten, Laktose oder Fruktose nicht oder reagieren zumindest sehr empfindlich. Aber handelt es sich in all diesen Fällen um eine wirkliche Lebensmittelunverträglichkeit? Und wie erkennt man sie?

War früher die Verdauung ein Tabuthema, ist sie heute beinahe ein Aushängeschild von immer mehr Mitmenschen. So kann ein gemeinsames Essen mit Freunden, Familie und Kollegen mitunter schwierig werden: Käse, Nudeln, geräucherter Schinken oder ähnliches kommen nicht mehr auf den Tisch und die inneren Körpervorgänge werden nach außen gekehrt und mit ernster Miene diskutiert. Viele glauben, sie leiden an Unverträglichkeiten oder gar Allergien gegen Laktose, Fruktose, Histamin und Gluten. Überall hört und liest man zudem über aktuelle Erkenntnisse oder stolpert im Supermarkt über "neue" alte Produkte. Neu sind diese meist nicht, nur die Kennzeichnungspflicht der Lebensmittel hat sich geändert. Sicher haben auch Sie auf der einen oder anderen Verpackung die Worte "laktosefrei" oder "glutenfrei" bereits erblickt.

In der Tat gibt es Unverträglichkeiten und sogar lebensgefährliche Allergien gegen bestimmte Lebensmittelbestandteile. Reaktionen wie z.B. akute Atemnot treten häufiger bei Allergien auf. Bei Unverträglichkeiten hingegen kommt es meist zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Migräne, starke Bauchschmerzen, Blähungen und weiteren Verdauungsproblemen. Im Falle einer Zöliakie treten sogar schlussendlich Mangelerscheinungen aufgrund von verminderter Nährstoffaufnahme durch die geschädigte Darmschleimhaut auf. Steht die Vermutung einer Intoleranz jedoch einmal im Raum, ist die Suche nach dem beschwerde verursachenden Lebensmittel oft langwierig. Verzichten die Betroffenen dann auf bestimmte Nahrungsmittel, geht es ihnen nach eigener Erfahrung besser. Oft wird in diesem Zusammenhang auch von Empfindlichkeiten statt Unverträglichkeiten gesprochen, die jedoch medizinisch nicht nachgewiesen werden können. Einige Wissenschaftler gehen auch davon aus, dass es sich hier um einen Placebo-Effekt handeln könne. Fundierte Ergebnisse aus Langzeitstudien liegen dazu jedoch noch nicht vor. Seien Sie daher kritisch mit sich selbst und springen Sie nicht sofort auf den Zug einer vermeintlichen "Modekrankheit" auf. Sollten jedoch typische Symptome bei Ihnen auftreten, die eine Lebensmittelunverträglichkeit ernsthaft vermuten lassen, sollten Sie geduldig nach dem Verursacher suchen und sich im Zweifelsfall von Ihrem Arzt beraten lassen. Denn die verschiedensten Lebensmittel können Allergien und Intoleranzen auslösen.

Dazu gehören vor allem:

  • glutenhaltige Getreidesorten
  • Milch und Milcherzeugnisse
  • histaminhaltige Lebensmittel oder Lebensmittel, die das körpereigene Histamin vermehrt freisetzen
  • Lebensmittel mit hohem Fruktosegehalt
  • Krebs und Fisch
  • Eier
  • Erdnüsse
  • Schalenfrüchte (Mandel, Haselnuss,Pistazie, Walnuss usw.)
Bewusst leben: Nahrungsallergien

Bewusst leben: Nahrungsallergien

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Achtung Couchpotatoes

Ist es draußen früh dunkel, kalt und ungemütlich machen viele Menschen es sich eher zu Hause bequem und verbringen mehr Zeit auf der Couch. Doch die erhoffte Entspannung tritt nicht immer ein. Nach langen Fernsehabenden werden "Sofa-Kartoffeln" von Muskelverspannungen und Rückenschmerzen geplagt. Daran sind die einseitige Körperhaltung und allzu oft auch ungünstige Sitzmöbel Schuld. Nach statistischen Angaben sitzen wir im Schnitt täglich drei bis vier Stunden vor dem Fernsehgerät, meist in regungsloser einseitiger Körperhaltung. Für den Rücken bedeutet dies eine große Belastung: Die Muskulatur verspannt und die Bandscheiben werden nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Allerdings: Mit mehr Bewegung und rückengerechten Sitzmöbeln kann dem Rückenschmerz vorgebeugt werden.

Was für das Sitzen auf Bürostühlen gilt, sollte auch auf dem Sofa Anwendung finden: das dynamische Sitzen. Verharren Sie nicht zu lange in einer aufrechten Sitzposition, sondern „lümmeln“ Sie sich mal auf die eine, dann auf die andere Seite.
Jeder Haltungswechsel fördert den Stoffwechsel der Bandscheiben, hält die Muskeln in Bewegung und beugt Abnutzungserscheinungen vor. Auch Räkeln, Strecken und häufiges Aufstehen sind eine Wohltat für den Rücken.

Polstermöbel sollten nicht nur gut aussehen, sondern auch ergonomische Anforderungen erfüllen. Gute Polstermöbel ermöglichen Haltungswechsel und unterstützen das dynamische Sitzen. Eine Sitzhöhen- und -tiefenverstellung sowie schulterhohe Rückenlehnen sollten Standard sein. Achten Sie daher beim Kauf von Polstermöbeln auf die folgenden Aspekte:

  • der Oberschenkellänge individuell anpassbare Sitztiefe,
  • verstellbare Sitzhöhe,
  • ausreichende Sitzbreite,
  • bis in Schulterhöhe ausgearbeitete Rückenlehnen,
  • verstellbare Rückenlehnen sowie
  • eingearbeitete Lenden- bzw. Beckenkammstützen zur Entlastung des Rückens

Tipp: Eine gute Orientierungshilfe bietet das unabhängige Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V. Produkte mit dieser Auszeichnung wurden durch eine Kommission der deutschen Rückenschulverbände geprüft.

Bewusst leben: Gesunder Rücken

Bewusst leben: Gesunder Rücken

Sucht & Abhängigkeit

Sie haben viele verschiedene Gesichter und doch eine Gemeinsamkeit: Süchte und Abhängigkeiten schränken das Leben der Betroffenen stark ein – und manchmal zerstören sie es sogar. Wenn die Abhängigkeit in den Alltag eintritt, wird sie nicht nur für den Süchtigen selbst, sondern auch für Personen in dessen Umfeld zum Problem. Das Suchtmittel kann dabei sehr unterschiedlich sein. In einigen Fällen handelt es sich um einen bestimmten Stoff, eine Droge oder aber eine Handlung. Auch die Auslöser, die letztendlich zu der Sucht führen, sind vielfältig. Dahinter stecken jedoch häufig tiefgreifende psychologische Erkrankungen, die es bei der Bekämpfung der Sucht ebenfalls zu behandeln gilt.

Wir stellen Ihnen im Folgenden verschiedene Süchte und Abhängigkeiten vor, erläutern ihre Merkmale und Gefahren und geben außerdem Hinweise, wie den Betroffenen geholfen werden kann.

Unterstützung finden

Um eine Sucht zu überwinden, brauchen Sie professionelle Unterstützung. Beim Fachverband Sucht e.V. (FVS) finden Sie eine Übersicht von Anlaufstellen für Betroffene und Angehörige.

www.sucht.de

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Petersilie – Vielfältiges Gartengewürz

Mit exotischen Gewürzen herum zu experimentieren und verschiedene Geschmacksrichtungen auszuprobieren, macht beim Kochen Spaß. Es müssen aber nicht immer die Aromen ferner Länder sein – es lohnt sich auch, sich auf das althergebrachte zu besinnen. So wird die bewährte Petersilie leider häufig unterschätzt, dabei stecken in dem unscheinbaren grünen Kraut eine Reihe von wichtigen Vitaminen. Außerdem ist es ein wahrer Alleskönner in der Küche und punktet zudem mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Sie sind neugierig geworden, was die unscheinbare Pflanze aus Ihrem Gemüsegarten noch so kann? Wir verraten es Ihnen.

Auch wenn sie hierzulande in fast jedem Kräuterbeet anzutreffen ist, so stammt die Petersilie doch ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Einen Hauch mediterranes Flair versprüht noch der Beiname der Variante mit glatten Blättern, die auch "italienische Petersilie" genannt wird. Sie ist zwar intensiver und aromatischer im Geschmack als ihre krause Schwester, dafür aber auch anfälliger und schneller welk.
Indem Sie die Pflanze nach dem Pflücken oder Kaufen strauchweise einfrieren, können Sie diese lange und frisch lagern. Wie einen Blumenstrauß ins Wasser stellen sollte man sie hingegen nicht, da Petersilie auf diese Weise schnell faulig wird. Im getrockneten Zustand ist sie zwar besonders lang haltbar, verliert aber an Aroma.
Die Erntezeit für die Petersilienblätter ist von Mai bis Oktober. Die Wurzel der Pflanze findet ebenfalls Verwendung in der Küche und kann im Spätherbst eingeholt werden.

Langweiliges Kraut? Von wegen! Die Petersilie ist ein wahrer Superheld unter den Gesundheitshelfern und als solcher voller Nährstoffe und Spurenelemente. Mit den Vitaminen A, B und C wartet die Pflanze ebenso auf wie mit Karotin, Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen. Bei Mundgeruch empfiehlt es sich, Petersilie zu kauen. Durch die enthaltenen ätherischen Öle beseitigt sie schlechten Atem.
Die Pflanze ist Ihrer Gesundheit auch durch ihre leber- und nierenreinigende Wirkung zuträglich. Mit heißem Wasser aufgegossen und getrunken spült sie Blase und Harnwege durch und beugt Erkrankungen dieser vor. Wenn Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden müssen Sie das grüne Würz- und Heilkraut aber meiden, da Sie sich in diesem Fall kaliumarm ernähren sollten.
Ebenso sollten Sie in der Schwangerschaft auf übermäßige Aufnahme von Petersilie verzichten. Das Gewürz wirkt wehenfördernd und kann so Frühgeburten begünstigen. Auf Menstruationsbeschwerden wirkt es sich hingegen positiv aus.

Frisch gekochte Speisen sollen nicht nur schmecken, sondern ebenso ansprechend aussehen. Zu diesem Zweck wird sowohl von Hobby- als auch Restaurantköchen gern ein Sträußchen Petersilie zur Zierde auf dem Essen platziert. Einen doppelten Nutzen erfüllt dieses, da die Pflanze appetitanregend wirkt. Und nicht zuletzt sorgt sie für einen Geschmacksgewinn bei zahlreichen Gerichten.
Was wären Möhren- oder Kartoffelsuppe ohne die würzige Zugabe von Petersilie? Püriert wird diese selbst zur gesunden und schmackhaften Vorsuppe. Auf Kartoffeln oder Omelett gestreut, sieht das Kraut nicht nur appetitlich aus, sondern sorgt auch für ein frisches Aroma während Fleisch- und Fischgerichte mit dem Küchengewürz einfach und schnell aufgepeppt werden können. Auch in Salaten oder grünem Pesto wird die Petersilie gern verarbeitet. Damit sie durch das Erhitzen aber weder ihre Farbe noch ihren Geschmack verliert, darf sie nur kurz mitgekocht werden.
Ein richtiger Fitmacher sind so genannte "grüne Smoothies" aus Kräutern, Gemüse und Früchten sowie selbstgemachte Gemüsesäfte. Geben Sie bei deren Zubereitung für den Extra-Vitaminkick einfach etwas frische Petersilie mit in den Mixer oder Entsafter.

Bündelweise können Sie Petersilie preisgünstig im Supermarkt kaufen. Die Pflanze eignet sich aber auch hervorragend zum Anbau im eigenen Garten, im Kräuterbeet oder auf der Fensterbank, so dass Sie bei Bedarf von Frühling bis Herbst stets ein paar frische Stängel abschneiden können.
Dafür sollten Sie ab März die Samen aussäen und einen hellen Standort wählen, direkte Sonneneinstrahlung aber meiden. Petersilie bevorzugt einen feuchten Boden, reagiert jedoch empfindlich auf Staunässe. Nach dem Ausstreuen keimt die Saat nach etwa drei bis vier Wochen.

Im Winter sollte die Pflanze zurückgeschnitten und wenn möglich abgedeckt werden, um sie vor Frost zu schützen. Auf diese Weise kommt sie im nächsten Jahr wieder.

Arztbezeichnungen und ihre Übersetzungen

Die meisten, der im Mediziner-Jargon verwendeten Bezeichnungen für die große Vielfalt an Fachärzten sind für viele Menschen unverständlich. Also was macht ein Endokrinologe oder Nephrologe? Im Dschungel der verschiedenen Arztbezeichnungen kann man sich als Nicht-Mediziner leicht verirren. Die Namen der Fachärzte werden meist aus dem lateinischen oder gar griechischen abgeleitet, was für den Laien schier unverständlich ist. Einige Bezeichnungen lassen sich einfacher übersetzen als andere. Und damit Sie sich zukünftig besser zurecht finden, haben wir für Sie eine kleine Übersicht zu den medizinischem Facharztbegriffen und das dazugehörige Behandlungsgebiet zusammengestellt.

Auflistung nach Bezeichnung

Allergologe Allergien
Anästhesiologe/Anästhesist Narkosen und Schmerzbehandlung
Angiologe Erkrankungen der Blut- und Lymphgefäße
Dermatologe Hauterkrankungen
Diabetologe Diabeteserkrankungen
Endokrinologe Erkrankungen im Zusammenspiel der Hormone und Hormondrüsen
Forensischer Psychiater psychische Erkrankungen bei Straftätern
Gastroenterologe Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Gynäkologe Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Hämatologe Erkrankungen des Blutes und der Blutbildung
Internist Innere Erkrankungen
Kardiologe Herzerkrankungen
Neonatologe Neugeborenen-/Frühgeborenenheilkunde
Nephrologe Nierenerkrankungen
Neurologe Nervenerkrankungen
Neuropädiater Nervenerkrankungen bei Kindern
Onkologe Krebserkrankungen
Ophthalmologe Augenerkrankungen
Orthopäde Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
Pädiater Kinderheilkunde
Phlebologe Gefäßerkrankungen, insbesondere Venenerkrankungen
Pneumologe/Pulmologe Lungenerkrankungen
Proktologe Erkrankungen des End- und Mastdarms
Psychiater psychische Erkrankungen
Rheumatologe Rheumaerkrankungen
Toxikologe Erkrankungen aufgrund von Vergiftungen
Urologe Erkrankungen der urinbildenden und -ableitenden Organe

Wie schädlich ist Aluminium eigentlich?

Aluminium ist das dritthäufigste Element der Erdkruste und somit weit verbreitet. Es ist nicht nur ein wichtiger Rohstoff für die Industrie, sondern kommt auch auf natürlichem Weg in Nahrungsmitteln und Trinkwasser vor. Die Industrie verwendet Aluminium sehr gern für Verpackungen, Haushaltswaren, Getränkeflaschen oder Geschirr und Autoteile. Aus der Küche ist die allseits bekannte Alufolie kaum mehr wegzudenken.
Natürlich wird niemand auf die Idee kommen ein Stück davon zu essen, oder plötzlich an seiner Trinkflasche zu knabbern – Aluminium findet tagtäglich den Weg in unseren Körper ohne dass wir es wissen. Die ist ganz natürlich und auch kaum vermeidbar. Wie bei vielen Schadstoffen spielt bei Aluminium natürlich die aufgenommene Menge die entscheidende Rolle.

Die wichtigste bekannte Quelle für Aluminium ist die Nahrung. Da es ein sehr häufiges Element ist, taucht es in gewissen Mengen in fast allen Nahrungsmitteln auf, besonders in getrockneten Kräutern und Gewürzen. Aber auch Schokoladenprodukte besitzen einen relativ hohen Anteil. Jedoch wird nur ein Bruchteil davon durch den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Auch im Trinkwasser findet sich eine geringe Menge an Aluminium.
Des Weiteren ist es Bestandteil von manchen Impfstoffen oder in einigen Tabletten (etwa gegen Sodbrennen). Viele so genannte Antitranspirantien (Deoroller, -stifte, -sprays) beinhalten ebenfalls Aluminiumverbindungen, die in geringen Teilen über die Schweißdrüsen ebenfalls in den Körperkreislauf gelangen.

Bei diesem Thema besteht noch keine generelle Einigkeit unter den Experten. Prinzipiell kann Aluminium das Gehirn schädigen. Beispielsweise bei Dialysepatienten in den 1970er Jahren beobachteten Ärzte, wie diese Symptome entwickelten, die an eine Demenz erinnerten. Damals enthielten Dialyseflüssigkeiten hohe Konzentrationen von Aluminiumsalzen, die offenbar viele Prozesse in den Gehirnen der Patienten störten. Außerdem kam es bei den Patienten zu Knochenschmerzen, -brüchigkeit und zu Blutarmut.
Inzwischen enthalten die Flüssigkeiten meist keine Aluminiumsalze mehr und diese Folgebeschwerden sind somit verschwunden. Dennoch haben sie gezeigt, auf welche Organe und Gewebe sich Aluminium in hohen Mengen auswirken kann.

Wie bei vielen Dingen, macht die aufgenommene Menge den Unterschied. Das wir täglich Aluminium aufnehmen, ist ganz natürlich. Fast alles davon wird wieder ausgeschieden. Der tolerierbare wöchentliche Aufnahmewert liegt bei einem Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Da heißt: wöchentlich nicht mehr als 60mg bei 60kg Körpergewicht. Darüber, wieviel Aluminium über die unterschiedlichen Pfade wirklich in den Körper gelangen, sind sich die Fachleute noch uneins. Sie raten jedoch, wo es ohne großen Aufwand möglich ist, auf Aluminium zu verzichten.

Wie viel Aluminium kann aus Grillschalen, Trinkflaschen, Campinggeschirr und Alufolie in unsere Lebensmittel übergehen? Insbesondere Säure und Hitze sind in der Lage, das Metall aus den Behältern und der Verpackung zu lösen. Säurehaltige Säfte und aufgebrühte Früchtetees sollte nach Möglichkeit nicht in Alu-Trinkflaschen gefüllt werden. Noch mehr Aluminium löst sich bei der Zubereitung von marinierten Speisen in Campinggeschirr und Alu-Grillpfannen oder -schalen.

Deshalb unser Tipp: Auf Alu-Grillschalen und Trinkflaschen verzichten und Alufolien weder im Backofen, noch auf dem Grill verwenden. Stattdessen lieber auf Produkte aus Edelstahl zurückgreifen. Aufgeschnittene Zitronen oder Ähnliches sollten ebenfalls nicht mit Alufolie umwickelt im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Immer mehr Hersteller werben mit “0 % Aluminium“. Grund dafür ist die steigende Zahl der Menschen, die beim Deo-Kauf bewusst auf die Inhaltsstoffe blicken. In der Kosmetik wird das Metall vor allem in Form von Aluminiumsalzen in Antitranspirantien verwendet, um die Schweißbildung zu unterbinden. Die Eiweißbausteine der Haut verbinden sich dabei mit den Salzen und bilden kleine Klümpchen, die die Feuchtigkeitsabgabe bremsen. Dadurch wird eine sehr geringe Menge Aluminium aufgenommen, die aber den bereits erwähnten Aufnahmewert nicht überschreitet. Problematischer wird es bei frisch rasierten Achseln. Bei der Rasur entstehen winzig kleine Risse in der Haut, durch die eine wesentlich größere Menge Aluminiumsalze aufgenommen wird.

Unser Tipp: Probieren Sie Deos mit ätherischen Salbei-, Ingwer- oder anderen Ölen aus. Diese verstopfen die Poren weniger und bekämpfen stattdessen die Bakterien, die den unangenehmen Schweißgeruch hervorrufen.

Hotline für den Arzt-Bereitschaftsdienst

Medizinische Hilfe in der Nacht, am Wochenende und an Feiertagen

Sie sind krank und die Arztpraxen sind zu? Sie sind nicht lebensbedrohlich erkrankt, können jedoch nicht bis zur nächsten Sprechzeit warten? Dann können Ihnen Haus- und Fachärzte im ärztlichen Bereitschaftsdienst helfen.
Suchen Sie einfach direkt eine geöffnete Bereitschaftspraxis in Ihrer Nähe auf oder wählen Sie die kostenlose Telefon-Hotline 116117. Die Hotline des Arzt-Bereitschaftsdienstes funktioniert ohne Vorwahl und gilt deutschlandweit. Der Anruf ist für Sie kostenfrei – egal, ob per Festnetz oder Mobiltelefon. Der Patientenservice ist rund um die Uhr erreichbar – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst behandelt pro Jahr etwa 3,9 Mio. Patienten. Um im Notfall einen Arzt zu erreichen, gab es früher mitunter täglich wechselnde und regional sehr unterschiedliche Telefonnummern. Dies war für viele deutsche Bürger oft sehr verwirrend. Mit der Patientenservice-Hotline wurde Abhilfe geschaffen. Bei einem Anruf werden Sie, soweit möglich, automatisch zum nächstgelegenen Bereitschaftsdienst weitergeleitet.

Ziel der Bereitschaftsdienst-Hotline

Die Kassenärztlichen Vereinigungen und die kassenärztliche Bundesvereinigung wollen mit dem Angebot eine einheitliche Telefonnummer etablieren. Außerdem soll der Notruf 112 möglichst entlastet werden, da dieser teils stark überlaufen und nur für ernste Notfälle zuständig sei.

Weitere Notrufnummern in Deutschland

  • 110: Polizei – 24 h kostenlos erreichbar
     
  • 112: Notrufzentrale für Rettungsdienst und Feuerwehr – europaweit erreichbar
     
  • 115: Behörden – bundesweit erreichbar 

Weitere Infos

Ausführliche Informationen rund um die Hotline des Arzt-Bereitschaftsdienstes finden Sie unter

www.116117.de

Blut(hoch)druck - Wenn das gesunde Leben zu kurz kommt

Die Gefahr kommt schleichend und die tatsächliche Tragweite von zu hohem Druck in den Blutgefäßen wird vielen Betroffenen meist erst klar, wenn ernste Folgen wie ein Schlaganfall eintreten. Doch soweit muss es nicht kommen. Wir klären für Sie deshalb Fragen zu den häufigsten Ursachen, den erkennbaren Symptomen und geben Ihnen Tipps, wie Sie mit einfachen Maßnahmen der sich langsam entwickelnden Volkskrankheit ein Schnippchen schlagen können.

Die Mediziner sprechen von einer Hypertonie, wenn sie Bluthochdruck meinen. Offiziell leiden etwa 50 Prozent der Europäer an einem zu hohen Blutdruck; die tatsächliche Zahl der Betroffenen liegt jedoch weitaus höher. Denn die Gefäßerkrankung hat ihre Tücken: Sie entwickelt sich über Jahre oft unbemerkt, das heißt ohne erkennbare Beschwerden, und kann so bereits Schäden im Körper anrichten. Ist die Diagnose Hypertonie erst einmal gestellt, kann das Leiden zwar nicht geheilt, aber der erhöhte Druck in den Gefäßen erfolgreich gesenkt werden.

Übrigens: Der Blutdruck unterliegt stets gewissen normalen tageszeitlichen Schwankungen - beim einen mehr, beim anderen weniger. Aufregung, körperliche Anstrengung oder Stress lassen den Blutdruck steigen. Erst wenn sich der Druck in den Gefäßen nicht wieder auf ein Normalmaß einpegelt und systolische Werte von über 140/90 mmHg dauerhaft gemessen werden, liegt leichter, mittlerer oder gar schwerer Bluthochdruck vor.

Mit jedem Herzschlag wird sauerstoffreiches Blut durch die Blutgefäße gepumpt, wobei von innen Druck auf die Gefäßwände ausgeübt wird. Der so aufgebaute Blutdruck schwankt dabei zwischen zwei Werten: systolisch und diastolisch.

Der systolische Messwert (Druckwelle beim „Austreiben“ des Blutes aus dem Herzen) liegt stets über dem diastolischem. Ein gesunder Blutdruck liegt bei Werten um 120/80 mmHg (sprich 120 zu 80).

Meist sind mehrere Faktoren in Kombination die Ursachen für die Entwicklung eines erhöhten Blutdrucks. Ist dies der Fall und ist der Bluthochdruck nicht die Folge einer anderen Grunderkrankung, spricht die Medizin von primärer Hypertonie. Zu den Risikofaktoren der am häufigsten diagnostizierten Art des Bluthochdrucks zählen demnach:

  • familiäre Vorbelastung
  • Übergewicht und Bewegungsmangel
  • zu hoher Salz-/Alkohol-/Zigarettenkonsum
  • chronischer Stress

Ging eine Erkrankung (z.B. eine Nierenerkrankung, Stoffwechselstörung oder Gefäßkrankheit) oder eine längerfristige Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Hormone, Rheumamittel) voraus und ist diese für die Entstehung des Bluthochdrucks verantwortlich, handelt es sich hingegen um die weitaus seltener auftretende sekundäre Hypertonie.

Da es sich bei der Hypertonie um eine „stille“ Gefahr handelt und eine frühzeitige Therapie sehr wichtig ist, um eventuelle Folgeschäden zu vermeiden, sollten Sie bei Vorliegen der genannten Risikofaktoren stets die folgenden möglichen Anzeichen auf Bluthochdruck ernst nehmen. Treten bei Ihnen z.B. wiederholt Schwindelgefühle, morgendliche Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Ohrensausen, unerklärliche Müdigkeit, Nasenbluten, Kurzatmigkeit, Herzrasen oder gar Sehstörungen auf, ist ein Arztbesuch dringend zu empfehlen. Wenn sich typische Symptome aufgrund von bereits eingetretenen Organschäden bemerkbar machen, ist die Erkrankung längst ernsthaft und bedrohlich fortgeschritten.

Lassen Sie es also nicht dazu kommen. Seien Sie wachsam und nehmen Sie am besten regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen wahr. Nur so kann Bluthochdruck frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Auch Sie selbst können unabhängig vom ärztlich verordnetem Medikamenteneinsatz etwas tun.

Schon einfache Maßnahmen können Ihnen helfen, erhöhten Blutdruck zu senken und stabil zu halten. Mitunter gelingt es in manchen Fällen auch, die einzunehmende Menge an blutdrucksenkenden Medikamenten so zu reduzieren. Sprechen Sie sich dazu jedoch stets mit Ihrem Arzt ab. Als erste wirkungsvolle Maßnahme ist die Reduzierung von Übergewicht durch gesündere Ernährung und mehr Bewegung zu nennen. Damit treten Sie bereits mehreren Risikofaktoren entgegen. Stellen Sie Ihre Ernährung um und achten Sie auf ausgewogene Mahlzeiten und einen geringeren Salzkonsum. Auch Alkohol gilt es zu vermeiden. Zudem empfiehlt sich für starke Raucher ein konsequenter Rauchstopp, denn Tabak und dessen Inhaltsstoffe verengen zusätzlich die Blutgefäße, was wiederum den Blutdruck zuzätzlich erhöht.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, verordnet Ihnen Ihr Arzt außerdem die Einnahme von Medikamenten, die in Art und Menge speziell auf Sie zugeschnitten sind. Die Arzneimittel müssen dann regelmäßig, auch ohne Auftreten von Symptomen, eingenommen werden und das meist ein Leben lang.

Bluthochdruck

Bluthochdruck

Entspannungsbad - Eintauchen und wohlfühlen

Ein langer und anstrengender Tag ist körperlich oft sehr erschöpfend. Jeder Ihrer Muskeln scheint angespannt, Kälte und Müdigkeit lassen Sie frösteln. Ein warmes Vollbad kann in solchen Fällen wahre Wunder wirken: Der Körper wird durchgewärmt, die Muskeln entspannen sich und die wohltuenden Düfte des Badezusatzes steigern das Wohlbefinden. Mit unseren Tipps wird Ihre Badewanne zur Wellnessoase.

Ein Bad in der Badewanne ist eine einfache und effektive Art, um nach einem anstrengenden Tag den Körper zu entspannen und die Gedanken schweifen zu lassen. Das warme Wasser löst die Anspannung in den Muskeln und somit auch Blockaden, die Schmerzen verursachen. Zudem wird die Durchblutung angeregt. Doch ein Bad wirkt sich nicht nur positiv auf den Körper aus, sondern ist Balsam für die Seele: In der warmen Wanne fühlen wir uns ähnlich geborgen wie im Mutterleib und sammeln durch dieses entspannende Gefühl neue Kräfte.
Sorgen Sie im Badezimmer für eine gemütliche Atmosphäre, um richtig abschalten zu können. Stimmungsvolle Beleuchtung, zum Beispiel durch Kerzen oder dimmbare Lampen, kann viel dazu beitragen. Auch ruhige Musik ist eine Möglichkeit, um die Sinne zusätzlich zu entspannen und sich eine Auszeit vom Alltag zu gönnen.

Um das Badeerlebnis noch abwechslungsreicher und wohltuender zu gestalten, bieten sich verschiedene Badezusätze an. Diese gibt es als Pulver, Badekugeln oder in flüssiger Form. Neben der Pflege für die Haut wird das Wohlbefinden besonders durch die Düfte angeregt. Je nach Stimmung können Sie ein belebendes Bad mit Essenzen aus Limone, Ingwer oder Pfefferminz nehmen oder sich mit Kamille und Lavendel zum Abend entspannen. Es hat sie so richtig erwischt? Dann ist ein Erkältungsbad besonders empfehlenswert. Die ätherischen Öle aus Eukalyptus und Kiefernnadel befreien die Atemwege und das warme Bad wirkt gegen Gliederschmerzen. Neigen Sie zu trockener Haut und vermeiden Vollbäder, um sie nicht zusätzlich zu strapazieren? Das müssen Sie nicht, denn ein wöchentliches Ölbad pflegt intensiv und schützt die Haut langanhaltend vor dem Austrocknen.

Um Ihr Bad unbeschwert genießen zu können, sollten Sie ein paar Dinge beachten: Baden Sie niemals zu heiß, da dies den Kreislauf stark belastet und Schwindel sowie Übelkeit mit sich bringen kann. Prinzipiell ist eine Badezeit von 10 bis 15 Minuten bei 36 bis 38 Grad empfehlenswert. Sollten Sie kein Ölbad verwendet haben, dann geben Sie Ihrer Haut nach dem Baden genügend Feuchtigkeit durch das Eincremen mit einer Bodylotion oder einem Pflege-Öl zurück. Vermeiden Sie danach aufregende Aktivitäten oder anregende Getränke mit Alkohol und Koffein, um den Entspannungseffekt zu erhalten.

Sicherer Start in die Badesaison

Nach Feierabend, am Wochenende oder im wohlverdienten Urlaub: Möglichkeiten zum Baden bieten sich in den Sommermonaten jede Menge! Wer an abgesicherten Stränden oder in Freibädern seinem Badespaß nachgeht, befindet sich zumeist in der Obhut von Bademeistern und Rettungsschwimmern. Hier ist im Ernstfall schnelle Hilfe verfügbar. Anders verhält sich dies an Seen oder Flussläufen. Doch egal, wo Sie schwimmen gehen: Auf jeden Fall sollten Sie die gängigen Baderegeln beachten. Damit Ihrem ungetrübten Badespaß nichts im Wege steht und die Saison sicher starten kann, haben wir wichtige Informationen und Hinweise für Sie zusammengestellt.

Im Freibad oder an bewachten Stränden gibt es Bademeister oder Rettungsschwimmer, die den dortigen Badebetrieb beaufsichtigen. Sie tragen Sorge, dass alle Badegäste unbeschadet Ihrem Bade-Vergnügen nachgehen können. Für den Notfall verfügen sie über entsprechende Ausrüstung, Kenntnisse und Techniken, um einen Verunfallten zu bergen und möglichst schnell notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Hier kommt es auf jede Sekunde an! Der beaufsichtigte Bereich ist gut sichtbar markiert und in Zonen für Nichtschwimmer und Schwimmer eingeteilt. Hier besteht seitens gefährlicher Strömungen, Gegenständen im und unter Wasser sowie Schiffsverkehr keinerlei Gefahr. Halten Sie sich deshalb nur in diesem Areal auf und beachten Sie die Hinweise des Sicherheitspersonals.
Am Strand zeigen farbige Fahnen an, ob das Baden gefahrlos möglich ist. Rot-gelb bedeutet, dass Sie sich ruhigen Gewissens in das kühle Nass begeben können, gelb zeigt "Schwimmen auf eigene Gefahr" an und wird die rote Fahne gehisst, ist das Baden strengstens untersagt. Je nach Strömung und Wetterlage kann dies an ein und demselben Strandabschnitt wechseln.  

Vielleicht kennen auch Sie die folgende Situation: Sie kommen mit dem Rad, zu Fuß oder per Boot zu einer einladenden Stelle und wollen sich im Wasser erfrischen. Was aber, wenn es sich um ein unbewachtes Gewässer handelt? Selbstverständlich müssen Sie auch dann nicht unbedingt darauf verzichten.

Für das Baden in ungesicherten Gewässern gilt jedoch, entsprechende Vorsicht walten zu lassen. Das beginnt bereits beim Betreten des Wassers. Verschaffen Sie sich zu allererst einen Überblick über den Bereich und versuchen Sie, mögliche Gefahrenpotentiale auszumachen. Meiden Sie Bereiche mit starker Strömung, starkem Pflanzenwuchs oder Schiffsverkehr. Springen Sie nicht in Ihnen unbekannte Gewässer und niemals mit dem Kopf zuerst. Bleiben Sie beim Baden zudem möglichst in Ufernähe.

Wird durch eine entsprechende Beschilderung darauf hingewiesen, dass das Baden an dieser Stelle untersagt ist, müssen Sie wohl oder übel auf die Abkühlung dort verzichten.

Für einen sicheren Schwimmspaß ist die Einhaltung der Baderegeln unerlässlich. Wir haben die wichtigsten noch einmal für Sie zusammengefasst:

  • Kühlen Sie sich ab, bevor Sie ins Wasser gehen.
  • Baden Sie nicht bei Gewitter. Zieht ein Unwetter auf,  verlassen Sie sofort das Wasser.
  • Beenden Sie das Baden, sobald Sie frieren.
  • Baden Sie nicht dort, wo Schiffe und Boote fahren.
  • Verzichten Sie auf das Baden, wenn Sie sich unwohl fühlen.
  • Tauchen Sie andere nicht unter.
  • Gehen Sie als Nichtschwimmer nur bis zum Bauch ins Wasser.
  • Luftmatratze, Autoschlauch und aufblasbare Gummitiere bieten keine Sicherheit.
  • Halten Sie das Wasser und die Umgebung sauber.
  • Gefährden Sie niemanden durch Sprünge ins Wasser.
  • Schätzen Sie Ihre eigene Kraft und Können realistisch ein.
  • Springen Sie nur bei ausreichender Tiefe und Bewegungsfreiheit ins Wasser.
  • Gehen Sie nicht mit vollem oder leerem Magen ins Wasser.
  • Rufen Sie niemals unnötig um Hilfe.

Wenn Sie diese von der DLRG aufgestellten Regeln beachten, steht einem ungetrübten Badespaß nichts im Wege.

Corona-Pandemie-Hinweis

Je nach aktuellem Infektionsgeschehen und Bundesland kann die Öffnung von Frei- und Schwimmbädern oder Badestränden variieren. Erkundigen Sie sich im Vorfeld über Schließungen, Beschränkungen der Personenzahl oder eine eventuelle Testpflicht. 

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Wenn der Kopf schmerzt

Fast jeder hat ab und zu mal Kopfschmerzen. Viele Menschen kämpfen sogar mehrmals pro Monat damit. Oft behandeln Sie sich selbst und nehmen regelmäßig rezeptfreie Schmerzmittel. Dieses Verhalten birgt jedoch Risiken: Die Ursache der Beschwerden wird nicht beseitigt und bei unsachgemäßem Gebrauch drohen ernste Nebenwirkungen. Wo liegen die Grenzen der Selbstbehandlung und was muss man bei der Einnahme von Medikamenten beachten? Für Migräne-Patienten gibt es eine Reihe von Tipps, wie Sie einem Anfall begegnen können.

Kopfschmerzen selbst zu behandeln, dem steht im Prinzip nichts entgegen - wer nur gelegentlich Beschwerden hat, muss nicht gleich zum Arzt gehen. Entscheidend für eine erfolgreiche und verträgliche Behandlung ist vor allem die richtige Anwendung. Werden Schmerzmittel falsch oder zu häufig eingenommen, steigt das Risiko für Nebenwirkungen. Zudem besteht die Gefahr, dass sich ein medikamentenbedingter Kopfschmerz entwickelt: Bei übermäßigem Gebrauch können schmerzstillende Substanzen selbst zum Verursacher der Schmerzen werden - ein Teufelskreis.

Damit aus dem Brummschädel kein Dauerkopfschmerz wird, sollten Sie die Grenzen der Selbstmedikation kennen. In folgenden Fällen sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen:

  • Die Kopfschmerzen sind neu und ungewohnt und eine harmlose Ursache ist nicht erkennbar.
  • Die Schmerzen treten in unüblicher Stärke auf.
  • Die Pein hält länger an als erwartet und Schmerzmittel werden mehr als drei Tage hintereinander benötigt.
  • Die Beschwerden treten häufig auf. Schmerzmittel werden an mehr als zehn Tagen im Monat benötigt.
  • Die Kopfschmerzen treten nach einem Unfall auf.
  • Weitere Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel oder Fieber kommen hinzu.
  • Sie leiden an einer Nieren-, Leber- oder Herzerkrankung. Auch Schwangere dürfen Kopfschmerzen nicht selbst behandeln.

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welches Kopfschmerzmittel für Sie am besten geeignet ist und in welcher Dosierung dieses im Bedarfsfall eingenommen werden sollte. Denn Kopfschmerzpatienten sollten rezeptfreie Mittel stets bestimmungsgemäß anwenden, die empfohlene Dosierung einhalten und möglichst bei einem Präparat bleiben, um nicht den Überblick über die aufgenommene Wirkstoffmenge zu verlieren. Die Frage nach dem Wie und Wann - also als Tablette oder Brausetablette sowie vor, zu oder nach einer Mahlzeit - kann Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker beantworten. Lassen Sie sich beraten.

Heftige und einseitige Kopfschmerzattacken, die bis zu drei Tage anhalten, können auf Migräne hindeuten. Kommen weitere typische Symptome hinzu wie Übelkeit, Lichtscheu oder Sehstörungen, sollten Sie einen Arzt konsultieren, um eine genaue Diagnose zu bekommen. Wurde Migräne festgestellt, empfiehlt Ihnen Ihr Arzt einen der Wirkstoffe ASS, Paracetamol oder Ibuprofen und deren Dosierung für die Selbstbehandlung. Falls sie nicht helfen, kann der Arzt spezielle Migräne-Mittel verordnen. Diese so genannten Triptane wirken in der Regel sehr zuverlässig. Patienten, die ihre Migräne gut kennen, können sich damit ohne weiteres selbst behandeln. Allerdings darf man sie nicht zu häufig einnehmen. Fragen Sie Ihren Arzt, wie lange Sie Triptane maximal einsetzen dürfen, denn sonst besteht ein erhöhtes Risiko, dass die Medikamente selbst zum Auslöser von Kopfschmerzen werden.

Als Migränekranker können Sie selbst eine ganze Menge tun, um die Häufigkeit und Schwere der Anfälle zu vermindern:

  • Erkennen und vermeiden Sie Ihre persönlichen Migräne-Auslöser. Ein Kopfschmerz-Tagebuch kann hier helfen. Typische Auslöser sind z.B. Stress, Leistungsdruck, Erschöpfung, Veränderungen im Tagesablauf oder Schlafrhythmus, das Auslassen von Mahlzeiten, helles Licht, Überanstrengung der Augen, heißes Baden oder Duschen, Geschmacksverstärker und Gewürze sowie Sauna, Alkohol und Zigaretten.
  • Behalten Sie auch am Wochenende einen gleichmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus bei.
  • Achten Sie auf geregelte Essenszeiten.
  • Treiben Sie zur Prävention Ausdauersport: Jogging, Walking, Wandern oder Rad fahren.
  • Sorgen Sie regelmäßig für Entspannung - etwa durch Musik, Theater oder ein Hobby. Lernen Sie eine Entspannungsmethode wie zum Beispiel Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation.
  • Werden Sie gelassener. Regen Sie sich am besten nicht mehr über Unabänderliches auf.
  • Überfordern Sie sich nicht - lassen Sie Dinge liegen, wenn Ihnen alles zu viel wird.
  • Gehen Sie zum Arzt, bevor Sie Migräne selbst behandeln.
  • Wenden Sie Medikamente richtig an.
  • Nehmen Sie Schmerzmittel zur Akutbehandlung rechtzeitig ein, sobald Sie eine Migräne-Attacke erkennen. Verwenden Sie keine Medikamente, die Ihnen nicht zuverlässig helfen – unzureichend wirkende Schmerzmittel können die Anfallshäufigkeit erhöhen.

Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche klagen über Kopfschmerzen. Immerhin 15 Prozent der Heranwachsenden zwischen sieben und 14 Jahren leiden häufig unter Kopfschmerzsymptomen. Bei zwei von drei Patienten handelt es sich um Spannungskopfschmerzen. Als mögliche Ursache gelten Leistungsdruck, überfüllte Terminkalender, emotionale Überforderung und auch Bewegungsmangel.

Kinder sollten nur im Notfall und nur nach Verordnung vom Arzt Schmerzmittel nehmen, da nicht jeder Wirkstoff für sie geeignet ist. Empfehlenswert sind stattdessen alle Maßnahmen, die der Schmerzentstehung vorbeugen: ein geregelter Tagesablauf, genügend Ruhepausen, ausreichend Schlaf, Sport und Spiele an der frischen Luft, weniger Zeit vor Bildschirmen sowie eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Auch Entspannungstechniken wie die Muskelrelaxation eignen sich für Kinder. Falls die Schmerzen dennoch immer wiederkehren oder falls die Symptome auf eine Migräne hindeuten, sollten Sie den Kinderarzt konsultieren.

Erst mal abwarten
Nehmen Sie Schmerzmittel direkt nach Einsetzen der Beschwerden. Nur dann ist eine optimale Wirkung gewährleistet.

Eine halbe Tablette tut’s auch
Nur richtig dosierte Schmerzmittel helfen. Teilen Sie handelsübliche Tabletten, bleiben Sie weit unter der empfohlenen Dosis und das Medikament kann nicht richtig wirken.

Jetzt hilft nur Ruhe
Das stimmt durchaus beim akuten Migräneanfall. Bei Spannungskopfschmerzen jedoch kann moderate Bewegung hilfreich sein.

Schuld war nur die Schokolade
Käse, Zitrusfrüchte oder Schokolade galten lange als potenzielle Auslöser von Migräneattacken. Bevor Sie auf bestimmte Lebensmittel verzichten, sollten Sie erst einige Zeit beobachten, ob tatsächlich ein Zusammenhang besteht. Oft ist dies nicht der Fall.

Gesund leben: Kopfschmerzen

Gesund leben: Kopfschmerzen

Anis – Süßes Adventsgewürz

Ein klarer und kalter Wintertag, ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt – und mittendrin ein charakteristischer Duft, der uns sofort an die schönste Zeit des Jahres denken lässt. Anis ist eines der beliebtesten Gewürze in der Adventszeit. Leckere Bonbons und Plätzchen, aber auch wärmende Getränke und herzhafte Speisen gewinnen dadurch einen Hauch von Weihnachten.

Dabei ist seine Heimat die warme und sonnige Region des Mittelmeerraums: In der Türkei, Griechenland, Italien und Spanien wächst die etwa 60 cm hohe Pflanze. Aber auch in Indien, Russland sowie Mittel- und Südamerika wird sie angebaut. Sie bildet Dolden aus, in denen kleine weiße Blüten sitzen, die schließlich zu den Samenkörnern werden. Ihre Reifezeit ist etwa im August und September.
Das Würzmittel, welches auch "süßer Kümmel" oder "Brotsamen" genannt wird, ist geschmacklich süß und ähnlich wie Lakritz. Mahlen Sie die Samen, entfaltet sich das volle Aroma besonders gut, allerdings verflüchtigt es sich an der Luft schnell. Verarbeiten Sie Anis deshalb am besten frisch und bewahren Sie es in einem luftdichten Gefäß auf.

Was wäre die Festtagsküche ohne die Würze von Anis? Als Zugabe im Rotkohl, bei schmackhaften Wildgerichten oder dunklen Soßen kommt das würzige und etwas schwere Aroma besonders gut zur Geltung und rundet das Weihnachtsessen ab. Aber auch typische Backwaren sind undenkbar ohne die Zugabe des Gewürzes: Anisplätzchen, Lebkuchen und Pfeffernüsse verlangen geradezu nach einer Prise davon. Weihnachtlicher Tee und Punsch wärmt, mit dieser Würzmischung versetzt, noch angenehmer durch.
Anis im Essen hat mehrere Vorteile, denn es ist nicht nur ein wohlschmeckendes Gewürz, sondern regt auch die Verdauung an. Dies tut besonders zu den üppigen Mahlzeiten der Weihnachtsfeiertage gut, die durch diese Zutat nicht ganz so schwer im Magen liegen. Stillenden Müttern wird der Genuss von Anis empfohlen, da es die Milchbildung anregt. Nicht zuletzt ist es ein lang bewährtes Heilmittel bei Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen. Als Tee genossen oder in Form von Anisöl auf die Brust gerieben, wirkt sie als Heilpflanze wohltuend.

Sowohl als Geschmacksträger als auch als hübsche Dekoration ist der Sternanis sehr beliebt und findet so doppelte Verwendung – besonders zur Weihnachtszeit. Aus botanischer Sicht ist er nicht mit dem herkömmlichen Anis verwandt, denn er stammt von einem sechs bis zehn Meter hohen Baum in Südchina und kann mehrmals im Jahr geerntet werden. Geschmacklich sind sich diese beiden jedoch sehr ähnlich, Sternanis zeichnet sich lediglich durch sein etwas volleres Aroma aus. Diese Gemeinsamkeit hat ihren Ursprung übrigens in einem gleichen Inhaltsstoff: Das Öl "Anethol" sorgt für den charakteristischen Anisgeruch und Geschmack.

Social-Media-Pause – Ich bin dann mal offline

Beeeep, Blub, Brrrrring ... – ständig ist es zu hören. Neben dem Bett, am Esstisch, in der Bahn. Das Smartphone ist immer in Reichweite. Eine Nachricht vom Partner? Ein neuer Tweet? Das neuste Kuchenrezept? Und wenn Sie es eh schon in der Hand haben, können Sie auch gleich … STOPP! Machen Sie doch mal eine Social-Media-Pause. Von uns gibt es dazu ein paar gute Tipps.

Vor über zehn Jahren kamen die ersten Smartphones auf den deutschen Markt, heute sind sie überall. Sie ersetzen den Computer, die Spielekonsole, den Taschenrechner, die Armbanduhr, die Kamera und noch viele andere Geräte. Außerdem sind sie das Tor in die Welt und bieten uns Zugriff auf so ziemlich alles, was wir brauchen oder eben nicht brauchen. Moderne Smartphones sind kleine Supercomputer und werden immer leistungsstärker, um dem wachsenden Anspruch der Besitzer gerecht zu werden. Wussten Sie, dass der Computer an Bord der Raumfähre bei der Mondlandung gerade einmal 4 Kilobyte Arbeitsspeicher hatte? Moderne Smartphones sind millionenfach leistungsfähiger. Im Jahr 2017 wurden weltweit knapp 1,5 Milliarden der kleinen Geräte verkauft.

Twitter, Facebook, Instagram, Snapchat – Socia-Media ist überall und als Kommunikationsmedium kaum noch weg zu denken. Ertappen Sie sich auch manchmal dabei, wie Sie schnell noch den Facebook-Status updaten, bevor es ins Bett geht, oder schauen, welche Fotos der Arbeitskollege aus dem Urlaub postet? Eventuell gibt es auch Neuigkeiten über die Beziehungskrise Ihres Lieblingsschauspielers? Wenn ja, dann geht es Ihnen nicht anders als Millionen Menschen weltweit, für die der kurze Blick auf’s smarte Phone morgens, mittags und abends längst Routine ist. "Digital Detox" ist nun eine Gegenbewegung dazu. Viele möchten den Rückwärtsgang einlegen, wieder analog sein, mehr direkt mit Menschen reden und die Welt wieder sinnlicher wahrnehmen, als es ein kleiner leuchtender Bildschirm bieten kann. Das Smartphone soll dabei auch nicht für immer verschwinden, vielmehr soll es eine Art Pause oder Urlaub sein. Die Länge bestimmen Sie ganz persönlich.

Frei nach dem Motto "Je mehr Likes ich bekomme, desto beliebter bin ich." Jedes Herz bei Instagram und jeder Like auf Facebook bewirkt im Gehirn eine kleine Reaktion. Dort wird Dopamin ausgeschüttet, ein Glückshormon. Man fühlt sich belohnt und möchte dann natürlich mehr davon. Derzeit befassen sich wissenschaftliche Studien damit, wie sich Social Media negativ auf das Selbstwertgefühl auswirkt. Viele Menschen fangen an, ihr Leben mit dem der anderen zu vergleichen und an sich selbst zu zweifeln. Sie sehen nur das, was sie nicht haben und nicht mehr das, was sie haben und worauf sie stolz sein können. Dieser Zustand macht auf Dauer sehr unzufrieden, man fühlt sich unter Druck gesetzt und in seinem Selbstwertgefühl gemindert. Dies kann bei Jugendlichen bis hin zu Depressionen führen. Als soziale Wesen möchten Menschen sich zu einer Gruppe zugehörig fühlen und mitreden können. Wenn Teenager auf der Suche nach Anerkennung und Zugehörigkeit immer mehr Persönliches oder gar Intimes preisgeben, schmerzt eine Ablehnung in den Netzwerken besonders. Dies kann bis hin zu Cybermobbing führen, bei dem junge Menschen systematisch angefeindet, beleidigt und zum Opfer werden. Betroffen sind besonders die "digital natives", also junge Erwachsene, die mit dem Internet aufgewachsen sind und die Nutzung sozialer Netzwerke selbstverständlich in ihren Tagesablauf eingebunden haben.

Natürlich kann Ihnen keiner vorschreiben, wie lange Ihre Pause gehen soll oder was Sie dürfen oder eben nicht dürfen. Es geht vielmehr darum, einen bewussten Umgang mit den sozialen Medien zu erlernen und die Nutzung im Alltag zu reduzieren. Sie sollten also Ihre Gewohnheiten ändern, denn es geht dabei sehr viel um Routine. Das Handy wird reflexhaft gezückt. Beim Warten auf den Zug, wenn die Begleitung im Restaurant auf die Toilette geht, wenn man abends im Bett liegt. Diese Gewohnheiten können Sie durchbrechen, indem Sie zum Beispiel Dienste auslagern. Soll heißen: Sie kaufen sich einen Wecker, der das Handy ersetzt. So geht der erste Griff morgens nicht gleich zum Telefon. Eine echte Armbanduhr lässt es ebenfalls einmal öfter in der Tasche bleiben.

Nutzen Sie nur so viele Apps, wie unbedingt nötig und so wenig wie möglich. Denn fast alle Apps beinhalten so genannte Push-Nachrichten, die Ihr Gerät bei jeder kleinen Neuigkeit vibrieren lassen und die Versuchung steigern, direkt auf selbiges zu schauen.

Nehmen Sie sich selbst etwas Druck, indem Sie auf Mails, Nachrichten und Posts nicht sofort antworten, sondern erst, wenn Sie wirklich Zeit und Ruhe haben. Sie werden sehen, dass nichts Schlimmes passieren wird und Freunde Sie nicht weniger schätzen. Sollte sich doch jemand Ihrer Freunde beschweren, suchen Sie ein offenes Gespräch und erklären Sie es.

Ist das erledigt, können Sie den nächsten Schritt gehen und eine Smartphone-freie Zeit einrichten. Fangen Sie klein an – lassen Sie Ihr Telefon beim nächsten Einkauf daheim und greifen Sie auf den guten alten Einkaufszettel zurück. Vielleicht fühlt man sich im ersten Moment nackt und unsicher, aber das ändert sich schon bald in ein Gefühl von Freiheit.
Steigern Sie jetzt den Zeitraum und lassen Sie den Laptop und das Handy ruhig mal ein ganzes Wochenende aus. Zur Sicherheit können Sie ja vorher noch Freunde und Familie informieren, um Vermisstenmeldungen zu vermeiden. Sie werden sehen, dass sich die Welt auch so weiterdreht.
Suchen Sie sich dann vielleicht ein gutes Buch, welches Sie schon immer lesen wollten, oder ein Restaurant, das Sie unbedingt mal besuchen möchten. Sollte der Weg dorthin ohne Google Maps zum Abenteuer werden, gibt es noch ein altbewährtes Hilfsmittel – fragen Sie Passanten nach dem Weg!

Social-Media-Sucht erkennen

Treffen mehrere der folgenden Punkte auf Sie zu, ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie vielleicht auch zu den Personen zählen, die eine Online-Sucht entwickeln.

Arzt- und Kliniksuche

Sie suchen einen Arzt in Ihrer Region?

Sie brauchen einen Spezialisten für die Behandlung Ihrer Beschwerden? Spezielle Portale zur Arztsuche helfen Ihnen, fündig zu werden. Wir empfehlen Ihnen die Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit und die Arzt-Suche der Weissen Liste. Mit beiden Anbietern können Sie umfänglich und schnell, zu jeder Tageszeit und unkompliziert einen Experten für die Behandlung Ihrer Beschwerden finden.

Arztsuche der Stiftung Gesundheit

  www.arzt-auskunft.de


Arztsuche im Portal des Bundesministeriums für Gesundheit

  gesund.bund.de

Sie möchten darüberhinaus das für Sie passende Krankenhaus finden? 

Mit der umfassenden Suche der "Weissen Liste" unterstützen wir Sie dabei. Auf Basis aktueller Qualitätsberichte der Krankenhäuser können Sie mit der Suchmaschine das für Sie passende Krankenhaus in Ihrer Nähe lokalisieren. Möglich ist z.B. die Suche nach Ort und Umkreis sowie nach Behandlungswunsch. Vor allem Krankenhäuser, die eine Schwerpunktversorgung anbieten, finden Sie anhand dieser Kriterien leicht.

Krankenhaussuche der Weissen Liste (2.000 Krankenhäuser mit 900.000 Bewertungen)

  www.weisse-liste.de

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Ambulante ärztliche Versorgung – Wer übernimmt die Planung für Stadt und Land?

Der Ärztemangel auf dem Land ist ein Thema, das sich seit Jahren zuspitzt und die Patienten abseits der Stadt beunruhigt. Vielleicht haben auch Sie sich in diesem Zusammenhang schon einmal die Frage gestellt, wie die Verteilung der Ärzte, speziell in den ländlichen Regionen, geplant wird?

Egal ob Stadt oder Land, ein gut ausgebautes Arztnetz oder weite Versorgungswege: Möchte ein niederlassungswilliger Vertragsarzt in einer unterversorgten Region eine bestehende Praxis von einem Kollegen übernehmen oder als Mitglied in eine Gemeinschaftspraxis einsteigen, erhält er dafür ohne Komplikationen eine Zulassung.

Anders sieht es bei Praxisneugründungen aus: Ob diese genehmigt werden, richtet sich nach einem regionalen Bedarfsplan. Dieser zeigt, wo ärztliche Versorgung fehlt oder in ausreichendem Maße vorhanden ist. Die Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen erstellen und aktualisieren diese Übersicht gemeinsam. Allerdings geschieht dies nicht willkürlich, sondern nach einer Richtlinie. Auf diese Weise soll für alle gesetzlich Versicherten ein gleichermaßen gerechter Zugang zu ärztlicher Versorgung garantiert werden. Die Prüfung, ob eine Praxiseröffnung möglich ist, übernimmt letztendlich der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen.

Hat eine Region ausreichend oder sogar zu viele Arztpraxen und ist somit überversorgt? Oder ist sie aufgrund zu wenig medizinischer Versorgung für Niederlassungen geöffnet? Diese Fragen entscheiden schließlich. Ist eine Unterversorgung der Fall, steht einer Neugründung nichts im Weg. Die entsprechenden Gebiete befinden sich häufig im ländlichen Raum. Gründet ein Arzt hier eine neue Praxis, fördern die Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung dies durch so genannte Sicherstellungszuschläge.
Indem pro Kalenderjahr 900.000 Euro allein in Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellt werden, konnten in den vergangenen zwei Jahren u.a. insgesamt 23 Praxisneugründungen in den lokal unterversorgten Gebieten gefördert werden.
Auch wenn sich auf diese Weise erste Erfolge zeigen, sind zuerst die Kassenärztlichen Vereinigungen aber auch alle anderen Beteiligten im Gesundheitswesen gefragt, um in Zukunft eine flächendeckende Arztversorgung auch für Patienten auf dem Land zu gewährleisten.

Überlastete Notaufnahmen

Mehr Bekanntheit des Arzt-Bereitschaftsdienstes nötig.

Logo und Telefonnummer des Arzt-Bereitschaftsdienstes

Camping – Raus in die Natur, rein ins Urlaubsabenteuer

Ob mit dem Zelt oder dem Wohnmobil, im In- oder Ausland – Camping ist im Trend, denn es ermöglicht einen flexiblen und naturverbundenen Urlaub, bei dem die ganze Familie auf ihre Kosten kommt. Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie, welche Reisen ins entfernte Ausland schwierig machte und während der Hotelaufenthalte oft nicht möglich waren, haben viele den Camping-Lifestyle für sich entdeckt. Ein Urlaub oder auch Kurztrip in die Natur bietet extra viel Erholung und jede Menge Möglichkeiten, aktiv zu bleiben!

Vor der Reise stellt sich zunächst die Frage, wie Sie campen möchten. So naturbelassen und günstig wie möglich mit dem Zelt? Dann informieren Sie sich vorher unbedingt über die Begebenheiten vor Ort, vor allem was Waschmöglichkeiten und Sanitäranlagen betrifft. Schlafen im Zelt bedeutet eine wahre Auszeit vom Alltag und ist, besonders für Kinder, abenteuerlich. Warme Schlafsäcke und ein Luftbett sollten Sie aber mitbringen, denn selbst in Sommernächten kann es unter "freiem Himmel" frisch werden. Machen Sie sich zudem bewusst, dass Urlaub im Zelt schnell beengt und ungemütlich werden kann, wenn das Wetter nicht mitspielt. 
Um auch bei Regen keinen "Zeltkoller" aufkommen zu lassen, eignen sich vor allem für Familien Wohnwagen oder Caravans. Nicht ganz so hartgesottene Camper erleben hier das Naturvergnügen und müssen trotzdem nicht auf den Komfort eines richtigen Bettes, eines eigenen Bads sowie einer kleinen Küche verzichten. Dafür sind die Kosten dementsprechend höher – selbst wenn Sie kein eigenes Fahrzeug besitzen, sondern sich eines leihen. Mit einem Wohnwagen sind Sie zudem stärker an einen Ort gebunden.
Mobiler gestaltet sich das Reisen mit einem Wohnmobil oder Camping-Van. Während ein Wohnwagen an Ihrem Auto befestigt wird, fahren Sie hier direkt mit Ihrem Mobilheim. Das erlaubt auch schnelle Zwischenstopps oder kurzfristige Platzwechsel.  

Ein Campingurlaub ist Natur pur und somit besonders für die Kleinsten ein Erlebnis. Von früh bis spät können Kinder an der frischen Luft toben und dabei viel Neues entdecken. In den Rucksack kommen nur die wichtigsten Spielsachen und Kuschelbegleiter, denn überall gibt es etwas, mit dem man sich beschäftigen kann. Und auch Spielkameraden sind schnell gefunden, denn in der Hauptsaison ist der Campingplatz voller Altersgenossen. Da die Stellplätze oft nah beieinander sind und man sich auch die Sanitäranlagen mit anderen Gästen teilt, lernen die Kinder gegenseitige Rücksichtnahme. Besonders stolz sind sie, wenn sie bei kleinen täglichen Aufgaben – dem Brötchenholen oder dem Geschirrabwaschen am zentralen Platz – helfen können. Statt Alltagsstress gibt es hier endlich einmal viel gemeinsame Zeit, Nachtwanderungen und Abenteuer. 
Bitte beachten Sie jedoch: Auch wenn auf Campingplätzen meist nur Schritttempo gefahren werden darf, so herrscht besonders auf den Hauptwegen ein reges Kommen und Gehen. Zudem ist die Umgebung beim Rangieren mit einem Wohnmobil oder Caravan schwer überschaubar. Üben Sie mit Ihren Kindern deshalb das richtige Verhalten auf den Wegen und lassen Sie sie besser in einem Areal spielen, welches nicht befahren wird.   

Wer gerne Aktivurlaub macht, für den ist Camping genau das Richtige. Nicht nur, dass Sie sich größtenteils an der frischen Luft aufhalten: diese Art zu reisen bietet zahlreiche Bewegungsanreize. Im Gegensatz zur Flugreise können Sie Ihr Sportequipment hier problemlos mitnehmen. Fahrräder transportieren Sie einfach mit einer speziellen Befestigung – egal ob am Auto oder dem Wohnmobil – und sind so vor Ort nicht nur für ausgiebige Radtouren gerüstet, sondern auch mobiler. Auch die Campingplätze können weitläufig sein, so dass sich dieses Fortbewegungsmittel auf jeden Fall lohnt. 
Besonders im Sommer sind Seen, Flussläufe oder das Meer beliebte Ferienziele. Für anspruchsvollen Sport auf dem Wasser eignen sich Stand-up-Paddling- oder Surfboards. Oder Sie begeben sich per Kanu oder Kajak auf "Wasserwanderung". Auch diese lassen sich auf dem Dach Ihres Campingmobils unterbringen.  
 

So romantisch es auch klingt, als einziger Tourist an einem abgelegenen Platz mit herrlicher Sicht Urlaub zu machen: Wildcampen ist in Deutschland nicht erlaubt. Neben der Verschmutzung durch Müll, der Zerstörung der Natur und dem Aufscheuchen heimischer Tierarten kann unwegsames Gelände auch für die Camper selbst zur Gefahr werden. Wer es trotzdem versucht, dem drohen teils hohe Strafgelder.
Eine Alternative können so genannte Trekkingplätze sein. Hier können Sie mit dem Zelt legal in der Natur übernachten, nutzen dafür aber ausgewiesene Plätze und zahlen eine Gebühr. Die Verweildauer ist meist auf einen Tag beschränkt. Ausgestattet sind die Trekkingplätze nur mit dem nötigsten – wie einer Toilette und Feuerstelle – und kommen so dem Erlebnis des freien Campings sehr nah.  

Nicht vergessen

Egal, wie Sie letztendlich verreisen – einige wichtige Dinge sollten Sie unbedingt dabei haben. Wir haben Ihnen eine kleine Übersicht zusammengestellt.

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Falsch behandelt?

Auch Ärzte machen Fehler – in Deutschland etwa 25.000 Mal im Jahr. Nicht immer können die Fehler bei medizinischen Behandlungen oder Operationen völlig ausgeschlossen werden. Für die Betroffenen ist es dann oft schwierig, den Behandlungsfehler nachzuweisen. Denn wer Ansprüche anmeldet, muss Tatsachen vorbringen, die diese begründen. Die IKK gesund plus unterstützt Sie bei der Beweisführung. Die Beratung erfolgt dabei auf der Grundlage von § 66 SGB V (Behandlungsfehler) und § 115 Abs. 3 SGB XI (Pflegefehler). Unsere Unterstützung ist für Sie kostenlos.

Wann liegt ein Behandlungsfehler vor?

Man spricht von einem Behandlungsfehler, wenn ein Arzt bei der Diagnose oder bei der Behandlung – beispielsweise einem medizinischen Eingriff – die notwendige Sorgfalt verletzt und dadurch seinem Patienten einen Schaden zugefügt hat. Beispiele klassischer Behandlungsfehler sind:

  • Diagnosefehler
  • fehlerhafte Medikation
  • Zurückbleiben von Fremdkörpern bei Operationen
  • Ausführung eines überflüssigen, medizinisch nicht erforderlichen Eingriffs
  • unzureichende Aufklärung
  • nicht fachgerechte Durchführung einer Behandlung

Schritt für Schritt zum Ziel

Sie schildern uns den Sachverhalt und begründen Ihren Verdacht. Um die Situation besser beurteilen zu können, schicken wir Ihnen unseren Erhebungsbogen nach Hause. Hier werden Sie beispielsweise zum Behandlungsverlauf, zu den Behandlern und zu Ihrem eingetretenen Gesundheitsschaden befragt.

Um Ihnen bei der Beschaffung aller medizinischen Unterlagen behilflich zu sein, benötigen wir von Ihnen die Erlaubnis, die erforderlichen medizinischen Unterlagen abzufordern. Wir kümmern uns dann um die Beschaffung der Unterlagen, d.h. wir schreiben die behandelnden Ärzte und Krankenhäuser an und fordern die vollständigen Behandlungsunterlagen inklusive Röntgenbilder usw. ab. Danach sichten und sortieren wir diese für Sie.

Auf Basis des Erhebungsbogens und der angeforderten Behandlungsunterlagen kann Sie die IKK gesund plus mit der Erstellung eines medizinischen Fachgutachtens durch den Medizinischen Dienst (MD) unterstützen. Dazu formulieren wir einzelfallbezogene Fragestellungen und geben das Gutachten für Sie beim MD in Auftrag.

Sobald uns das Gutachten des Medizinischen Dienstes (MD) vorliegt, prüfen wir dieses auf Vollständigkeit, Schlüssigkeit und Widerspruchsfreiheit.
Bei Unstimmigkeiten klären wir diese direkt mit dem MD und fordern gegebenenfalls eine Nachbesserung an. Liegt uns das abschließende Gutachten vor, setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung. Wir stellen Ihnen das Gutachten kostenlos zur Verfügung.

Bestätigt das Gutachten einen Behandlungsfehler, stehen Ihnen möglicherweise Schadensersatzansprüche zu. Die IKK gesund plus berät Sie gern zum weiteren Vorgehen, zur Rechtslage und zu Verjährungsfristen – denn Ihre Ansprüche müssen Sie spätestens nach drei Jahren geltend machen. Für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche ist nicht unbedingt der Gang zum Gericht erforderlich. Der überwiegende Teil streitiger Fälle wird außergerichtlich geregelt. Das MD-Gutachten stellt eine wichtige Grundlage bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche dar.

Unterstützung erhalten

Sie haben einen Verdacht auf einen Behandlungsfehler? Wir beraten und unterstützen Sie gern. Schildern Sie uns im ersten Schritt kurz die Eckdaten zum Schadensereignis. Wir werden uns im Anschluss mit Ihnen zeitnah in Verbindung setzen.

Kontaktdaten

Team Behandlungsfehler
  0391 2806-1520
  0391 2806-1509

Postanschrift

IKK gesund plus
Stabstelle Patientenbetreuung
Team Behandlungsfehler
39092 Magdeburg

Diabetes mellitus

Mit dem Fachbegriff Diabetes mellitus wird eine der häufigsten Stoffwechselstörungen überhaupt bezeichnet: Etwa sechs bis sieben Millionen Deutsche sind zuckerkrank - mit steigender Tendenz. Diabetes entsteht dann, wenn der Körper entweder zu wenig oder gar kein Insulin herstellt oder wenn die körpereigenen Zellen das vorhandene Insulin nicht richtig verwerten können. Die Krankheit ist genetisch veranlagt. Zwei Typen werden hauptsächlich unterschieden: Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes.

Diabetiker müssen mit einer kürzeren Lebensdauer als Menschen mit einem stabilen Blutzucker rechnen. Schon ein stark erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes führt fast drei Mal so häufig zu einem Herzinfarkt und verkürzt die Lebenserwartung um etwa 13 Jahre – unabhängig von Alter und Geschlecht. Die Wissenschaftler am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) werteten die Daten von über 23.000 Frauen und Männern im Alter zwischen 35 und 65 Jahren aus. Dabei wurden die Werte von Teilnehmern mit einem niedrigen Risiko für Diabetes (von unter einem Prozent) mit denen von Personen mit einem höheren (im Extremfall über zehn Prozent) verglichen.

Je höher die Wahrscheinlichkeit einer Diabeteserkrankung ist, je höher ist auch die Gefahr für Herz-Kreislauf- Erkrankungen sowie das Sterblichkeitsrisiko. Unabhängig vom Alter hatten Personen mit einem sehr hohen Wert im Diabetes-Risiko-Test ein 2,7 Mal höheres Risiko für einen Herzinfarkt und ein 1,9 Mal höheres für einen Schlaganfall. Das zudem 2,4-fach höhere Sterblichkeitsrisiko entspricht einer um 13 Jahre verminderten Lebenserwartung. Sofern Sie zwischen 35 und 65 Jahre alt sind, sollten Sie auch einmal den Diabetes-Risiko-Test des DIfE machen. Er ist kostenfrei: www.dife.de

Ein Typ-2-Diabetes kommt nicht von heute auf morgen, er entwickelt sich über Jahre. Begünstigt wird die Entstehung durch verschiedene Risikofaktoren. Geht es um Bewegungsmangel, falsche Ernährung und Übergewicht sowie Rauchen und zu viel Alkohol, dann kann jeder selbst aktiv werden. Ein gesunder Lebensstil lohnt sich! Auch, wenn die Diagnose Diabetes mellitus Typ 2 bereits gestellt ist. So lässt sich z.B. bereits mit einem regelmäßigen Ausdauertraining der Blutzucker positiv beeinflussen, was krankheitsbedingten Folgeschäden vorbeugt.

Mit Diabetes leben

Mit Diabetes leben

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Küssen macht stark

Begrüßungsbussi für Freunde, Schmatzer von der Mama, Knutscher für den Schatz - wir alle kennen und lieben sie. Überall und zu vielen Gelegenheiten wird geküsst, sei es freundschaftlich, verliebt oder aus purer Freude. Denn Küssen ist großartig, zeigt anderen die besondere Zuneigung und ist Ausdruck von Glück - und das in unterschiedlichsten Kuss-Varianten. Sicher kennen Sie die meisten, denn es wird viel geküsst im Laufe eines Lebens. Die Palette reicht vom vornehmen Handkuss, über den freundschaftlichen Begrüßungsbussi auf die Wange, den liebevollen Knutscher für Großeltern, Eltern, Kinder und Kindeskinder, den gehauchten Luftkuss, bis hin zum verliebt-innigen Kuss für den Partner. Das Schönste dabei ist, dass Sie nie allein sind, wenn Sie küssen oder geküsst werden. Immerhin gehen Forscher davon aus, dass ca. 90 Prozent der Menschen weltweit küssen. Da kommt der Internationale Tag des Kusses am 6.7. gerade recht, um der Frage nachzugehen, warum der Kuss für uns Menschen so wichtig ist, wo er seinen Ursprung hat und ob er sich tatsächlich positiv auf den Körper und das Wohlbefinden auswirkt.

Eigentlich mag man nicht daran denken, dass der Kuss, der heutzutage immer ein Ausdruck von Liebe, Zuneigung und Wertschätzung ist, einen eher unromantischen Ursprung hat. Das Füttern der Nachkommen mit vorgekauter Nahrung von Mund zu Mund war wahrscheinlich die evolutionäre Vorstufe des Küssens. Zudem nehmen viele Tierarten mit dem Kopf untereinander Kontakt auf.

Sicher haben Sie es bereits vermutet. Küssen macht nicht nur Spaß, sondern hat auch einen positiven Effekt auf den Körper - sprich, es stärkt Ihr Immunsystem und Ihr Herz. Doch warum ist das so? Beim Küssen sind je nach Kussintensität bis zu 34 Gesichtsmuskeln beteiligt. Zudem werden vermehrt Hormone (z.B. Endorphine) ausgeschüttet und der Herzschlag beschleunigt. Pro Kuss werden so immerhin maximal bis zu 20 kcal verbraucht. Der Austausch von Speichel tut für das Immunsystem sein Übriges. Mit dem Speichel werden auch Bakterien übertragen, die das Immunsystem des jeweils anderen fordern und somit stärken. Zu guter Letzt lässt der beim Küssen sinkende Cortisolspiegel auch den Stresspegel fallen.

Unser Tipp: Küssen Sie, wann immer Ihnen danach ist! Damit sich dabei Ihre Nasen nicht in die Quere kommen, sollten Sie die einfache Regel "rechts vor links" beachten.

Nicht überall hat der Kuss in der Öffentlichkeit das gleiche Ansehen. In West-Europa und den meisten Ländern Nordamerikas gilt er heutzutage nicht mehr als anstößig. In einigen Ländern steht er hingegen bei unverheirateten Paaren sogar noch unter Strafe. Freundschaftliche Begrüßungsküsse auf die Wange zählen natürlich nicht dazu. Sie sind vor allem in Ländern West- und Südeuropas weit verbreitet. Hier sorgt dann nur die richtige Wahl der Wangenkussanzahl für Verwirrung oder Missverständnisse. Küsse ganz anderer Art gehören in Asien und in der Arktis zum Alltag: Der Riechgruß (oder auch Nasenkuss) ist ein erster Körperkontakt als Teil des Begrüßungsrituals.

Im folgenden haben wir für Sie ein paar teils erstaunliche Fakten zusammengetragen:

  • Die Kussforschung wird Philematologie genannt und beschäftigt sich mit den physiologischen, sozialen und kulturellen Aspekten des Küssen.
  • Im Dauerknutschen hält ein Paar aus Thailand den Rekord von über 58 Stunden.
  • Die besten Küsser kommen aus Frankreich und Italien. Schlusslicht in Europa sind die Schweden.
  • Im Lauf seines Lebens verteilt ein Mensch mindestens 100.000 Küsse.
  • Ein Kuss dauert durchschnittlich zwölf Sekunden, in den 1980er Jahren waren es nur 5,5 Sekunden.
  • Zwei Drittel der Menschen drehen beim Küssen ihren Kopf nach rechts.
  • Jeder Deutsche küsst im Durchschnitt zwei- bis dreimal pro Tag.
  • 70-Jährige haben rund 76 Tage ihres Lebens mit Küssens verbraucht.

Gepflegte Haut mit Kosmetik

Die Haut ist unser größtes Organ und täglich wird sie vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Deshalb will sie gut gepflegt werden. Doch nicht alle Kosmetika halten ihre Versprechen. Manche schaden sogar der Haut. Kosmetikprodukte sollen Falten vorbeugen, die Haut jung halten und die natürliche Schönheit unterstreichen. Damit sie ihre Wirkung richtig entfalten können, sollten Sie die Haut entsprechend Ihres Hauttyps pflegen. Doch was ist eigentlich in Cremes, Lotionen und Schönheitswässerchen drin? Studieren Sie beim Einkauf die Inhaltsstoffe. Denn nicht alle Stoffe tun Ihrer Haut wirklich gut.

Jede Haut ist anders und hat spezielle Bedürfnisse. Aus diesem Grund ist die richtige Hautpflege sehr individuell zu betrachten. Trotzdem gibt es einige allgemeine Pflegetipps für die verschiedenen Hauttypen:

  • Trockene Haut: Waschen Sie die Haut nur mit lauwarmem Wasser. Zu heißes Wasser löst nur den natürlichen Säureschutzmantel der Haut stärker ab. Übrigens: Wasser ist bei leichten Verunreinigungen ausreichend. Seife oder Syndets (Produkte mit ausgewogenem pH-Wert - auch als seifenfreie Seife bezeichnet) brauchen deshalb nur auf stark verschmutzter Haut oder an geruchsbildenden Stellen (z.B. Achselhöhlen) eingesetzt zu werden. Cremen Sie sich nach jeder Dusche oder jedem Bad die Haut ein. Fettarme Cremes oder stark alkoholhaltige Gesichtswässer sind nicht geeignet. Bei trockener Haut sind ölhaltige Badezusätze empfehlenswert.
     
  • Fettige Haut: Beim Waschen von fettiger Haut darf das Wasser wärmer sein. Seifen sind nur bei Verschmutzungen oder Geruchsbildung nötig, ansonsten reicht pures Wasser aus. Nach dem Baden oder Duschen sollten Sie die Haut idealerweise mit einer Öl-in-Wasser-Lotion (O/W-Emulsion) eincremen. Stark fettende Cremes sind hingegen nicht geeignet.
     
  • Mischhaut: Wer sowohl trockene wie auch fettige Hautstellen hat, reinigt die Haut am besten mit lauwarmem klarem Wasser. Seife wird wie bei trockener und fettiger Haut verwendet. Optimal eingecremt wird Mischhaut mit einer Wasser-in-Öl-Emulsion (W/O-Emulsion).

Auch wenn die Nacht lang war, sollten Sie nie das Abschminken vergessen. Ihre Haut dankt es Ihnen am nächsten Morgen. Und so gelingt das schonende Make-up-Entfernen auch für Ihren Hauttyp:

  • Trockene Haut mag Reinigungsmilch oder -lotionen, die rückfettende, pflegende Substanzen enthalten.
  • Normale, fettige und Mischhaut lässt sich gut mit lauwarmem Wasser und einem Reinigungsgel von Schminke befreien.
  • Empfindliche Haut reagiert wohlwollend auf Reinigungsmilch, die keine Duft- und Konservierungsstoffe, sondern hautberuhigende und reizlindernde Inhaltsstoffe enthält.

Nach dem Abschminken mit Reinigungsmilch und Co. beseitigt ein Gesichtswasser die letzten Spuren und gibt der Haut einen Frische-Kick. Fettige, normale und Mischhaut vertragen ein Gesichtswasser mit Alkohol. Sollten Sie aber empfindliche oder trockene Haut haben, sollten Sie ein Gesichtswasser ohne Alkohol verwenden, da dies die Haut reizen und austrocknen kann. 

Laut Gesetz muss jedem Kosmetikprodukt eine Auflistung aller Inhaltsstoffe beigefügt sein. Da dies EU-weit gilt, haben sich alle Hersteller auf INIC-Namen (International Nomenclature Cosmetic Ingredient = Internationale Nomenklatur der Kosmetikinhaltsstoffe) geeinigt. Die Stoffe werden entsprechend ihrer Menge in absteigender Reihenfolge aufgelistet.

Wasser und Öl
In fast jedem Kosmetikprodukt ist reichlich Wasser (INIC: Aqua) enthalten, dicht gefolgt von pflegenden Fetten und Ölen, sowie Emulgatoren und Wirkstoffen. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt: Er zeigt, ob die Creme statt aus natürlichen Ölen hauptsächlich aus Mineralölen (Paraffin) besteht. Besonders gut tun der Haut mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Einen hohen Gehalt weisen Sonnenblumenöl (Helianthus annuus), Avocadoöl (Persea Gratissima), Weizenkeimöl (Triticum vulgare) sowie Nachtkerzenöl (Oenothera officinale) auf. Pflanzenöle sind für die Pflege so wertvoll, weil sie sich hervorragend mit der Haut verbinden.

Antioxidantien
Antioxidantien sollen die Haut vor Angriffen der freien Radikalen schützen. Freie Radikale sind aggressive Stoffe, die durch Sonnenlicht aber auch durch Luftschadstoffe entstehen. Antioxidantien in Cremes sind zum Beispiel Vitamin E (Tocopherol), Vitamin C (Ascorbic Acid) und Glutathion (Glutathione). Diese Wirkstoffe können die Hautalterung verzögern.

Liposome
Einige Cremes enthalten auch Liposome (Lecithin), deren Hülle aus den gleichen Bausteinen wie die Zellwand der Haut besteht. Sie werden daher von der Haut besonders gut absorbiert. Die Liposome werden häufig mit Wirkstoffen wie Vitamin A angereichert. Somit werden gleich zwei Zwecke erfüllt: Sie füttern die Haut mit Wirkstoffen und füllen Lücken im Hautfett (Falten) wieder auf.

Inhaltsstoffe, die schaden
In Kosmetika können aber auch Stoffe enthalten sein, die Ihrer Haut schaden können. Sie sollten Produkte meiden, die folgendes enthalten:

  • Paraffin ist eine Sammelbezeichnung für Fettstoffe, die aus Erdöl hergestellt werden. Sie legen sich wie ein Film auf die Haut und behindern dadurch die Regulationsmechanismen. Sie können die Haut austrocknen und sogar Allergien auslösen.
  • Formaldehyd ist ein Konservierungsstoff, der Kosmetika länger haltbar macht. Er steht in Verdacht, Krebs zu erregen. Außerdem kann er Allergien auslösen, die Schleimhäute reizen und die Haut schneller altern lassen.
  • PEG und PEG-Derivate, die als Emulgatoren eingesetzt werden, machen die Haut durchlässig und können so Schadstoffe einschleusen.
  • Halogenorganische Verbindungen (INIC z.B. Ceteareth-Phosphate, Chlorhexidine), die in einigen Cremes enthalten sind, dienen ebenfalls der besseren Haltbarkeit. Sie weisen ein hohes Allergiepotenzial auf.

Wichtig: Wer unter empfindlicher Haut leidet, zu Allergien neigt oder noch eine sehr junge Haut hat, sollte Kosmetikpräparate mit nur wenigen Zutaten verwenden. Die verträgt die Haut in der Regel besser. In diesen Fällen gilt also auch: Weniger ist mehr. 

Verdorbene Cremes und Make-ups können auf der Haut nicht mehr ihre positive Wirkung abgeben und sogar Schaden anrichten. Die meisten Kosmetikprodukte sind ab dem Herstellungstag 30 Monate haltbar. Ist das nicht der Fall, ist eine Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums auf der Verpackung notwendig. Der Zeitraum ist mit einem Symbol (geöffneter Tiegel) mit Zeitangabe und M (für Monate) gekennzeichnet. Doch was bedeutet sachgemäße Lagerung? Hier die wichtigsten Tipps:

  • Öffnen Sie das Produkt erst, wenn Sie es wirklich gebrauchen.
  • Drehen Sie den Verschluss nach jeder Anwendung gut zu.
  • Bewahren Sie Kosmetikprodukte - insbesondere bei kurzer Haltbarkeit - kühl, trocken und dunkel auf.
  • Entnehmen Sie niemals mit ungewaschenen Händen Creme aus dem Tiegel. Sonst schleusen Sie Keime ein. Waschen Sie auch Pinsel, Make-up-Schwämmchen und Spatel regelmäßig aus, am besten mit einem milden Shampoo.
  • Bei der Verwendung kosmetischer Nachfüllsysteme sollten Sie vor dem Auffüllen die Behälter gründlich reinigen und trocknen.
  • Verwenden Sie keine Kosmetikprodukte, die sich von Geruch und Farbe her verändert haben.
  • Vermischen oder verdünnen Sie auf keinen Fall Produkte miteinander. Es sei denn, es ist ausdrücklich vorgeschrieben.

Die Haltung macht's!

Damit Ihr Rücken fit und schmerzfrei bleibt, können Sie einiges tun. Hier einige Tipps und Hinweise, wie Sie Ihren Alltag bewegt gestalten und gleichzeitig auf die richtige Haltung achten. Tun Sie Ihrem Rücken Gutes und schenken Sie ihm täglich Aufmerksamkeit. Stärken Sie die Rücken- und Bauchmuskeln. Unter den IKKimpuls-Kursen finden Sie passende Angebote. Führen Sie die erlernten Übungen am besten regelmäßig durch - schon zehn Minuten täglich genügen. Sport stimuliert die Bandscheiben. Besonders gut geeignet sind Schwimmen, Radfahren, Walking, Tanzen, Wandern oder Aquajogging. Trainieren Sie möglichst zwei bis drei Mal pro Woche jeweils 30-60 Minuten. Vermeiden Sie Übergewicht. Außerdem führt eine falsche Haltung zu Verspannungen und Fehlbelastungen.

So halten Sie den Körper im Alltag richtig:

  • Im Sitzen: Rücken gerade halten, die Sitzfläche ausfüllen und Kontakt zur Rückenlehne halten. Das Becken leicht vorkippen, um die Wirbelsäule aufzurichten. Die Füße hüftbreit und flach aufstellen. Am Tisch liegen Ihre Unterarme waagerecht auf. Sitzen Sie immer dynamisch: Mal aufrecht, mal zurückgelegt, zwischendurch aufstehen und herumgehen.
     
  • Im Stehen: Beim Stehen entsteht im Lendenwirbelbereich leicht ein verstärkte Vorderwölbung. Stellen Sie sich vor, durch die Körpermitte verläuft eine Kordel, deren Ende über Ihnen an der Decke befestigt ist. Daran können Sie sich in die Höhe ziehen, wann immer Sie merken, dass Sie in sich zusammensinken. Nehmen Sie bei längerem Stehen eine Schrittstellung ein.
     
  • Im Liegen: Im Schlaf ist die eigene Körperhaltung von uns nicht zu kontrollieren. Deshalb sollten Sie auf ein Bett mit guter Stützfähigkeit achten. Am besten eignet sich ein rückenfreundliches System mit flexibler Federung und eine passende mittelharte Matratze (alle 10 Jahre neu kaufen). Ein Halbkissen (90 x 45 cm) stützt den Nacken.
     
  • Beim Bücken: Stellen Sie sich nah und frontal zum Gegenstand auf. Die Füße stehen schulterbreit und parallel zueinander. Gehen Sie immer mit geradem Rücken in die Hocke. Spannen Sie beim Heben Bauch-, Po- und Oberschenkelmuskulatur an. Grundsätzlich darauf achten, Gewichte nicht ruckhaft, sondern gleichmäßig anzuheben.
     
  • Beim Tragen: Verteilen Sie Lasten möglichst gleichmäßig auf beide Arme. Einseitige Belastungen schaden der Wirbelsäule: Sie verbiegt sich seitlich, um auszugleichen. Während des Transports tragen Sie den Gegenstand möglichst nah am Körper. Gehen Sie dabei leicht in die Knie und halten Sie den Rücken stets gerade.

Viele Haushaltsarbeiten erledigen wir in gebeugter Haltung. Viele Beugungen lassen sich aber durch eine rückenfreundliche Umgebung vermeiden. Und viele Bückbewegungen sind zudem unnötig. Achten Sie mal drauf. Hier einige Tipps, wie Sie Ihren Haushalt ergonomisch gestalten:

  • Passen Sie Arbeitsflächen der Körpergröße an. Im Stehen können Sie zum Beispiel bequem arbeiten, wenn zwischen der Fläche und dem angewinkelten Unterarm ca. 15 cm Abstand sind.
  • Lagern Sie Getränkekisten und andere schwere Gegenstände, zu denen Sie häufiger greifen, nicht auf dem Boden.
  • Bewahren Sie oft benutztes, schweres Geschirr in den unteren Fächern von Hängeschränken auf.
  • Platzieren Sie bei Arbeiten wie Wäscheaufhängen, Bügeln oder Putzen Utensilien wie Korb und Eimer in Griffhöhe.
  • Nutzen Sie bei Arbeiten im Stehen eine etwa 10 cm hohe Fußbank. Wenn Sie im Wechsel einen Fuß heruntersetzen, richtet sich das Becken auf, die Bandscheiben werden entlastet.
  • Empfehlenswert für alle, die viel im Stehen arbeiten, ist eine höhenverstellbare Steh-Sitzhilfe.
  • Öffnen Sie Schranktüren oder den Kofferraum im Vorfeld, wenn Sie schwere Dinge verstauen müssen - das erspart Ihnen das rückenbelastende zusätzliche Abstellen und Anheben.
  • Verwenden Sie beim Fensterputzen, Staubsaugen oder im Garten langstielige Arbeitsgeräte, die Sie möglichst hoch anfassen.
  • Staubsauger auf Rollen sind besser als Geräte, bei denen die Gesamtlast auf dem Griff lastet. Überlegen Sie, ob Sie weitere Utensilien rollend bewegen können, statt sie zu tragen.
  • Nutzen Sie beim Einkaufen eine Einkaufstasche mit Rollen und ausziehbarem Griff. So vermeiden Sie rückenbelastendes Tragen.
Bewusst leben: Gesunder Rücken

Bewusst leben: Gesunder Rücken

Schwitzen – die Klimaanlage des Körpers

Kommen Sie bei körperlich schwerer Arbeit, beim Sport oder in der Sauna ins Schwitzen, ist dies kein Grund sich unwohl zu fühlen. Nach einer kurzen Dusche können Sie dann erfrischt den weiteren Tag meistern. Schwitzen Sie jedoch auch im Alltag übermäßig, kann das oft als unangenehm empfunden werden - von Ihnen selbst und auch von anderen. Hinderlich ist zudem, dass uns durchschwitzte Bekleidung und der damit verbundene Geruch doch sehr in unserem Wohlbefinden einschränken. Bitte bedenken Sie dabei, dass die natürliche Schweißbildung sehr wichtig ist, denn die Tropfen auf der Haut haben einen schützenden Effekt: Sie mindern die Gefahr der Überhitzung und somit auch die eines möglichen Hitze-Kollaps. In manchen Fällen kann eine extreme Körperreaktion mit starken und häufigen Schweißausbrüchen zum Problem werden. Wir geben Ihnen einige Hintergrundinfos und Tipps für die richtige Wahl bei Anti-Schweiß-Produkten.

Die normale Körpertemperatur eines Erwachsenen liegt zwischen 36 und 37 Grad. Droht bei Ihnen eine Überhitzung durch beispielsweise eine hohe Außentemperatur oder starke Bewegung, schaltet sich Ihre körpereigene „Klimaanlage“ ein und Sie schwitzen. Aus den Poren wird Wasser abgegeben, welches sich wie ein Film über Ihre Haut legt und bei Hitze verdunstet. Das kühlt den Körper ab. Auch bei starken Emotionen wie Stress oder Furcht können Sie ins Schwitzen geraten: Der sprichwörtliche „Angstschweiß“ ist Ihnen sicher bekannt. Grund dafür ist das ausgeschüttete Stresshormon Adrenalin, welches als Begleiterscheinung die Schweißproduktion anregt.

Manche Menschen schwitzen mehr, andere weniger. Es gibt aber auch Betroffene, bei denen geht dies weit über das normale Maß hinaus: Hyperhidrose heißt die Krankheit, in deren Folge man unter extremen Schwitzen leidet. Manchmal tritt die vermehrte Schweißproduktion auch in Verbindung mit anderen Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes oder Bluthochdruck auf. Sollten Sie häufig extrem schwitzen und evtl. selbst den Verdacht auf Hyperhidrose haben, lassen Sie sich von Ihrem Arzt untersuchen und beraten.

Viele Hersteller von Kosmetika werben mit Deodorants, welche 24 Stunden oder länger die Schweißproduktion regulieren oder vor übermäßigem Schwitzen schützen sollen. Diese Wirkung ist meist fraglich. Oft sorgen aber bereits die Textur oder der Duft des Produktes für ein angenehmeres Körpergefühl. Vorsichtig sollten Sie vor allem im Umgang mit starken Antitranspirants sein, welche die Schweißdrüsen verengen: Sie helfen zwar gegen zu starkes Schwitzen, können aber auch zu Hautirritationen führen. Besonders im Sommer ist eine lauwarme Dusche eine der effektivsten Methoden, um sich zu erfrischen und das Schwitzen zu stoppen.

Übrigens: Schweiß können Sie grundsätzlich nicht riechen. Der für uns als unangenehm empfundene Geruch entsteht, wenn Schweiß von Bakterien auf der Haut zersetzt wird. 

Angeln – nicht nur perfekter Urlaubsspaß

Angeln – das ist doch was für Langweiler. Weit gefehlt, modernes Angeln hat nichts mit Langeweile und stundenlangem Rumsitzen am Wasser zu tun. Sie bestimmen selbst, welche Spielform des Angelns Sie bevorzugen und wie hoch Ihre Bewegungsintensität dabei ist. Wenn der Erfolg hinzu kommt, haben Sie meist alle Hände voll zu tun. Ob Sie aus rein sportlichen Aspekten angeln und die Fische nach einer Ermittlung von Länge und Gewicht möglichst schonend wieder zurücksetzen („catch & release“) oder aber mit einem guten Fang den heimischen Speiseplan bereichern, bleibt Ihnen überlassen. Viel Bewegung an der frischen Luft ist in jedem Falle geboten und intensive Naturerlebnisse sind garantiert.

Ausgestattet mit einer Stipp- oder Wurfrute stellen Sie meist mit natürlichen Ködern den Fischen nach. Gefischt wird mit einem klassischen Haken, einer Pose (Schwimmer) bis hin zur elektronischen „Bissanzeige“ in unterschiedlichen Wassertiefen und je nach Geschick in unterschiedlichen Entfernungen vom Ufer. Am Haken befestigen Sie am besten natürliche Köder wie Rot-, Tau- oder Mehlwürmer, Fliegenmaden, Kartoffeln, Mais oder spezielle Teigmischungen. Die Mischungen sind natürlich streng geheim und werden bestens gehütet. Hat ein Fisch den angebotenen Köder geschluckt, haken Sie ihn und befördern ihn möglichst schonend an Land oder ins Boot. Gezieltes Angeln auf spezielle Fischarten stellt dabei die Herausforderung dar und verlangt von Ihnen neben Geschick und Taktik auch Kraft und Ausdauer. Ein Kampf mit einem großen Karpfen oder Wels kann schon mal eine Stunde dauern und fordert den Angler körperlich.

Gefischt wird mit nur einer Wurfrute und meist mit einem künstlichen Köder. Hier bietet die Angelzubehörindustrie je nach Fischart, Gewässer und Geldbeutel des Anglers eine unendlich große Auswahl. Ob Sie Spinner, Popper, Wobbler, Blinker oder Gummifisch an die Schnur knüpfen, hängt neben Ihrem persönlichen Geschmack vom erwarteten Zielfisch und vom Gewässer ab. Den Köder befördern Sie durch permanentes Werfen zum Fisch. Ein Gespür für die Standorte der Fische werden Sie sich über langjährige Erfahrung, Gespräche mit „alten Hasen“, Informationen zum Gewässer und über Literatur aneignen. Dann stellen sich die Erfolge meist von selbst ein. Durch das permanente Anbieten des künstlichen Köders sind Sie ständig in Bewegung, durch die häufigen Standortwechsel zu dem noch überaus körperlich aktiv. Eine herbstliche Pirsch entlang eines größeren Gewässers macht Spaß und bietet Ihnen genügend Bewegung an der frischen Luft.

Für viele die Königsdisziplin des Angelns: Fliegenfischen. Mit einer speziellen Ausrüstung bieten Sie den Fischen Imitationen von Luft- und Wasserinsekten an. Diese Methode eignet sich für schnell fließende Gewässer und wird meist zum Fang von Forellen und Lachsen betrieben. Die Schnur bildet hierbei das zum Werfen notwendige Gewicht und mit bestimmten Wurftechniken können Sie die künstliche Fliege so naturgetreu wie möglich auf der Oberfläche oder im strömenden Wasser anbieten. Perfekte Technik garantiert den größten Erfolg – aber hier gilt umso mehr, erst die Übung macht den Meister.

Wie wäre es im Urlaub mit einer Angelpartie? Der Einstieg muss für Sie nicht teuer sein. Der Handel bietet günstige Komplettsets für Einsteiger an. Diese sind zum Ausprobieren völlig ausreichend und können bei einer intensiveren Beschäftigung mit diesem Sport nach und nach ergänzt werden. Ein Kescher zum Landen der größeren Fische, eine kleine Zange, eine Schere und ein Taschenmesser runden die benötigte Ausrüstung ab.

In den meisten Urlaubsregionen und in Ihrer Nähe daheim ist Angeln möglich, ohne im Vorfeld in einem Anglerverein organisiert zu sein. Erkundigen Sie sich jedoch unbedingt beim Eigentümer oder Pächter des Gewässers, in dem Sie angeln möchten, welche Auflagen es gibt und wer angeln darf. Achten Sie auch auf die Schonzeiten für bestimmte Fischarten. Entsprechende Auskünfte erteilen Ihnen die ortsansässigen Angelvereine, Berufsfischer oder Fremdenverkehrsämter.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Petri Heil.

Mit Düften rundum wohlfühlen

Düfte beeinflussen das Hormonsystem und die Leistungsfähigkeit. Nutzen Sie den Effekt für Ihr Wohlbefinden, denn die Nase ist im täglichen Leben ein wichtiger Sensor. Mit ihr prüfen wir, ob uns Nahrung oder Partner zusagen. Sie bestimmt, was wir schmecken. Gerüche lösen Erinnerungen und Gefühle aus, außerdem lindern ätherische Öle viele Beschwerden. Zur Adventszeit versetzen uns die passenden Düfte in heimelige Stimmung. Lassen Sie sich entführen und nutzen Sie die kleinen Fluchten aus dem Alltag!

Besinnliche Düfte im Advent

Mit der nahenden Adventszeit verbinden wir besonders viele Düfte: Tanne, Zimt, Mandarinen oder Nelken erinnern uns an Weihnachten und lassen Kindheitserinnerungen aufleben. Setzen Sie gezielt Wohlfühlakzente, damit Vorfreude und besinnliche Stimmung Einzug halten. Neben Duft- eignen sich dafür vor allem die saisonal typischen Räucherkerzen. Dekorativ und traditionell können Sie diese in einem "Räucherhäuschen" oder "Räuchermännchen" entzünden. Auch spezielle Duftöle geben ihre weihnachtlichen Aromen frei, wenn Sie diese in einer Duftlampe von einem Teelicht erhitzen lassen. Achten Sie beim Umgang mit Kerzen und offenen Flammen stets darauf, dass eine erwachsene Person im Raum anwesend ist.

Übrigens: Den schönsten Weihnachtsduft können Sie ganz einfach selbst erzeugen – beim Plätzchenbacken in Ihrer Adventsküche!

Es gibt viele Möglichkeiten, Düfte anzuwenden. Besonders entspannend sind warme Bäder mit Kräuterzusatz. Ganz natürlich, gesund und aromatisch erhalten Sie diese auf dem Wochenmarkt - So werden müde Knochen wieder munter! Badeöle pflegen zusätzlich die strapazierte Haut in der kalten Jahreszeit. Die ideale Badetemperatur ist körperwarm: 37 Grad. Wer zu heiß badet, bereitet Herz und Kreislauf zusätzlich Arbeit. Wir haben für Sie einige Vorschläge für wohltuende Duftbäder zusammengestellt.

Kräuterbad zum Einschlafen
Basilikum, Lavendel und Zitronengras zu gleichen Teilen in ein Stofftaschentuch oder Geschirrhandtuch binden und ins warme, einlaufende Wasser hängen. Während des Badens das Säckchen immer mal wieder ausdrücken. Das Eincremen nach dem Kräuterbad können Sie sich sparen, wenn Sie ein wenig Weizenkeimöl ins Wasser geben. Anschließend können Sie gleich ins Bett hüpfen.

Vitalisierendes Kräuterbad
Ein Bad in einem Gemisch aus Meersalz, Rosmarin und Minze eignet sich besonders zur Muskellockerung. Zudem macht es wieder munter. Für ein Bad ein Kilo Meersalz ins Wasser geben und je eine Handvoll Rosmarin und frische Minze in einem Stoffsäckchen ins Wasser hängen.

Liebesbad
Gestalten Sie ein Fest der Sinne mit ein paar Tropfen Ylang-Ylang-, Sandelholz- und Jasminöl. Dosieren Sie sparsam: Nicht mehr als zehn Tropfen pro Wannenbad verwenden. Mischen Sie das Öl mit einer halben Tasse Milch oder Sahne und zwei bis drei Esslöffel Honig. Positiver Nebeneffekt: Die duftende Mischung ist dank des Honigs auch gut für die Haut. Wer den Duft der Ylang-Ylang-Blüten als zu schwer empfindet, nimmt Rosenöl.

Ätherische Öle sind pflanzliche Duftstoffe. Sie besitzen Heilkräfte, welche die Pflanzen eigentlich zu ihrem eigenen Schutz produzieren. So wappnet sich Lavendel mit seinem ätherischen Öl vor Sonne und Hitze, der Teebaum wiederum vor Fäulnis. Entsprechend lindert Lavendelöl beim Menschen leichte Verbrennungen, Teebaumöl Hautpilzerkrankungen. Ätherische Öle sollten jedoch nie zu viel und nie unverdünnt aufgetragen werden.

Bei Erkältung und Husten helfen Eukalyptus, Lavendel, Minze, Myrte, Zirbelkiefer, Latschenkiefer, Zitrone, Ingwer, Oregano, Teebaumöl oder Thymian. Zum Inhalieren die ätherischen Öle in eine Schüssel mit heißem Wasser geben: Gegen Erkältung zum Beispiel je 2 Tropfen Eukalyptus, Latschenkiefer und Zitrone. Gegen Husten 1 Tropfen Thymian, 3 Tropfen Ysop und je 2 Tropfen Salbei und Zirbelkiefer.

Bei Kopfschmerzen helfen inhaliert oder eingerieben z.B. Lavendel und Pfefferminze. Auch Ingwer, Majoran, Basilikum, Ylang-Ylang oder Schafgarbe sollen gegen Kopfschmerzen wirken.

Die Moxa-Therapie, auch moxen genannt, ist eine asiatische Duft-Akupressur und gilt als eine der ältesten fernöstlichen Heil- und Entspannungstechniken. Es gibt etwa 50 unterschiedliche Moxa-Therapien. In einfacher Form kann man sie auch selbst durchführen. Die Hauptzutat ist die Moxa-Stange (auch Moxa-Zigarre). Das sind etwa 20 cm lange und 1,5 cm dicke Stäbe aus Moxa-Kraut (Beifuß), die in Papier gewickelt werden. Das Beifußkraut stammt aus dem chinesischen Hochland, die Stangen werden mit der Hand gerollt. Eine Moxa-Zigarre kostet etwa 1 Euro und ist über den Versandhandel, in Bioläden und (auf Bestellung) auch in Apotheken erhältlich.
Beim Moxen werden die Zigarren angezündet. Durch die Wärme der Glut setzt der Beifuß seine Wirkstoffe frei. Das sind die Vitamine A, B, C, D, ätherische Öle, Gerbsäuren, Kaliumchlorid, Eisen und Magnesium. Erfahrene Moxa-Anwender setzen sich die duftenden warmen Stangen direkt auf bestimmte Akupunkturpunkte - Unerfahrene halten die glimmenden Stangen lieber nur darüber. Achtung: Die Glut darf nicht mit der Haut in Berührung kommen! Die Kombination aus Wärme und ätherischem Duft stimuliert Hormonhaushalt und Immunsystem.

Frühjahrsputz – aber sicher!

Kennen Sie das auch? Nach dem Winter offenbaren die ersten Sonnenstrahlen, die durch die Fenster scheinen, gnadenlos alle Putznachlässigkeiten. Dann ist es wieder Zeit für den traditionellen großen Frühjahrsputz. Staub und Schmutz sollen einmal gründlich beseitigt werden. Jetzt werden Gardinen gewaschen, Fenster und Türen geputzt, Küchenschränke von außen und innen gereinigt, der Herd und der Kühlschrank gesäubert, die Armaturen und Fliesen im Badezimmer entkalkt, Pflanzen entstaubt und umgetopft, Teppiche intensiv gereinigt sowie Schränke und Kellerräume entrümpelt. All diese Maßnahmen bergen jedoch ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Das Staubsaugerkabel wird zur Stolperfalle, wackelige Leitern oder rutschige Böden führen zu Stürzen. Damit Sie den Frühjahrsputz ohne Blessuren überstehen, haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

Der alljährlichen Reinigungswut zum Start des Frühjahrs verfielen bereits die alten Römer, denn "februare" heißt reinigen. Im alten Persien wurde zum Neujahrsfest ebenfalls das Haus geputzt. Mit den Jahrhunderten hat sich der Frühjahrsputz weltweit verbreitet. Heute empfinden ihn laut einer Studie ca. 60 Prozent der Deutschen immer noch aktuell und nicht, wie man vermuten könnte, "altbacken". Biologen sehen in ihm einen Beitrag zum instinktiven Nestbautrieb. Die Ursache für Großreinigungsaktionen im Haus liegt wahrscheinlich auch darin, dass früher mit Kohleöfen und offenem Feuer geheizt wurde. Während des Winters sammelte sich so viel Ruß und Staub an.

Es gibt in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung viel zu tun? Sie wissen nicht, wo Sie mit dem Frühjahrsputz anfangen sollen? Hier ist eine gute Planung wichtig, sonst machen Sie unter Umständen mehr als nötig ist oder Sie verlieren zwischendrin die Lust. Setzen Sie sich auch Zwischenziele, zu denen es eine kleine Belohnung gibt. Das motiviert! Was Sie sonst noch tun können?

  • In den Tag des Frühjahrsputzes mit einem kräftigen Frühstück starten. Das gibt Kraft.
  • Alle benötigten Utensilien und Putzmittel bereitstellen.
  • Systematisch nach Plan arbeiten. Das spart Zeit, Kräfte und Nerven.
  • Schalten Sie Ihre Lieblingsmusik ein und singen Sie beim Putzen ruhig mit.

Sie wissen es sicherlich: Im Haushalt passieren die meisten Unfälle. Diese gilt es zu vermeiden, damit es beim Frühjahrsputz keine bösen Überraschungen gibt. Im Folgenden finden Sie ein paar Tipps:

  • Eng anliegende Kleidung und rutschfeste Schuhe tragen.
  • Nach Plan putzen, so kann keine Hektik oder Stress aufkommen.
  • Beim Fensterputzen im besonderen Maße auf die Sicherheit achten, z.B. nur trittsichere Leitern und Teleskopstiele verwenden und sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
  • Die Haut und Atemwege nicht mit zu vielen verschiedenen Putzmitteln reizen. Verwenden Sie am besten einen pH-neutralen Allzweckreiniger.
  • Während bzw. nach dem Putzen die Zimmer ausreichend lüften.
  • Auf mögliche Stolperfallen wie Eimer, Wischmopp, Staubsaugerkabel usw. achten.

Weniger Stress dank Zeitmanagement

Einen ständigen Wettlauf gegen die Uhr zu führen ist anstrengend und erzeugt unnötigen Stress. Leider sind davon immer mehr Menschen betroffen, denn der Spagat zwischen Arbeit, Familie und Freizeitaktivitäten ist nicht immer leicht zu bewältigen. Gern möchte man alles unter einen Hut bekommen – und vergisst dabei schnell, dass der Tag nur 24 Stunden hat. Wer jetzt in Hektik gerät, hat bereits verloren. Anstatt sich bei dem Versuch, alles schnell und in Eile zu erledigen, zu zerteilen, sollten Sie mit Voraussicht und Strategie planen. Gehören auch Sie zu denen, die ihre Zeit optimal einteilen möchten? Die Lösung heißt: Zeitmanagement! Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses gekonnt im täglichen Leben einsetzen.

Schlechtes Zeitmanagement - was zunächst einmal nicht sonderlich schlimm klingt kann, auf die Dauer gesehen, zu einem echten Problem werden. Freunde und Familie sind enttäuscht, weil Sie Verabredungen oder Versprechen häufig nicht einhalten. Bei der Arbeit gibt es Ärger mit den Kollegen oder dem Chef, weil ein Termin verpasst wurde oder sich eine Projektübergabe verzögert. Hinzu kommt Ihre eigene Unzufriedenheit: Sie haben das Gefühl, stundenlang zu arbeiten, aber kein Stück weiterzukommen. Wenn die nötigen Erfolge ausbleiben, erzeugt das Stress: Wer immer nur unter Strom steht, dem fällt es schwer, Zeit zum Entspannen zu finden. Auch in den seltenen ruhigen Momenten drehen sich die Gedanken immer nur um das, was bisher liegen geblieben ist und noch erledigt werden muss. Chronischer Stress kann zu Schlafstörungen und anderen körperlichen sowie psychischen Beschwerden führen. Langfristig macht das Zeitdefizit also buchstäblich krank.

Sie können dem Tag nicht mehr Stunden geben – aber Sie können versuchen, Ihr Aufgabenpensum so zu organisieren, dass Sie die Zeit optimal nutzen. Sie finden, das ist unnötiger Aufwand, der Ihnen noch mehr Energie und kostbare Minuten raubt? Auch wenn es zunächst nach zusätzlicher Arbeit aussieht: Sie werden staunen, wieviel Zeit Ihnen plötzlich zur Verfügung steht.

Richtig organisieren
Wichtig ist es zunächst einmal, dass Sie sich einen Überblick über alle Aufgaben verschaffen. Nutzen Sie Ihr Smartphone, den Laptop oder ganz einfach einen Planer und notieren Sie, was zu erledigen ist. Setzen Sie sich dafür feste Termine, indem Sie zum Beispiel am Montagmorgen die Aufgaben für die kommende Woche verteilen. Noch strukturierter wird Ihr Plan, wenn Sie für die einzelnen Erledigungen Prioritäten vergeben – Was muss unbedingt erledigt werden, was wäre schön und bei welcher Sache ist es nicht schlimm, wenn Sie zu einem anderen Zeitpunkt oder gar nicht erledigt wird?
Übernehmen Sie sich nicht, sondern schätzen Sie Ihr Tagespensum realistisch ein. Versuchen Sie außerdem, sich zu entlasten und Freiräume zu schaffen: Überwinden Sie sich und streichen Sie überflüssige Dinge ganz aus Ihrer Planung!

Ablenkung vermeiden
Haben Sie eine Aufgabe begonnen, sollten Sie dabei bleiben – auch wenn es schwer fällt. Jederzeit und überall lauern Ablenkungen, die wir nur zu gern annehmen. Sind Sie aber einmal aus Ihrer ursprünglichen Aufgabe herausgerissen, braucht es eine Weile, bis Sie wieder hineingefunden haben. Das kostet Zeit und vor allem jedes Mal aufs Neue Überwindung. Deshalb gilt: Nur bei größeren Aufgaben sind Pausen von bis zu zehn Minuten erlaubt. Unser Tipp für Arbeiten, die Ihre volle Konzentration benötigen: Handy, Musik und Fernseher ausschalten - das wirkt Wunder!

Immer der Reihe nach
Viele Menschen halten Multitasking für den Schlüssel zum schnellen Erfolg. Mehre Aufgaben nebeneinander zu erledigen verspricht schließlich Effektivität und eine ideale Zeitausnutzung. Das ist jedoch leider ein Trugschluss: Wer alles auf einmal machen will, kann sich auf nichts richtig konzentrieren. So kommt es dann, dass jede Aufgabe für sich länger braucht, als nötig wäre. Arbeiten Sie die erstellte Liste deshalb lieber der Reihe nach ab. So leidet die Sorgfalt nicht und Sie können sich trotzdem schneller über Ihre Freizeit freuen.

Neigen Sie auch manchmal dazu, private Verabredungen oder Termine aus Pflichtgefühl einzugehen, obwohl Sie vorher bereits wissen, dass Ihre Zeit dafür nicht ausreichen wird? Seien Sie lieber ehrlich zu sich und Ihrem Gegenüber und verschieben Sie diese auf einen anderen Tag. Wenn Sie die Gründe dafür erklären, wird das sicher jeder verstehen.
Sie wollen sich zu einer bestimmten Zeit mit jemandem treffen? Nehmen Sie sich fest vor, mindestens eine viertel Stunde früher da zu sein. Auch wenn dies nicht klappen sollte, haben Sie somit die Uhr ein wenig ausgetrickst und sich einen kleinen Zeitpuffer verschafft.

Für fast alles gibt es mittlerweile eine App – so auch für Ihre Aufgabenverwaltung. Viele nützliche Tools sind in ihnen verbaut. Schauen Sie einfach in Ihrem App Store nach kleinen Organisationshelfern. Auf Ihrem Smartphone haben Sie diese dann immer mit dabei. So wird Ihr Zeitmanagement noch leichter und effektiver.

Gesund leben: Stress bewältigen

Gesund leben: Stress bewältigen

Aktiver Natururlaub in Sachsen-Anhalt

Zu gelungener Erholung gehört für Sie auch sportliche Betätigung? In Ihrer freien Zeit suchen Sie gern die Nähe zur Natur und genießen idyllische Landschaften? Dann ist Ihr nächstes Ausflugs- oder Urlaubziel vielleicht gar nicht so weit weg, wie Sie denken, denn Sachsen-Anhalt bietet für Freizeitsportler und Naturliebhaber viele Möglichkeiten. Und dabei gibt es immer etwas Neues zu entdecken: Eingebettet in weiträumige Naturschutzgebiete und malerische Landschaften erzählen in Sachsen-Anhalt zahlreiche Burgen und Schlösser, Kirchen und Dome, Klöster und Gärten deutsche und europäische Geschichten. Erkunden können Sie all das im Rahmen Ihres täglichen Fitnessprogramms, welches Sie nach Ihren eigenen Vorstellungen gestalten. Begeben Sie sich mit Ihrer ganzen Familie auf eine aktive Entdeckungstour!

Egal, ob Sie ein wahrer Adrenalin-Junkie sind oder eher zu ganzheitlichen, ruhigen Bewegungsangeboten tendieren: Hier ist für jeden etwas dabei. So können Sie auf einem der 47 regionalen und 18 überregionalen Radwege die Umgebung auf dem Fahrrad erkunden. Mehr Action versprechen Mountainbike-Touren im Harz. Auch zu Wasser wird Aktivität groß geschrieben – paddeln Sie auf naturbelassenen Flüssen und entdecken Sie auf vielen Seen verschiedene Wassersportarten für sich.
Und schließlich können Sie einen der ältesten und zugleich schönsten Wege der Fortbewegung nutzen, indem Sie auf einem Pferd durch die Landschaft reiten. Es gibt kaum einen besseren Weg, Sport, Erkundungstouren und Erholung zu verbinden!

Ein Favorit vieler naturbegeisterter Urlauber und Tagestouristen, die ihrer Gesundheit durch sportliche Betätigung an der frischen Luft etwas Gutes tun möchten, ist und bleibt das Wandern. Hier lädt besonders der Harz ein, Flora und Fauna des Nationalparks zu Fuß zu entdecken. 

Sie möchten noch mehr Information für Ihren Urlaub in Sachsen-Anhalt haben, neue Ideen entdecken und anderen Ihre persönlichen Lieblingsrouten vorstellen? Die Website www.naturfreude-erleben.de hält für Sie eine Fülle an Informationen und Angeboten bereit: Sie finden dort auf den ersten Blick alles Wichtige zu Touren, Ausflugszielen, Unterkünften und besonderen touristischen Angeboten, wie z.B. Ballonfahrten oder E-Biking. Mithilfe eines Tourenplaners können Sie unterschiedliche Aktivitäten vom Wandern, über Radfahren, Klettern und Skilaufen bis hin zu außergewöhnlichen Motorradtouren mit dem detaillierten Kartenmaterial für die verschiedenen Regionen Sachsen-Anhalts planen.

Für die mobile Nutzung gibt es außerdem eine gleichnamige App, die Ihre Reise mit umfangreichen Tipps und praktischen Funktionen bereichert. Laden Sie sich diese einfach auf Ihr Smartphone!

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Wandern - Fitness in der Natur

Wandern muss nicht gelernt werden. Doch auch wenn es keiner Technik bedarf, das lange Gehen und die leichte Ausdauerbelastung können für Untrainierte ungewohnt sein. Lesen Sie unsere Tipps für eine gelungene Wandertour.

Traumzeit - Alltagserlebnisse in bunten Bildern

"Träum schön!" Das wünschen wir einander häufig, wenn wir uns zum Schlafen hinlegen. Geht dies in Erfüllung, wachen wir am nächsten Morgen mit einem angenehmen Gefühl auf. Doch die Traumbilder kommen nicht von ungefähr: Mit ihnen verarbeiten wir das, was uns am Tag wiederfährt und was für uns von Bedeutung ist. Auch wenn uns Menschen die Frage nach dem Ursprung unserer nächtlichen Träume schon lange antreibt, ist die Traumforschung besonders in neuester Zeit einen großen Schritt weitergekommen. Noch sind aber nicht alle Rätsel um die Bilder in der Nacht gelöst.

Können Träume Ihre Zukunft voraussagen? Diese Vorstellung ist vielleicht reizvoll, leider aber ein Irrglaube. Auch wenn manche Dinge aus Ihren Träumen so oder so ähnlich wahr werden: Sie erlauben keinen hellseherischen Blick auf das, was Ihnen bevorsteht. Vielmehr erwarten Sie manche Entwicklungen unterbewusst bereits und diese fließen so in Ihre Traumgebilde ein.

"Spiegel der Seele" werden sie nämlich nicht umsonst genannt: Im Traum verarbeitet Ihr Gehirn das, was Sie am Tag beschäftigt und was Sie erleben. Tätigkeiten, die Sie im Wachen häufig ausüben und Dinge, die von persönlicher Bedeutung sind, werden Ihnen auch nachts im Schlaf vorrangig begegnen. So können Sie mit ihnen zwar nicht in die Zukunft sehen, manchmal geben sie aber Denkanstöße oder Hinweise für Verhaltensweisen, mit denen Sie ein Problem lösen können. Das funktioniert, weil die "innere Zensur" während des Träumens quasi ausgeschaltet ist. Alles ist möglich und wird als Handlungsoption in Betracht gezogen. Träume können also ein "Training" für reale Situationen sein. Deshalb hilft es manchmal wirklich, eine Nacht über ein Problem oder eine verfahrene Situation zu schlafen.

Die Annahme, Träume würden lediglich in der REM-Schlafphase (Rapid- Eye-Movement = Schnelle Augenbewegung) stattfinden, ist zwar weit verbreitet, wird von Experten aber relativiert: Tests in Schlaflaboren haben gezeigt, dass es in jeder Schlafphase kognitive Aktivität gibt – das Gehirn also arbeitet. Werden Sie aus dem REM-Schlaf geweckt, können Sie sich allerdings besonders gut an Träume erinnern, weil sie in dieser Phase sehr bildlich und lebhaft sind. Übrigens: Während Sie träumen, ist Ihnen dies in den meisten Fällen nicht bewusst, selbst wenn die Bilder und Geschehnisse noch so verrückt erscheinen.

Ein entspannter und regelmäßiger Schlaf ist wichtig für Ihre Gesundheit. Während Sie ruhen, sammelt Ihr Körper neue Kräfte, regeneriert sich selbst und schafft Verknüpfungen zu erlerntem Wissen. Nur so bleiben Sie körperlich und geistig fit. Wir haben für Sie einige Tipps zusammengestellt, mit denen Sie abends sanft ins Traumland gleiten.

In diesem Sinne: Schlafen Sie gut!

  1. Schon am Tag können Sie viel für eine erholsame Nacht tun: Vermeiden Sie längere Nickerchen und begeben Sie sich stattdessen zur sportlichen Betätigung an die frische Luft.
  2. Ihre letzte Mahlzeit sollte am besten vor 19 Uhr stattfinden, fettarm und ohne übermäßige Gewürze sein. Hülsenfrüchte oder Kohlgemüse wie Rotkohl sind schwer verdaulich und deshalb weniger geeignet.
  3. Vermeiden Sie Koffein sowie Alkohol am Abend und gönnen Sie sich stattdessen lieber einen Kräutertee oder eine warme Milch mit Honig.
  4. Wie man sich bettet, so liegt man – aus diesem Grund sollten Sie Wert auf eine qualitativ hochwertige Matratze sowie ein komfortables Bett legen und auch eine für Sie optimale Wahl bei Kissen und Bettdecke treffen. Lassen Sie sich dazu im Fachgeschäft beraten.
  5. Am besten schlafen Sie bei einer Zimmertemperatur um die 18°C und im abgedunkelten Raum. Eine hohe Geräuschkulisse stört die Nachtruhe, sodass Ihr Schlafzimmer nicht zur Straßenseite liegen sollte.
  6. Rituale und gezielte Entspannungsübungen lassen Sie den Stress des Tages vergessen und schließlich gut einschlafen. Beschäftigt Sie etwas so sehr, dass Sie nicht zur Ruhe kommen? Schreiben Sie Ihre Gedanken und Sorgen auf, so können Sie diese besser loslassen.

Ihre Träume sind immer individuell und stehen in Verbindung mit Ihrer persönlichen Lebenssituation. In den oftmals kuriosen Geschichten kommen jedoch häufig bestimmte Traummotive vor, die der Psychologie durchaus bekannt sind. So können Sie diese deuten:

Der Fall ins Bodenlose
Noch ein Schritt auf festem Grund, doch dann verlieren Sie den Boden unter den Füßen und fallen. Ein solcher Traum kann bedeuten, dass Sie Angst vor dem Loslassen oder einer Trennung haben. Vielleicht fürchten Sie sich auch im realen Leben davor „den Halt zu verlieren“.

Die Flucht vor einem Verfolger
Sie sind auf der Flucht und jemand ist hinter Ihnen und verfolgt Sie. Möglicherweise laufen Sie tatsächlich vor einem Problem davon?

Schwangerschaft oder Tod
Sie träumen davon, dass Sie selbst oder eine Person in Ihrem Umkreis schwanger sind − oder jemand verstirbt? Geburt und Tod können beide auf einen Neuanfang sowie anstehende Veränderungen hindeuten.

Zahn- oder Haarausfall
Alles scheint ganz normal, aber plötzlich fallen Ihnen Zähne oder Haare aus! Dieser Traum kann ein Indiz für Selbstzweifel oder Verlustängste sein.

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Zimt – Der Geschmack von Weihnachten

Kaum ein Gewürz ist so charakteristisch für den Advent und Weihnachten wie Zimt. Der würzig süße Duft lässt sofort an die Heimlichkeit und das wohlige Beisammensein dieser Zeit denken und weckt Erinnerungen an die Kindheit und damit verbunden allerlei weihnachtliche Naschereien.
Heute für jedermann erschwinglich, war es als eines der ältesten Gewürze in früherer Zeit besonders wertvoll und kostbar. Um seine Herkunft rankten sich zahlreiche Legenden: Könige wurden mit Zimt einbalsamiert und gemeinsam mit anderen Gewürzen sollte es gegen Krankheiten wie beispielsweise der Pest helfen. Bei uns erfahren Sie mehr über dieses besondere Würzmittel, seine Herkunft und Anwendung.

Entgegen der altertümlichen Mythen und Behauptungen kommen die Zimtstangen weder aus dem Meer, noch handelt es sich um die Nester geheimnisvoller Vögel. Tatsächlich ist es die getrocknete und gerollte Rinde des Zimtbaumes. Für die Pulverform wird sie im Anschluss gemahlen.

Es gibt zwei Arten des Gewürzes: Den Ceylon-Zimt sowie den Cassia-Zimt. Letzterer wird auch "chinesischer Zimt" genannt und ist zumeist jener, der als Gewürz genutzt wird. Die Hauptanbaugebiete sind Sri Lanka, die Seychellen, Madagaskar, Indonesien, China und Vietnam.
Beide Sorten unterscheiden sich in ihrem Geschmack: Während der so genannte Chinazimt etwas schärfer schmeckt, ist sein teureres Pendant blumiger und süßer. Auch das Aussehen der Stangen ist keineswegs identisch. Beim Ceylon-Zimt erkennt man mehrere Schichten, der Cassia-Zimt hingegen besteht aus einer dicken Lage.
Aufgrund seiner geringeren Menge des Stoffes Cumarin, der die Leber schädigen kann, wird Ceylon-Zimt als der gesündere angesehen. Cumarin ist in Zimt natürlich enthalten, Leberschäden durch den Genuss des Gewürzes sind bisher jedoch nicht bekannt. Von übermäßigem Verzehr wird trotzdem abgeraten.

Als Verwendungsmöglichkeit des Zimtgewürzes in der Küche fallen sicher auch Ihnen zunächst weihnacht- und winterliche Süßspeisen wie Bratäpfel ein. Im Gebäck entfaltet es ebenfalls seine geschmackliche Vielfalt und würzt Lebkuchen, Plätzchen und die nach ihm benannten Zimtsterne. Milchreis mit Zimt und Zucker ist nicht nur bei Kindern, sondern auch bei älteren Nachkatzen ein beliebtes Gericht und bekannter Seelentröster.
Ebenso gut schmeckt es aber auch in herzhaften Speisen. Besonderes Wild- und Fleischgerichte mit dunklen Soßen gewinnen durch das süß-herbe Aroma. Mit anderen orientalischen Gewürzen wie Kardamon oder Ingwer können Sie es besonders schmackhaft kombinieren.
Charakteristisch ist auch die Verwendung in Glühwein, Punsch und Tee, um den heißen Getränken eine zusätzliche aromatische Würze zu verleihen, die den Körper von innen durchwärmt.

In vergangener Zeit wurde der kostbare Zimt als Universalheilmittel gegen zahlreiche Krankheiten und Beschwerden angesehen. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin hat er seinen festen Platz. Das Gewürz soll u.a. desinfizierend, durchblutungsfördernd, beruhigend und stimmungsaufhellend wirken. Bekannt ist es z.B. als Helfer bei Verdauungsbeschwerden oder anderweitigen Verstimmungen des Magen-Darm-Traktes. Zimtöl hilft, als Einreibemittel oder bei Massagen verwendet, verkrampfte Muskelpartien zu entspannen und zu lockern.
Studien haben außerdem herausgefunden, dass der Verzehr von Zimt nachweislich die Blutzuckerwerte senkt, was Diabetes vorbeugen und bei der Gewichtsreduktion helfen kann. Um für letztere Anwendung einen spürbaren Effekt zu bemerken, müssen Sie täglich jedoch mindestens ein Gramm Zimt zu sich nehmen.

Esskastanien – Wahre Energiespender

Lange bevor Mais und Kartoffel bei uns Fuß fassen konnten, brachten die Römer sie aus Kleinasien und dem Kaukasus mit. Damals waren Esskastanien für eine breite Bevölkerungsschicht ein unentbehrliches Grundnahrungsmittel. Meist wurde sie von den ärmeren Menschen zu Mehl verarbeitet, aus dem dann Brote gebacken wurden. Heute wird sie hauptsächlich in den warmen mediterranen Ländern wie Italien, Spanien, Frankreich, Türkei und Portugal angebaut. Viele Menschen kennen sie nur als winterliche Leckerei auf dem ein- oder anderen Weihnachtsmarkt. Wir zeigen Ihnen, warum die Esskastanie das Zeug zu einem sehr gesunden Grundnahrungsmittel hat.

Sprechen Sie auch immer von Maronen und meinen eigentlich Esskastanien? Beide gehören zwar zur Familie der Kastanien, aber genau genommen sind es zwei unterschiedliche Arten. Die Marone ist eine Weiterzüchtung, sie ist größer, runder und herzförmig. Außerdem schmeckt sie süßer und intensiver als ihre kleinen Verwandten.

Betrachtet man die Inhaltsstoffe und die Zusammensetzung der Esskastanie, kann man sie durchaus als wertvolles Grundnahrungsmittel bezeichnen. Sie besticht durch eine Vielfalt an gesunden Kohlenhydraten, hochwertigem Eiweiß, Ballaststoffen sowie vielen Vitaminen und Mineralstoffen. Mit nur 2 Prozent weist sie, im Vergleich zu anderen Nüssen, einen sehr geringen Fettanteil auf. Die langkettigen Kohlenhydrate bewirken einen hohen Sättigungsgrad und halten diesen auch.
So fallen Sie nach dem Essen nicht in ein körperliches Tief und verspüren, im Vergleich zu anderen Mahlzeiten mit kurzen Kohlenhydraten, längere Zeit keinen Hunger. Daher eignet sie sich hervorragend als Zutat eines bunten Salats oder als Snack zwischendurch.

Wenn Sie die Nüsse regelmäßig verzehren, tun Sie Ihrem Blutdruck und Ihrem Herz-Kreislauf-System viel Gutes. Mit einem Kaliumgehalt von 400 bis 700 mg je 100 g hilft die Kastanie sehr gut dabei, den Natriumgehalt im Körper zu senken. Zu viel Natrium ist Mitverursacher für hohen Blutdruck und einer zu salzreichen Ernährung geschuldet. Durch eine kaliumreiche und gleichzeitig natriumarme Ernährung reduzieren Sie präventiv das Risiko eines Schlaganfalls, Herz-Kreislauf-Störungen oder Herz-Rhythmus-Störungen. Neben dem hohen Kaliumanteil besitzen die Esskastanien auch eine breite Palette an B-Vitaminen, die für das Nervensystem benötigt werden. Sie werden es kaum glauben, aber die leckeren Nüsse liegen beim Vitamin-C-Gehalt ungefähr bei Bananen oder einer Ananas. Darüber hinaus enthalten sie Vitamin A und Vitamin E. Diese Mischung fungiert als Antioxidans gegen freie Radikale, die die Haut altern lassen und die Körperzellen schädigen. Ein Vorgang, der letztendlich die Entstehung von Krebs begünstigen kann.

Durch tierische Eiweiße, Kaffee, Softdrinks, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe entstehen bei der Verdauung sehr viele Säuren, die den Organismus zusätzlich belasten – er "übersäuert". Die Folge sind Müdigkeit, Energielosigkeit, Übergewicht sowie Magen- und Darmprobleme. Da die Esskastanie eher basisch ist, wirkt sie der Übersäuerung entgegen und hilft dem Verdauungssystem bei Überlastungen wie Blähungen, Sodbrennen und Reizungen der Magenschleimhaut. Der hohe Kaliumanteil sorgt dafür, dass sich Kalzium gut in die Knochen einlagert und das Risiko für späteren Knochenschwund sinkt.

Bevor Sie die Nüsse essen können, müssen Sie erst einmal die dünne braune Schale entfernen. Dies geht am besten, indem Sie die Kastanien etwa ein Stunde in Wasser "einweichen" und sie dann mit einem Kreuzschnitt an der abgerundeten Seite versehen. Erst jetzt können Sie sie entweder in kochendes Salzwasser geben oder im Backofen bei 200° C rösten.
Nach etwa 5 Minuten im kochenden Wasser bzw. 30-40 Minuten im Backofen können Sie die Leckereien aus der aufgeplatzten Schale befreien und genießen.

Aktive Ferien Zuhause

Mit Corona sind die Ferien und die Urlaubszeit anders, als wir sie kennen: Es winken statt großer Fernreisen eher Ferien an Nord- und Ostsee, den Mittelgebirgen oder unseren heimischen Seen. Auch schön, denn Deutschland hält für inländische Touristen viele Überraschungen bereit. In Folge von Kurzarbeit sowie Überbuchung und bedingt durch die Unsicherheit über die Situation in den nächsten Monaten verbringen viele Familien die Ferien sogar gänzlich Zuhause. Doch Urlaub auf "Balkonien" muss nicht mit Langeweile einhergehen.

Mit unseren Tipps stellen Sie sich ein buntes und aktives Ferienprogramm zusammen, das kaum Wünsche offen lässt.    

Entscheidend für gelungene Ferien im eigenen Zuhause ist die Bereitschaft, diese auch wirklich als freie Tage zu genießen. Dies klingt leichter als gedacht, denn wenn man schon einmal frei hat und nicht verreist, ist die innere Unruhe zunächst groß. Bevor man sich versieht, räumt man doch wieder den Keller auf oder gräbt den Garten um.
Die Lösung: Nehmen Sie sich nur das vor, was erledigt werden muss, um den Alltag am Laufen zu halten. Geht es wirklich nicht ohne Arbeit oder möchten Sie lang geplante Projekte umsetzen, so teilen Sie ihre Zeit genau ein und machen Sie einen klaren Schnitt, wenn der Tagespunkt "Freizeit" ansteht. Sonst kehren Sie nach zwei Wochen alles andere als erholt und zudem noch unzufrieden über den anstrengenden Urlaub an Ihren Arbeitsplatz zurück.

Ein weiterer Fallstrick, den nur Daheimgebliebene kennen: Jeder Tag gleicht dem anderen. Statt Ausflügen oder Strandtagen, die man am Urlaubsort eingelegt hätte, geht die Zeit so dahin, ohne dass Sie etwas Nennenswertes erlebt haben. Dabei scheitert es oft weniger am Wunsch, als an der Planung und Umsetzung.
Holen Sie am besten noch vor dem Urlaubsstart all Ihre Familienmitglieder an einen Tisch. Welche Ideen oder Vorschläge gibt es für die Gestaltung der freien Tage? Wo wollten Sie schon immer einmal hin, zu welchen Familienaktivitäten kommen Sie im Alltag viel zu selten? Überlegen Sie nun, was wann, wie und wo umsetzbar ist und machen Sie einen Ferienplan. Wichtig ist, dass dabei jeder berücksichtigt wird. Planen Sie dazwischen jedoch auch freie Tage ein, an denen Sie einfach die Seele baumeln lassen.

Familienurlaub kann auch im Umland Spaß machen! Bestimmt fallen Ihnen Ziele in der näheren Umgebung ein, die Sie schon immer mal besuchen wollten. Hören Sie sich auch bei Freunden, Bekannten und Kollegen nach Tipps um – Sie werden überrascht sein, welches Potenzial in Ihrer Region steckt.
Neben Tagesausflügen, die eventuell eine etwas weitere Anreise notwendig machen, können Sie mit dem Streichelzoo um die Ecke, unterwegs auf einem beliebten Wanderweg oder mit einem Schwimmbadbesuch auch halbtägige Highlights setzen. In zahlreichen Schau- oder Heimatmuseen, welche schon Ortschaften mit wenigen Einwohnern ihr Eigen nennen, erleben Sie Geschichte hautnah und werden in Zukunft einen ganz anderen Blick auf Ihr Zuhause haben.
Für das kleine Portmonee warten viele kostenlose Ausflugsziele, Aussichtspunkte und bekannte Sehenswürdigkeiten. Doch es geht noch einfacher: Verabreden Sie sich in der Familie zu einem Spielenachmittag, machen Sie eine Radtour oder veranstalten Sie eine Schnitzeljagd. Das alles ist ohne jegliche Kosten möglich und schafft das, worauf es im Urlaub ankommt: Gemeinsame Zeit, Spaß und Erholung!      

Neben spannenden Unternehmungen und ruhigen Stunden Zuhause sollte auch die sportliche Betätigung nicht zu kurz kommen. Durch regelmäßige Bewegung fühlen Sie sich ausgeglichener, schlafen besser und tun nebenbei noch etwas für Ihre Figur. Auch für Kinder ist dies wichtig, um ihren natürlichen Bewegungsdrang zu fördern und gefährlichem Übergewicht vorzubeugen.
Ihre Möglichkeiten sind dabei vielfältig: Neben Fahrradfahren oder Inlineskaten bietet sich je nach Wetter schwimmen in der Natur, dem Frei- oder Hallenbad an. Entdecken Sie mit Ihren Kindern auch längst vergessene Bewegungsspiele wie Seilspringen, Gummitwist oder den Hula-Hoop-Reifen. Feder- und Volleyball sind beliebte Sommerhits während eine Fußballpartie einfach immer passt. Machen Sie aus dem gemeinsamen Sport doch ein kleines Erlebnis, indem Sie Ihre eigene Olympiade veranstalten – mit Disziplinen, die Sie selbst bestimmen. Nach dem Sportprogramm schmecken Eis und Co. ohne schlechtes Gewissen gleich noch besser!

Was im Urlaub selbstverständlich ist, kommt Zuhause oft zu kurz: Sich für das Essen Zeit nehmen und mal etwas Neues probieren. Dabei lässt sich dies ganz einfach umsetzen. Besuchen Sie ein Restaurant in der Nähe, in dem Sie noch nie waren oder greifen Sie kurzerhand selbst zum Kochlöffel! Das Internet ist voll von einfachen und doch leckeren bis hin zu exotischen Gerichten, mit denen Sie sich den Urlaub einfach auf den Teller holen können. Statt Fertiggerichten sollten Sie sich etwas Gutes tun und mit frischen Zutaten kochen.
Lassen Sie bei schönem Wetter Ferienfeeling aufkommen, indem Sie Ihre Familienmahlzeiten an die frische Luft verlegen. Beim Frühstück auf dem Balkon, dem gemeinsamen Abendbrot im Garten oder einem leckeren Picknick im Park schmeckt alles gleich doppelt so gut. Ganz wichtig ist außerdem: Lassen Sie sich Zeit! Denn diese haben Sie nun. Genießen Sie es und tauschen Sie sich bei einer gesunden und schmackhaften Mahlzeit mal wieder in Ruhe mit der Familie aus.  

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Arbeiten 4.0 – Homeoffice als Arbeitsplatzmodell der Zukunft?

Steht die deutsche Bürowelt vor einem großen Umbruch? Das Arbeiten im Homeoffice ist in aller Munde und wird derzeit vielerorts in den Unternehmen genutzt. Doch ist es das Arbeitsplatzmodell, das auch über die Pandemiezeit hinaus bestehen bleiben wird? Ist es zukunftsfähig und hat das traditionelle Bürokonzept ausgedient? Wir möchten Ihnen diese und andere Fragen beantworten und klären, was es mit dem Homeoffice-Hype auf sich hat und wie es gelingen kann, eine neue Arbeitskultur zu etablieren.

Beginnen möchten wir mit der Frage, wie Homeoffice-Arbeit eigentlich definiert wird. Ist es ein eigenständiges Arbeitsplatzmodell oder doch ein Teil eines größeren Ganzen? Klar ist, dass die Art und Weise, wie wir arbeiten und zukünftig arbeiten möchten, sich gerade in dieser pandemiebedingt schweren Zeit verändert. Individuelle Bedürfnisse und die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen und wollen mehr berücksichtigt werden – und das vor dem Hintergrund der Unternehmensziele. Große Schlagwörter sind in diesem Zusammenhang: "Digital Workplace" oder "New Work". Sie umschreiben die Arbeitswelt von morgen und übermorgen – jedoch noch nicht die Unternehmenskonzepte von heute. Die Kultur des Misstrauens gegenüber den Angestellten ist in den meisten Führungsköpfen noch vorherrschend – ohne Kontrolle und strenge Reglementierungen scheint es nicht zu gehen. Dies sollte vielmehr aufgebrochen und neu gedacht werden, um schlussendlich die Produktivität, Kreativität und Motivation zu erhöhen. Denn unter dem Strich muss es sich für das Unternehmen lohnen, in neue Arbeitswelten zu investieren.

Bisher arbeitet nur eine geringe Anzahl der Deutschen im Homeoffice. Immerhin 39 Prozent der Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern diese Option. Dieses vertrauensbasierte Arbeitsplatzmodell wird häufig in Kombination mit Teil- und/oder Gleitzeit genutzt. Zudem werden die Homeoffice-Zeiten mit Präsenztagen im Büro ergänzt. Die Vorteile dieses mobilen Arbeitens liegen auf der Hand:

  • freie Einteilung der Arbeitszeit
  • konzentrierteres Arbeiten, da Ablenkungen durch Kollegen wegfallen
  • Wegfall von eventuell langen Pendler-Zeiten - Vermeiden von Arbeitsausfällen, z.B. Handwerker im Haus oder das Kind ist krank
  • gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Um produktiv in den eigenen vier Wänden arbeiten zu können, sind ein paar Voraussetzungen unumgänglich. Wichtig sind in erster Linie: Zuverlässigkeit, Transparenz, Selbstorganisation, Selbstdisziplin, strukturierte Tagespläne und klare Regeln zur täglichen Erreichbarkeit. Auch der Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen per Telefon, Telefonkonferenzen, Videomeetings oder E-Mail sollte aktiv aufrecht gehalten werden. Denn sonst droht das Gefühl der Vereinsamung. Auch die Gefahr des "always on" darf nicht unterschätzt werden. Die damit deutlich längeren Arbeitszeiten erlauben dann im Umkehrschluss viel geringere Erholungszeiten. Denkt man das Modell des Homeoffice etwas weiter, und zwar in Richtung komplett virtueller Teams, spricht man von "Remote Work". Hier gibt es keinerlei Präsenzzeiten in den Unternehmensräumen. Insbesondere für international zusammengesetzte Teams bietet sich dieses zeit- und ortsunabhängige Konzept an. Ein großer Vorteil für das Unternehmen ist die so eröffnete Chance, weltweit die besten Mitarbeiter für das Team zu finden – ganz im Sinne des Global Networking.

Ist das Homeoffice für das gelegentliche (mobile) Arbeiten an einem anderen Platz als den Büroraum beim Arbeitgeber (ortsunabhängig) gedacht, so definiert der Gesetzgeber den Teleheimarbeitsplatz hingegen als einen ständigen und fest installierten Arbeitsbereich in der häuslichen Umgebung des Mitarbeiters – inkl. der hierfür benötigten technischen Ausstattung, des entsprechenden Mobiliars und den sonstigen Arbeits-, Informations- und Kommunikationsmitteln. Hier gelten in Abgrenzung zum Homeoffice laut §2 Abs. 7 ArbStättV strengere Regeln zur ergonomischen Gestaltung und es bedarf darüber hinaus einer speziellen arbeitsvertraglichen Vereinbarung. Die Teleheimarbeit wird ausschließlich von zu Hause aus ausgeübt. Sie ist somit eine gesonderte und striktere Ausgestaltung des Homeoffice.

Für diejenigen, die sich für neue und noch ungewöhnliche Arbeitsplatzmodelle interessieren und bei denen andere Konzepte denkbar sind (sprich, bei denen z.B. die unmittelbare Präsenz nicht essentiell ist) sind die im Folgenden genannten Modelle vielleicht der Weg zum Arbeiten 4.0:

  • Job Sharing inkl. Desk Sharing
  • 4-Tage-Woche
  • an Ergebnissen orientierte Vertrauensarbeitszeit
  • Sabbatical
  • Unbegrenzter Urlaub

Für den einen oder anderen klingen diese Modelle vielleicht unmöglich oder gar abenteuerlich, aber ein genauerer Blick lohnt sich vielleicht. Bei allen steht der erweiterte Freiraum für den Mitarbeiter im Vordergrund. Dies führt zu mehr Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Gesundheit und zu einer besseren Work-Life-Balance. Denn sicher ist eins: Ist der Mitarbeiter gesund und mit seiner Arbeit glücklich, kommt es am Ende des Tages dem Unternehmen zugute.

Arbeiten von Zuhause klingt zunächst auch nach einer erfüllteren Mittagspause. Statt der Kantine haben Sie die eigene Küche vor Ort und somit jede Menge Möglichkeiten, sich frische und gesunde Kost zuzubereiten. Die Realität ist dann jedoch meist noch ernüchternder, als im Büro: Statt Ihre feste Pausenzeit einzuhalten, schnappen Sie sich nur schnell etwas auf die Hand oder knabbern während der Arbeit am PC den Süßigkeitenschrank leer. Eine gesunde Esskultur ist dies jedoch nicht!

Nehmen Sie sich also die Zeit und setzen Sie sich auch im Homeoffice an den Ess- oder Küchentisch. Sollte die Zubereitung frischer Speisen aus Termingründen nicht möglich sein, kochen Sie diese bereits am Abend vor. Ihnen fehlt das kollegiale Miteinander? Verabreden Sie sich mit anderen Mitarbeitern, die ebenfalls in Heimarbeit tätig sind, zur Videotelefonie. Gemeinsam schmeckt es auch auf diese Art besser.

Im Verhältnis zu einem ergonomischen Büroarbeitsplatz sind die Einstellungen des Mobiliars im Homeoffice in der Regel weitaus eingeschränkter. Mit ein paar wenigen Tipps, können Sie jedoch das bestmögliche aus Ihrem mobilen Arbeitsplatz zu Hause herausholen. Eine Faustregel sollten Sie in jedem Falle beachten: je geringer Sie die im Folgenden genannten Rahmenbedingungen einstellen können, umso angepasster sollten Ihre Pausenzeiten (auch Bewegungspausen) sein!

  • Stuhlhöhe: Ausrichtung der Sitzhöhe ≥ 90° im Kniegelenk
  • Rückenlehne: Rückneige der Lehne durch geringen Kraftaufwand im Rücken
  • Armlehnen: Ablage der Unterarme (vollständig) auf Armlehnen bei entspannten Schultern
  • Tischhöhe: auf Höhe der Armlehnen (sitzend auf Stuhl)
  • Arbeitsfläche: ausreichende Beinfreiheit sowie Arbeitsfläche im Platzangebot
  • Monitor: Abstand zum Monitor sollten 60 - 80 cm entsprechen mit frontaler Stellung; Höhe des Monitors ist so einzustellen, dass der Kopf sich nicht nach unten neigt; Lichtquelle über dem Monitor

Neben der richtigen Ernährung und der optimierten ergonomischen Einrichtung des Homeoffice-Arbeitsplatzes haben wir Ihnen zum Schluss noch ein paar Tipps und Empfehlungen zusammengefasst, mit denen Sie Ihre Arbeit in den eigenen vier Wänden zum Erfolg machen.

  1. Achten Sie auf Ihre Psychohygiene, indem Sie Ihre gewohnten täglichen Abläufe beibehalten. Feste Aufsteh- und Frühstückszeiten sowie Arbeitskleidung dienen Ihnen im Homeoffice dazu, den Arbeitscharakter zu verstärken und sich mental sowie emotional auf Ihre Aufgaben vorzubereiten. Auch in die Heimarbeit sollten zwingend Punkte aus dem täglichen Büroalltag mit einfließen. Das können z.B. "Kaffeepausen" mit Kollegen/-innen sein, die über Telefonie oder Chat organisiert werden können, um dadurch den Isolationscharakter zu reduzieren.
  2. Je nach Anwendungsgrad unserer Ergonomietipps sollte sich Ihre Pausengestaltung auf gesundheitsfördernde Maßnahmen beziehen. Reduzieren Sie die körperlichen Belastungen am Arbeitsplatz immer wieder mit kurzen Bewegungspausen. Diese sollten sich im speziellen auf die Hals-Nacken-Strukturen, Rumpf und auf die Beine beziehen. Pausen sind bewusste und geplante Zeiträume, in denen Sie sich nicht mit Arbeitsprozessen und Arbeitsabläufen beschäftigen sollten.
  3. Vermeiden Sie Ablenkungen und Störungen, in dem Sie z.B. Ihre Erreichbarkeit und Arbeitszeiten fest definieren, um eine klare Abtrennung zwischen privater und beruflicher Atmosphäre zu erzielen. Legen Sie zudem Ihr privates Telefon möglichst außer Reichweite und reduzieren Sie andere Geräuschkulissen im Raum durch Medien (Radio, Fernseher).

Homeoffice-Videoclips

Wir haben Ihnen alle Infos, Tipps und wertvollen Hinweise zum Arbeiten im Homeoffice in kurzen Videoclips zusammengefasst. Schauen Sie rein!

  Infofilme

Was passiert beim MRT?

Die Magnetresonanztomografie (MRT) oder auch Kernspintomografie ist ein Verfahren, mit dem das Körperinnere abgebildet werden kann. Sie ist heutzutage aus der modernen Medizin auch nicht mehr wegzudenken und – im Gegensatz zum Röntgen – strahlungsarm. Besonders gut geeignet ist die MRT, um Weichteile und Organe darzustellen. Hierbei nutzt man den Magnetismus in einem aufwendigen Verfahren. Mit dessen Hilfe lassen sich präzise Schnittbilder (tome = altgriechisch für „Schnitt“) in hoher Auflösung erstellen. Anhand dieser Bilder kann der Arzt dann Organstrukturen und -funktionen beurteilen und eventuelle Veränderungen beobachten. Die dazugehörigen Bilder zeigen den Körper oder das jeweilige Organ scheibenweise entweder längs, quer oder schräg.

Überall im menschlichen Körper finden sich Wasserstoffatome, bei denen sich der Kern wie ein winziger Kreisel um die eigene Achse dreht und ein kleines Magnetfeld erzeugt wird. Die Rotationsachsen zeigen dabei in viele unterschiedliche Richtungen. Die Kernspintomografie nutzt dies folgendermaßen aus:

Das MRT-Gerät ist in eine große Röhre, in der sich ein sehr starker Magnet befindet, der wiederrum ein Magnetfeld erzeugt, welches dafür sorgt, dass die vielen Wasserstoff-Atomkerne nicht mehr wild durcheinander kreiseln, sondern sich alle in eine Richtung drehen. Dann sendet das Gerät kurze Radiowellen aus, welche die ausgerichteten Atome kurz ins Wanken bringen. Die Atome richten sich durch das Magnetfeld dann aber wieder in Reih und Glied aus. Dabei geben sie Energie ab, die von Sensoren in der Röhre gemessen wird. Dadurch, dass sich in den verschiedenen Organen und Geweben unterschiedlich viele Wasserstoffatome befinden, sind die Signale verschieden und der Computer kann daraus ein Bild errechnen. Für spezielle Untersuchungen wird dem Patienten vorab ggf. auch ein Kontrastmittel verabreicht.

Im Gegensatz zum Röntgen und einer Computertomografie (CT) wird bei der MRT keine Strahlung verwendet. Für den Patienten ist sie deshalb besonders schonend. Jedoch ist der Zeitaufwand größer. Im Schnitt dauert die Untersuchung 30 bis 45 Minuten. Da eine CT hingegen nur ca. zehn Minuten dauert, wird bei Notfällen eher auf diese Methode zurückgegriffen. Im Gegensatz zur CT, die besonders gut Knochen darstellen kann, ist die Kernspintomografie die bessere Methode, um Organe darzustellen. Bei der Krebsdiagnostik wird sie aufgrund dessen auch häufig eingesetzt, um Tumore zu erkennen. Auch Verletzungen und Erkrankungen der Gefäße, Sehnen, Knorpel und Bänder lassen sich mit Hilfe der MRT gut erkennen.

Vorab führt der untersuchende Radiologe ein Gespräch mit dem Patienten und klärt über den Ablauf und mögliche Nebenwirkungen auf. Für die Untersuchung müssen dann nach Möglichkeit alle metallhaltigen, magnetisierbaren Gegenstände bzw. elektronischen Geräte abgelegt werden. Ohrringe, Schmuck, Piercings, Zahnspangen, Haarklammern, Hörgeräte und alle weiteren metallischen Dinge müssen entfernt werden. Das starke Magnetfeld des MRT-Gerätes würde diese Gegenstände sonst anziehen und erhitzen. Menschen, die an Klaustrophobie leiden, könnten in der engen Röhre Angst bekommen. Weiterhin sollte man sich so wenig wie möglich bewegen.
Da der Apparat sehr laute Klopfgeräusche während der Untersuchung von sich gibt, empfiehlt sich ein entsprechender Gehörschutz. Patienten mit Prothesen mit Metallanteil, Herzschrittmachern oder mit im Körper befindlichen Nägeln, Schrauben und Platten sollten ihren Arzt vor der Untersuchung unbedingt informieren. Auch Tätowierungen und Permanent-Make-Up sollten vorher angesprochen werden, da einige Farbstoffe ebenfalls Metallpartikel enthalten, die sich während der Untersuchung stark erhitzen könnten.

Krankenhausaufenthalt mitgestalten

Was sollten Sie beachten, was können Sie tun, damit Ihr Aufenthalt im Krankenhaus nicht länger als nötig und so erfolgreich wie möglich wird? Manchmal lässt er sich nicht vermeiden – der Krankenhausaufenthalt. Ist er planbar, erspart Ihnen eine gute Vorbereitung einigen Stress und hilft, schneller gesund zu werden. Anhand der Checklisten können Sie prüfen, welche Unterlagen, welche Kleidung und welche persönlichen Sachen Sie benötigen, damit Sie optimal vorbereitet sind.

Der erste Weg im Krankenhaus ist der zur Aufnahme, wo Sie die Befunde und Berichte abgeben, die Sie vorher von Ihrem Hausarzt bekommen haben. Außerdem legen Sie Ihren Personalausweis oder Ihren Reisepass vor. Bei der Aufnahme werden Sie auch nach eventuellen sonstigen Krankheiten gefragt und ob Sie Medikamente einnehmen. Lesen Sie den Aufnahmeantrag gut durch und prüfen Sie, ob Ihre Angaben richtig erfasst wurden. Lassen Sie sich eine Kopie geben.

Bei der Untersuchung durch den Arzt sollten Sie fragen, welche Behandlungen geplant sind und ob Sie eine bestimmte Diät einhalten müssen. Vor einer Operation klärt Sie der Arzt umfassend über Chancen und Risiken auf. Dazu überreicht er Ihnen auch den so genannten Aufklärungsbogen. Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Mit der Unterschrift erklären Sie sich mit der Operation einverstanden. Außerdem besucht Sie der Narkosearzt, um das Narkosemittel und die Dosis zu ermitteln. Er stellt Ihnen Fragen zu Lebensgewohnheiten, zu früheren Operationen und dazu, ob bei Ihnen Allergien gegen Narkosemittel aufgetreten sind. Der Arzt misst den Blutdruck und überprüft die Funktion von Herz und Lunge. Der verantwortliche Arzt stellt einen Behandlungsplan auf, den Sie auch aktiv befolgen sollten.

Vor Ihrer Entlassung untersucht Sie der behandelnde Arzt. Während des Abschlussgesprächs wird festgelegt, wie die Behandlung fortgesetzt wird. Achten Sie darauf, dass Sie ausreichend Medikamente oder Rezepte bekommen, bis die Weiterbehandlung des Hausarztes erfolgt. Müssen Sie für eine anschließende Heilbehandlung einen Aufnahmeantrag an eine RehaKlinik stellen? Oder benötigen Sie noch Krankenpflege zu Hause? Dann hilft Ihnen der Sozialdienst des Krankenhauses oder der IKK bei der Antragstellung.

Häufig ist das Klinikpersonal überlastet und gestresst. Dann können Spannungen im Umgang mit Patienten entstehen. So können Sie mithelfen, Stress zu vermeiden.

  • Seien Sie so aktiv wie möglich und unterstützen Sie auch Ihren Zimmernachbarn so gut es geht.
  • Benutzen Sie die Klingel nur, wenn es wirklich nötig ist. Und beachten Sie, dass andere Patienten vielleicht mehr Ruhe benötigen als Sie.
  • Verzichten Sie aber nicht auf Fragen zu Ihrer Erkrankung, zur Behandlung und zum Aufenthalt. Lassen Sie sich Fachausdrücke erklären.
  • Sie möchten Ihre Privatsphäre bei Visiten und Untersuchungen geschützt wissen. Bitten Sie den Arzt um ein vertrauliches Gespräch und eine Untersuchung ohne Zuschauer.
  • Wenn Sie mit Leistungen des Krankenhauses wiederholt unzufrieden sind, sprechen Sie mit dem Patientenfürsprecher der Klinik oder wenden sich an Ihre IKK gesund plus.

Das sollten Sie mitnehmen:

Unterlagen

  • Einweisung des Arztes
  • Sofern vorhanden und wichtig: Röntgenbilder, Kernspin- bzw. Computertomogramme oder sonstige Unterlagen
  • Laborwerte und EKG nicht älter als drei Wochen
  • Dauermedikamente und eine Liste Ihrer aktuellen Medikamente
  • Arztberichte
  • Krankenversicherungskarte
  • Personalausweis oder Reisepass, Impfbuch, Röntgenpass, Allergiepass

Kleidung

  • Schlafanzug/Nachthemd
  • Bade- oder Morgenmantel
  • Unterwäsche
  • Socken
  • Hausschuhe mit rutschfester Sohle
  • bequeme Oberbekleidung
  • feste Schuhe

Toilettenartikel

  • Handtücher
  • Fön
  • persönliche Toilettenartikel

Sonstiges

  • Brille
  • Schreibzeug
  • Kleingeld
  • Buch und Zeitschriften
  • Wecker

Das sollten Sie zu Hause lassen:

  • eigene Medikamente, die Sie nicht regelmäßig einnehmen müssen
  • Uhren, teuren Schmuck oder andere Wertgegenstände
  • größere Geldbeträge
  • Auto- und Hausschlüssel
  • wichtige Unterlagen

Falls Sie doch Wertgegenstände oder wichtige Unterlagen und Schlüssel mitnehmen, bitten Sie die Klinikverwaltung um sichere Verwahrung.

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Hanfsamen – kleine Kraftpakete

Hanf ist eine der ältesten Nutzpflanzen. Aus ihr wurden bereits im alten Ägypten Fasern gewonnen und Seile geknüpft. Hanfsamen waren schon damals ein gern gesehener Gast in der Küche und für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt. Wenn man sich die Inhaltsstoffe genauer ansieht, wird schnell klar weshalb. Hanfsamen – welche im botanischen Sinne eigentlich Nüsse sind – können in der Küche eine vielfältige Verwendung haben. Der Geschmack der Samen samt Schale erinnert an Sesam und kann Salaten und Dressings (mit Hanföl) einen angenehm nussigen Geschmack verleihen. Als Booster für einen guten Start in den Tag machen sich die geschälten Hanfsamen auch prima, wenn man sie in Joghurt oder Smoothies einrührt. Selbst als Beigabe zum Paniermehl beim Zubereiten von Schnitzeln oder auch in Dips und Brotaufstrichen können sie punkten.

Hanfsamen sind echte Proteinbomben. Die lebenswichtigen Aminosäuren kann unser Körper nicht selbst herstellen, sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Hanfsamen sind eines der wenigen Lebensmittel, die gleich alle wichtigen Säuren liefern und besitzen mit ca. 20 Prozent einen sehr hohen Gehalt. Damit stärken wir nicht nur unser Immunsystem und fördern die Entgiftung, sondern liefern auch Bausteine für den Muskelaufbau.

Das Fett nicht gleich Fett ist, ist keine Neuigkeit mehr. Es gibt gute und weniger gute Fette. Hanfsamen enthalten viele ungesättigte Fettsäuren und eine optimales Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3. Damit senken sie den Cholesterinspiegel und schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein hoher Vitamingehalt und viele Antioxidantien runden die Liste der Inhaltsstoffe ab.

Die vielen guten Inhaltsstoffe der Hanfsamen verführen leicht dazu, sofort zuzugreifen. Wir raten Ihnen jedoch, es langsam angehen zulassen. Die Samen sind sehr ballaststoffreich und haben bei übermäßigem Verzehr eine – im wahrsten Sinne des Wortes – durchschlagenden Wirkung, die zu Durchfall führen kann, wenn Sie solch ballaststoffreiche Nahrung nicht gewohnt sind. Zudem quellen sie im Magen stark auf, was zwar beim Abnehmen hilft, aber den Flüssigkeitshaushalt des Körpers belastet. Deshalb sollten Sie auf eine ausreichende Wasserzufuhr achten. Wir empfehlen Ihnen deshalb, mit einem EL Hanfsamen pro Tag zu beginnen und später nicht mehr als 4-5 EL pro Tag zu sich zu nehmen.

Übrigens: Sie brauchen sich über eine etwaige Rauschwirkung keine Gedanken zu machen. Der THC-Gehalt ist in den handelsüblichen Hanfsamen und dem dazugehörigen Hanföl vernachlässigbar gering bzw. gar nicht vorhanden.

Haarausfall – Keine Frage des Alters

Lichter werdendes Haar ist für die Betroffenen meist problematisch und mit Befürchtungen um die eigene Attraktivität verbunden. Entgegen des Klischees spricht das Thema Männer und Frauen, junge und ältere Menschen gleichermaßen an, denn wenn beim täglichen Frisieren immer mehr Haare in der Bürste oder dem Waschbecken bleiben und Sie sich diese am Tag häufiger von der Kleidung zupfen müssen, kommt sicher auch bei Ihnen die Frage auf: Ist das schon Haarausfall? Dies lässt sich auf die Schnelle kaum beantworten, denn viele Faktoren können Einfluss auf Ihre Haarpracht haben. Bei uns erfahren Sie, welche unterschiedlichen Gründe dahinterstecken können und was gegen den übermäßigen Haarverlust hilft. 

Der erblich bedingte Haarverlust wird von Ärzten Alopezie genannt. Er entsteht durch eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel, also der Kanäle, in denen sich die Haarwurzeln befinden, auf das männliche Hormon Testosteron. Dabei spielt weder das Alter noch das Geschlecht des Betroffenen eine Rolle. Allerdings ist die Stärke des Haarverlustes und auch die Art und Weise wie er auftritt oft unterschiedlich. Bei Männern beginnt der Haarausfall zumeist im Schläfenbereich und sorgt für die so genannten "Geheimratsecken". Es folgen kahle Stellen am Hinterkopf, welche sich schließlich mit den Vorderen verbinden. So kommt es zu dem charakteristischen Haarkranz. Bei Frauen äußert sich Haarausfall meistens nicht so stark: Bei ihnen wird das Haar am Scheitel lichter und dünner.

Anders verhält sich dies beim krankheitsbedingten kreisrunden Haarausfall, welcher plötzlich einsetzt und kahle Stellen hinterlässt. Der diffuse Haarausfall verteilt sich dagegen gleichmäßig und wird neben verschiedenen Erkrankungen, wie Schilddrüsenfehlfunktionen oder Diabetes, meist durch Nährstoffmangel, Stress oder hormonelle Umstellung hervorgerufen.

Auch wenn Haarausfall genetisch bedingt ist, muss er sich nicht zwingend weitervererben. Dementsprechend sind aber auch „gute Gene“ kein Garant dafür, von lichter werdendem Haar verschont zu bleiben. Wie Ihr Haar beschaffen ist und somit auch, wie der Wachstumsprozess abläuft, ist vorbestimmt.
Interessant ist die Wirkung von Östrogen auf das Haarwachstum: Während Testosteron es senkt, regt das weibliche Hormon dieses an. Dies ist auch der Grund dafür, warum das Haar von Frauen in der Schwangerschaft besonders schnell und dicht wächst. Sinkt der Östrogenspiegel danach wieder ab, neigen sie hingegen zu übermäßigem Haarausfall. 

Die Diagnose ist meist nicht einfach zu stellen, denn die Grenze zwischen der Norm und dem, was darüber hinausgeht, sind fließend. Grundsätzlich gilt es als unbedenklich bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren. Dass ein Haar ausfällt gehört zum normalen Ablauf seiner Lebensdauer. Diese beinhaltet eine Wachstumsphase, die mehrere Jahre dauern kann sowie eine anschließende Übergangsphase von wenigen Wochen, in welcher die Zellteilung bereits aufgehört hat. Nach einer mehrmonatigen Ruhephase fällt das Haar schließlich aus – ein neues Haar bildet sich in der Haarwurzel. Ist die Wachstumsphase durch etwaige Einflüsse aber gestört oder wird die Haarwurzel geschädigt, fällt das Haar lange vor der Zeit aus.

Suchen Sie mit dem Verdacht auf Haarausfall den Arzt auf, wird dieser Ihnen zunächst Fragen zum bisherigen Verlauf sowie zu möglichen Ursachen stellen. Anschließend folgt eine Untersuchung der Kopfhaut. Zudem kann durch eine Laboruntersuchung festgestellt werden, ob Nährstoffmangel oder eine Krankheit zum vermehrten Haarverlust führen. Ist dies der Fall, muss die Ursache beseitigt werden.

Genetisch bedingter Haarausfall ist zum Glück kein medizinisches Problem. Jedoch leiden die Betroffenen häufig darunter, was sich letztendlich in psychischen Beschwerden äußern kann. Zur Behandlung können deshalb Tabletten gegen den Haarverlust oder Lösungen zur äußeren Anwendung verschrieben werden. Diese sind jedoch nicht ohne Nebenwirkungen, zumal bei Männern und Frauen unterschiedliche Präparate zur Anwendung kommen sollten. Außerdem setzt der Haarausfall wieder ein, wenn die Mittel abgesetzt werden.

Auch wenn viele Betroffene darauf hoffen, so bringen Haarwaschmittel oder Spülungen leider nicht den von ihnen versprochenen Effekt. Vielen frei verkäuflichen Pflegeprodukten, die dem Haarausfall entgegen wirken sollen, konnte kein erkennbarer Nutzen nachgewiesen werden.

Lust auf eine Eiszeit

Wer jetzt an eine Neuauflage der Epoche von Mammut und Säbelzahntiger denkt, liegt falsch. Es geht um den süss-kalten Genuss von Schoko-, Erdbeer-, Vanille-, oder Joghurt-Eis, um nur ein paar der wohl bekanntesten Sorten zu nennen.

Ob mit Sahne, Schokolade, Früchten oder Nüssen hergestellt – die Auswahl ist riesig. Manche Sorten entpuppen sich aber als kleine Kalorienbomben. Da ist es gut zu wissen, dass es für den leichten und somit gesünderen Genuss auch Ausnahmen gibt.

Speiseeis ist ein festes oder pastenartiges Lebensmittel, das durch einen Gefrierprozess hergestellt wird. Je nach Sorte besteht es aus Milch, Sahne oder anderen Milcherzeugnissen, Eiern, Wasser, Zucker und solchen Geschmack gebenden Zutaten wie Früchten, Kakao und Vanille. Auch Farbstoffe, Aromen und andere Zusatzstoffe dürfen zugegeben werden. Die weiche Konsistenz der meisten Eissorten beruht auf ständigem Unterschlagen von Luft während des Gefriervorgangs.

Softeis ist aufgrund seiner Herstellung besonders cremig: Unter Luftdruck wird der flüssige Eismix in einen Gefrierzylinder gepumpt. Die Eismasse schäumt auf und gefriert anschließend bei minus sechs Grad Celsius. Softeis gilt heute – bei Einhaltung der Hygieneregeln – als unbedenklich. Gute Softeismaschinen erhitzen die flüssige Eismasse vor dem Gefrieren auf 65 Grad Celsius, sodass Keime abgetötet werden.

Ihr hoher Zucker- und häufig auch Fettgehalt macht viele Eissorten kalorienreich. Die meisten im Handel zu findenden Speiseeissorten sind Eiscreme mit zehn Prozent Milchfett. Mit 160 kcal pro 100 g liefern sie fast die doppelte Energiemenge wie das kalorienarme Wassereis. Auch Fruchteis oder Sorbet ist für die schlanke Linie geeignet. Ihr Plus: Das gefrorene Obst liefert zusätzlich Vitamine und Mineralstoffe.

Cremeeis » 50% Milch
                » auf 1l Milch 270g Vollei oder 90g Eigelb
Sahneeis » 18% Milchfett aus Sahne
Milcheis » 70% Milch
Eiscreme » 10% Milchfett
Fruchteis » 20% Obstanteil bzw. 10% bei Verwendung von sauren Früchten (z.B. Zitrone, Orange)
Fruchtsorbet » 25% Obstanteil bzw. 15% bei sauren Früchten
Wassereis » weniger als 3% Fett

Hinweis: Die Angaben der Brennwerte beziehen sich auf eine Menge von 100 g Speiseeis. Eine durchschnittliche Kugel Eis hat etwa ein Gewicht von 60 g.

Tipp: Lassen Sie öfter mal die Waffel weg und genießen Sie dafür lieber eine Kugel mehr im kleinen Pappbecher.

Sitzen und Stehen – Die häufigsten Haltungsfehler

Bauch rein, Brust raus, Kinn nach oben – solche Tipps hörte man damals wie heute. Wer achtet schon permanent auf seine Körperhaltung? Doch etwas mehr Achtsamkeit lohnt sich: Zu häufig verfallen wir in ungesunde Haltungsmuster, die schließlich zur Gewohnheit werden und Beschwerden bereiten. Wie Sie diese besonders im Sitzen und Stehen vermeiden, erfahren Sie von uns.

Häufig wird in Beruf und Freizeit bei bestimmten Beschäftigungen für lange Zeit dieselbe Position im Sitzen oder Stehen eingenommen. Schnell kommt es dabei zu Fehlern in der Haltung, da die entsprechende Körperspannung fehlt. Während Fehlhaltungen zumeist auf Erkrankungen, Unfällen bzw. Verletzungen sowie angeborenen Abweichungen im Knochenapparat zurückzuführen sind, werden Haltungsfehler vom Betroffenen selbst verursacht. Wird der Körper stets in eine falsche Haltung gebracht, verinnerlicht er diese und bewegt sich schließlich unbewusst in die ungesunde Position.
Weder eine auf Bequemlichkeit ausgerichtete, noch eine stetig angespannte Haltung tun den Muskeln und Knochen auf Dauer gut. Die Folge von ständigen Haltungsfehlern können chronische Schmerzen in Rücken, Muskulatur und Kopf sowie Taubheitsgefühle bis hin zu Schäden an der Wirbelsäule sein. Ein Hohlkreuz, ein Rundrücken oder auch die seitliche Biegung der Wirbelsäule, Skoliose genannt, sind dauerhafte Haltungsschäden, die sich durch Fehlhaltungen entwickeln können.

Neben einer falschen Körperstellung begünstigen noch andere Faktoren die Entstehung von Haltungsfehlern. So sorgt ein Mangel an Muskulatur dafür, dass nicht genug Spannung aufgebaut wird und eine gesunde Position nicht gehalten werden kann. Übergewicht belastet Wirbelsäule, Bandscheiben sowie das gesamte Skelett und sorgt dafür, dass der Körper zusätzlich instabiler wird.
Eine weitere Ursache liegt im natürlichen Alterungsprozess des Körpers. Bereits in den Dreißigern werden die Bandscheiben dünner und verlieren an Elastizität. Im fortgeschrittenen Alter sorgt Osteoporose, also Knochenschwund, häufig für weniger Stabilität im Knochengerüst, so dass sich Haltungsfehler entwickeln.

Sitzen

  • Die häufigsten Fehler
    Eine angespannte Haltung sorgt dafür, dass Ihre Muskeln verkrampfen. Ebenso verhält es sich, wenn Sie für eine lange Zeit in einer gleichbleibenden Position verharren. Dies führt zu einer Fehlhaltung des Körpers. Auch das "Einsacken" auf dem Stuhl, bei dem die Schultern nach vorn fallen und der Rücken stark gekrümmt wird, ist eine oft beobachtete Haltung. Dabei wird die Wirbelsäule aber stark verformt. Das Beugen des Kopfes, entweder nach unten oder zur Seite, führt auf Dauer zu Schmerzen aufgrund der fehlerhaften Haltung.
  • So machen Sie es besser
    Sitzen Sie aufrecht aber nicht verkrampft und achten Sie verstärkt darauf, während des Sitzens nicht in sich zusammenzusinken. Indem Sie beispielsweise am Arbeitsplatz Ihren Bildschirm und Schreibtisch optimal ausrichten, vermeiden sich ein unnötiges Beugen und Drehen des Kopfes. Wechseln Sie außerdem immer wieder Ihre Position, das dynamische Sitzen sorgt für eine natürliche Auslastung des Skelettapparates und entlastet die verschiedenen Bereiche abwechselnd.

Stehen

  • Die häufigsten Fehler
    Beim dauerhaften Stehen am Arbeitsplatz oder auch bei Freizeitaktivitäten wie Heimwerken sacken die Schultern schnell herunter. Werden die Beine zu stark durchgedrückt, entsteht außerdem eine fehlerhafte Haltung in Form eines Hohlkreuzes. Beim vornübergebeugten Arbeiten verfallen Sie schnell in eine gegenteilige Position, indem Sie einen Rundrücken machen. Beide Haltungen können auf Dauer Schäden hervorrufen.
  • So machen Sie es besser
    Halten Sie die Körperspannung, aber versuchen Sie trotzdem eine lockere Position einzunehmen. Halten Sie die Schultern gerade und stützen Sie sich immer wieder ein wenig auf, um den Oberkörper zu entlasten. Die Beine belasten Sie am besten abwechselnd, im Optimalfall stellen Sie das unbelastete Bein außerdem leicht erhöht. Ebenso wie beim Sitzen sollten Sie Ihre Position immer wieder ein wenig verändern und die Höhe Ihrer Arbeitsfläche an Ihre Körpergröße anpassen.

Unabhängig von der richtigen Haltung können Sie noch mehr für Ihren Körper tun, um ihn zu unterstützen. Stärken Sie Ihre Rücken- und Bauchmuskulatur, um Haltungsfehler auszugleichen und die Körperspannung aufzubauen. Machen Sie während des Sitzens und Stehens immer wieder Lockerungsübungen und richten Sie Ihren Körper bewusst auf. Auch kurzes Aufstehen und Herumlaufen bringt Abwechslung in die Bewegungsabläufe und beugt einer starren, verkrampften Haltung vor.

Entlassmanagement

Verbesserte Anschlussversorgung nach stationärer Behandlung

Eine gute Behandlung hört nicht mit der Entlassung aus dem Krankenhaus auf. Um Ihnen als Patienten auch im Anschluss eine nahtlose Versorgung zu garantieren, wurde eine Vereinbarung zum Entlassmanagement geschlossen.

Das bedeutet für Sie, dass die Klinik verpflichtet ist, rechtzeitig vor dem Abschluss Ihrer Krankenhausbehandlung alle notwendigen Maßnahmen für eine Anschlussversorgung in die Wege zu leiten. Dazu gehört z.B. die Organisation von häuslicher Krankenpflege, die Erstellung eines Entlassungsplans und die begrenzte Verordnung von Heil- und Hilfsmittel. Des Weiteren ist das Krankenhaus nun auch berechtigt, für einen Zeitraum bis zu sieben Tage eine Krankschreibung auszustellen. Somit ist es in vielen Fällen nicht mehr nötig, direkt nach der Entlassung nur für diese Bescheinigung einen Arzt aufzusuchen.

Durch dieses Entlassmanagement wird eine Versorgungslücke in der Zeit direkt nach dem Klinikaufenthalt geschlossen und Ihr Genesungsprozess fortlaufend begleitet.

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Haare & Haarpflege

Jeder Mensch hat zwischen 100.000 bis 150.000 Haare. Die Anzahl der Haupthaare ist von der Haarfarbe abhängig. Dunkelhaarige Menschen haben im Schnitt weniger Haare als hellhaarige. Ein Haar bleibt vier bis sechs Jahre auf unserem Kopf und wächst pro Monat circa einen Zentimeter. Schöne Haare sind vielen Menschen dabei sehr wichtig, so dass Sie weder Kosten noch Mühen bei der Haarpflege scheuen. Es wird gefärbt, getönt, gebleicht, gewellt, gedreht und gefönt. Allerdings sind nicht alle angebotenen Kosmetikprodukte unbedenklich und nicht alle Tipps tun dem Haar bei regelmäßiger Pflege auch gut.

  • Um Schmutz und Haarsprayreste vollständig zu entfernen, sollten Haare vor dem Waschen gekämmt werden.
  • Verwenden Sie die auf Ihren Haartyp abgestimmte Shampoos, die einen hautneutralen pH-Wert haben.
  • Vermeiden Sie beim Waschen zu große Shampoomengen und zu heißes Wasser. Einmal Shampoonieren reicht völlig aus.
  • Spülen Sie Ihr Haar nach dem Waschen immer gut aus, so dass keine Shampooreste zurückbleiben.
  • Zu häufiges Waschen trocknet Haare und Kopfhaut aus. Ohnehin trockenes Haar sollte dementsprechend nicht jeden Tag gewaschen werden.
  • Verwenden Sie ein spezielles Shampoo für gefärbte oder blondierte Haare, damit die Farbe möglichst lange frisch bleibt.
  • Beim Abtrocknen sollten Haare nicht gerubbelt werden.
  • Idealerweise lassen Sie Ihre Haare an der Luft trocknen. Ist dies nicht möglich, fönen Sie Ihre Haare nur mäßig warm. Zu heißes und zu langes Fönen trocknet die Haare aus.

Besonders im Sommer werden Haare durch hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung übermäßig beansprucht. Und so brauchen Ihre Haare zu dieser Jahreszeit eine besondere Pflege.

  • Generell ist es empfehlenswert die Haare mit einem Hut oder Tuch vor der Sonne zu schützen.
  • Massieren Sie vor dem Sonnenbad ein wenig Öl in die Haarspitzen, um sie vor dem Austrocknen zu schützen. Beim Waschen lässt sich das Öl wieder problemlos entfernen.
  • Chlor- und Salzwasser greifen das Haar an. Spülen Sie Ihr Haar deshalb nach dem Baden immer gründlich mit Süßwasser aus.

Haare wachsen nicht kontinuierlich alle gleich. Jedes einzelne Haar hat Wachstums-, Übergangs- sowie eine Ruhephase. Ist die Ruhephase abgeschlossen, fällt das Haar in der Regel aus. Ein Haarausfall von bis zu 100 Haaren ist dabei unbedenklich.
Bei anlagebedingtem Ausfall handelt sich um den typischen Haarschwund beim Mann, der schon in jungen Jahren beginnen kann, ab dem mittleren Alter aber fortwährend zunimmt.
Haarausfall kann aber auch krankhaft sein, tritt in der Regel plötzlich und stellenweise auf. Ursache ist häufig eine Entzündung des Haarfollikels, die durch eine Reaktion des Immunsystems auf den eigenen Körper ausgelöst wird. Doch auch Druck von andauernder Kopfbedeckung oder zu straff gebundene Haare verursachen Haarausfall. 

Haut- und Haarpflege im Winter

Kalte Temperaturen, eisiger Wind und im Kontrast dazu warme Heizungsluft – die Wintersaison verlangt Ihrer Haut und Ihrem Haar einiges ab. Nun benötigen Sie eine ganz andere Pflege, als in den warmen Monaten, um beide optimal zu schützen. Wir verraten Ihnen, wie Sie auch im Winter gesund strahlen!

Unsere Haut ist eine natürliche Schutzschicht und das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie hält UV-Strahlung, Krankheitserreger und andere Umwelteinflüsse von uns fern. Damit dies reibungslos funktioniert, muss die natürliche Barriere aber intakt bleiben und gepflegt werden. 
Im Winter trocknet die Haut, bedingt durch aufgeheizte Luft in den Innenräumen und der Kälte draußen, stärker aus. Bei niedrigen Temperaturen ist auch die Funktion der Talgdrüsen eingeschränkt, die sonst einen schützenden Fettfilm auf der Haut produzieren. Diese Kombination entzieht ihr die nötige Feuchtigkeit und sie wird schnell rissig und rau. Das spüren Sie vor allem an den Körperpartien, die auch bei kalten Temperaturen ohne schützende Kleidung sind: im Gesicht und an den Händen. In der Folge kommt es zu Juckreiz, Spannungsgefühl, Rötungen, trockenen Hautstellen und sogar kleinen Verletzungen. Diese machen die Haut anfällig und schwächen ihre Schutzfunktion.

Starten Sie das Wohlfühlprogramm für Ihre Haut und lassen Sie ihr nun besondere Aufmerksamkeit zukommen! Generell wird empfohlen, vermehrt auf Feuchtigkeit anstatt auf fettige Cremes zu setzen. Im Winter benötigen aber auch Hauttypen, die sonst mit einer leichten Pflege auskommen, etwas Reichhaltigeres. Um für sich die richtige Balance zu finden, achten Sie auf Ihr Hautgefühl: Fühlt sich diese trocken an und spannt, darf es ruhig etwas mehr Fett sein. 
Vor einem längeren Aufenthalt im Freien können Sie eine Wind- und Wettercreme für Kinder auftragen. Diese ist nicht nur für die Kleinsten geeignet, sondern schützt auch empfindliche Erwachsenenhaut. 
Ein Handbad mit Milch und Olivenöl stärkt Ihre Hautbarriere und macht Ihre Hände fit für die Winterzeit. Sind diese besonders strapaziert, gönnen Sie Ihnen eine beruhigende Auszeit in lauwarmem Wasser mit Kamille und Mandelöl. Cremen Sie Ihre Hände außerdem regelmäßig, mindestens nach jedem Händewaschen, ein.      
Auch wenn ein heißes Bad nun besonderes Wohlbefinden verspricht: Ihrer Haut zuliebe sollten Sie nicht zu oft und bei zu hohen Temperaturen in die Badewanne steigen. Paradoxerweise entzieht nämlich auch dies die notwendige Feuchtigkeit. Wollen Sie darauf nicht verzichten, so setzen Sie auch hier verstärkt auf Öl- und Pflegebäder. 

Ähnlich wie mit der Haut verhält es sich im Winter auch mit Ihrem Haar. Hier kommt zudem die Feuchtigkeit durch Schnee, Regen oder Nebel hinzu, mit der Ihre Mähne zu kämpfen hat. Eine Mütze hält nicht nur warm, sondern schützt Ihr Haare auch vor äußeren Einflüssen. Einen Haken hat dies jedoch: Durch die Reibung am Stoff kommt es vermehrt zu Spliss und Haarbruch. Regelmäßiges Spitzenschneiden für ein gepflegtes Aussehen ist im Winter daher Pflicht!  

Sie neigen zu trockenem Haar? Waschen Sie dieses im Winter nicht zu häufig. Damit wird nämlich auch das Hautfett entfernt, welches Ihre Kopfhaut schützt. Wie bereits beschrieben sorgt dies andernfalls zu einem zusätzlichen Feuchtigkeitsverlust. Zur Pflege sollten Sie milde Shampoos verwenden und das Haar lauwarm föhnen, bevor Sie das Haus verlassen. 

Natürliche und reichhaltige Pflege bietet zum Beispiel Kokosöl, welches Sie in die strapazierten Spitzen einmassieren können. Eine selbstgemachte Kur aus einer reifen  Avocado sowie zwei Esslöffeln Olivenöl macht trockenes Haar widerstandsfähig. Aber Achtung: Verwenden Sie diese natürlichen Beautyhelfer sparsam, da sie Ihr Haar sonst schnell zu fettig werden lassen.  

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Heilerde – Naturheilmittel aus vergangenen Zeiten

Erde als Heilmittel? Das klingt zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Doch der Name selbst ist irreführend, denn bei der Heilerde handelt es sich in Wirklichkeit um eine kalkhaltige Bodenablagerung – Löss genannt. Dieses wird aus etwa 30 Metern Tiefe abgebaut, getrocknet und gemahlen, um so zu einem feinen Pulver weiterverarbeitet zu werden. Entstanden ist es bereits zu den Eiszeiten, bei denen es als Gestein in Folge von Verwitterung und Gletscherbewegungen zerkleinert wurde und sich absetzte. Wir verraten Ihnen, gegen welche Beschwerden die Heilerde helfen soll und wie Sie diese im Hausgebrauch einsetzen.

Schon in der Antike und viele darauffolge Jahrhunderte wurde Heilerde von medizinischen Gelehrten und Heilkundigen eingesetzt, bis ihre Wirkung in Vergessenheit geriet. Im 20. Jahrhundert erlebte sie schließlich ihr Comeback. Heute können Sie das Mittel ganz einfach in der Apotheke oder dem Drogeriemarkt kaufen. Das Löss, welches zur Heilerde verarbeitet wird, enthält verschiedene Mineralien, unter anderem Feldspat, Silikat und Dolomit. In diesen befinden sich wiederrum Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Silizium oder Kieselsäure, die der Gesundheit und Schönheit zuträglich sein sollen. Außerdem findet man in dem Naturheilmittel Spurenelemente wie Zink oder Kupfer. In ihrer Zusammensetzung und den Inhalten kann sich Heilerde verschiedener Hersteller durchaus unterscheiden.

Wenn Sie an unreiner und fettiger Haut oder sogar Akne leiden, kann Heilerde zur Linderung Ihrer Hautprobleme beitragen. Mit Wasser vermengt als Maske, Auflage oder Wickel, bindet sie überschüssigen Talg und wirkt zudem noch antibakteriell. Ihre austrocknende Wirkung sorgt dafür, dass Pickel schnell heilen und verschwinden. Auch bei Ekzemen kann Heilerde eine Besserung hervorrufen und den Heilungsprozess von Wunden fördern. Die Masse kann selbst angerührt werden, ist zum Teil aber bereits als fertige Mischung zu kaufen. Wenn die Beschwerden nicht lokal begrenzt sind, bieten sich vor allem Bäder mit Heilerde an.

Für eine innere Anwendung wird das Pulver entweder als Suspension, also mit Wasser vermischt, oder in Kapselform eingenommen. Besonders oft kommt es bei Problemen mit der Verdauung oder des Magen-Darm-Traktes zum Einsatz. So wirkt es gegen Sodbrennen und auch gegen Durchfall, indem es Giftstoffe bindet.
Bei der Einnahme von Heilerde sollten Sie unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Andernfalls droht in schlimmster Konsequenz ein Darmverschluss. Vorsicht ist auch bei der Einnahme von Medikamenten in Kombination mit dem Heilmittel geboten. Dieses bindet nämlich nicht nur unerwünschte Stoffe, sondern kann auch die Wirkung der Arzneimittel abschwächen.

Auch wenn Heilerde traditionell als Mittel gegen viele Beschwerden eingesetzt wird und Anwender von positiven Ergebnissen berichten: Ihre Wirkung ist nicht durch wissenschaftliche Studien bestätigt. Zudem ist die Zusammensetzung nicht eindeutig definiert – so können sich Mittel als „Heilerde“ bezeichnen, die jeweils einen unterschiedlichen Anteil an Mineralien beinhalten. Probieren Sie für sich aus, ob das Pulver Ihnen gut tut und hilft. Besprechen Sie die Anwendung von Heilerde im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt.

Hilfe bei Depressionen

Sind Sie ständig niedergeschlagen und traurig? Haben Sie zu nichts Lust? Fällt es Ihnen unendlich schwer, selbst die kleinen Dinge des Alltags zu erledigen? Hinter diesen Symptomen kann eine Depression stecken. Eine Depression ist nicht einfach eine Befindlichkeitsstörung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. Sie kann jeden treffen. In Deutschland leiden ca. vier Millionen Menschen darunter. Depressionen lassen sich jedoch mit Psychotherapie und gegebenenfalls Medikamenten zur Unterstützung gut behandeln.

Die Hauptmerkmale einer Depression sind ständige Niedergeschlagenheit und Traurigkeit. Doch Traurigkeit oder tiefe Trauer an sich ist noch keine Depression. Trauer ist grundsätzlich eine gesunde seelische Reaktion, um beispielsweise den Tod eines geliebten Menschen zu verarbeiten. Wenn jedoch ein solcher Verlust nicht richtig verarbeitet wird, kann sich auch aus einer gesunden Trauer eine Depression entwickeln. Dann kommen zur Traurigkeit noch eine Reihe anderer Symptome hinzu.

In vielen Fällen tritt eine Depression jedoch auch ohne konkreten Anlass - scheinbar wie aus heiterem Himmel - auf. Wer an einer Depression erkrankt, verändert sein Verhalten, erlebt sich und seine Umwelt anders und leidet auch an verschiedenen körperlichen Symptomen.

Die Depression hat viele Gesichter und ist oft sowohl für den Arzt als auch für den Patienten schwer greifbar. Meist sind es die körperlichen und nicht die seelischen Symptome, die die Patienten zum Arzt führen. Der kann aber erst dann wirklich helfen, wenn der Patient auch seine psychische Stimmung beschreibt.

Viele Ursachen können zu einer Depression führen. Es kann noch niemand mit Sicherheit sagen, wie eine Depression entsteht. Wissenschaftler legen Puzzleteil für Puzzleteil zusammen, langsam entsteht ein Bild dieser Krankheit, über die sich die Menschheit schon seit 2.500 Jahren den Kopf zerbricht. Auch der Begriff Melancholie kam auf. Durch die Jahrhunderte hindurch entstanden die verschiedensten Theorien. Die moderne Neurobiologie-Forschung hat als eine Ursache der Depression eine Störung in der Funktion des Neurotransmitters Serotonin festgestellt.

Natürlich spielen bei der Gemütserkrankung Depression psychologische Faktoren eine große Rolle. Störungen in der frühkindlichen Entwicklung können der Grund für eine spätere Erkrankung sein. Vielen Depressionen liegen unbewusste Schuldgefühle, Verlustängste oder Erfahrungen scheinbar unveränderlicher Hilflosigkeit zugrunde. Ein negatives Ereignis, wie z.B. eine Trennung, ist dann häufig der akute Auslöser für die Depression.

Da die Ursachen einer Depression im psychischen und im körperlichen Bereich zu suchen sind, ist eine Behandlung sowohl mit Medikamenten als auch mit Psychotherapie nahe liegend. Die Behandlung richtet sich auch nach der Schwere der Erkrankung. Bei einer schweren Depression oder wenn Selbstmordabsichten nicht ausgeschlossen werden können, muss zunächst mit Antidepressiva therapiert werden. So wird der Patient stabilisiert. Er kann dann eine Psychotherapie beginnen.

Es gibt heute eine Vielzahl von Medikamenten, die eine maßgeschneiderte Behandlung ermöglichen. Moderne Antidepressiva gelten als gut verträglich und machen hingegen der landläufigen Meinung nicht süchtig.

Die zweite Säule der Behandlung ist die Psychotherapie. Erfolg versprechend ist das kognitive Modell, das die Ursache der Depression in der negativen Selbstwahrnehmung sieht. Nur negativ zu denken ist erlernt, meist durch kindliche Kränkungs- und Verlusterfahrungen. Bei der Therapie lernt der Depressive, dieses Denkmuster Schritt für Schritt abzulegen. Er lernt quasi, sein negatives Denken umzuprogrammieren. Auch tiefenpsychologisch orientierte Therapien können vielen Patienten helfen. Hier werden frühkindliche Störungen aufgedeckt und verdrängte Konflikte wieder sichtbar gemacht.

Sie gelten als ernst, verschlossen oder aggressiv - aber nicht als krank. Eine Fehleinschätzung, die schlimme Folgen haben kann. Hinter diesem Verhalten verstecken Kinder und Jugendliche oft eine Depression, die sogar im Selbstmord enden kann. Etwa acht Prozent der Jugendlichen leiden unter einer Depression.

Je nach Alter des Kindes oder Jugendlichen trägt die Depression unterschiedliche Gesichter.

  • Psychosomatische Symptome, wie Wein- oder Schreikrämpfe, Schlaf- und Appetitsstörungen, können schon bei Kleinkindern Anzeichen sein.
  • Bei jüngeren Schulkindern kommen psychische Merkmale hinzu: Gereiztheit, Kontaktstörungen, Spielhemmungen oder Unsicherheit.
  • Bei älteren Schulkindern äußert sich die Depression in Grübeln, Antriebslosigkeit und Stimmungsschwankungen. Typisch sind auch Schuldgefühle, Minderwertigkeitskomplexe oder Zukunftsangst und die Tendenz, sich zu isolieren.
  • Wenn Jugendliche häufig unter Kopfschmerzen, Schlaf-, Appetit- und Gewichtsstörungen leiden, sollten Sie dafür nicht nur die Pubertät verantwortlich machen. Das können Anzeichen einer

Depression sein, die von einem Arzt behandelt werden muss. Depressionen bei Kindern und Jugendlichen werden in erster Linie psychotherapeutisch behandelt. Alter, soziales Umfeld und die Schwere der Erkrankung entscheiden über die Methode. In der Regel werden auch Eltern - oder die gesamte Familie - in die Behandlung mit einbezogen.

Im Alter ist die Depression die häufigste psychische Erkrankung. Sie wird aber nur in 20 bis 30 Prozent der Fälle erkannt, denn viele halten es für normal, dass ältere Menschen eine depressive Grundhaltung haben. Schließlich müssen im Alter kritische Lebensereignisse, wie der Tod des Partners oder nachlassende körperliche und geistige Fähigkeiten verarbeitet werden. Diese Sichtweise birgt die Gefahr, die wahre Ursache der gedrückten Stimmung, der Antriebslosigkeit und der eventuellen Vereinsamung nicht zu sehen. Dazu leiden ältere Menschen oft an verschiedenen altersbedingten Befindlichkeitsstörungen oder Erkrankungen. Symptome, die für eine Depression sprechen, werden deshalb häufig nicht erkannt. Und die einzelne depressive Phase ist bei Altersdepressionen häufig länger. Sie kann ein bis zwei Jahre dauern! Der Patient wird oft missmutig, ängstlich und hypochondrisch. Wird die Erkrankung chronisch und nicht erkannt, setzt auch die Therapie an der falschen Stelle an. Ein zusätzliches Problem taucht auf, wenn eine medikamentöse Behandlung der Depression notwendig wird: Ältere Menschen müssen im Durchschnitt bereits täglich sechs Tabletten zu sich nehmen. Und das Risiko unerwünschter Neben- und Wechselwirkungen steigt mit jeder Tablette.

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Tauchen: Ausflug in die Unterwasserwelt

Der Unterwassersport wird immer beliebter. Dabei gibt es auch in Deutschland viele attraktive Tauchziele zu entdecken. Schwerelos durchs Wasser schweben und die farbenprächtige, fremde Natur unter Wasser entdecken: Die Faszination Tauchen hat in Deutschland schätzungsweise 1,6 Millionen Urlaubstaucher plus etwa 600.000 ganzjährig aktive Sporttaucher gepackt. Wer diesem schönen Hobby frönen möchte, muss nicht unbedingt in ferne Länder fliegen. Heimische Gewässer bieten zwar keine Korallenriffe oder Mantas mit sechs Metern Spannweite, ermöglichen aber ebenfalls wunderschöne Tauchgänge.

Wenn Sie tauchen wollen, brauchen Sie zuvor eine gute Ausbildung, am besten in einem Verein oder einer Tauchschule. Anfänger üben zunächst im Hallen- oder Freibad und wenn alle Griffe mit dem Tauchgerät perfekt sitzen, absolvieren Sie den Grundtauchschein. Eine Tauchausbildung zu Hause bringt Vorteile mit sich: Erstens sind die Kurse in hiesigen Vereinen preiswerter und intensiver als im Ausland angebotene Schnellkurse. Zudem profitieren Sie von den schlechteren Bedingungen in unseren Gewässern. Denn wer in kalten, manchmal dunklen und trüben Gewässern tauchen lernt, kann es auf der ganzen Welt.

Grundvoraussetzung fürs Tauchen ist eine robuste Gesundheit. Insbesondere Herz-Kreislaufsystem, Lunge und Ohren müssen in Ordnung sein. Deshalb fordern viele Tauchschulen bei der Anmeldung eine tauchsportärztliche Untersuchung. Lebenswichtig ist es, dass Sie die Gefahren des Tauchens kennen.

  • So kann bei einem Aufenthalt in einer Tiefe von über 40 Metern ein Tiefenrausch entstehen. Verantwortlich ist der dann erhöhte Stickstoff-Teildruck auf den Körper. Er bewirkt entweder euphorische oder depressive Gefühle - beides gefährliche Wahrnehmungsstörungen.
  • Zu schnelles Auftauchen bei angehaltenem Atem dagegen kann zu einer Überdehnung der Lunge oder sogar zu einem Lungenriss führen.
  • Auch die so genannte Dekompressionskrankheit kann bei Tauchern auftreten: Beim Abtauchen wird der Stickstoff aus der Atemluft im Gewebe gelöst, beim Auftauchen wieder ans Blut abgegeben und über die Lunge abgeatmet. Taucht man zu schnell oder ohne Stopps auf, kann der Stickstoff im Blut ausperlen. Dies bewirkt je nach betroffenem Organ zum Beispiel Lähmungen, Bewusstseinsstörungen oder Schwindel.

Wenn Sie sich an die im Tauchkurs erlernten Regeln über das richtige Auftauchen halten, brauchen Sie solche Komplikationen allerdings nicht zu fürchten, sondern können das besondere Naturerlebnis genießen.

Sportverletzungen richtig versorgen

Ob joggen, walken, wandern, Rad fahren oder Tennis spielen - Bewegung im Freien tut gut und hält fit! Doch nur einmal kurz unaufmerksam und schon ist es passiert: Der Fuß ist beim Joggen umgeknickt. Was können Sie tun, wenn Sie sich beim Sport verletzen? Hinzu kommen Blasen, Blutergüsse und andere Blessuren, die jeder Sportler selbst behandelt. Hier die wichtigsten Tipps, wie Sie Sportverletzungen richtig versorgen.

Verletzungen aufgrund von Stürzen, Stößen oder Schlägen kommen im Sport häufig vor. Behandelt wird zunächst nach dem PECH-Schema: Pause, Eiskühlung, Compression und Hochlagern. Das bedeutet also: Unterbrechen Sie sofort die sportliche Betätigung! Kühlen Sie die betroffene Stelle für etwa 20 Minuten mit Eiswürfeln oder Coolpacks (am besten ein Tuch dazwischen legen). Bei Verletzungen reißen meist feinste Blutgefässe, was zu einem Bluterguss führt. Ein Kompressionsverband vermindert die Blutung ins Gewebe. Bringen Sie eine elastische Binde mit leichter Spannung an und legen Sie die Eispackung anschließend wieder auf. Insgesamt sollten Sie je nach Ausmaß der Verletzungen mindestens eine Stunde kühlen. Hochlagern verhindert, dass die verletzte Stelle anschwillt. Nach der akuten Behandlung kann - sofern keine offene Wunde vorhanden ist - die betroffene Stelle mit Sportgel eingerieben werden. Vermeiden sollten Sie Wärmeanwendungen und Massagen.

Am häufigsten ist beim Sport die Muskulatur von Verletzungen betroffen. Dabei kommt es besonders oft zu:

  • Muskelzerrungen erkennen Sie am plötzlichen krampfartigen Schmerz, der bald wieder nachlässt. Der Muskel aber fühlt sich danach hart und gespannt an. Legen Sie sofort eine Trainingspause ein und belasten Sie am besten den verletzten Bereich für mehrere Tage nicht.
  • Muskelfaserrisse werden z.B. durch bereits überlastete und nicht geschonte Muskeln verursacht. Sie spüren dann heftige Stiche in der Muskulatur. Stellen Sie die verletzte Stelle absolut ruhig, damit das Muskelgewebe nicht weiter reißt. Suchen Sie unbedingt einen Arzt auf, da oft ein spezieller Verband nötig ist!
  • Auch Muskelkater ist eine muskuläre Verletzung, die jedoch mikroskopisch klein ist. Die Schmerzen spüren Sie erst Stunden oder einen Tag nach dem Sport. Muskelkater wird durch ungewohnte oder neue Belastungen hervorgerufen und tritt nach wiederholtem Training nicht mehr auf.
  • Muskelkrämpfe sind Anzeichen eines ermüdeten Muskels. Sie treten meist bei zu langer Belastung und bei Hitze auf. Der Muskel wird hart, bleibt angespannt, schmerzt und lässt sich nicht lockern. Zur Vorbeugung sollten Sie viel trinken.

"Fehltritte" sind beim Sport im Freien nicht selten. Besonders typisch nach dem Umknicken oder Stolpern sind Bandkapselverletzungen des Sprunggelenks. Oder es kommt durch Abfangen des Sturzes zur Verstauchung der Hand. Zur Sofortmaßnahme bei Gelenkverletzungen gehen Sie nach dem PECH-Schema vor. Sie sollten aber danach einen Arzt aufsuchen. Rufen Sie auch bei Verdacht auf Knochenbrüche oder eine Verrenkung von Kniescheibe oder Schultergelenk einen Arzt! Bewegen Sie sich nicht!

Besonders bei längerem Training bei heißem Wetter ist das Risiko für einen Kreislaufkollaps erhöht. Hautblässe, kalter Schweiß und Übelkeit sind erste Anzeichen. Wenn sie auftreten, sollten Sie sich sofort mit hoch gelagerten Beinen auf den Rücken legen.

Völlig harmlos sind Hautblasen. Sie entstehen, wenn ein enger oder harter Sportschuh oder raue Socken auf der Haut reiben. Stechen Sie die Blasen nicht auf, sondern versorgen Sie sie mit speziellem Blasenpflaster, das den Druck durch eine Art Gelkissen vermindert. Ist die Blase bereits geplatzt, schneiden (nicht reißen!) Sie die Hautfetzen vorsichtig weg. Anschließend sollten Sie die Wunde desinfizieren und mit einem Pflaster oder einer sterilen Wundauflage bedecken.

Das Einhalten einiger Vorsichtsmaßnahmen sorgt dafür, dass Sie die Gefahr einer Verletzung beim Sport möglichst gering halten:

  • Vorher Aufwärmen: Vor dem Training müssen Sie die Muskeln aufwärmen. Das gilt auch an heißen Tagen.
  • Langsam steigern: Nach längerer Trainingspause finden Sie erst langsam zu Ihrer sportlichen Form zurück. Wenn Sie sofort aufs Ganze gehen, riskieren Sie eine Überlastung von Muskeln und Gelenken.
  • Besser zu zweit: Gemeinsam macht Sport nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch sicherer. Wenn Sie lieber allein im Gelände unterwegs sind, nehmen Sie immer ein Handy mit!
  • Unentbehrliche Begleiter: Nehmen Sie für den Notfall Pflaster, Eisspray und eine elastische Binde mit. Das passt in eine kleine Gürteltasche, die beim Sport nicht behindert. Außerdem sollten Sie natürlich genügend zu trinken dabei haben. Im Sommer heißt es zudem, auf Sonnenschutz und Kopfbedeckung zu achten.

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Nüsse – gesunder Kern in harter Schale

In den kalten Wintermonaten haben Nuss- und Mandelkerne Hochsaison. Viele Plätzchen, Lebkuchen und Stollen sind ohne sie undenkbar. Greifen Sie zu bei den knackigen Kernen, denn unter jeder Schale findet sich ein kleines Kraftpaket. Und anders als bei Aschenbrödel im Märchen dürfen es durchaus einige mehr als nur drei Haselnüsse sein.

Haselnüsse, Walnüsse und Erdnüsse – sie alle werden Nüsse genannt. Doch botanisch gesehen sind nur Haselnüsse und Maronen echte Nüsse. Walnüsse zählen zum Beispiel zu den Steinfrüchten, Erdnüsse zu den Hülsenfrüchten. Doch egal ob echte oder "falsche" Nuss – was darin steckt, ist auf jeden Fall gut und gesund: hochwertiges Fett reich an wertvollen ungesättigten Fettsäuren, leichtverdauliches Eiweiß, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe. In dem schützenden braunen Häutchen dazu noch Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Die knackigen Kerne sind außerdem wertvolle Nahrung fürs Gehirn und halten unsere Konzentrationsfähigkeit auf Trab. Verantwortlich dafür sind Cholin und Lecithin, wichtig für den Aufbau von Nervenbotenstoffen.

Wer das volle Aroma der Nüsse und die vielen gesunden Inhaltsstoffe optimal nutzen will, sollte ganze Nüsse kaufen und diese erst kurz vor der Zubereitung schälen und verarbeiten. Für das Mahlen aller Nüsse eignet sich eine Mandelmühle; praktisch, wenn diese auch hobeln kann. Das mühsame Hacken erledigt ein Zwiebelhacker.

Lagern Sie ganze Nüsse trocken, kühl und luftig; idealer Weise in Netzen. So halten sie sich monatelang. Geschälte ganze, gemahlene, gehackte oder gehobelte Nüsse aus dem Handel schmecken am besten, wenn sie noch eine lange Mindesthaltbarkeitsdauer vor sich haben. Ein guter Aufbewahrungsort für diese ist der Kühlschrank. Hier sind sie vor dem Einfluss von Sauerstoff, Licht und Wärme geschützt. Verbrauchen Sie den Inhalt geöffneter Packungen binnen ca. acht Wochen. Denn Nüsse werden aufgrund des hohen Fettgehalts schnell ranzig, was Sie an dem typischen Geruch und Geschmack sowie der gelblichen Verfärbung erkennen können. Außerdem sind sie anfällig für Schimmelpilzbefall. Kontrollieren Sie die gelagerten Nüsse daher regelmäßig! Bei verfärbten und verschimmelten Kernen heißt es "ab in den Biomüll".

Leider ist der Knabberspaß aus Tüte oder Dose nichts für den figurfreundlichen Genuss. Schon sechs Paranüsse haben den gleichen Kaloriengehalt wie ein 200-Gramm-Steak! Sind sie gebadet in Schokolade oder reichlich gesalzen ist besondere Vorsicht geboten. Unser Tipp: selbst knacken und bewusst genießen! Nicht mehr als 25 Gramm pro Tag der knackigen Kerne über den Salat gestreut oder sparsam im Essen versteckt versorgen uns mit wichtigen Vitalstoffen, ohne dick zu machen.

Wichtig: Von verschimmelter Ware sollten Sie die Finger lassen. Schimmelpilze können giftige Aflatoxine bilden, die krebserregend sind und durch Kochen oder Backen nicht zerstört werden.

Ganz tabu sind Nüsse und daraus hergestellte Lebensmittel für Menschen mit einer Nussallergie. Nüsse besitzen ein vergleichsweise hohes allergenes Potenzial. Schon kleinste Mengen können bei den betreffenden Personen schwere allergische Reaktionen auslösen. Wichtig ist, bei Fertigprodukten das Etikett genau zu studieren. Im Zweifel verzichten Sie lieber.

für 4 Personen

50 g Mandeln, ganz
2 El Honig
2 Bananen
2 El Zitronensaft
8 Vollkornbutterkekse (ca. 80 g)
50 g gehackte grüne Pistazien
4 Kugeln Vanilleeis

Zubereitung: Mandeln grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett bei milder Hitze goldbraun rösten. Zwei Esslöffel Honig dazu geben und sorgfältig mit den Mandeln mischen. Aus der Pfanne nehmen. Bananen in Scheiben schneiden und sofort mit Zitronensaft beträufeln. Kekse grob zerbrechen und anschließend mit Bananen und Mandeln in vier Dessertgläsern aufschichten. Pistazien in einen tiefen Teller geben. Nacheinander jede Kugel Vanilleeis in den Pistazien wälzen. Die fertigen Eiskugeln in die Dessertgläser geben.

Albträume – Böses Erwachen in der Nacht

Obwohl Sie sich dessen nicht immer bewusst sind, träumen Sie jede Nacht. Am stärksten in Erinnerung bleiben Ihnen dabei sicherlich die Albträume. Erfahren Sie mehr über den Schreck in der Nacht und welche Auswirkungen er auf Ihr Handeln am Tag hat.

Schweißgebadet wacht man auf, das Herz schlägt bis zum Hals und die Atmung geht schnell und flach – von einem Albtraum geweckt zu werden, ist keine schöne Erfahrung. Trotzdem hat sie vermutlich jeder schon einmal gemacht. Manchmal dreht sich der Traum um den Verlust eines geliebten Menschen oder der Schlafende hat die dunkle Ahnung, verfolgt zu werden. Die Bedrohung, die dabei empfunden wird, scheint absolut real zu sein. Im Anschluss fällt das Einschlafen oft schwer, denn der Schreck sitzt immer noch in den Knochen.
Neben vielen Betroffenen, die hin und wieder Albträume haben, leiden rund fünf Prozent der Bevölkerung häufig oder sogar dauerhaft darunter. Aber wie kommt es zu den gruseligen Bildern während des Schlafens und wie lassen sie sich vermeiden?

Albträume entstehen in der so genannten REM-Schlafphase (Rapid Eye Movement). Charakteristisch für sie ist, dass Betroffene durch den Traum aus dem Schlaf aufschrecken. Aus diesem Grund ist die Erinnerung an ihn beim Erwachen zumeist noch allgegenwärtig. Der Hang zu Albträumen ist u.a. genetisch bedingt, außerdem leiden besonders sensible und einfühlsame Menschen an den grausigen Traumbildern in der Nacht. Ursachen können z.B. stressige oder emotional belastende Lebenssituationen sein, die den Betroffenen bedrücken. Auch Depressionen können in ihrer Folge zu unschönen Träumen führen. Außerdem werden schwere Schicksalsschläge und traumatische Erlebnisse auf diese Weise verarbeitet und wirken mitunter jahrzehntelang nach. Kinder neigen etwa doppelt so häufig zu Albträumen, denn ihr Gehirn verarbeitet im Schlaf viel mehr neue Ereignisse und Erfahrungen. Auch die noch nicht ausgeprägte Fähigkeit zur Angstbewältigung im Kindesalter, ist eine Ursache dafür.

Ein gelegentlicher Albtraum ist noch kein Grund zur Beunruhigung. Auf Dauer wirkt sich die verminderte Schlafdauer und -qualität aber negativ auf Ihr Leben im Wachzustand aus. Ist Ihr Schlaf nicht mehr erholsam, leidet Ihre Leistungsfähigkeit. Es kommt zu Konzentrationsstörungen und einer verminderten Aufnahmefähigkeit – das Lernen und Erinnern wird schwieriger. Auch Ihr Herz-Kreislauf-System wird durch das schreckhafte Erwachen belastet.
Es kommt Ihnen nicht nur so vor, als wären die Träume, die Ihnen einen gehörigen Schrecken einjagen, seltsamer und unrealistischer als alle anderen. Erwiesenermaßen sind Albträume besonders skurril und weit entfernt von unserer täglichen Lebenswelt. Deswegen kann es auch schwer sein, sie zu deuten und zuzuordnen. Bei genauer Betrachtung, können sie Ihnen jedoch sogar die Gründe für Ihren unruhigen Schlaf verraten.

Ihre Handlung im Traum kann bestimmte Verhaltensweisen widerspiegeln, die Sie auch im Wachzustand anwenden. Diese gilt es zu hinterfragen, um den Ursachen der Träume nachzugehen. Wirken Sie ihnen im realen Leben entgegen, können sich auch die Traumbilder verbessern.

Eine andere Methode ist das Notieren des Traumes direkt nach dem Aufwachen. Anschließend überlegen Sie sich eine Strategie, wie Sie mit ihm das nächste Mal besser umgehen könnten. Diese Überlegungen sollten Sie täglich in Gedanken durchgehen, so dass sie sich verfestigen. Dadurch überträgt sich das Gelernte auch positiv auf Ihr Verhalten im Traum.

Eine weitere Technik verlangt zwar etwas Übung, kann Betroffenen aber ebenso helfen. Machen Sie sich während des Traumes bewusst, dass Sie in diesem Moment schlafen und einen Albtraum erleben. Versuchen Sie diesen dann in etwas Positives umzuwandeln oder frühzeitig zu erwachen. Je öfter Sie diese Methode anwenden, desto besser funktioniert das bewusste Träumen.

Neben diesen verschiedenen Möglichkeiten, mit den Alpträumen umzugehen, können bereits kleine Veränderungen helfen, den unruhigen Nächten entgegenzuwirken. So bereiten Rituale, die täglich wiederholt werden, zur Einstimmung auf die Nachruhe vor. Beruhigende Aktivitäten vor dem Zubettgehen bauen zusätzlich Stress ab und helfen beim Einschlafen.

Achterbahn der Gefühle – Was passiert, wenn wir uns verlieben

Die Liebe ist ein schier unerschöpfliches Thema, das die Menschheit bereits so lange beschäftigt, wie es sie gibt. Neben Liebesgedichten, Liedern oder Geschichten ist sie aber auch Gegenstand von Wissenschaft und Forschung – denn was in unserem Körper passiert, wenn wir verliebt sind, ist ein einzigartiges Zusammenspiel der Hormone.

Es ist wohl eines der schönsten Gefühle und als solches fast jedem bekannt: Das Kribbeln im Bauch, wenn man sich verliebt hat. Das Herz schlägt wie verrückt, man könnte die ganze Welt umarmen vor Glück und Essen oder Schlaf werden zur Nebensächlichkeit. All diese Empfindungen, die Romantiker dem Wunder der Liebe zuschreiben, basieren in Wirklichkeit aber auf einem ausgeklügelten Hormoncocktail, der in unserem Körper ausgeschüttet wird. Wir verraten Ihnen, was dahintersteckt.

Angst und Verliebtheit sind sich, bezüglich ihrer Wirkung auf den menschlichen Organismus, sehr ähnlich. In beiden Fällen werden die Hormone Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet, die bei körperlichem Stress und Anspannung produziert werden. Sie sorgen aber auch für die bei Verliebten typische euphorische Stimmung und die erhöhte Aktivität.

Eine weitere Folge davon ist der schnelle Herzschlag, wenn der geliebte Mensch in der Nähe ist – unser Körper befindet sich sozusagen in Alarmbereitschaft. In diesem Zustand ist er hellwach, das Hungergefühl lässt nach. Wird die Liebe auch erwidert, bildet sich das "Kuschelhormon" Oxytocin. Dieses stärkt die Bindung zwischen zwei Menschen.

Die so genannten "Schmetterlinge im Bauch" sind übrigens keine Einbildung: Es ist bekannt, dass sich positive Gefühle im Magen-Darm-Trakt bemerkbar machen und dort häufig als ein Flattern oder Kribbeln wahrgenommen werden.

Sicherlich klingt diese Frage etwas überspitzt, aber Tatsache ist: Sowohl bei Verliebten, als auch bei Suchtkranken sind die gleichen Hirnregionen aktiv. Ähnlich wie eine Droge spricht das euphorische Gefühl der Verliebtheit das Belohnungszentrum an. Schuld daran ist der Stoff Dopamin, der Glückgefühle auslöst – davon möchte man dann gerne mehr.

Das Verhalten von Liebenden ähnelt dem von Zwangskranken, denn sie sind geradezu aufeinander fixiert. So verwundert es nicht, dass eine Trennung und damit verbundener Liebeskummer sich wie ein Entzug anfühlen. Mitunter können die seelischen Schmerzen so schlimm sein, dass sie sich körperlich auswirken – und so z.B. Magenprobleme auslösen oder das Immunsystem schwächen.

Es ist eine schlechte und eine gute Nachricht zugleich: Irgendwann lässt das aufregende Gefühl der Verliebtheit nach. Das ist zwar schade, birgt dadurch aber die Möglichkeit, dass wirkliche Liebe und Verbundenheit entstehen. Dies ist für ein langfristiges Zusammenleben besonders wichtig. Auch unser Körper profitiert davon, dass der Rauschzustand nachlässt, denn er kann den permanenten Stress während der Verliebtheit nur eine zeitlang durchhalten. Auf Dauer wäre dies für ihn einfach zu anstrengend. Der emotionale Ausnahmezustand hält etwa sechs Monate bis zu drei Jahre. Ob die Hormone Ursache des Verliebtseins sind, oder nur eine Folge – darüber sind sich die Wissenschaftler noch nicht einig.

Aloe Vera – Heilsame Wüstenpflanze

Bereits ihr Aussehen verrät einiges über den Ursprung der Pflanze: Mit ihren dicken und fleischigen Blättern speichert sie Feuchtigkeit und die Stacheln lassen Ähnlichkeit mit einem Kaktus erkennen. Die Aloe Vera ist eine Wüstenpflanze und im arabischen Raum beheimatet, heute findet man sie auch am Mittelmeer sowie in Asien und Nordafrika.Trotzdem kann sie mit wenig Aufwand zu Hause angepflanzt werden und so als frische Zutat in der Hausapotheke Verwendung finden. Nutzen Sie die Wirksamkeit der Aloe Vera, von der schon die alten Ägypter überzeugt waren.

Oft wird die Aloe Vera als eine Art Allheilmittel gelobt, was jedoch etwas zu viel des Guten ist. Zwar kann sie in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden, die intensivste Heilkraft entfaltet sie aber bei Hauterkrankungen sowie -verletzungen. Die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung sowie der kühlende Effekt, den sie auf die Haut hat, macht sie zu einem effektiven Mittel bei Verbrennungen oder Neurodermitis. Dafür wird vor allem das Gel genutzt, das das Innenleben der Blätter bildet. Dieses kann direkt auf die Haut aufgetragen oder vor der Benutzung weiterverarbeitet werden. In einem gewissen Maße heilend ist auch der gelbe Saft der Aloe, der unter dem Blattrand sitzt und beim Abschneiden austritt. Es wirkt verdauungsfördernd, ist aber auch leicht giftig, so dass dringend davon abgeraten wird, ihn für den Hausgebrauch zu nutzen. Lassen Sie ihn nach der Ernte der Blätter zunächst abtropfen. Schwangere sollten den Saft gänzlich meiden, denn er enthält den Stoff Aloin, der Wehen auslösen und zu Fehlgeburten führen kann.

Angeblich nutzte schon Königin Kleopatra im alten Ägypten die Aloe Vera als Mittel zur Schönheitspflege. Auch heute ist das Aloe-Gel ein Wirkstoff in zahlreichen Kosmetika, vor allem zur Hauptpflege. Cremes, Waschgels oder Seife spenden Feuchtigkeit und wirken gegen Akne und Hautunreinheiten. Auch Rötungen werden gelindert und irritierte Haut beruhigt.
Dass die Pflanze viele Vitamine und Mineralstoffe enthält, hat die Lebensmittelindustrie für sich erkannt und nutzt sie vor allem zur Vermarktung von "Wellnessprodukten" wie Joghurt und Getränken. Dies zeigt sich im Preis, der Nutzen als Inhaltsstoff in Nahrungsmitteln ist hingegen nicht zweifelsfrei bewiesen.

Auch wenn die Aloe Vera wärmeres Klima als das in unseren Breiten herrschende gewöhnt ist, bereitet sie beim Anbau zu Hause keine Probleme. Topfen Sie die Pflanze, welche im Baumarkt oder Gartencenter erhältlich ist, dafür einfach ein – Im Sommer kann sie so draußen stehen und den Winter in der warmen Wohnung verbringen. Vor Frost sollten Sie die Aloe jedoch unbedingt schützen. Um zu gedeihen, benötigt sie sandigen Boden, welcher das Wasser gut durchlässt und nicht etwa speichert, sonst besteht die Gefahr, dass sie fault. Viel Sonnenlicht ist außerdem wichtig.
Um die Blätter, aus denen das Gel gewonnen wird, zu ernten, sollten sie ein paar Dinge beachten: Nutzen Sie immer zuerst die ältesten Blätter - also jene, die am Äußersten liegen. Schneiden Sie das einzelne Blatt unten an der Basis mit einem scharfen Messer ab und verarbeiten Sie es wie gewünscht. Der Rest der Pflanze wird nicht verletzt und kann weiterwachsen.

Clean Eating – Essen ohne Zusatzstoffe

Die Idee ist nicht neu und trotzdem ist ein Ernährungstrend derzeit besonders im Gespräch: "Clean Eating" heißt übersetzt so etwas wie "sauberes" oder "reines Essen“. Gemeint sind natürliche und weitgehend unverarbeitete Nahrungsmittel, die frisch zubereitet werden. Das bedeutet: Zurück zu den Wurzeln! "Clean Eating" orientiert sich an dem bekannten Konzept der Vollwertkost und erinnert an eine Zeit, bevor es Fast Food und Fertigprodukte gab.

Das Ziel soll keine kurzzeitige Diät, sondern eine langfristige Ernährungsumstellung sein. Alles ist erlaubt, solange es dem "Clean Eating"-Konzept entspricht. Wenn Sie das Prinzip nicht konsequent verfolgen möchten, sind für Sie vielleicht besondere "Clean Eating"-Tage oder auch einzelne Punkte, die Sie gern in Ihren ausgewogenen Ernährungsplan aufnehmen möchten, von Interesse. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den gesunden Trend umsetzen.

Während Diäten oft auf Kohlenhydrate verzichten, sind diese beim "Clean Eating" unbedingt erwünscht. Auch Eiweiß und gesunde Fette dürfen in der Ernährung nicht fehlen. Mehrere kleine Mahlzeiten – bis zu sechs Stück am Tag – sollen Heißhunger-Attacken vorbeugen. Eine besonders wichtige Rolle spielt das Frühstück, das Sie auf gar keinen Fall ausfallen lassen sollten. Viel Trinken sowie Obst und Gemüse ergänzen die gesunde Ernährungsweise.
Meiden Sie hingegen alle Produkte, die Zusatzstoffe (z.B. Farbstoffe, Aromastoffe, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker) enthalten. Dazu gehören u.a. Fertigprodukte und Fast Food, aber auch Light- und Diätprodukte. Als Faustregel gilt: Je länger die Zutatenliste eines Lebensmittels, desto ungesünder ist es. Auch Weißmehl, Industriezucker und Softdrinks gehören zu den "No-Gos", auf Alkohol und Getreide sollten Sie zumindest weitestgehend verzichten.

Im Beruf, der Schule oder Universität ist es meist schwerer, das Konzept umzusetzen. Schnell kommt man in Versuchung, in der Mittagspause eine schnelle Mahlzeit zu kaufen – nicht selten, besteht diese aus Fertigkost oder ungesunden Snacks. Um dies zu verhindern, sollten Sie sich Essen vorbereiten und mitnehmen. So gelingt "Clean Eating" auch im Alltag!

Generell geht es bei der puristischen Ernährungsweise darum, dem Körper durch hochwertiges und nicht industriell behandeltes Essen etwas Gutes zu tun. Durch die Ausgewogenheit der Ernährung wird die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen gewährleistet.
Der Trend hat bereits zahlreiche Anhänger und ist vor allem im Internet präsent: Immer mehr Blogger beschäftigen sich mit der Thematik, geben Tipps zur Umsetzung und veröffentlichen ihre Rezepte. Auf dem Online-Fotodienst Instagram finden sich zahlreiche Bilder zum "Clean Eating". Die Resonanz ist groß, das Konzept verspricht weniger Gewicht, schönere Haut und mehr Wohlbefinden. Ein Wundermittel ist der Ernährungstrend sicher nicht – so ist nicht wissenschaftlich bewiesen, dass er tatsächlich einen positiven Effekt auf Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen hat.
Fest steht jedoch, dass abwechslungsreiche und unbelastete Nahrungsmittel zu einer gesunden und ausgewogenen Lebensweise gehören. Probieren Sie es am besten selbst aus!

Weitere Ernährungstrends

Cross Fit – Das Training für optimale Fitness

Sportliche Betätigung tut Körper und Seele gut, erhält die Fitness und ist ein effektiver Ausgleich zum Beruf, in dem häufiges Stehen oder sich wiederholende Bewegungsabläufe an der Tagesordnung sind. Aber für welche Variante soll man sich entscheiden: Laufen, Krafttraining oder doch lieber Gymnastik? Kombinieren Sie diese Möglichkeiten, indem Sie eine Sportart wählen, die Elemente daraus vereint.

Der Trend "Cross Fit" kommt ursprünglich aus den USA. Dort ist die Sportart nicht neu, denn bereits vor rund 30 Jahren wurde dieses kombinierte Zirkeltraining entwickelt. Es wird unter anderem von Spitzensportler genutzt, um eine allumfassende Fitness zu erlangen. In Deutschland hat sich der Sport in den letzten Jahren zusehends etabliert und findet immer mehr Anhänger. Laufend werden neue Boxen – so werden die speziellen Trainingsräume genannt – gegründet und immer häufiger sieht man Cross Fit-Sportler, die in der Natur ihren Übungen nachgehen.
Wollen auch Sie diesen Trend ausprobieren? Bei uns erfahren Sie, wie das anspruchsvolle Training funktioniert.

Während bei anderen Sportarten nur einzelne Fähigkeiten und Muskelgruppen trainiert werden, ist Cross Fit multifunktional und spricht den ganzen Körper an. Beim Training werden Koordination, Geschwindigkeit, Schnellkraft, Kraftausdauer und Flexibilität gefordert und die Fitness so allumfassend erweitert. Der Abwechslungsreichtum ist ein besonderer Vorteil von Cross Fit und lässt keine Langeweile aufkommen.
Übungen aus Leichtathletik, Gewichtheben und Turnen werden kombiniert und zu Trainingseinheiten, dem so genannten "Workout of the Day" (kurz WOD), zusammengestellt. Die Variationsmöglichkeiten sind dabei vielfältig und so können immer neue Übungsblöcke aufgebaut werden. Diese werden entweder nach Zeit absolviert oder es werden möglichst viele Wiederholungen in einem bestimmten Zeitfenster angestrebt.

Beim Cross Fit gibt es zahlreiche Klassiker, die zum Training gerne genutzt werden. So z.B. die "Frauen-Workouts", die allesamt weibliche Namen tragen, sowie die "Helden-Workouts", die meist nach gefallenen US-Marinesoldaten benannt sind.
Die Trainingseinheit namens "Cindy" besteht beispielsweise aus fünf Klimmzügen, zehn Liegestütze und 15 Kniebeugen, die als Übungsblock 20 Minuten lang wiederholt werden. Noch kräftezehrender und deshalb vorrangig etwas für fortgeschrittene Sportler ist das Workout "Murph": Dieses startet mit einem Lauf von 1.600 Metern, an dem sich 100 Klimmzüge, 200 Liegestütze und 300 Kniebeugen anschließen. Den Abschluss der Übung bildet ein weiterer 1.600-Meter-Lauf.

Obwohl Cross Fit den Sportler sehr fordert, ist es sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet. Wichtig ist dabei, dass der Plan individuell auf Ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten ausgerichtet ist. Deswegen empfiehlt es sich, unter Aufsicht eines Trainers zu üben. Ziel ist es, sich erst eine Grundfitness zu erarbeiten, auf die im Anschluss aufgebaut werden kann.
Überfordern Sie Ihren Körper nicht, um das Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten. Auch auf ausreichende Regenerationszeiten zwischen den Einheiten sollten Sie zu Ihrem größtmöglichen Wohlbefinden achten. Ideal ist ein Trainingsrhythmus von zwei bis vier Mal die Woche, je nach Stand der eigenen Fitness. Für eine gute Betreuung bieten sich kleine Trainingsgruppen an.

Keime im Haushalt - Die unerwünschten Mitbewohner

Wer wohnt in Ihrem Haushalt - Sie, Ihre Kinder oder Enkel, vielleicht noch ein Haustier? Leider gibt es in Haus und Wohnung immer auch unsichtbare Mitbewohner, die selten erwünscht sind: Bakterien. Viele davon sind ungefährlich und ebenso auf unserer Haut zu finden. In einigen Fällen können die Haushaltskeime aber auch krank machen. Salmonellen oder Colibakterien lösen Durchfall und Erbrechen aus, andere Arten führen zu Atemwegserkrankungen. Wir verraten Ihnen, welche Haushaltsgegenstände besonders betroffen sind, wie Sie die Hygiene in Ihrem Wohnraum erhalten – und warum zu viel davon auch schädlich sein kann.

Was denken Sie – wo befindet sich in Ihrem Haushalt die höchste Keimbelastung? In der Spüle? Auf der Toilette? Damit liegen Sie natürlich nicht falsch. Mit anderen Orten und Gegenständen rechnen Sie hingegen sicher nicht.

  • Wohnzimmer
    Auch wenn man es kaum vermutet: Bakterien fühlen sich auf Türen oder dem Fernseher besonders wohl. Auf den senkrechten Flächen lagert sich weniger sichtbarer Staub ab, wodurch sie seltener gereinigt werden. So haben Haushaltskeime Zeit, sich dort anzusiedeln. Ebenfalls betroffen sind Fernbedienungen, Telefonhörer oder Lichtschalter. Diese werden häufig genutzt aber nur selten sauber gemacht.
     
  • Schlafzimmer
    In Textilien, wie z.B. Bettwäsche, Matratze oder Kleidung, halten sich Bakterien besonders gut. Zusätzlich ist hier die Milbenbelastung sehr hoch: Diese ernähren sich von Hautschuppen und ihre Ausscheidungen können Allergien hervorrufen.
     
  • Küche
    Dunstabzugshaube, Holzschneidebrett, Spülbecken und Kühlschrank – die Küche, in der wir täglich mit Lebensmitteln hantieren, bietet jede Menge Nahrung für Bakterien. Eine ideale Lebensgrundlage ist auch das feucht-warme Biotop eines Spüllappens oder Schwammes, in welchem sie sich schnell vermehren.
     
  • Badezimmer
    Neben der Toilette und dem Waschbecken finden Bakterien hier auch in Ablagerungen an Duschvorhängen und Duschköpfen optimale Bedingungen. Ebenfalls betroffen sind Utensilien zur Körperpflege wie zum Beispiel Zahn- oder Haarbürsten sowie Kämme. Die Waschmaschine wird schnell zur Keimschleuder, wenn in ihr nur bei niedrigen Temperaturen gewaschen wird.

Schon einfache Maßnahmen können dazu beitragen, die Hygiene in Ihrem Zuhause zu verbessern:

  • Nutzen Sie für Küche und Bad immer getrennte Putzlappen. So vermeiden Sie, dass sich Keime noch stärker verteilen.
  • Lappen und Schwämme sollten Sie außerdem regelmäßig austauschen. Ein Duschvorhang kann in der Waschmaschine gereinigt werden, ansonsten empfiehlt sich mindestens das jährliche Auswechseln.
  • Waschen Sie Bettwäsche, Unterwäsche, Hand- sowie Putztücher wenn möglich bei mindestens 60 Grad, um Bakterien abzutöten. Ein heißer Spülgang sorgt auch für mehr Hygiene in Ihrer Waschmaschine.
  • Brechen Sie aus Ihrer Routine aus und achten Sie bei Ihrem Haus- und Wohnungsputz auch auf Flächen, denen Sie sonst keine Beachtung schenken oder die leicht übersehen werden. Dabei sollte nicht nur abgestaubt, sondern mit Reinigern und einem feuchten Tuch gewischt werden.
  • Denken Sie auch an Alltagsgegenstände, die häufig in Benutzung und so anfällig für Bakterien sind.
  • Verwenden Sie in der Familie immer getrennte Zahnbürsten und tauschen Sie diese alle acht Wochen aus. Bürsten und Kämme sollten regelmäßig mit Haarshampoo gereinigt werden.
  • Geschirr, auf dem rohes Fleisch gelagert oder geschnitten wurde, sollten Sie nicht stehen lassen, sondern sofort nach Benutzung mit heißem Wasser abspülen.

Die Wunschvorstellung vieler Menschen von einem 100-prozentig keimfreien Haushalt – ist jedoch nicht zu erreichen. Und das ist sogar gut so! Denn genauso wie die Erreger krank machen können, schadet übertriebene Hygiene.
Ihr Immunsystem braucht die Einflüsse aus der Umwelt, um stimuliert zu werden und im Bedarfsfall zu funktionieren. Bakterien und Keime gehören dazu und stellen in einer normalen Konzentration keine Probleme für die körpereigenen Abwehrkräfte dar. Werden sie aber nicht trainiert, kann es sich nicht ausreichend entfalten. So entwickeln vor allem Kinder Allergien.
Die Verwendung aggressiver Reiniger sorgt dafür, dass die Keime widerstandsfähig werden und erst recht Krankheiten verursachen. Sauberkeit und Hygiene sind wichtig – ein normales, regelmäßiges Reinigungsverhalten mit herkömmlichen Putzmitteln reicht jedoch aus. So bleibt neben dem Sauermachen auch noch Zeit für die schönen Dinge im Leben.

Oregano – Allroundgewürz mit mediterranem Flair

Der Duft mediterraner Küche, handgemachte Pasta und Pizza direkt aus dem Steinofen – all dies verbinden sicher auch Sie mit dem Gewürz Oregano. Doch das italienische Allround-Talent kann noch mehr. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Mahlzeiten damit verfeinern und welche Besonderheit es gegenüber anderen Würzmischungen hat.

Würzig, herb-pfeffrig und leicht bitter - so lässt sich der Geschmack von Oregano wohl am besten beschreiben. Häufige Verwechslung mit dem Majoran und sowie der umgangssprachliche Name "wilder Majoran" sind darauf zurückzuführen, dass beide derselben Gattung angehören. Die Heimat des Oregano ist die Mittelmeerregion. Aufgrund seiner zunehmenden Beliebtheit als Gewürz und auch Heilkraut ist er heute aber in ganz Mitteleuropa sowie Nordamerika verbreitet.

Ihren aromatischen Duft erhält die etwa 65 cm hohe Pflanze durch ätherische Öle. Charakteristisch für sie sind außerdem die zarten Blüten, die in ihrer Farbgebung von weiß bis zu einem leichten Rosa reichen.

Ob frische sowie getrocknete Blätter oder Blüten – als Würze kann Oregano auf vielfältige Art verwendet werden. Direkt aus dem Pflanztopf von der Fensterbank gepflückt, sollten Sie den Oregano nur kurz spülen, anstatt ihn lange zu waschen, da er sonst seine Aromastoffe verliert.
Allerdings ist ihm eine besondere Eigenschaft inne: Im Gegensatz zu anderen Gewürzen, intensiviert er sein Aroma beim Trocknen und büßt auch beim Kochen nichts davon ein. Die Klassiker Pizza, Pasta oder Tomatensoße sind mit Oregano ideal zu verfeinern. Aber auch Salaten, Gemüsesuppen oder Fisch gibt das Kraut eine mediterrane Würze.
Es lässt sich gut mit den Aromen von Thymian, Rosmarin oder Salbei kombinieren, sollte jedoch nicht gemeinsam mit Majoran verwendet werden. Als geschmacksintensiver Zusatz in Ihrer Mahlzeit wirkt Oregano appetitanregend und verdauungsfördernd.

Auch wenn ihre Herkunft in den südlichen Breiten liegt, ist die Oregano-Pflanze sehr kälteresistent und so auch für den eigenen Anbau in unserer Region geeignet. Einige Sorten, wie z.B. der besonders geschmacksintensive griechische Oregano, halten sogar Minusgrade aus und können so problemlos überwintern. Wenn Sie selbst frischen Oregano zur ständigen Verfügbarkeit haben wollen, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten offen: Als Saatgut können Sie ihn im Garten oder Pflanztopf ganz einfach selbst anbauen. Für den Kräutergarten eignet sich auch der Blumenoregano gut, welcher einen besonders aromatischen Duft verströmt und dessen schöne Blüten – wie für den Oregano typisch - essbar sind. Wenn Sie nicht bis zur Ernte warten, sondern gleich die frischen Blätter pflücken möchten, können Sie im Handel Oregano-Pflanzen erwerben, die auf Balkon oder einem sonnigen Platz am Küchenfenster gut gedeihen.

Drei-Tage-Fieber – Ein Symptom gibt den Namen

Hohes Fieber, das über ein paar Tage andauert, ist bei kleinen Kindern nicht ungewöhnlich. Kommen jedoch kaum andere Krankheitsanzeichen hinzu und sinkt die Temperatur schließlich plötzlich von allein ab, deutet dies auf das so genannte Drei-Tage-Fieber hin. Mit diesem ist auch ein roter Hautausschlag verbunden. Während Masern oder Windpocken häufig präsent sind, hört man von dieser Erkrankung eher selten. Wir möchten Ihnen das Drei-Tage-Fieber mit seinen typischen Symptomen deswegen genauer vorstellen.

Der Name der Erkrankung lässt bereits erahnen, wie sie beginnt: Mit einem hohen Fieber bis zu 39 oder sogar 41 Grad Körpertemperatur, das jedoch andere Anzeichen einer Grippe oder Erkältung – z.B. Schnupfen oder Abgeschlagenheit – vermissen lässt. Tatsächlich kann es vorkommen, dass trotz des sehr hohen Fiebers kein starkes Krankheitsgefühl bei Ihrem Kind auftritt. Ansonsten sind Magen-Darm-Beschwerden oder geschwollene Lymphknoten als Begleiterscheinungen der Infektion möglich. Als bekannte Komplikation können außerdem Fieberkrämpfe auftreten.
Nach drei bis vier Tagen weicht das Fieber, das plötzlich und schnell absinkt, einem hellroten Hautausschlag. Die Flecken ziehen sich vom Rumpf über den Nacken bis hin zu den Beinen und können auch die Schleimhäute, wie z.B. den Gaumen, betreffen. Anders als beispielsweise bei einer Infektion mit Windpocken juckt und schmerzt dieser Ausschlag aber nicht. Nachdem er mehrere Stunden oder sogar Tage sichtbar ist, heilt er ohne bleibende Spuren wieder ab.

Eine konkrete Diagnose des Drei-Tage-Fiebers ist erst mit Auftreten des Ausschlags nach einem bestimmten Zeitraum sowie spätestens nach der Infektion über den Nachweis von Antikörpern im Blut möglich.

Auch wenn andere Kinderkrankheiten stärker im Bewusstsein der Eltern sind, so ist fast jedes Kind früher oder später vom Drei-Tage-Fieber betroffen. Die meisten Erkrankungen finden zwischen dem ersten und dem dritten Lebensjahr statt. Bis zum dritten Lebensmonat besteht ein gewisser "Nestschutz", weswegen in diesem Alter kaum Krankheitsfälle auftreten. Auch Infektionen von Erwachsenen sind sehr selten. Auslöser ist ein Herpes-Virus, welcher – wie bei so vielen Erkrankungen – durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Dieser ist hochansteckend und kommt das ganze Jahr über vor, jedoch ist eine Infektion meist unkompliziert. In einigen Fällen tritt die Erkrankung sogar in einer solch abgeschwächten Form in Erscheinung, dass das Drei-Tage-Fieber als solches nicht erkannt wird oder unbemerkt bleibt. In der Regel zeigen sich die ersten Krankheitsanzeichen drei bis sieben Tage nach der Infektion. Den Virus können auch gesunde Menschen übertragen. Sie sind eine Art Zwischenträger, die selbst nicht erkranken. Das Drei-Tage-Fieber bewirkt nach durchgemachter Erkrankung eine lebenslange Immunität.

Eine Impfung gegen das Drei-Tage-Fieber existiert, anders als bei den meisten Kinderkrankheiten, nicht. Aufgrund des gutartigen und oft unproblematischen Verlaufs ist dies aber kein Grund zur Besorgnis. Trotzdem sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen, wenn ein solch hohes Fieber bei Ihrem Kind auftritt. Auf diese Weise können Sie andere Erkrankungen ausschließen. Eine anschließende Behandlung zu Hause erfolgt symptomatisch, indem Sie beispielsweise das Fieber durch Wadenwickel senken und Ihrem kleinen Patienten außerdem viel zu trinken geben. Am besten eignen sich Wasser und ungesüßter Tee, um die Flüssigkeitsreserven des Körpers aufzufüllen und ihn von innen zu kühlen.

Das Drei-Tage-Fieber ist einer der häufigsten Auslöser von Fieberkrämpfen bei Kindern. Diese entstehen nicht etwa durch die Höhe des Fiebers, sondern durch den sprunghaften Anstieg der Körpertemperatur. Auch wenn sie erschreckend sind und für die hilflosen Eltern oft furchteinflößend aussehen, so sind sie glücklicherweise meist harmlos und hinterlassen keine Folgebeschwerden. Sollte Ihr Kind einen Fieberkrampf erleiden, schauen Sie auf die Uhr, wie lange dieser dauert. Ein unkomplizierter Krampf hält meist nur zwei bis drei Minuten an. Anhand der Länge lässt sich später ausschließen, dass es sich nicht etwa doch um einen komplizierten Krampf gehandelt hat, der oft mehr als 15 Minuten andauert. Legen Sie Ihr Kind auf den Boden oder nehmen Sie es auf dem Arm, damit es frei atmen kann. Festhalten, um Zuckungen zu vermeiden, dürfen Sie es nicht, da sonst die Gefahr besteht, Ihrem kleinen Liebling wehzutun. Schützen Sie es außerdem vor Kanten, Ecken und anderen Gegenständen mit Verletzungspotenzial. Tritt ein solcher Fieberkrampf zum ersten Mal auf, rufen Sie bitte den Rettungsdienst, der Ihnen schnell helfen kann. Sprechen Sie im Anschluss mit Ihrem Kinderarzt über den Krampf. Bei der Mehrzahl der Kinder kommt ein solcher zum Glück nur einmalig vor.

Staubbelastung im Berufsalltag

Tischler, Bauarbeiter, Bäcker, Metaller – es gibt viele Berufe, bei deren Ausübung die Menschen einer starken Staub- und Schmutzbelastung ausgesetzt sind. Neben dem normalen Staub entstehen bei einigen Arbeiten auch sehr schädliche Stoffe wie Holz- und Quarzstaub.

Unsichtbare Partikel sind am gefährlichsten
Staub kennt sicherlich jeder. Meist liegt er auf Oberflächen von Möbeln und lässt sich ganz einfach weg wischen. Dieser Hausstaub ist zwar lästig, aber nicht schädlich. Doch viele Berufe bringen auch eine gewisse Staubbelastung mit sich, da sich bei den Arbeiten kleine Partikel lösen, in der Luft umherfliegen und den Körper belasten können. Dabei gilt – je kleiner die Partikel, desto schädlicher sind sie. Denn diese mikroskopisch kleinen Teilchen gelangen besonders tief in die Atemwege und setzen sich dort fest. Insbesondere der so genannte Quarzstaub gilt als höchst gesundheitsschädlich.

Wenn Sie niesen oder husten, möchte der Körper die Atemwege frei machen. Dabei wird versucht, die Schleimhaut, auf der die Partikel festsitzen, auszuhusten oder auszuniesen. Jedoch funktioniert unser Immunsystem nicht unbegrenzt. Äußere Einflüsse wie Tabakrauch und Entzündungen können dazu führen, dass der Abtransport von Staubpartikeln nicht mehr richtig funktioniert. Eine andauernde Staubbelastung kann – je nach Art und Größe der Teilchen – zu Erkrankungen wie etwa Entzündungen der Atemwege (Bronchitis) oder auch zu Allergien führen. Solche Allergien zeigen sich auch häufig in Hauterkrankungen oder in manchen Fällen sogar in Asthma.

Einige Berufe zeichnen sich durch eine hohe Belastung durch verschiedene Staubarten aus. Sollten Sie Asthmatiker sein oder an einer anderen Atemwegserkrankung leiden, informieren Sie sich vorab, ob ihr Wunschberuf mit einer erhöhten Belastung einher geht und körperlich belastende Arbeiten beinhaltet – dies gilt auch bei einem Berufswechselwunsch. Dazu zählen beispielsweise Berufsfelder, bei denen Staub oder Dampf entsteht beziehungsweise Lösungsmittel eingesetzt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen können das Staubaufkommen am Arbeitsplatz reduzieren und so Atemwegserkrankungen langfristig vorbeugen. Die meisten Maßnahmen fallen in den Pflichtenkatalog des Arbeitgebers, aber auch Angestellte können mithelfen, die Entstehung von Staub zu vermindern.

  • Am Arbeitsplatz sollten, wann immer möglich, staubarme Arbeitsmaterialien eingesetzt werden. Auch Arbeitsvorgänge sollten darauf ausgerichtet sein, die Konzentration schädlicher Partikel gering zu halten.
  • Technische Einrichtungen wie Absauganlagen sollten von einem Fachmann eingerichtet und regelmäßig überprüft und gewartet werden.
  • Stauberzeugende Maschinen sollten nach Möglichkeit gekapselt sein und eine integrierte Absaugung besitzen.
  • Staub sollte möglichst direkt an der Stelle abgesaugt werden, an der er entsteht.
  • Arbeitsplätze sollten in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Grobe Materialien werden dabei mit Schaufeln aufgenommen oder mit einem Industriestaubsauger entfernt. Trockenkehren mit dem Besen vermeiden.
  • Feinstaub befindet sich oft stundenlang in der Luft, statt sich abzusetzen. Daher die Arbeitsräume häufig lüften.
  • Arbeitskleidung sollte nicht ausgeschüttelt, sondern stattdessen gewaschen werden. Verstaubte Arbeitskleidung nicht zusammen mit Straßenkleidung aufbewahren.
  • Ist die Gefährdung durch Staub am Arbeitsplatz hoch, haben Arbeitnehmer das Recht auf eine Schutzausrüstung, zum Beispiel einen Atemschutz.
  • Eine regelmäßige Pflege der Atemwege, zum Beispiel mithilfe einer Nasenspülung, kann helfen, diese von Staub zu befreien.

Eine der ältesten Berufskrankheiten ist die Silikose. Diese entsteht durch feinsten Quarzstaub, der tief in die Lungen eindringt und dort eine unaufhaltsame Verringerung der Lungenfunktion auslöst.
Quarzstaub wird überall dort freigesetzt wo Steine, Felsen, Sand und Beton zerkleinert und bearbeitet wird. Quarz kommt in praktisch allen Gesteinen vor. Dabei handelt es sich um Siliziumdioxid, von dem sich der Name Silikose ableitet.
Doch warum ist er so schädlich im Gegensatz zu anderen Staubsorten? Dies lieg zum einen daran, dass zum Bespiel beim Schneiden von Beton oder dem Sandstrahlen sehr kleine Partikel freigesetzt werden, die tief in die Lunge geraten und zum anderen an der chemischen Beständigkeit von Quarzstaub. Letzteres macht es dem Immunsystem so gut wie unmöglich, die feinen Teilchen aus der Lunge zu entfernen. Die erfolglosen Versuche führen mit der Zeit zu einer Entzündungsreaktion in den Atemwegen und die Silikose entsteht. Die Folge ist anhaltende Atemnot und eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lungenfunktion. Aktuell gibt es noch keine Heilungsmöglichkeiten bei einer auftretenden Silikose. Da die geschädigte Lunge auch anfälliger für bakterielle Infektionen ist, kommt es in vielen Fällen zum Auftreten von Tuberkulose. Medizinische Untersuchungen haben gezeigt, dass Lungenkrebs häufig nach eine Silikose auftritt und die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat den Quarzstaub deshalb als krebserzeugend eingestuft.

Betroffene Branchen/Berufe

» Schwerindustrie
» Schweißerei
» Fliesenleger
» Straßenbau und Gleisbau
» Tiefbaugewerbe
» Holzbaubetriebe
» Forst- und Landwirtschaft
» Maler und Lackierer

Handarbeit – Nichts für die Mottenkiste

Zwei links, zwei rechts, eine fallen lassen – lange Zeit galt Handarbeit als Beschäftigung der älteren Generation. In den letzten Jahren entdecken aber auch immer mehr junge Menschen ihre Begeisterung fürs Nähen, Sticken und Stricken. Das wiederrum belebt den neu aufgelegten Trend: Durch detaillierte Anleitungen und Lernvideos im Internet ist es nun fast jedem möglich, die kreative Arbeit schnell und selbstständig zu lernen. Auf Social-Media-Plattformen tauschen sich viele Begeisterte aus und zeigen stolz ihre angefertigten Werke – manche haben ihr Hobby sogar schon zum (Neben-)beruf gemacht und verkaufen ihre Arbeit auf der eigenen Webseite oder in Kreativshops. Dahinter steckt oftmals der Wunsch, in einer Zeit, in der man alles kaufen kann, ganz individuelle Stücke zu erschaffen und sich aus der Masse abzuheben.
Doch Handarbeit ist mehr als nur ein angenehmer Zeitvertreib mit einem hübschen Ergebnis: Die ruhige Tätigkeit ist ein gelungener Ausgleich für Körper und Seele.

Während Sie bei der Arbeit mit Nadel, Faden und Wolle Ihre eigenen Textilkreationen herstellen, können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Farben, Muster oder der Einsatz verschiedener Materialien fordern die Sinne und schulen Ihre Vorstellungskraft.
Anfänger können sich an vorgefertigten Anleitungen orientieren und mit kleinen Variationen ihre eigene Note einbringen, während sich Fortgeschrittene vielleicht lieber ihr eigenes Schnitt- oder Maschenmuster überlegen. Neben dem Stolz, den Sie nach dem gelungenen Abschluss Ihres handgefertigten Projektes empfinden, vertiefen Sie sich währenddessen komplett in Ihre Arbeit. Das bringt Ablenkung vom Alltag: Sie fühlen sich erfrischt und bereit für die Aufgaben, die Arbeits- und Privatleben von Ihnen fordern.

Doch die geistige Erholung ist nicht der einzige positive Effekt der Handarbeit. Indem Sie sich vollkommen in Ihre Tätigkeit vertiefen, blenden Sie negative Emotionen aus. Sorgen und Probleme treten in den Hintergrund, während sich Anspannung löst. Stress wird so abgebaut und der Blutdruck gesenkt. Auch bei chronischen Schmerzen, Depressionen oder anderen Erkrankungen kann das kreative Hobby Unterstützung bieten. Es lenkt die Patienten von ihren Beschwerden ab und entspannt.
Das gute Gefühl, eine angefangene Sache beendet zu haben, sowie das Lob anderer für Ihre Arbeit, stärken Ihr Selbstvertrauen und sorgen für Glücksgefühle. Die begeisterten Anhänger dieses Hobbys haben also Recht: Handarbeit macht tatsächlich glücklich!

Die filigrane Tätigkeit beschäftigt nicht nur die Finger, sondern sorgt auch für geistige Fitness. Maschen zählen, Schnittmuster umrechnen und Anleitungen befolgen: Köpfchen ist bei diesem Hobby genauso gefragt, wie Geschick. Dies stärkt die kognitiven Fähigkeiten und wirkt wie Jogging für das Gehirn. Die Arbeit benötigt zum Teil echtes Fingerspitzengefühl, was die Feinmotorik verbessert.
Bei der Handarbeit sind in der Regel beide Gehirnhälften aktiv. Dies kann sogar das Risiko, an Demenz zu erkranken, reduzieren.

Wenn im Herbst die Abende länger werden und Sie sich wieder in Ihre heimeligen vier Wände zurückziehen, ist die ideale Zeit, um Handarbeit als Hobby zu entdecken oder Ihr neuestes Projekt zu starten. Dabei bringt nicht nur die Tätigkeit als solche Freude, sondern auch die schönen Dinge, die Sie letztendlich zaubern. Ein gehäkeltes Mützchen für die kleine Nichte, eine selbstgenähte Tasche für die beste Freundin oder eine neue Deko-Idee, um Ihr Zuhause noch schöner zu machen – jedes dieser Einzelstücke wird für Sie und auch für die Beschenkten einen ganz besonderen Wert haben.

Weniger Ballast – mehr Freiheit im Leben

Im Frühjahr erwacht die Natur zu neuem Leben und auch wir Menschen blühen – im übertragenen Sinn – richtig auf. Die neu gewonnene Energie lässt sich gut nutzen, um dem eigenen Leben einen kleinen Richtungswechsel zu geben und sich von festgefahrenen Handlungen zu trennen. Wie oder womit legen Sie sich im Alltag selbst Steine in den Weg? Horchen Sie in sich hinein, was Sie gern ändern möchten – und legen Sie dann einfach los!

Sicher kennen Sie das Sprichwort "In einer aufgeräumten Wohnung lebt ein aufgeräumter Geist". Da ist etwas Wahres dran: Indem Sie Unordnung beräumen und Dinge, die Sie nicht mehr benötigen oder mit denen Sie etwas Negatives verbinden, aus Ihrem Leben verbannen, schaffen Sie auch Klarheit in Ihren Gedanken.
Noch schöner ist es, wenn Sie damit gleich noch etwas Gutes tun. So können Sie Sachen, die noch funktionsfähig und gut erhalten sind, an wohltätige Einrichtungen verschenken oder Kleidung in die Altkleiderspende geben. Nehmen Sie beim Aussortieren alles in die Hand und fragen sich, wann Sie es das letzte Mal genutzt oder getragen haben. Gefällt es Ihnen überhaupt, oder ist der Gegenstand nur da, weil er irgendwie schon immer im Regal stand?
Verstauen Sie schließlich die übrig gebliebenen Schätze in beschrifteten Ordnungssystemen. Das wird Ihnen in Zukunft helfen, den Überblick zu behalten.

Auch negative Gedanken und Gefühle können uns belasten. Was liegt Ihnen auf dem Herzen? Egal ob im engen Familienkreis, unter Freunden oder im Job: Wenn Sie es schaffen, bestehende Konflikte zu lösen, wird Ihnen eine große Last von den Schultern fallen. Begraben Sie auch alte Streitigkeiten. Oftmals ist der Zorn lange verpufft, aber keiner der Beteiligten traut sich, auf den anderen zuzugehen. Machen Sie den ersten Schritt!

Tagebuchschreiben kann Ihnen helfen, mit alltäglichen Sorgen oder Problemen besser umzugehen. Schaffen Sie auch innerhalb der Familie täglich Raum, um miteinander zu reden. So können Sie sich austauschen und einander mit gutem Rat zur Seite stehen.
Letztendlich bedeutet "Ballast abwerfen" aber auch, sich aus Kontakten zu lösen, die Ihnen nicht gut tun. Wenn beispielsweise eine Freundschaft immer nur einseitig gepflegt wird und letztlich nur zu Frust führt, sollten Sie überlegen, ob derjenige wirklich ein Freund ist.

Ein paar überflüssige Pfunde halten viele Menschen für harmlos, dabei erhöht schon leichtes Übergewicht die Gefahr von koronaren Herzerkrankungen oder Diabetes mellitus. Auch Gelenke und Skelettapparat werden belastet und Bewegungsabläufe eingeschränkt. Sorgen Sie für mehr Wohlbefinden, indem Sie Ihr Gewicht durch gesunde Ernährung und ausreichend Sport reduzieren.
Doch auch andere Laster können Ihre Gesundheit belasten. Manche davon bestimmen sogar, ohne dass Ihnen dies bewusst ist, Ihre täglichen Abläufe und Handlungen. Befreien Sie sich davon und genießen Sie einen ausgewogeneren Lebensstil: rauchfrei und mit Alkohol sowie Süßigkeiten in Maßen.

Trockene Lippen: Ursachen und Pflege

Spröde Lippen sind zwar ein kleines, dafür aber ein umso unangenehmeres Übel. Gerade bei Temperaturunterschieden reißen und platzen Lippen, obwohl wir sie ständig pflegen. Wie das kommt, erklären wir Ihnen.

Die Haut auf den Lippen ist etwas Besonderes. Sie besitzt keine Hornschicht wie der Rest der Haut und ist somit weniger widerstandsfähig. Außerdem besitzt sie keine Schweiß- und Talgdrüsen. Dadurch fehlt der schützende Fettfilm. Da wir den Mund auch bei kühleren Temperaturen so gut wie nie bedecken, ist diese ungeschützte, dünne Hautpartie der Kälte draußen und der trockenen Heizungsluft in Räumen schutzlos ausgeliefert.
Fast alle Menschen reagieren auf trockene und gespannte Lippen damit, dass sie über selbige mit der Zunge fahren, um sie zu befeuchten. Doch damit erreichen Sie genau das Gegenteil. 

Doch es gibt noch andere Ursachen, an die man so gut wie gar nicht denkt.

Sollten Ihre Lippen spröde und aufgerissen sein und sich trotz intensiver Pflege keine Verbesserung erkennen lassen, deutet das auf einen Mangel an Nährstoffen hin. Eine verbreitete Ursache ist beispielweise ein Mangel an Zink, Eisen und Vitaminen E und B2. Alle spielen bei der Zellteilung eine wichtige Rolle und helfen dabei, dass sich die Haut schnell selbst regeneriert.

Lippenstifte und andere kosmetische Produkte für die Lippen enthalten häufig viel Parfüm und Farbstoffe, diese belasten die dünne Haut am Mund zusätzlich und entziehen ihr die Feuchtigkeit. Sollten Sie auf Lippenstift nicht verzichten können, achten Sie darauf, dass er kein Parfüm und wenig Farbstoffe enthält. Im besten Fall besitzt er eine rückfettende Wirkung, dazu können Sie sich von einem Kosmetiker beim Kauf beraten lassen.

Gereizte und spröde Haut benötigt in erster Linie Fett. Viele Lippenpflegestifte enthalten raffiniertes Mineralöl in verschiedensten Formen. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf solche Produkte und greifen Sie lieber auf Lippenbalsam mit Vaseline, Kakao- oder Sheabutter zurück. Der Inhaltsstoff Dexpanthenol hilft bei der Wundheilung ebenfalls.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass möglichst rein pflanzliche Inhaltsstoffe auf dem jeweiligen Lippenpflegeprodukt gekennzeichnet sind. Folgende Inhaltsstoffe sollte Ihre Lippenpflege nicht enthalten:  

  • Cera microcristallina
  • Ceresin
  • Mineral Oil
  • Ozokerite
  • Paraffin
  • Paraffinum llaiquidum
  • Petrolatum 

Welche Pflegestoffe in den Lippenprodukten stecken, ist jeweils deklariert. Je weiter oben diese Stoffe aufgeführt sind, desto höher ist ihr Anteil im Produkt.

Quallenverletzungen – Was hilft?

Badende, die mit bestimmten Quallenarten Kontakt hatten, wissen, wie schmerzhaft diese Begegnung sein kann. Im Wasser sieht man diese fast durchsichtigen Lebewesen nur schwer und meist reicht eine kurze Berührung der Tentakel aus. Lebensgefahr besteht aber nur sehr selten, da die wirklich giftigen eher im Pazifik, um Australien und in der Karibik vorkommen. Ausnahmen verirren sich aber auch in das Mittelmeer und an die europäische Atlantikküste. Sollte es Sie dann doch erwischen, gibt es einiges zu beachten. Besonders bei Allergikern und großflächigen Verletzungen sollte schnell gehandelt werden. Wir geben Ihnen wertvolle Tipps, die Ihren Badeurlaub "quallensicherer" machen.

Die Tentakel der Quallen sind gespickt mit tausenden winziger Nesselzellen, die wie ein Bogen gespannt sind, bei Kontakt blitzschnell eine Nadel in die Haut des Opfers schießen und ein Gift injizieren. Mit diesen fangen die Quallen ihre Nahrung wie kleine Fische und Mini-Krebse. Sie kommen in fast allen Weltmeeren vor; die wirklich gefährlichen Würfelquallen lassen sich jedoch nur in den tropischen und subtropischen Gewässern finden.
Sollten Sie beim Baden in der Nordsee, der Ostsee oder dem Mittelmeer von einer Qualle gestochen worden sein – man spricht vom Stich, obwohl sich der Schmerz eher brennend anfühlt – geht dies meist mit Hautrötungen und einem heißen bis feurigen Schmerz einher. Dies ist zwar unangenehm, aber vergeht nach ein paar Stunden wieder.

Die für den Menschen gefährlichen Würfelquallen, wie die Portugiesische Galeere und die hochgiftige Seewespe, kommen zum Glück nur in den wirklich warmen Gegenden wie den Küsten Nordaustraliens, dem Pazifik und der Karibik vor. Vereinzelt "verirren" sich aber einige Galeeren vor die Kanaren oder an die Küste Portugals.

Verlassen Sie auf jeden Fall sofort das Wasser. Sollten sich noch Tentakel auf Ihrer Haut befinden, bestreuen Sie diese mit Sand und schaben Sie sie vorsichtig mit einem Gegenstand ab, um nicht noch mehr Nesselzellen zu aktivieren. Am besten übergießt man die Stelle mit Weinessig (in Australien beispielsweise hängen an vielen Stränden Flaschen damit herum). Sollte dieser nicht zur Hand sein, geht dies auch mit Meerwasser.

Benutzen Sie auf keinen Fall Süßwasser oder Alkohol, dies verstärkt den Effekt des Giftes zusätzlich!

Kühlen Sie diebetroffenen Stellen mit Eis und reiben Sie sie mit einem speziellen Allergiemittel oder kortisonhaltigen Cremes ein. Sollten sich erste Kreislaufbeschwerden andeuten oder die Verletzung großflächig am Oberkörper sein, informieren Sie umgehend einen Rettungsdienst oder die Wasserwacht. Bei Verletzungen durch die Portugiesische Galeere, die Seewespe oder andere hochgiftige Exemplare, sollte der Notarzt sofort nach Verlassen des Wassers gerufen werden.

Informieren Sie sich während der Urlaubsplanung über etwaige Warnungen für Ihren Zielort und die jeweilige Quallensaison. In Nordaustralien sind beispielsweise ganze Strände zwischen Oktober und Mai gesperrt.

Allergiker sollten besonders vorsichtig sein. Das Gift der in der Nord- und Ostsee lebenden Haar- oder Feuerquallen, oder das der Leuchtquallen aus dem Mittelmeer kann einen allergischen Schock auslösen und zu ernsten Kreislaufbeschwerden führen.

In Apotheken können Sie inzwischen auch spezielle Sonnencremes mit Quallenschutz bekommen, die zwar keinen hundertprozentigen Schutz bieten, aber das Gift stark abschwächen. Sollten Sie am Strand angeschwemmte Quallen finden, berühren Sie diese auf keinen Fall mit den Händen oder den Füßen – selbst bei toten Quallen funktionieren die Nesselzellen noch reflexartig.

Ketogene Ernährung – Mit Vorsicht zu genießen

Tipps, wie überflüssige Pfunde purzeln sollen, gibt es viele. Neben der "Ernährungspyramide" und anderen Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DEG) zu einer ausgewogenen Lebensweise, machen auch immer wieder Ratschläge zu Diäten die Runde. Diese sind jedoch meist durch Verzicht und Mangel gekennzeichnet: Dies ist nicht erlaubt oder darauf sollte verzichtet werden – das führt schnell zu Heißhungerattacken. Aus ernährungstechnischer Sicht werden Sie deswegen eher skeptisch betrachtet.

Auch die ketogene Ernährung ist im Grunde eine Diätform: Dabei wird nahezu komplett auf Kohlenhydrate verzichtet und extrem zuckerarm gegessen. Was dies bewirken soll und wie die Keto-Diät im Detail aussieht, verraten wir Ihnen.

Die ketogene Ernährung ist eine Form der Low-Carb-Diät, bei der kaum Kohlenhydrate zu sich genommen werden: Brot, Nudeln, Reis und Co. sind also nahezu tabu! Obst und Gemüse werden nur in geringem Maße verzehrt. Dafür stehen vorwiegend Fette und Eiweiße auf dem Speiseplan.
Das Ziel dahinter: Der Körper soll keine "schnellen Energiereserven" nutzen, sondern auf die bestehenden Fettdepots zurückgreifen. Der Stoffwechsel stellt sich um und gelangt in die so genannte "Ketose". Dadurch soll ein Abbau des eingelagerten Körperfettes und somit eine dauerhafte Gewichtsabnahme erreicht werden.
Erlaubt sind im Zuge der ketogenen Ernährung vor allem Fleisch, Eier, Nüsse, Fette und Öle, Käse, Fisch, kohlenhydratarmes Gemüse wie Zucchini, Gurke und Brokkoli sowie fettreiches Gemüse wie Avocado. Obst sollte aufgrund seines Fruchtzuckergehaltes nur sehr selten auf dem Teller landen. Die fett- und eiweißreiche Kost macht schnell satt und lässt das Hungergefühl für lange Zeit verschwinden, was den Diäterfolg unterstützen soll.

Über den Nutzen von Diäten lässt sich streiten. Die Kritik an der ketogenen Ernährung geht jedoch noch weiter, denn diese bringt nachweislich gewisse Risiken mit sich: So kann Sie besonders in der Anfangszeit zu Verdauungsstörungen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führen. Wer sich ketogen ernährt, leidet außerdem häufiger an Mundgeruch, weil der Körper übersäuert und sich Giftstoffe ansammeln. Die fettreiche Ernährung belastet vor allem die Organe Leber und Nieren, darüber hinaus kann sich der Cholesterinspiegel erhöhen. Hier besteht ein Zusammenhang mit dem Risiko für Herz- Kreislauf-Erkrankungen. Zudem wird die geringe Nährstoffdichte des ketogenen Speiseplans bemängelt.

Auch der Einsatz dieser Ernährungsform in der Krebs- und Tumortherapie ist umstritten. Für die Theorie, dass die Keto-Diät Tumorzellen langsamer wachsen lässt, da diese Fettsäuren nur schlecht verwerten können, fand sich bislang leider keine wissenschaftliche Bestätigung.

Alles in allem ist die ketogene Ernährung vorsichtig zu handhaben. Sollten Sie es trotzdem versuchen wollen, suchen Sie vorher bitte die Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wenn Sie hingegen an Nierenschwäche oder Diabetes leiden, kommt diese Diät aus gesundheitlicher Sicht nicht für Sie in Frage.

Weitere Ernährungstrends

Morgens aufstehen leicht gemacht

Sie fühlen sich morgens dank Ihres Weckers, der Sie unerbittlich aus dem Tiefschlaf holt, wie gerädert und unausgeschlafen? Haben Sie schon einmal über eine Alternative zum herkömmlichen Wecker nachgedacht? Frei nach dem Motto: Natürlich aufwachen – wie von selbst. Ausgeklügelte Weckertechnik kann z.B. Ihren persönlichen Schlafrhythmus analysieren, jeden Tag auf’s Neue. Denn jeder gesunde Mensch durchläuft beim Schlafen verschiedene Phasen. Das sind die Leichtschlaf-, Tiefschlaf- und Rapid-Eye-Movement-Phasen. Zwischen diesen einzelnen Phasen gibt es die sogenannten „Fast-Wach-Momente“, die durch geringe Schlaftiefe gekennzeichnet sind. An dieser Stelle kommt der Schlafphasenwecker zum Einsatz. Doch wie funktioniert dieses System? Wir stellen Ihnen den „etwas anderen“ Wecker kurz vor und geben Ihnen einige Tipps für besseren Schlaf – so können Sie zum richtigen Zeitpunkt aufwachen und erholt in den Tag starten.

Die Idee des Schlafphasenweckers ist inzwischen bekannter geworden. Mehrere Hersteller bieten den Wecker in unterschiedlichen Formen an. Die Funktion bleibt jedoch bei allen dieselbe. Ein Sensor registriert einen "Fast-Wach-Moment" in einem vorgegebenen Zeitfenster vor der eigentlichen Weckzeit und löst den Weckruf aus – je nach Hersteller als Vibrationsalarm oder mit angenehmen Melodien. Jetzt sollte man jedoch sofort aufstehen. Denn döst man wieder ein und der Wecker holt einen aus einer nicht geeigneten Schlafphase, ist der positive Zeitpunkt und der Fast-Wach-Effekt verpufft.

Nachts besser schlafen, um morgens erholt aufstehen zu können – das möchten sicher auch Sie. Wir geben Ihnen daher ein paar einfache Tipps, die helfen können.

  • tagsüber längere Nickerchen vermeiden, wenn Sie sich nicht außerordentlich müde fühlen
  • Koffein und Alkohol mehrere Stunden vor dem Schlafengehen einschränken
  • auf nicht zu spätes und zu üppiges Abendessen achten
  • am besten nicht rauchen
  • für ein ruhiges und dunkles Schlafzimmer sorgen sowie mit Sorgfalt Kissen, Bettdecke und Matratze auswählen
  • mit abendlichen Ritualen Stress abbauen

Aufwachen und Aufstehen fällt manchem schwerer oder leichter. Für den Fall, dass die Idee des Schlafphasenweckers Sie nicht vollends überzeugt hat, stellen wir Ihnen kurz weitere Ideen der Weckerentwickler vor.

  • Der Lichtwecker oder auch Lichtphasenwecker simuliert den Sonnenaufgang und die Dämmerung. So soll das Aufwachen und Einschlafen angenehmer sein. Auch Zusatzfunktionen wie Vogelgezwitscher, rauschende Wellen, Lichtblitze, integrierter MP3-Player oder Radiofunktion sind eine nützliche Ergänzung. Zudem kann die Dauer des Sonnenaufgangs individuell eingestellt werden. Besonders profitieren diejenigen, die im Schichtsystem arbeiten.

  • Clocky, der fliehende Wecker bleibt hartnäckig. Nach dem Drücken der Snooze-Taste springt der spezielle Wecker vom Nachtisch und fängt an, lautstark im Zimmer herumzufahren. Um ihn auszuschalten, ist dann ein Aufstehen nicht mehr zu umgehen.

  • Der Ringwecker aus leichtem anpassungsfähigem Kunststoff wird auf die Fingerkuppe gesteckt und weckt am nächsten Morgen mit einem sanften Vibrieren. Konzipiert wurde der derzeit noch nicht erhältliche Wecker mit zwei Ringen, die in der Weckzeit unterschiedlich programmiert werden können. Vorteil ist, dass Partner mit sehr unterschiedlichen Aufstehzeiten sich nicht gegenseitig stören.

Wichtiger Hinweis

Schlafphasen- oder Lichtwecker sind keine medizinischen Geräte. Sollten Sie ernsthafte Schlafprobleme haben, ist es ratsam sich von Ihren Arzt beraten lassen.

Ischiasbeschwerden – Meist ohne Vorwarnung

Plötzlich schießt, aus der Bewegung heraus, ein Schmerz in den unteren Rücken. Ein Hexenschuss? Möglich – strahlt er aber bis in das Bein aus, handelt es sich wahrscheinlich um Ischiasschmerzen. Der Ischiasnerv ist der längste Nerv im menschlichen Körper: Er hat seinen Ursprung im Geflecht des Rückenmarks und geht über das Gesäß bis ins Bein – seine verzweigten Äste reichen sogar bis in die Füße. Durch ungünstige Bewegungen beim Bücken, Heben oder durch Muskelverspannungen, kann der Nerv aber eingeklemmt werden und verursacht dann stechende oder auch dumpfe Schmerzen. Diese gehen vom unteren Rücken aus und ziehen auf einer Körperseite bis in das Bein. Häufig treten Beschwerden des Ischias im Zusammenhang mit einem Bandscheibenvorfall auf. Wir verraten Ihnen, was Sie gegen die Schmerzen tun können.

Haben Sie sich den Ischiasnerv eingeklemmt, kann dies mit einem Kribbeln in der betroffenen Körperregion sowie mit Taubheitsgefühlen einhergehen. Wärme, Schonung und vorsichtiges Dehnen können helfen, die Verspannung zu lockern und den eingeklemmten Nerv zu befreien. Nach einigen Tagen bis Wochen kann der Schmerz so von selbst abklingen. Bei anhaltenden Schmerzen sollten Sie aber Ihren Arzt aufsuchen. Die Symptome lassen sich bei Beschwerden des Ischiasnervs mit schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten gut behandeln. Auch eine Physiotherapie bietet sich als wirksame Maßnahme an.

In schweren Fällen kann jedoch auch eine Operation nötig sein: Bei wiederholt auftretenden Bandscheibenvorfällen, Lähmungserscheinungen oder einer in Zusammenhang mit dem Ischiasschmerz auftretenden Inkontinenz, sollten Sie Ihren Arzt dringend informieren!

Bekämpfen Sie die Schmerzen im Ischias, bevor sie entstehen und tun Sie etwas für Ihre Rückengesundheit: Eine starke Rückenmuskulatur ist die beste Voraussetzung, um Bandscheibenvorfällen oder anderen Beschwerden vorzubeugen. So wirkt sich eine Rückenschule, an welcher Sie auch im Rahmen der IKKimpuls Kurse teilnehmen können, positiv auf Ihr Wohlbefinden aus. Zusätzlich hilft regelmäßige Bewegung, Rückenproblemen zuvorzukommen.

Im Alltag können schon kleine Veränderungen helfen: Beim Heben sollten Sie zum Beispiel darauf achten, dass dies aus den Knien und nicht aus dem Rücken heraus geschieht. Dynamisches Sitzen am Arbeitsplatz, bei dem die Position regelmäßig verändert wird, kann Schmerzen entgegenwirken.

Honig – Naturprodukt und bewährtes Heilmittel

Seit Jahrtausenden ist Honig ein beliebtes Naturerzeugnis. Sein Potenzial im kulinarischen, kosmetischen und medizinischen Sinne wird oft unterschätzt. Die verschiedenen Honigsorten aus aller Welt machen das "flüssige Gold" vielfältig einsetzbar. Dabei ist Honig nicht gleich Honig. Er ist in vielfältigen Sorten im Handel erhältlich – von Akazienhonig bis Wildblütenhonig, von flüssig bis fest. Aufgrund der verschiedenen Klimazonen und Pflanzenwelt sind der Auswahl keine Grenzen gesetzt. Probieren Sie doch einmal exotischere Sorten wie den Erdbeerbaum- oder Orangenblütenhonig. Oder passen Sie den Honiggenuss an die Jahreszeit an: im Frühling und Sommer helle und milde, im Herbst und Winter dunkle und aromatische Sorten.

Die einstige Seltenheit des reinen Naturproduktes Honig machte ihn so beliebt. Bereits vor rund 12.000 Jahren kannte man die leckere Kost. Die "Ernte" war noch schwierig – musste doch der ganze Bienenstock zerstört werden, um an die süße Speise zu gelangen. Später entdeckten die Menschen, dass in den Stock geblasener Rauch die Bienen kurzzeitig vertreibt und so Zeit war, den Honig zu gewinnen. Der kostbare Honig wurde zudem ein beliebtes Handelsgut und Zahlungsmittel. Die germanischen Völker verarbeiteten ihn besonders gern zu Met, dem süßen Honigwein.

Honig hat einen hohen Ernährungswert und liefert wichtige Inhaltsstoffe: Neben den Zuckerverbindungen enthält er Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Proteine und Enzyme. Bei die Lagerung der süßen Speise gilt zu beachten: Honig ist licht- und wärmeempfindlich. Stellen Sie ihn also idealerweise bei Zimmertemperatur in einen Schrank und legen Sie keine großen Vorräte an. Enthält der Honig viel Traubenzucker (dunkle Sorten), kristallisiert er bei längerer Lagerung aus. Dies geschieht bei Honig mit viel Fruchtzucker (helle Sorten) hingegen nicht. Eine Rückverflüssigung ist allerdings ohne Qualitätsverlust möglich. Erwärmen Sie den Honig vorsichtig in einem Wasserbad mit maximal 40 °C. Die Mikrowelle ist hierfür ungeeignet, da wertvolle Inhaltsstoffe des Honigs so verändert werden, dass sie ihre positive Wirkungsweise verlieren.

Medihoney – Honig und seine Heilwirkungen

Honig ist ein Jahrtausende altes Naturheilmittel. Bei längerer Anwendung eines speziellen medizinischen Honigs treten schnell Erfolge ein. Studien belegen die Heilwirkung. Honig wirkt …

  • desinfizierend
  • heilend bei Wunden: Honig beseitigt sehr unterschiedliche Wundbakterien gegen die Antibiotika oft nicht oder langsamer wirken. Die Wundheilung wird durch totes Gewebe behindert. Honig aktiviert durch die Freisetzung von Sauerstoff körpereigene Eiweiße, die die Verdauung von abgestorbenem Gewebe übernehmen. So wird die Wundheilung beschleunigt.
  • geruchsmindernd: Bei chronischen Wunden tritt häufig ein ungenehmer Geruch auf. Dieser wird von Stickstoff- und Schwefelverbindungen verursacht. Bei einer Wundbehandlung mit Honig steht den Wundbakterien ein Angebot an Zucker zur Verfügung. Die Bakterien stellen ihren Stoffwechsel auf Kohlenhydrate um und die übel riechenden Verbindungen treten nicht mehr auf.
  • antiseptisch: Ein im Honig enthaltenes Enzym lässt aus Zucker ständig in kleinen Mengen Wasserstoffperoxid, ein wirksames Antiseptikum, entstehen.
  • entzündungshemmend: Honig hilft gegen Schwellungen, erhöhte Temperatur und lokalen Schmerz.

Honig bietet weitere gesundheitsfördernde Wirkungen. Die einfachen Zuckerverbindungen, wie z.B. Trauben- oder Fruchtzucker, können schnell vom Organismus aufgenommen werden. Im Blut bilden sie dann einen wichtigen Energie liefernden Stoff für die Muskeln, das Herz und Nervensystem. Außerdem ermöglicht Honig eine

  • Entlastung der Nieren
  • Verbesserung der Verdauung
  • Anregung der Stoffwechselprozesse in der Leber

Entgegen dem oft gehörten Mythos ist dringend davon abzuraten, bei Säuglingen vor allem im ersten Lebensjahr Bienenhonig der Nahrung beizugeben. Über den Honig kann der für Babys gefährliche Krankheitserreger "Clostridium botulinum" in den Körper gelangen. Dieser Erreger vermehrt sich explosionsartig im Darm und bildet dort ein lähmendes Gift. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt aufklären und beraten.

Fasten: Den Körper von Ballast befreien

Die traditionelle Fastenzeit hat bis zum Osterfest Saison und es kann eine Auszeit aus dem Alltag genommen werden. Machen Sie einmal im Jahr eine Fastenkur. Denn der Verzicht bedeutet auch, sich stärker auf sich selbst zu besinnen.

Den Körper reinigen, etwas Gutes tun für Geist und Seele, sich wieder vital und fit fühlen – das sind die Gründe, weshalb sich Menschen für das Fasten entscheiden. Dass nebenbei noch überzählige Pfunde fallen, scheint vielen eine willkommene Begleiterscheinung. Kritiker bemängeln fehlende wissenschaftliche Beweise für zugeschriebene Wirkungen. Wozu und für wen eignet sich das Fasten wirklich? Welche Methoden gibt es? Wo liegen ihre Vor- und Nachteile?

Schon die antiken Griechen kannten es und aus religiösen Gründen wird es in fast allen Glaubensrichtungen praktiziert: das Fasten. Egal ob mit Molke, Tee, Suppen oder als Alkoholabstinenz – gemeinsam ist allen Fastenarten, dass zeitweise auf bestimmte, meist ungesunde Lebens- und Genussmittel oder sogar ganz auf feste Nahrung verzichtet wird. Gerade im Frühjahr probieren viele das so genannte Heilfasten aus. Dabei wird der Körper meist mit ein bis zwei Entlastungstagen auf mehrere reine Fastentage vorbereitet. Aufbautage mit leichter Nahrung schließen das Ganze ab. Für zu Hause eignen sich am besten Kurzfastenkuren (5-10 Tage). Ist Ihnen das zu lang, können Sie auch mit 1-2 Tagen pro Woche beginnen.

Wichtig: Sie sollten gesund sein. Lassen Sie sich in jedem Fall vor Beginn ärztlich untersuchen und beraten.

Menschen, die fasten, schildern häufig, es schärfe die Wahrnehmung. Heute zählt Heilfasten zu den Naturheilverfahren, das als begleitende Therapie in der Behandlung von Erkrankungen zum Beispiel des Herz-Kreislauf-Systems, des Verdauungstraktes, der Haut oder des Bewegungsapparates eingesetzt wird. Doch vieles ist wissenschaftlich kaum belegt, wie z.B. der "Entschlackungseffekt". Im Ganzen zeigen Erfahrungsberichte jedoch, dass ganzheitlich orientierte Fastenkuren oft zu einem gesundheitsbewussteren Leben führen. Fasten kann ein Impuls sein, das Ernährungsverhalten zu überdenken und zu ändern. Für eine langfristige Gewichtsabnahme ist es aber ungeeignet. Der Körper verliert zwar rasch Kilos, danach setzen sie sich umso schneller wieder auf die Hüften. Nur wer Gewohntes ändert, hält langfristig das Gewicht.

Sie möchten fasten, dann haben Sie die Qual der Wahl. Zahlreiche Methoden und Formen des Fastens existieren. Doch nicht alle fördern die Gesundheit. Manche sind sogar gefährlich. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Methoden:

  • Heil- und Saftfasten nach Buchinger
    Nach einer Darmreinigung und ein oder mehreren Entlastungstagen (z.B. Obst- oder Reistage) nehmen Sie während der Fastentage ca. 300 kcal täglich in Form von Gemüse- und Fruchtsäften, Gemüsebrühen, Kräutertees mit Honig sowie 2 Liter Wasser zu sich. Die Kur endet mit dem Heilfastenbrechen und einer Aufbauphase, in der die Energiezufuhr schrittweise gesteigert wird. Heil- und Saftfasten ist ein Bestandteil der klassischen Diätetik und der Naturheilkunde. Es ist für Schwangere und Stillende sowie für eine langfristige Gewichtsabnahme nicht geeignet.
     
  • Nulldiät, totales Fasten
    Bei dieser Methode verzichten Sie auf jegliche feste Nahrung zur Gewichtsreduktion. Erlaubt sind 3-4 Liter energiefreie Getränke pro Tag. Vitamine und Mineralstoffe führen Sie über Präparate zu. Bitte beachten Sie, dass totales Fasten stark gesundheitsgefährdend ist und kein Lerneffekt bezüglich gesunder Ernährung eintritt.
     
  • Basenfasten
    Ziel ist die Entsäuerung des Körpers durch den Verzicht auf säurebildende Nahrungsmittel. Nur basische Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Öle und andere Fette, Nüsse und Samen sind in der ein- bis dreiwöchigen Fastenzeit erlaubt, dazu 2-3 Liter Quellwasser und Kräutertees. Auch hier gilt es zu beachten, dass Basenfasten nur für Gesunde geeignet ist und die angenommene Übersäuerung des Körpers wissenschaftlich nicht nachweisbar ist.
     
  • F.-X.-Mayr-Kur
    Diese Methode ist eine Darmsanierungskur zur Schonung, Säuberung und Regeneration des Darms sowie zur Schulung des Kau-, Ess- und Trinkverhaltens. Die Kur (3-4 Wochen) wird in Stufen durchgeführt: 1. Tee-Wasser-Fasten, 2. Milch-Semmel-Diät, 3. milde Ableitungsdiät, d.h. Schonkost aus basischen Lebensmitteln mit wenig Fett und Fleisch. Erlaubt sind dabei täglich 3 Liter Flüssigkeit. Wichtige Bestandteile der Kur sind die täglichen Darmentleerungen durch Bittersalz oder Einläufe sowie manuelle Bauchmassagen zur Anregung des Darms. Wichtiger Hinweis: Nur für Gesunde und unter fachkundiger Anleitung geeignet.
     
  • Schroth-Kur
    Die Schroth-Kur dient der Förderung der Selbstheilungskräfte durch Entgiftung des Körpers. Sie sollte nur unter ärztlicher Anleitung in Kurkliniken durchgeführt werden. In der klassischen Variante wechseln Trink- und Trockentage ab. An den Trinktagen sind reichlich Wasser, Tees und Weißwein erlaubt, an den Trockentagen wird weniger als ½ l Flüssigkeit getrunken. Die Kost ist fett-, eiweiß- und salzarm und besteht aus trockenen Brötchen, Getreidebrei sowie gekochtem Gemüse und Obst. Die moderne Schroth-Kur beinhaltet eine gesunde Mischkost mit 500-1500 kcal/Tag, verzichtet auf Wein und erlaubt höhere Flüssigkeitsmengen an den Trockentagen. Wichtiger Bestandteil sind hier feuchte Ganzkörperpackungen zur Verbesserung der Durchblutung. Bitte entscheiden Sie sich in diesem Fall nur für die moderne Variante, sie wird von Experten positiver bewertet.

Der Alltag ist heutzutage nicht nur mit einem Zuviel an ungesunder Nahrung gekennzeichnet, sondern auch durch eine Reizüberflutung. Die alten und neuen Medien sind fester Bestandteil geworden. Man will immer und überall informiert und erreichbar sein. Finden Sie zu mehr Ruhe, Kreativität und Eigenkontrolle durch "Medienfasten". Verzichten Sie für eine bestimmte Zeit auf Smartphone, Fernseher, Computer & Co. und entschleunigen Sie so Ihren Alltag.
Aber auch "Konsumfasten" kann sich für Sie lohnen. Kaufen Sie nur noch das, was Sie wirklich brauchen. Lassen Sie das Portemonnaie in der Tasche und entscheiden Sie sich bewusst, was und wie viel Sie konsumieren. Das verhilft zu mehr Selbstvertrauen und mehr Gelassenheit.

Andorn – Bitterstoffreiche Heilpflanze

Als Arzneipflanzen sind uns unter anderem Kamille oder Arnika geläufig. Andorn, auch weißer Andorn oder Mauerandorn genannt, ist hingegen den Wenigsten ein Begriff. Dabei war das vor hunderten von Jahren noch ganz anders.
Schon in der Antike wurde er angepflanzt und gezielt zur Behandlung von Beschwerden und Erkrankungen genutzt. Damals galt Andorn als eines der wichtigsten Heilkräuter und wurde vor allem zur Behandlung von Atemwegserkrankungen, aber auch gegen zahlreiche andere Gebrechen eingesetzt. Bereits Paracelsus oder Hildegard von Bingen nutzten den Andorn, wie aus Aufzeichnungen bekannt ist. Doch mit der Zeit geriet seine positive Wirkung für die Gesundheit in Vergessenheit. Um seine historische Bedeutung zu würdigen und ihn wieder stärker in das Bewusstsein der Medizin zu rücken, erhielt der Andorn 2018 den Titel „Arzneipflanze des Jahres“. Im Zuge dessen möchten auch wir Ihnen diesen Gesundheitshelfer genauer vorstellen.

Im Garten nur noch selten zu Gast

Ursprünglich war die Pflanze in Südeuropa und speziell dem Mittelmeerraum beheimatet. Doch bereits seit dem Mittelalter ist sie auch hierzulande heimisch und mittlerweile sogar über die ganze Welt verbreitet. Wurde der Andorn in vergangener Zeit besonders häufig in Klostergärten angebaut, ist er heut nur noch selten im Pflanzenbeet zu finden. Wild kommt er ebenfalls nur vereinzelt vor. Dabei ist der Andorn sehr anspruchslos und mit einem nährstoffarmen Boden sowie einem sonnigen Standort zufrieden.
Die Arzneipflanze gehört zur großen Familie der Lippenblütler. Die kleinen weißen Blüten, die ihrem Namen nach eine so genannte Ober- und Unterlippe haben, liegen eng beieinander und lassen sich von Juni bis August sehen. Der Andorn wird bis zu 80 cm hoch. Seine abgerundeten, zum Teil herzförmigen Blätter haben eine gut sichtbare Netzstruktur und sind an der Unterseite filzig behaart. Aufgrund seines Aussehens kann er leicht mit der Weißen Taubnessel verwechselt werden.

Auch heute noch wird Andorn als Arznei bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. Die in ihm enthaltenen Bitterstoffe, allen voran der Stoff Marrubiin, erweitern verengte Bronchien und sorgen so dafür, dass festsitzender Schleim abgehustet werden kann. Gemeinsam mit Gerbstoffen, geringen Mengen ätherischer Öle sowie einer Gruppe von Antioxidantien, den so genannten Flavonoiden, wirkt sich das Marrubiin auch positiv auf Magenbeschwerden, Völlegefühl und Appetitlosigkeit aus. Darüber hinaus gilt Andorn als krampflösend und entzündungshemmend. Auch soll die Pflanze das Immunsystem stärken.
Alle Pflanzenteile des Andorns werden medizinisch genutzt. Die Einnahme erfolgt meist in Form von Tee, Kapseln oder Saft.

Wichtiger Hinweis: In der Schwangerschaft müssen Sie auf Andorn allerdings verzichten, Kindern dürfen Präparate mit der Heilpflanze erst ab einem Alter von 12 Jahren verabreicht werden.

Meal Prep – Gesunde Mahlzeiten aus der Vorratsdose

Mit dem Sommer hält auch ein Stückchen Normalität Einzug: Die Büros füllen sich wieder und immer mehr Arbeitnehmer lassen das Homeoffice – zumindest teilweise – hinter sich. Statt der Möglichkeit, sich für die Pause in den eigenen vier Wänden frische Kost zuzubereiten, besteht die Mittagsversorgung nun wieder vermehrt aus belegten Broten, Kantinenessen oder einer Mahlzeit vom Schnellimbiss. Dabei gibt es durchaus eine Alternative: Meal Prep (Meal = Mahlzeit, Prep = preparation = Vorbereitung), den meisten wohl einfach als "Vorkochen" bekannt, ist mittelweile im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich einfach und schnell eine gesunde Pausenversorgung sichern.

In die Bezeichnung "Meal Prep" fallen alle Speisen, die Sie vorkochen oder vorbereiten und in entsprechenden Behältern mitnehmen können – ob nun das Mittagessen für die Arbeit oder leckere und gesunde Snacks. Auch das Vorbereiten einzelner Komponenten einer Mahlzeit, die dann schnell fertig zubereitet werden kann, zeichnet "Meal Prep" aus. Häufig wird dabei für die gesamte Woche vorgekocht.

Der Sinn besteht zum einen darin, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, auch wenn Zeit und Umstände es im Alltag vielleicht nicht zulassen. Sie haben mit der hauseigenen Zubereitung den Überblick über Inhaltsstoffe und die Qualität Ihres Essens. Außerdem beugen Sie so Heißhungerattacken, in denen Sie sonst vielleicht zu Süßigkeiten oder kalorienreichen Zwischenmahlzeiten gegriffen hätten, vor.  

Zum anderen verhindern Sie, dass Lebensmittel verfallen und weggeschmissen werden, denn Sie kaufen bedarfsgerecht genau das, was Sie benötigen. Diese vorausschauende Planung schont auch Ihren Geldbeutel. Nicht zuletzt ist die Zeit, die Sie mit dem Vorkochen verbringen, gut investiert: Im Gegenzug müssen Sie seltener einkaufen und sich für den Rest der Woche keine Gedanken darüber machen, was Sie am nächsten Tag zum Arbeitsplatz mitnehmen.

Sie haben keine Lust mehr auf Langeweile in der Brotdose? Beginnen Sie am besten damit, abends etwas für den nächsten Arbeitstag vorzukochen. Sind Sie auf den Geschmack gekommen, tasten Sie sich voran und planen Sie für mehrere Mahlzeiten. Bereiten Sie dafür am Wochenende verschiedene Menüs vor, deren Zusammensetzung Sie kombinieren können. Auch Gewürze bringen Abwechslung. Frieren Sie das Essen portionsweise ein und tauen Sie es vor der Arbeit auf oder stellen Sie es bereits am Vorabend in den Kühlschrank.

Zur Mitnahme eignen sich Lunchboxen mit verschiedenen Fächern ("Bentoboxen"). So vermischen sich die Zutaten nicht und Sie können verschiedene Komponenten zusammen transportieren. Aber auch normale Tupperdosen und Einmachgläser leisten gute Dienste.  Viele Kantinen oder Teeküchen bieten mittlerweile die Möglichkeit, mitgebrachtes Essen zu erhitzen. Ist das an Ihrem Arbeitsplatz nicht der Fall, überlegen Sie, was auch kalt noch gut schmeckt.

Schreiben Sie sich im Vorfeld einen Essensplan, aus dem sich dann Ihre Einkaufsliste ergibt. Sie werden sehen: Aus einer benötigten Zutat lassen sich schnell weitere Möglichkeiten zaubern. Bereiten Sie beispielsweise Couscous zu, können Sie diesen als Beilage nutzen, ihn mit frischem Gemüse aber auch unkompliziert als Salat zubereiten.    

Nicht alle Zutaten sind gleichermaßen für das Vorkochen geeignet. Am besten greifen Sie auf Speisen zurück, die sich zubereitet gut lagern, gegebenenfalls wieder auftauen (in diesem Fall: keine Milchprodukte sowie Obst- und Gemüsesorten mit hohem Wasseranteil) und transportieren lassen. Verbrauchen Sie zuerst das, was am schnellsten verfällt.

Hier ein paar Vorschläge, welche einzelnen Komponenten Sie mit Meal Prep vorbereiten und nach Lust und Laune kombinieren können:

  • gekochte Eier
  • gebratenes Fleisch (ohne Panade) , beispielsweise Filet
  • geräucherter Fisch
  • rohe oder vorgegarte Gemüsesorten: Gurke, Brokkoli, Paprika, Zucchini, Mais, Avocado
  • Obst
  • Eintöpfe
  • Salate
  • Gesunde Kohlenhydrate: Reis, Nudeln, Quinoa, Couscous
  • Naturjoghurt und Magerquark
  • Haferflocken (über Nacht quellen lassen)
  • Smoothies
  • Erbsen, Linsen, grüne Bohnen
  • Trockenfrüchte und Nüsse

Wie wäre es beispielsweise mit leckeren Haferflocken und Früchten in Naturjoghurt zum Frühstück sowie einem bunten Reissalat mit Hähnchenfilet als Mittagessen? Ihrer Fantasie sind beim Meal Prep kaum Grenzen gesetzt.

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

Morgens fit aus den Federn

Der Wecker klingelt und es heißt aufstehen. Würden auch Sie am liebsten unter der warmen Decke liegen bleiben? Wie kommen Sie morgens aus den Federn? Springen Sie gleich aus dem Bett, ärgern Sie sich augenreibend über das frühe Wecken oder rekeln und strecken Sie sich für ein paar Minuten unter der noch kuschelig warmen Decke? Wir sagen Ihnen, wie Sie am gesündesten aufstehen, geben Ihnen einige Tipps dazu und zeigen Ihnen die besten Tricks für echte Morgenmuffel.

Sich noch im Bett rekeln und strecken ist durchaus sehr sinnvoll, denn die entspannte Wirbelsäule und gesenkte Muskelspannung müssen für die kommenden Alltagsbelastungen behutsam mobilisiert werden. Wer morgens besonders unter der so genannten "Morgensteife" leidet, für den empfiehlt sich sogar ein wenig Morgengymnastik in den Federn. Im Folgenden ein paar Tipps:

  • In die Länge strecken: Arme und dicht beieinander liegende Beine in Rückenlage kräftig lang strecken. Erweitern können Sie dies, indem Sie abwechselnd die linke und rechte Ferse nach unten schieben und dabei den jeweils gegenüberliegenden Arm nach oben ziehen.
  • Wirbelsäule mobilisieren: Beine anwinkeln und das Gesäß immer abwechselnd anheben und gegen die Matratze drücken. Zudem können Sie die Knie jeweils nach links und rechts absenken. So wird das Becken in alle Richtungen gekippt und die untere und mittlere Wirbelsäule auf Trab gebracht.
  • Sauerstoff zuführen: Gähnen Sie zwischendurch lange und herzhaft.

Fällt Ihnen das Aufstehen besonders schwer und sind Sie danach meist schlecht gelaunt – auch zum Leidwesen Ihrer Familie? Im Folgenden ein paar Tipps, die Ihnen helfen könnten:

  • Belesen Sie sich zum Thema Schlafphasenwecker. Wenn diese Variante mit Ihrem Beruf vereinbar ist, besorgen sie sich einen und probieren Sie es aus.
  • Direkt nach dem Aufstehen das Fenster öffnen und frische Luft schnappen. Hilft besonders gut in der kalten Jahreszeit.
  • Schalten Sie das Licht an. Sagen Sie Ihrem Körper so, dass die Schlafenszeit beendet ist.
  • Legen Sie Ihre Lieblingsmusik auf und machen Sie ein kleines Tänzchen.
  • Frische Farben im Bad und auf dem Frühstückstisch vertreiben die Müdigkeit am Morgen.
  • Nutzen Sie beim Duschen den Massagestrahl am Duschkopf. Das macht müde Muskeln munter und bringt den Kreislauf in Schwung.
  • Gönnen Sie sich etwas und streicheln Sie Ihre Seele. Das verhilft zu guter Laune am Morgen.
  • Denken Sie an die kommenden schönen Dinge am Tag. Pessimismus ist kein guter Start.

Dem Jetlag ein Schnippchen schlagen

Asien, Amerika, Australien - wer eine weite Reise unternimmt, dem macht oft die Zeitverschiebung und deren Auswirkungen auf den Organismus schwer zu schaffen. Die innere Uhr ist durcheinander geraten und fordert vehement ihr Recht auf Ruhe. Eine weite Auslandsreise mit dem Flugzeug ist vor allem mit viel Zeit und ohne viel Bewegung verbunden. Das lässt auf einen erholten Urlaubsstart in der Ferne hoffen. Doch weit gefehlt. Bereitet man sich mit ein paar Tipps und Tricks nicht auf die "Reise durch die Zeit" vor, hat man spätestens am Zielort das Nachsehen. Müdigkeit, Erschöpfung, Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme und auch Stimmungsschwankungen machen sich schlagartig oder über mehrere Tage bemerkbar und man möchte nur noch ins Bett und nichts mehr hören, sehen oder essen. Da so der wohlverdiente Urlaub nicht beginnen sollte, gibt es im Folgenden ein paar einfache Tipps wie Sie dem Jetlag ein Schnippchen schlagen können.

Der individuelle Biorhythmus leitet jeden durch den Tag und die Nacht. Läuft diese innere Uhr ohne Störungen im Takt, geht es uns prima. Fliegt man jedoch von einem Kontinent zum anderen und somit auch in eine andere Zeitzone, tickt die Uhr im heimischen Rhythmus weiter, was jedoch meist nicht zur Tageszeit am Urlaubsort passt. Das verursacht ein körperliches und psychisches Chaos, genannt Jetlag. Besonders schlimm trifft er Sie, wenn Ihr Flug in Richtung Osten geht. Eine Reise gen Westen verkraftet Ihr Bio-Rhythmus weitaus besser. Es werden ihm Stunden geschenkt statt abgezogen. Hinzu kommt, dass die verschiedenen Körperfunktionen unterschiedlich lange benötigen, um sich anzupassen. Der Schlaf-Wach-Rhythmus hat sich beispielsweise schneller wieder eingepegelt als der Darm.

Vollständig vermeiden lässt sich ein Jetlag nicht. Damit Ihre Bio-Uhr von der Fernreise dennoch nicht allzu verwirrt ist, passen Sie am besten ein paar Tage vor der Abreise Ihre Einschlafzeit Ihrer Reiserichtung an: Geht es in den Westen, sollten Sie Ihre Bettruhe ein bis zwei Stunden später einläuten. Ist jedoch der Osten Ihr Ziel, legen Sie sich einfach früher als gewohnt zum Schlafen und stehen Sie zeitiger auf. Das gilt auch für die Essenszeiten. Ihre Mahlzeiten bei Reisen in den Westen sollten viel Eiweiß, also Fisch, Fleisch und Milchprodukte, enthalten. Das hält Sie länger wach. Geht es nach Asien, sollten Sie vor der Abreise und während des Fluges vermehrt Kohlenhydrate, wie Kartoffeln, Nudeln und Reis, zu sich nehmen.
Im Flugzeug sollten Sie zudem keinen Alkohol sondern viel Mineralwasser oder Fruchtsäfte trinken. So wirken sie der Austrockung des Körpers entgegen. Machen Sie bei einem Westflug nur kurze Nickerchen. Ein Ostflug hingegen verlangt eher nach einer längeren Schlafphase.

Am Traumstrand, in der pulsierenden Metropole oder in den Bergen angekommen, sollten Sie ihrem Körper helfen, sich schnell an den ungewohnten Tagesrhythmus anzupassen. Gehen Sie also nicht nachmittags bereits schlafen, sondern bewegen Sie sich im Freien und tanken Sie Sonnenlicht. Der ersehnte Schlaf sollte erst nach Sonnenuntergang beginnen. So kann das empfindliche Hormonsystem schneller den "neuen" Takt annehmen.

Das perfekte Kissen für gesunden Schlaf

Alte Daunenkissen von den Großeltern eignen sich heutzutage nur noch zu lustigen Kissenschlachten. Wer entspannt schlafen möchte, sollte beim Kissenkauf auf die richtigen Kisseneigenschaften achten. Denn Kissen begegnen uns überall im Alltag. Sei es als Sitzkissen, Zierkissen auf Bett und Sofa oder als nächtliches Schlafkissen. Die richtige Kissenwahl für erholsamen und entspannten Schlaf sowie zur Vorbeugung von Nacken- und Rückenbeschwerden ist besonders im Hinblick auf die Größe, Form und Füllung unabdingbar. Bei den vielfältigen Angeboten sollte der Kissenkauf gut überlegt sein und vorzugsweise in einem Fachgeschäft inkl. kompetenter Beratung und kleinen Testphasen erfolgen. Zu beachten ist auch, zu welchem Schlaftyp Sie zählen und ob Sie Allergiker sind.

Kein Mensch ist gleich. Jeder hat einen anderen Schlafrhythmus und andere -gewohnheiten. Hier ein paar Tipps:

  • Rückenschläfer sollten auf flache und weiche Kissen achten. So behält der Kopf die normale Neigung hin zur Brust und der Hinterkopf liegt bequem.
  • Für Seitenschläfer empfiehlt sich ein höheres Kissen mit den Maßen 40x80 cm. Dies ermöglicht einen geraden Übergang von Hals- und Brustwirbelsäule. Das Kissen sollte sich an die Kopfform anschmiegen und keinen Druck auf das Ohr ausüben.
  • Bauchschläfer liegen in einer sehr unnatürlichen Haltung, der Kopf ist auf längere Zeit im Schlaf verdreht. Hier ist ein sehr flaches Kissen ratsam.

Der Mensch verbringt gut ein Drittel des Tages mit Schlafen. Neben der richtigen Kissenform sind auch die „inneren Werte“ individuell anzupassen. Vor allem sollte das Füllmaterial Feuchtigkeit sehr gut absorbieren und wegtransportieren. Dies führt zu einem trockenen und warmen Schlafklima. Hohlraumfasern eignen sich dafür besonders gut. Im Folgenden lesen Sie eine kleine Übersicht zu möglichen Füllmaterialen und ihren Eigenschaften:

  • Daunen oder Federn sind zwar weich, können jedoch aufgrund von bleibenden Verschiebungen der Füllung im Kissen für unruhigen Schlaf sorgen.
  • Naturhaar wie Merino-, Schafschurwolle oder Kamelhaar lassen sich gut aufschütteln und leicht in Form bringen.
  • Getreide wie z.B. Dinkel oder Hirse ist als Kissenfüllung eher fest, passt sich dem Kopf aber gut an. Bitte beachten: bei jeder Bewegung ist ein Rieselgeräusch zu hören.
  • Polyesterhohlfasern oder Viskoflocken sind weich und dauerhaft elastisch. Zudem vertragen sie höhere Temperaturen beim Waschen und sind somit für Allergiker geeignet.

Eine weit verbreitete Standardgröße in Deutschland ist 80x80 cm. Dieses Maß wird jedoch nicht mehr empfohlen, da der Schulterbereich hier oft auf dem Kissen liegt und die Wirbelsäule dadurch in eine unnatürliche Form gebracht wird. Bevorzugen Sie am besten Kissen mit einer Größe von 40x80 cm.

Unser Pflegetipp

Das tägliche Lüften des Kissens ist ein Muss. Während des Schlafens nimmt es Schweiß auf, den es beim Lüften wieder abgeben kann. Waschen Sie Ihr Kissen möglichst regelmäßig. Achten Sie hierbei auf die Pflegehinweise des Herstellers.

Baby- und Kinderbetten – Sicherer Schlaf für unsere Kleinsten

Hurra, Nachwuchs ist unterwegs! Doch wo soll er schlafen? Wiege, Stubenwagen, Beistellbett oder doch gleich ein klassisches Kinderbett? Zu den Eltern ins Schlafzimmer oder allein im Kinderzimmer? Und welche Matratze ist die Richtige? Fragen über Fragen, die wir versuchen, im Folgenden für Sie zu beantworten.

Alle Arten von Babybetten haben sowohl Vor- als auch Nachteile und verschiedene Funktionen für unterschiedliche Altersstufen Ihres Sprösslings. Die Babywiege, die mit Rollen ebenfalls zum Stubenwagen wird, ist für Säuglinge bis zu einem Alter von ca. sechs Monaten geeignet und kann dank der praktischen Schaukelfunktion für friedliches Einschlafen sorgen. In den meisten Fällen sind diese 80 x 50 cm groß und bieten durch die kleine Liegefläche einen kuschelig-geborgenen Schlafplatz. Je nach Geschmack und Design können diese für den eher kurzzeitlichen Gebrauch jedoch recht teuer sein.

Das Beistellbett ist mit einer offenen und drei geschlossenen Seiten versehen. Die offene Seite wird an das Elternbett "angedockt" und ermöglicht den direkten Kontakt zum Baby. Jedoch ist diese Art von Schlafmöglichkeit nicht mit jedem Elternbett kompatibel und wirklich nur für den Aufbau neben Ihrem Bett gedacht.

Das klassische Baby- bzw. Kinderbett ist für den längeren Gebrauch gedacht und meist für mehrere Jahre nutzbar. Daher muss es vor allem eins sein: robust. Die meisten Babybetten sind mit einem Lattenrost, einer Matratze und einem Rahmen ausgestattet. Der Lattenrost sollte in der Höhe verstellbar sein, um den Rücken der Eltern anfangs zu schonen. Später wird die Liegefläche dann abgesenkt, damit das Kleinkind nicht herausfallen kann. Wenn die Gitterstäbe einen Abstand von 4,5 - 6,5cm haben, kann sich Ihr Sprössling nicht einklemmen. Manche Eltern haben den Wunsch, ihren Nachwuchs direkt mit in das Familienbett zu nehmen. Vermeiden Sie das aber, da dies das Risiko eines plötzlichen Kindstodes deutlich erhöht. Knuddeln kann man auch tagsüber genügend.

Im ersten Lebensjahr ist das Kind im Elternschlafzimmer am besten aufgehoben. Beide Seiten profitieren mitunter davon. Sie als Eltern hören sofort, wenn Ihr Baby unruhig ist und die Atemgeräusche von Mama und Papa wirken sich wiederum positiv auf den Schlaf Ihres Nachwuchses aus. Außerdem müssen stillende Mütter somit nicht schlaftrunken nachts weit laufen, um den kleinen "Wachmacher" zu füttern.
Das Bettchen, sei es im Elternschlafzimmer oder später im eigenen Kinderzimmer, sollten Sie nach Möglichkeit mit dem Kopfteil an eine Wand stellen. Lampen, Kabel, Steckdosen usw. dürfen dabei nicht in Reichweite der kleinen Händchen sein. Zudem empfehlen wir Ihnen, einen großzügigen Abstand zu Fenstern und Heizungen einzuhalten.

Dass eine gute Matratze ein Garant für einen erholsamen Schlaf ist, gilt für die Großen genauso wie für die Kleinen. Ob Sie nun eine aus Schaumstoff, Latex, Naturfasern oder eine Kombination aus den verschiedenen Materialien bevorzugen, obliegt Ihren ganz persönlichen Präferenzen. Viel wichtiger ist, dass die gewählte Schlafunterlage frei von Schadstoffen ist und dies auch durch Öko-Test, Stiftung Warentest oder anderen Siegeln bestätigt wurde. Zudem ist eine möglichst punktelastische Matratze ideal, da sie den kleinen Körper und die weiche Wirbelsäule optimal und druckfrei stützt. So können Sie außerdem vermeiden, dass sich eine unangenehme Kuhle bildet. Prüfen Sie darüber hinaus auch, ob die Matratze feuchtigkeitsregulierend und atmungsaktiv ist, denn ein Hitzestau lässt Ihren Nachwuchs nur sehr unruhig und wenig erholend schlafen.

Auch die Größe des Bettes muss stimmen – Lücken zwischen der Liegefläche und dem Bettrahmen sind eine unnötige Gefahrenquelle. Modelle mit einer trittfesten Sicherheitskante bieten zudem mehr Sicherheit, wenn der Nachwuchs beginnt aufzustehen. Für das ein oder andere nächtliche Malheur lässt sich der Bezug im besten Fall abnehmen und bei mindestens 60°C waschen.

Die Luftzirkulation und der Wärmeaustausch sind bei einem Babybettchen besonders wichtig. Von Kopfkissen und Zudecken wird für den ganz kleinen Nachwuchs mittlerweile abgeraten. Sie könnten zu einer Überhitzung oder gar zum Ersticken führen. Besser geeignet ist ein Babyschlafsack. Achten Sie beim Kauf neben der richtigen Größe auch darauf, dass dieser einen Innen- und Außenschlafsack besitzt. Die Halsöffnung darf dabei nicht größer als der Kopfumfang sein, um ein Hineinrutschen bestmöglich vorzubeugen.

Auf Nestchen oder Bettumrandungen können Sie vor allem in den warmen Sommermonaten verzichten, da sie die Luftzirkulation beeinträchtigen und zu Wärmestau führen. Des Weiteren kann ein unsachgemäßer Einbau dazu führen, dass der Kopf Ihres Babys mitten in der Nacht bedeckt ist. Besser Sie nutzen den bereits erwähnten Schlafsack.
Ebenfalls zu einem Wärmestau und zu verringerter Luftzirkulation kann es bei der Benutzung eines Himmels kommen. Wenn Sie sich dennoch für einen Himmel entscheiden, sollte dieser nicht weiter als bis zur Oberkannte der Umrahmung reichen und aus möglichst leichtem Stoff bestehen.

Auch wenn es niedlich aussieht und zur Dekorationen des Zimmers passt, gehören große Kuscheltiere nicht ins Bett. Lammfelle haben dort ebenfalls nichts verloren und sind im Kinderwagen oder auf dem Boden besser aufgehoben. Auch Wärmflaschen sind tabu. Diese können aber gern zum Aufwärmen des Schlafplatzes benutzt werden.

Grundsätzlich gilt im Babybett: Weniger ist mehr und alles, was das Gesicht komplett bedecken kann, ist tabu!

Spätestens wenn der Nachwuchs mit dem Köpfchen und den Beinchen an die Enden des Bettes stößt, wird es höchste Zeit für ein Größeres. Bei Kinderbetten mit Gitter sollten Sie besonders bei den ersten Kletterversuchen hellhörig werden, dabei kann sich das Kind sehr leicht verletzen. Um den Erkundungsdrang sicher nachgehen zu können, sind bei vielen Kinderbetten einige Gitterstangen entfernbar. So kann das Kind sicher hinaus und hinein ohne im Schlaf herauszurollen. Allerdings müssen Sie sich dann möglicherweise auf nächtliche Erkundungstouren gefasst machen. Möchten Sie gleich das komplette Gitter entfernen, kann es in der ersten Zeit zu Stürzen kommen. Da Eltern dies natürlich verhindern möchten, hier ein paar Tipps:

  • Stellen Sie das Bett in eine Nische oder Ecke: So ist eine Seite schon geschlossen.
  • Stuhl an die offene Seite: Stellen Sie nachts einen Stuhl oder ähnliches an die offene Seite.
  • Rausfallschutz: Einige Betten besitzen einen Rausfallschutz, dieser kann an die offene Seite montiert werden. Gibt es diesen nicht, kann auch ein universeller Rausfallschutz Abhilfe schaffen.
  • Decke als Abgrenzung: Eine zur Rolle gewickelte Decke kann ebenfalls an die offene Seite gelegt werden und hilft oftmals schon ein Herausfallen zu verhindern.
  • Yogamatte: Legen Sie in der ersten Zeit eine Yogamatte neben das Bett, um einen eventuellen Sturz abfedern zu können.

Wenn Sie vom Baby- auf ein Kinderbett umsteigen, muss natürlich auch eine größere Matratze her. Achten Sie beim Kauf neben den bereits angesprochenen Punkten nun auch auf die Liegepunkte, da die neue Matratze nun wieder viel größer als das Kind ist und sich die Druckpunkte verschieben. Lassen Sie sich dazu am besten beim Fachhändler beraten.

Wenn Sie sich für ein Hochbett oder halbhohes Bett entscheiden, hat Sicherheit oberste Priorität. Experten raten, auf ein Hochbett bis zum Alter von sechs Jahren zu verzichten, da Kinder die Gefahren erst dann richtig einschätzen können. Da ein Hochbett neben dem Schlafen häufig auch zum Toben dient, muss es besondere Sicherheitsanforderungen erfüllen. Achten Sie beim Kauf auf geprüfte Sicherheit und entsprechende Siegel. Es muss eine ausreichend hohe Brüstung von mindestens 26 cm haben. Besser höher. Von der Oberseite der Matratze muss die Brüstung noch min. 16 cm hoch sein. Benutzen Sie nach Möglichkeit keine Federkernmatratzen, da sich diese besser zum Springen eignen. Die Aussparung zum Ausstieg sollte am Fußende und zwischen 30 und 40 cm groß sein. Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Sicherheit ist die Leiter. Achten Sie auf eine stabile Verbindung der Leiter und einen guten Stand. Ein Handlauf ist ein Muss und die Stufen sollten für Ihr Kind leicht zu bewältigen sowie ausreichend breit und tief sein.

Machen Sie beim Kauf und nach dem Aufbau den "Rütteltest". So prüfen Sie die Stabilität. Idealerweise lässt sich das Bett mit der Wand verankern, so dass sich kein Spalt bildet in den das Kind hineinrutschen kann.

Unser Tipp: Üben Sie mit Ihrem Nachwuchs das Ein- und Aussteigen mehrmals – auch im Dunkeln. 

Wenn die Kinder in ihre größeren Bettchen "umziehen", ist meist auch langsam die Zeit gekommen, sie ohne Windeln schlafen zu lassen. Da vor allem nachts öfter mal etwas schief geht, empfehlen wir einen Nässeschutz für die neue Matratze. Wir raten zu Nässeschutzauflagen aus zwei Materialien. Diese sind auf der einen Seite gummiert, auf der anderen saugfähig. Verzichten Sie auf Polyester, da es durch Nässe schnell beginnt, unangenehm zu riechen. Der Nässeschutz lässt sich leicht per Gummiband zwischen Matratze und Bettlaken spannen.

Unser Tipp: Wenn Sie die Gummiseite nach oben legen, können Sie bei kleinen Malheuren einfach das Laken wechseln, die Gummiseite abwischen und neu bespannen, ohne dass sich das neue Laken gleich wieder vollsaugt.

Da Ihr Kind nun mobiler ist und nachts gern mal auf Erkundungstour geht, raten wir zu einem kleinen Nachtlicht, das dem Spross den Weg leuchtet und das Verletzungsrisiko mindert. Empfehlenswert sind batteriebetriebene LED-Lichter. Einige sind wie Kuscheltiere und lassen sich einfach mit ins Bett nehmen. Sie besitzen einen Timer, der das Licht automatisch nach einer Weile abschaltet und es durch Drücken des Körpers wieder einschaltet. So ein wunderbares Nachtlicht wird ihrem Kind schnell ans Herz wachsen und viele Nächte ein treuer Begleiter sein.

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Mittagsschlaf tut gut

Kennen Sie das auch? Schlapp und müde nach der Mittagspause fällt das Arbeiten schwer. Der Körper signalisiert sein Bedürfnis nach Schlaf oder einer Ruhepause. Ein kurzes Nickerchen, auch am Arbeitsplatz, wirkt wahre Wunder. Der natürliche Biorhythmus des menschlichen Körpers zeigt eindeutig ein Mittagstief zwischen 13 und 15 Uhr. Die Augen werden müde, die Konzentration fällt sehr schwer und die Produktivität ist eingeschränkt. Weiter arbeiten funktioniert zwar, aber der Wunsch nach einem kurzen "Power Napping" (Energieschlaf) ist groß. Sei es zu Hause, unterwegs oder bei der Arbeit – ein kurzer Mittagsschlaf von zehn Minuten bis maximal einer halben Stunde wird als sehr erholsam empfunden. Der Körper und die Muskeln können entspannen, es wird Stress abgebaut und neues Wissen gelangt ins Langzeitgedächtnis.

In Deutschland ist ein Mittagsschlaf während der Arbeitszeit noch vielerorts undenkbar. Egal ob Xiu-Xi, Inemuri, Siesta oder Power Napping - in Asien, Amerika und in vielen südlichen europäischen Ländern hingegen gehört im Alltag wie auch in der Berufswelt eine kurze Ruhephase mit erholsamem Schlaf bereits oft zur Tagesordnung. Wer keine Liege, kein Sofa oder ähnliches zur Verfügung hat, legt einfach den Kopf auf die verschränkten Arme oder holt eine Iso-Matte aus dem Schrank. Die Arbeitgeber haben dort bereits erkannt, dass sich ein Kurzschlaf positiv auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter auswirkt. Sie sind entspannter, konzentrierter, reaktionsschneller und erkranken seltener. Ein regelmäßiger Mittagsschlaf führt auch zu einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Schalten Sie das Handy ab, leiten Sie das Telefon im Büro um, verdunkeln Sie den Raum nicht und stellen Sie sich am besten einen Wecker für Ihr regelmäßiges Nickerchen. Denn wenn Sie durch zu langes Schlafen in die Tiefschlafphase wechseln, braucht es sehr lange bis Ihr Körper wieder auf Touren kommt. Auch eine gehaltvolle Mittagsmahlzeit kann die folgende und tageszeittypische Müdigkeit zusätzlich verstärken. Die Verdauungsvorgänge beanspruchen von der wenigen Energie, die während der körperlichen Tiefphase noch zur Verfügung steht, den letzten Rest und die gefühlte bleierne Schwere intensiviert sich.

Ein kurzer oder auch längerer Mittagsschlaf bei Kindern ist unumstritten und meist kulturell tief verwurzelt. Aber je älter ein Kind wird, desto weniger Schlaf braucht es am Tag. Die Länge des Schlafbedürfnisses ist dabei sehr unterschiedlich. Einige Kinder brauchen nur eine halbe Stunde Schlaf und andere schlummern bis zu drei Stunden. Bei Kleinkindern ist der Schlaf, sei es nachts oder am Tage, für die Entwicklung sehr wichtig. Werden doch in dieser Zeit aufregende Ereignisse des Tages verarbeitet, neues Wissen im Langzeitgedächtnis abgespeichert, wichtige Wachstumshormone ausgeschüttet und das Immunsystem des Kindes gestärkt. Sehr gute Gründe also, die für den Mittagsschlaf sprechen. Zwingen sollten Sie Ihr Kind jedoch nicht. Auch stille Ruhezeiten verhelfen zur gewünschten Erholung.

Scharf gewürzt – Mit Chili und Paprika die Gesundheit stärken

Manche meiden es, andere können davon nicht genug bekommen – scharfes Essen! Doch welche Wirkung haben feurige Speisen eigentlich auf den Körper? Ob eine Peperoni im Salat, Chilisoße zum Fleisch oder ein feuriger Eintopf – viele Speisen erhalten ihre Würze und das gewisse Etwas durch scharfe Zutaten. Doch schon nach den ersten Bissen zeigen sich die Auswirkungen: Das Gesicht wird rot, Schweiß tritt aus allen Poren und der Mund brennt. Was von einigen als äußerst unangenehm empfunden wird, ist für andere ein Geschmackserlebnis, das sie immer wieder genießen möchten. Aber warum reagiert der Körper so stark auf Schärfe und was kann die feurige Würze für die Gesundheit tun? Wir verraten Ihnen mehr über Chili und Co. sowie ihre Wirkung.

Pfeffer, Knoblauch und Ingwer scheinen auf den ersten Blick unterschiedlich, eines haben sie aber gemeinsam: Sie alle schmecken scharf. Dabei ist Schärfe genau genommen gar kein Geschmack, sondern ein Schmerzsignal des Körpers. Ausgelöst wird es durch den im jeweiligen Lebensmittel enthaltenen Wirkstoff. Der ist in der Chilischote z.B. Capsaicin, im Pfeffer Piperin. Diese reizen und aktivieren die Nervenenden, die Wärme wahrnehmen.

Aufgrund des Schmerzreizes schüttet der Körper Endorphine, auch bekannt als Glückshormone, aus. Diese sollen den Schmerz eigentlich mindern. Sie erklären aber auch den Reiz scharfer Lebensmittel: Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, will immer mehr. So kann scharfes Essen sogar zu einer besseren Stimmung beitragen.

Auch wenn Sie schon bei leicht Pikantem empfindlich reagieren, ist das kein Grund, die Würze ganz von Ihrem Speiseplan zu verbannen. An Schärfe können Sie sich gewöhnen und das ist sogar empfehlenswert, denn scharf essen ist gesund und hat einige positive Effekte. So enthalten Chilischoten viel Vitamin C sowie Eisen und Calcium. Zudem öffnet scharfes Essen die Hautporen und sorgt dafür, dass wir schwitzen. Das lässt wiederum die Körpertemperatur absinken. Auf diese Weise bringt Schärfe den gesamten Kreislauf in Schwung. Scharfe Lebensmittel, wie z.B. Ingwer, haben eine antibakterielle Wirkung und sind desinfizierend. Außerdem wird durch eine gesunde Würze die Verdauung angeregt, was besonders fettreiche Speisen leichter bekömmlich macht. Durch eine Regulierung des Insulinspiegels und einem erhöhten Kalorienverbrauch, unterstützt es die Gewichtsabnahme positiv. Wer zu Krampfadern neigt, für den kann scharfes Essen zusätzlich nützlich sein, denn es wirkt leicht blutverdünnend. Richtig dosiert wird außerdem die Durchblutung der Mundschleimhaut angeregt. Auf diese Weise sorgt eine gewisse Schärfe dafür, dass der Geschmack einiger Speisen noch besser wahrgenommen wird.

Doch nicht immer ist scharf essen ratsam. Wenn Sie bereits bestehende Magenprobleme haben, sollten Sie vorsichtig mit dem Schärfegrad Ihrer Speisen sein. In diesem Fall kann es zu Sodbrennen, Magenschmerzen und Durchfall kommen. Ist man Schärfe nicht gewohnt, kann die anregende Wirkung außerdem schnell ins Negative umschlagen. Die Folgen sind Schwindel oder Übelkeit bis hin zu Kreislaufproblemen. Auch Kinder sollten nicht zu scharf essen, da sie besonders empfindlich auf die Würze reagieren können.

Sollte es doch einmal zu scharf werden, verschaffen Sie sich am besten mit Milchprodukten oder Brot, welches in etwas Speiseöl getränkt wurde, Linderung. Capsaicin ist fett- aber nicht wasserlöslich. Aus diesem Grund hilft das Trinken von Wasser oder anderen Erfrischungen nicht.

Wie scharf die eigenen Speisen gewürzt sind, sollte jeder nach seinem eigenen Geschmack entscheiden. Wie aber lässt sich Schärfe objektiv messen? Dafür hat Wilbur Scoville im Jahr 1912 ein Verfahren entwickelt.
Die nach ihm benannte Scoville-Einheit gibt an, wie viel Milliliter Wasser notwendig sind, bis die Konzentration soweit verdünnt ist, dass sie gerade noch scharf ist. So hat eine herkömmliche Gemüsepaprika 0 Scoville, eine Peperoni bereits 100 bis 500 Scoville. Als schärfste Chilli der Welt gilt die „Trinidad morugo scorpion“, die mit 2 Mio. Scoville so gut wie ungenießbar ist. Ab ungefähr 1 Mio. Scoville spürt der menschliche Körper jedoch keinen Unterschied im Schärfegrad mehr.

Hat nun auch Sie die Lust auf scharfes Essen gepackt? Dann probieren Sie doch einmal unser leckeres und gesundes Chili-Rezept. Sie benötigen für 4 Personen:

1 kg Hackfleisch gemischt
2 Chilischoten
1 Gemüsepaprika
1 kleine Dose Mais
1 Dose Kidneybohnen
1 Zwiebel
4 EL Tomatenmark Gemüsebrühe
1 EL Öl Salz, Pfeffer und Paprikapulver

Braten Sie zunächst das Hackfleisch in etwas Öl an, würfeln Sie anschließend die Zwiebel und die Gemüsepaprika und lassen Sie auch diese noch etwas im Topf schmoren. Geben Sie nun das Tomatenmark hinzu und löschen Sie alles mit Gemüsebrühe ab, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Lassen Sie den Mais und die Kidneybohnen abtropfen und fügen Sie diese hinzu, es folgen die zerhackten Chilischoten. Lassen Sie alles 10 bis 15 Minuten köcheln und schmecken Sie das Chili abschließend mit etwas Salz, Pfeffer und Paprikapulver ab. Als Beilage empfehlen wir Reis.

Wir wünschen guten Appetit!

Stress – Alarmstufe rot für den Körper

Wenn die Belastungen des täglichen Lebens überhand nehmen, der gesamte Körper nur noch angespannt ist, entsteht Stress und unser Körper befindet sich in höchster Alarmbereitschaft – sofort einsatzbereit für eine Flucht oder einen Kampf. Bei der körperlichen Reaktion auf Stressfaktoren wie z.B. Zeitmangel oder Termindruck werden im Körper u.a. die Stresshormone Adrenalin und Cortisol freigesetzt. Sie versetzen den Körper in Hochform. Der Herzschlag und die Atmung werden beschleunigt und somit das Gehirn und die Muskeln verstärkt mit Sauerstoff und Zucker versorgt. Die in dieser Situation momentan unwichtigeren Körperfunktionen, wie beispielsweise die Verdauung, werden eingeschränkt.
Das Problem ist hierbei, dass der Mensch heute die Stresshormone nicht mehr durch Flucht oder Kampf abbaut, sondern sie eher sammelt. Hinzu kommt, dass es im Körper keine Obergrenze für die Ausschüttung von Stresshormonen gibt. Beim Adrenalin hat dies weniger Auswirkungen als beim Hormon Cortisol. Während der Adrenalinspiegel schnell wieder sinkt, verbleibt Cortisol länger im Körper. Auf die Dauer können so z.B. die Arterien verkalken und der Blutdruck steigen. Zudem kann es zum stressbedingten Herzkollaps, zu Schlafstörungen, zum Burn-Out oder zu Depressionen führen.

Übrigens: Vorfreude oder Anstrengung bei der Lieblingssportart verursachen angenehmen Stress. Von vielen wird er kaum als unerträgliche Belastung empfunden.

  • Treffen Sie sich öfters mit Freunden.
  • Gehen Sie spazieren oder hören Sie Musik.
  • Suchen Sie bei Sport und Fitness den Ausgleich für den Alltag, am besten in der Natur.
  • Setzen Sie nicht zu hohe Ansprüche an sich selbst.
  • Entschleunigen Sie Ihren Alltag. Schalten Sie ein paar Gänge herunter und bauen Sie bewusst Entspannungspausen ein.
  • Nutzen Sie meditative Atemtechniken, denn wenn Sie sich nur auf Ihre Atmung konzentrieren, blenden Sie alles andere aus. Sie schaffen sich so eine angenehme Ruhephase.

Probieren Sie es aus und finden Sie für sich die effizienteste Methode Stress abzubauen und Ihren Alltag so zu gestalten, dass Dauerstress keine Chance hat. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Jedes Kind reagiert ganz individuell auf Belastungssituationen im Alltag. Ungewohnter Leistungsdruck in der Schule, Probleme in der Familie oder auch ein enger Terminplan in der Freizeit können bei Kindern zu Stress führen. Häufig äußert er sich mit Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen oder Schlafproblemen.
Achten Sie auf diese Signale oder ein verändertes Verhalten, insbesondere bei sehr ruhigen Kindern, die weniger über ihr Befinden erzählen. Gehen Sie auf die Suche nach den Ursachen, in dem Sie sich vor allem Zeit nehmen und mit Ihrem Kind in einer vertrauten Umgebung und in einer entspannten Situation sprechen. Wichtig ist, dass Sie aufmerksam zuhören.
Oft hilft es, wenn Sie Ihrem Kind mehr Freiraum gewähren und das vorgesehene Programm für die Nachmittage auflockern oder im Umfang reduzieren. Denn beim Toben und ausgelassenem Spielen mit Freunden kann der Stress im Körper besser abgebaut werden.

Sie haben mal wieder Stress und der Appetit auf etwas Süßes nimmt zu? Dann sollten Sie nicht zur Süßigkeit greifen, denn sie vermindert die Ausschüttung weiterer Stresshormone leider nur für kurze Zeit. So greifen viele wieder schnell zum nächsten Naschwerk.
Wer auf Dauer etwas gegen den Stress tun möchte, sollte konsequent Maßnahmen ergreifen, die zur Reduzierung von Stresssituationen und zum besseren Abbau der Stresshormone führen. Nehmen Sie sich die benötigte Zeit für die Regeneration Ihres Körpers.

Gesund leben: Stress bewältigen

Gesund leben: Stress bewältigen

Rheuma – Viele Erkrankungen unter einem Begriff zusammengefasst

"Ich habe Rücken!" Wer hat es so oder so ähnlich schon einmal gesagt? Schnell sind in diesem Fall die Wirbelsäule und die Bandscheiben im Verdacht. Auch Rheuma kann hier die Ursache sein! Jedoch ist Rheuma keine direkte Erkrankung, sondern genau genommen ein allgemeiner Sammelbegriff für Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates.

Derzeit gibt es – je nach Einteilung – über 200 Erkrankungen, die zu den Rheuma-Erkrankungen gezählt werden. Doch wer denkt, dass dies nur ältere Menschen betrifft, liegt falsch. Durch die vielen unterschiedlichen Arten und wie sie sich äußern, können auch junge Erwachsene und sogar Kinder betroffen sein.

Grob gesehen lassen sich vier Gruppen unterscheiden.

  • Am häufigsten sind die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, denen meist eine Autoimmunerkrankung zu Grunde liegt. Dabei überreagiert das Immunsystem und greift das eigene Körpergewebe an. Dadurch entsteht eine Entzündungsreaktion in den Gelenken, den Muskeln und der Wirbelsäule. In einigen Fällen kann auch eine Entzündung der Arterien auftreten, die wiederum einzelne Organe schädigt.
     
  • Die degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen umfassen alle Arten von Arthrosen und Abnutzungen der Wirbelsäule, den Wirbelgelenken und den Bandscheiben.
     
  • Beim sogenannten Weichteilrheumatismus sind die Körperpartien betroffen, die nicht zu den knöchernen Strukturen des Bewegungsapparates gehören. Dazu gehören Muskeln, Sehnen, Sehnenscheiden, Bänder und Schleimbeutel.
     
  • Die letzte Gruppe umfasst Stoffwechselstörungen mit rheumatischen Beschwerden. Hierzu werden unter anderem Gicht, Osteoporose und die Eisenspeicherkrankheit gezählt.

All diese Erkrankungen betreffen dabei nicht nur ältere Menschen. Immer mehr junge Betroffene leiden an einigen speziellen Arten der Erkrankung. Bei Morbus Bechterew zum Beispiel erkrankt die untere Wirbelsäule beim Übergang zum Becken. Die Beschwerden treten meist schon zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr auf. Ein anderes Beispiel ist Fibromyalgie, welche am häufigsten zwischen dem 20. und dem 50. Lebensjahr vermehrt bei Frauen auftritt.

Warum diese Erkrankungen entstehen und welche Ursachen zugrunde liegen, ist bis dato noch nicht restlos geklärt. Wie bereits angesprochen, spielen Autoimmunprozesse eine entscheidende Rolle. Daneben können auch erblich bedingte Faktoren zur Entstehung beitragen. Gleiches gilt für schädliche Umwelteinflüsse wie Rauchen oder Alkoholkonsum und eine zu starke Überbelastung der Gelenke. Man geht aber davon aus, dass mehrere diese Faktoren zusammenspielen und dadurch das Risiko einer Erkrankung steigt. Bei einer Sache sind sich die Mediziner jedoch einig: Bleibt Rheuma unbehandelt, kommt es im Laufe der Jahre immer mehr zu einer vollständigen Zerstörung der Knorpel, Sehnen und Bänder.

Der Beginn einer rheumatischen Erkrankung ist meist nicht als solcher zu erkennen. Selbst Mediziner haben Schwierigkeiten, denn die Patientinnen und Patienten klagen meist nur über leichtes Fieber, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Schmerzende und geschwollene Gelenke treten erst später auf und werden meist mit schlechtem Schlaf oder Überanstrengung erklärt. Da Rheuma in sehr vielen verschiedenen Formen auftreten kann, können auch die Beschwerden sehr unterschiedlich sein. Zu den typischen Symptomen zählen schmerzende und geschwollene Gelenke, die auch in ihrer Fähigkeit zur Bewegung eingeschränkt sind. Dies tritt vermehrt nach Ruhephasen (insbesondere morgens nach dem Aufstehen) auf. Bei fortgeschrittener Erkrankung kommt es zur Verformung der Gelenke und manchmal bilden sich harte Knoten unter der Haut, die unempfindlich gegen Druck oder Berührungen sind. Einige Rheumaarten beginnen in der Wirbelsäule, andere wiederum zeigen sich in den Füßen oder den Fingern. Manche rheumatische Erkrankungen wie die Arthritis verlaufen schubweise, andere hingegen langsam fortschreitend. Hierzu zählt die Arthrose.

Um Rheuma eindeutig diagnostizieren zu können, müssen zwei Dinge gegeben sein: mindestens drei entzündete Gelenke über einen Zeitraum von mehr als sechs Wochen und ein Nachweis des so genannten Rheumafaktors im Blut.

Der Rheumafaktor ist ein Autoantikörper, der sich gegen den Körper richtet. Bei einer Blutuntersuchung wird getestet, wie hoch der Gehalt dieser Rheumafaktoren ist. Übersteigt er eine gesetzte Grenze, bedeutet dies, dass viele entzündungsfördernde Stoffe (Autoantikörper) im Blut sind und eine rheumatische Erkrankung vorliegt. Zu bedenken ist jedoch, dass dies nicht immer der Fall sein muss und umgekehrt der Rheumafaktor hoch sein kann, aber keine Erkrankung vorliegt. Er ist also nur eines von vielen Indizien für Rheuma.

Da die vorgestellten Erkrankungen nach heutigem Stand nicht heilbar sind, bleibt lediglich eine professionelle Linderung der Beschwerden, um den Betroffenen ein überwiegend schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Primär werden die Symptome mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten behandelt. Außerdem gibt es inzwischen viele Therapiemöglichkeiten. Dazu zählen Physiotherapie, Ergotherapie sowie verschiedene physikalische Therapien wie Wärme, Kälte und Strom. Sollten die Gelenke im fortgeschrittenen Stadium bereits weitgehend zerstört sein, kann eventuell ein Ersatz durch Gelenkprothesen in Betracht gezogen werden.

Wer denkt, dass Rheuma nur bei älteren Menschen vorkommt, der irrt. Auch junge Leute und Kinder können unter entzündlichen Gelenkerkrankungen leiden. Laut Schätzungen sind 15.000 Kinder unter 16 Jahren an chronischem Rheuma erkrankt. Häufig handelt es sich dabei um die juvenile idiopathische Arthritis. Je nach Ausprägung kann sie mit schmerzhaften Gelenkschwellungen, Sehnen- oder Augenentzündungen verbunden sein.

Entzündlich rheumatische Erkrankungen bei Kindern zeigen sich häufig nach Infektionen. Die meisten lassen sich gut behandeln und klingen nach Tagen, Wochen, manchmal aber auch erst nach Monaten ohne Folgen ab. Chronische Rheumaerkrankungen dagegen beginnen oft harmlos ohne vorherige Erkrankung. Schmerzen, Schwellung, Erwärmung oder Rötung in Gelenken oder Gliedmaßen bleiben bestehen und schreiten fort, bis es schließlich zu Gelenkschädigungen kommt. Nicht immer ist es für Eltern einfach, die Anzeichen richtig zu deuten. Denn Kinder klagen weniger über Schmerzen und Bewegungseinschränkungen als Erwachsene. Erste Zeichen werden daher häufig nicht erkannt und die Kinder als faul oder ungezogen hingestellt. Bei folgenden Anzeichen sollten Eltern aufhorchen.

Hinweise auf eine rheumatische Erkrankung beim Kind

  • steife Gelenke am Morgen Schmerzen nach dem Aufstehen
  • Schonhaltungen, die betroffenen Kinder bewegen und belasten das erkrankte Gelenk weniger und führen Ausweichbewegungen durch
  • Gelenkschwellungen
  • Überwärmung einzelner Gelenke
  • Kinder, die laufen können, aber wieder getragen werden wollen
  • Schwierigkeiten beim Anziehen, Greifen oder Schreiben
  • Augenentzündungen

Die richtige Therapie

Gibt es Hinweise auf eine Rheumaerkrankung beim Kind, sollte so schnell wie möglich ein Arzt aufgesucht werden. Aus vielen verschiedenen Puzzleteilen gilt es dann, die richtige Diagnose zu stellen. Gerade bei Rheumaerkrankungen kann dies schwierig sein. Eine gute Anlaufstelle sind Rheumaambulanzen und Rheumakliniken speziell für Kinder. In diesen Einrichtungen gibt es Ärzte und andere Therapeuten, die sich auf Rheumaerkrankungen im Kindes- und Jugendalter spezialisiert haben. Bei einer rechtzeitigen Behandlung mit Medikamenten und Physiotherapie können Schmerzen und Entzündungen abklingen und ein Fortschreiten von Gelenkschädigungen aufgehalten werden.

Hilfe für betroffene Kinder

Schmerzen, die Suche nach der Diagnose, Schulausfall, Arztbesuche/Klinikaufenthalte, psychologische Hilfe und Beratung in sozialen Fragen – die Deutsche Rheuma-Liga hilft mit Broschüren, Beratungen, Elternkreisen, Adresslisten von Rheumaambulanzen für Kinder.

Weitere Infos

Angebote und Foren für Eltern, betroffene Kinder und jugendliche Rheumatiker: www.rheuma-liga.de

Darmkrebs

In Deutschland erkranken jährlich ca. 70.000 Menschen an Darmkrebs und über ein Drittel der Erkrankten sterben daran. Die Ursachen für die Erkrankung sind noch nicht eindeutig geklärt. Tatsache ist, dass verschiedene Faktoren ihre Entstehung begünstigen. Neben der erblichen Belastung, Dickdarmpolypen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind das auch falsche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel. Darmkrebs wird sowohl bei Frauen als auch bei Männern als zweit- häufigste Krebsform diagnostiziert. Jedoch könnten durch geeignete Früherkennungsuntersuchungen nahezu alle Darmkrebsfälle verhindert oder geheilt werden.

Kaum einer anderen Krebsart kann man so leicht vorbeugen. Das macht die Früherkennung so sinnvoll für Ihre Gesundheit! Aber: Nur wenige Menschen nutzen die Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung. Das liegt wohl hauptsächlich an der Angst vor der Untersuchung und an der fehlenden Kenntnis über die Chancen, die eine Vorsorge bietet. Um mehr Menschen zur Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen zu motivieren, finden auf Initiative der Felix-Burda-Stiftung bundesweite und jährliche Aktionen zum Thema Darmkrebs im Monat März statt.

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Das Risiko daran zu erkranken, nimmt mit dem Alter zu. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Vorsorge wichtig. Wie bei anderen Krebsarten auch sind die Heilungschancen besser, je zeitiger die Erkrankung erkannt wird. Die Darmkrebsfrüherkennung wird deshalb für alle Versicherten ab 50 bis 54 Jahren und in Form eines Stuhltests einmal im Jahr durchgeführt. Nach dem 55. Geburtstag besteht ein Anspruch alle 2 Jahre – es sei denn, es wurde das Angebot einer Darmspiegelung wahrgenommen.

Männer ab einem Alter von 50 Jahren und Frauen ab einem Alter von 55 Jahren haben Anspruch auf insgesamt zwei Darmspiegelungen. Die zweite Untersuchung darf frühestens 10 Jahre nach der ersten erfolgen, sofern bei der ersten Darmspiegelung (Koloskopie) keine Auffälligkeiten gefunden wurden. Wird keine Darmspiegelung durchgeführt, besteht Anspruch auf die zweijährliche Durchführung eines Schnelltests auf verstecktes Blut im Stuhl. Bei einem positiven Befund des Schnelltests besteht ein Anspruch auf Abklärung durch eine Koloskopie.

Keine Sorge: Diese Untersuchungen sind "keine große Sache" und schmerzfrei. Die Kosten übernimmt die IKK gesund plus für Sie!

Hinweis: Mit einer Erinnerung werden wir Sie zukünftig ab dem 50. Geburtstag alle 5 Jahre bis zum 65. Geburtstag über Vorsorgeangebote informieren und Ihnen dabei helfen, zu entscheiden, ob Sie die Darmkrebsfrüherkennung wahrnehmen möchten.

Versicherteninformationen vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)

Die Broschüren des G-BA enthalten

  • Informationen zu den Angeboten zur Früherkennung und Vorbeugung,
  • Informationen zu Darmkrebs,
  • Informationen zum Ablauf der Untersuchungen: Darmspiegelung und Stuhltest,
  • Informationen zu den Vor- und Nachteilen der Untersuchungen sowie eine Zusammenfassung, die Sie nutzen können, um die
    Vor- und Nachteile der Untersuchungen für sich abzuwägen.

Infoflyer für Frauen ab 50 Jahren
Infoflyer für Männer ab 50 Jahren

 

  • Essen Sie viel Obst und Gemüse.
  • Verwenden Sie mehr Vollkornprodukte.
  • Pflanzliche Öle mit ungesättigten Fettsäuren vorziehen.
  • Fisch anstatt Fleisch auf den Tisch bringen
  • Alkohol in Maßen genießen
  • Versuchen sie nicht zu Rauchen

Achten Sie auf die Zeichen Ihres Körpers. Gehen Sie zum Arzt, wenn Ihnen etwas auffällig erscheint.

Krebsfrüherkennung und Check-up

Krebsfrüherkennung und Check-up

Herzinfarkt – Gefahren verringern

Wer einen Herzinfarkt überstanden hat, sollte die Gefahr einer erneuten Attacke nicht unterschätzen und entsprechende Vorsorge treffen. Hierzu zählen die konsequente Kontrolle und Behandlung von Risikofaktoren sowie eine gesunde Lebensweise. Denn in Deutschland erleiden jährlich rund 300.000 Menschen einen Herzinfarkt, den inzwischen etwa die Hälfte der Betroffenen überlebt.

Nach einem Herzinfarkt sollten alle bekannten Risikofaktoren regelmäßig vom Arzt kontrolliert und bei Bedarf behandelt werden. Denn ein weiterer Herzinfarkt lässt sich häufig vermeiden, wenn gesundheitliche Veränderungen frühzeitig erkannt und rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Hierzu gehört die korrekte Einnahme bestimmter Medikamente. Wichtig ist aber auch die Eigenverantwortung. So sollten Menschen mit einem früheren Herzinfarkt bei erneuten Beschwerden sofort einen Arzt aufsuchen und nicht erst bis zum nächsten geplanten Sprechstundentermin warten. Nur dann könne ein Zweitinfarkt vermieden werden. Zwar biete die moderne Medizin heute wirkungsvolle Therapieverfahren an, doch letztendlich hängt es von jedem Betroffenen selbst ab, ob er alle verfügbaren Möglichkeiten nutzt, um einen erneuten Herzinfarkt zu verhindern.

Depressionen sind schon für sich genommen eine ernst zu nehmende Krankheit. Sie können aber auch Wegbereiter für Herz-Kreislauf-Krankheiten sein. Depressionen erhöhen das Herzrisiko aber nicht nur für Herzgesunde, sondern verstärken auch bei Herzkranken das Risiko für Komplikationen. Das Ausmaß dieser zusätzlichen Gefahr entspricht etwa der des Zigarettenrauchens.

Bisher schrieben Wissenschaftler das erhöhte Herzrisiko bei Menschen mit Depression eher den Nebenwirkungen bestimmter Medikamente zu. Tatsächlich gibt es jedoch viele Ursachen, die eine Depression zur Gefahr für das Herz werden lassen. So führt eine Depression häufig zu einem ungesünderen Verhalten des Patienten:

  • Er treibt weniger Sport.
  • Er ernährt sich schlechter.
  • Er nimmt die vorgesehenen Medikamente nicht ein.
  • Er schafft es nicht, mit dem Rauchen aufzuhören.

Aber auch unabhängig von diesen verhaltensbedingten Gefahren scheint es andere Faktoren einer Depression zu geben, die das Herzrisiko erhöhen. Hierzu zählen auch biologische "Nebenwirkungen" der Depression, die sich nicht immer eindeutig feststellen lassen. So könnte etwa die Aktivität von Stresshormonen im Gehirn von Depressiven für vermehrte Fettablagerungen an der Hüfte und eine Abschwächung der Wirksamkeit von Insulin verantwortlich sein. Damit erhöhe sich wiederum die Gefahr für die Entstehung und Verschlechterung von Diabetes und Herzkrankheiten. Deshalb sollte auch bei Herzkranken der Verdacht auf eine Depression vom behandelnden Arzt abgeklärt und diese gegebenenfalls durch einen Spezialisten behandelt werden.

Jeder Kontakt mit Tabakrauch erhöht das Risiko für Herzinfarkte deutlich. Eine Großstudie beschäftigte sich mit dem Zusammenhang von Tabakkonsum und Herzinfarkten bei mehr als 27.000 Menschen aus 52 Ländern. Das Ergebnis: Tabakkonsum in jeglicher Form ist schädlich. Dies gilt für Zigaretten, Zigarillos und das Rauchen von Wasserpfeifen. Insgesamt haben Raucher ein dreifach höheres Risiko für einen Herzinfarkt als Nichtraucher. Der Genuss von Kautabak verdoppelt immerhin noch das Risiko eines Herzinfarkts und selbst Passivraucher tragen bei höchster Belastung ein um knapp 50 Prozent erhöhtes Infarktrisiko. Die gute Nachricht: Das mit dem Rauchen verbundene Risiko für einen Herzinfarkt verringert sich erheblich, wenn man mit dem Rauchen aufhört - je eher desto besser.

Nutzen Sie den Domino-Effekt auf Ihrem Weg zum Nichtraucher. Stiften Sie Familie und Freunde zum Mitmachen an, denn in der Gruppe fällt die Rauchentwöhnung um vieles leichter. Laut einer amerikanischen Langzeitstudie verringert sich aufgrund der Aufgabe des Rauchens durch den Ehepartner das Verlangen zum Weiterrauchen um ca. 67 Prozent. Auch Freunde, Geschwister und Kollegen können gute Vorbilder für einen Rauchverzicht sein.

Wer häufig an Zahnfleischentzündungen (Parodontitis) leidet, sollte schnell dagegen vorgehen. Diesen Rat erteilen nicht nur Zahnärzte, sondern zunehmend auch Mediziner, die sich um die Herzgesundheit sorgen. Denn wissenschaftliche Untersuchungen deuten auf eine Verbindung zwischen Parodontitis und einer koronaren Herzkrankheit hin. Laut einer Studie tragen Menschen unter 60 Jahren, die an besonders starken Zahnfleischentzündungen leiden, ein erhöhtes Risiko für eine koronare Herzkrankheit und damit für den Herzinfarkt.

Zahnfleischentzündungen bewirken zunächst einen Rückgang des Zahnfleisches. Schreiten sie fort, kann es zur Freilegung des Zahnhalses und schlimmstenfalls auch zum Zahnausfall kommen. Zahnfleischentzündungen bieten auch einen guten Nährboden für Bakterien, die zur Entstehung einer koronaren Herzkrankheit beitragen könnten. So ist zum einen denkbar, dass Zahnfleischbakterien direkt durch die Wände der Blutgefäße in den Kreislauf eindringen und dort eine Arteriosklerose auslösen oder verschlimmern, die letztlich zu einer koronaren Herzkrankheit führen kann. Möglich ist aber auch, dass Absonderungen der Bakterien eine Antwort des Immunsystems hervorrufen, die wiederum zur Arteriosklerose beiträgt. Eine gewissenhafte Zahn- und Mundhygiene sowie eine rechtzeitige Behandlung der Parodontitis lohnen sich also auf jeden Fall.

Chronischer Stress erhöht Herzfrequenz, Blutdruck und Blutfettspiegel - das kann auf Dauer das Herz-Kreislauf-System schädigen. Neueren Untersuchungen zufolge macht nicht allein die Fülle dessen, was wir täglich um die Ohren haben, krank. Es kommt ganz entscheidend darauf an, wie sehr wir die Anforderungen selbst steuern und beeinflussen können. Wer beispielsweise im Job nur wenig Gestaltungsmöglichkeiten und Freiräume hat oder nur sehr wenig Anerkennung für seine Leistung erfährt, erlebt besonders viel Frustration und krankmachenden Stress. Entscheidend ist, Stress nicht einfach hinzunehmen, sondern ihn zu analysieren und bewusst gegenzusteuern!

Hinweis: Die Informationen in diesem Beitrag ersetzen keine ärztliche Beratung.

Herz ist Trumpf

Herz ist Trumpf

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Abgelaufene Arzneien – ab in den Hausmüll?

Wer abgelaufene Medikamente oder Reste von nicht mehr benötigten Arzneien entdeckt, fragt sich oft, wohin damit. Während bisher Apotheken diese zurücknahmen und sicher entsorgten, wird man dort heute häufiger abgewiesen. Also wohin mit den alten Pillen? Die Apotheken sind – rein rechtlich gesehen – nicht dazu verpflichtet, Altmedikamente zurückzunehmen. Dennoch war die Mehrheit der deutschen Apotheken an ein Sammelsystem für Altarzneimittel angeschlossen. Wer alte Medikamente zu Hause hatte, konnte diese an die Apotheke zurückgeben und sicher sein, dass Problemstoffe fachgerecht vernichtet wurden.

Eine Novelle der Verpackungsverordnung macht für Apotheken eine Rücknahme jedoch nicht mehr finanzierbar. Immer mehr Apotheken nehmen daher die alten Tabletten ihrer Kunden nicht mehr zurück und bitten, diese im Hausmüll zu entsorgen. Doch wie sieht es hier mit der Umweltbelastung aus?

Das Bundesministerium für Gesundheit sieht in der Hausmüllentsorgung einen sicheren Entsorgungsweg für Altmedikamente. Denn Hausmüll wird zuerst in Müllverbrennungsanlagen verbrannt oder mechanisch-biologisch vorbehandelt, bevor er in Deponien gelagert wird. Die Verbrennung bzw. die Vorbehandlung zerstört oder inaktiviert Schadstoffe aus Altmedikamenten. Die danach noch vorhandenen Reststoffe werden durch Deponieabdichtungssysteme und Sickerwassererfassungen aufgehalten und gelangen daher nicht ins Grundwasser.

  • Nicht mehr benötigte Tabletten oder flüssige Reste in Arzneimittelflaschen niemals in den Ausguss oder die Toilette geben, Flaschen nicht ausspülen. Dies belastet den Wasserkreislauf.
     
  • Bringen Sie Altmedikamente in eine Apotheke, die eine fachgerechte Entsorgung als Serviceleistung anbietet.
     
  • Alte Arzneien können mit Ausnahme von Zytostatika (Medikamente zur Krebsbehandlung) im Hausmüll entsorgt werden. Doch Vorsicht: Bunte Pillen oder Kapseln können aus umgestoßenen oder überfüllten Mülltonnen auf den Boden fallen und von Kindern für Bonbons gehalten werden. Deshalb gilt: Verpackungen von Altmedikamenten gut verschließen, in Zeitungspapier wickeln und unter den anderen Hausmüll mischen.
     
  • Arzneimittelflaschen aus Glas mit Resten gehören nicht in den Glascontainer, aus Plastik nicht in den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne, sondern ebenfalls gut verpackt in den Hausmüll.
     
  • Weitere Möglichkeiten für eine Entsorgung von Altarzneimitteln sind so genannte Medi-Tonnen, Schadstoffsammelstellen oder Schadstoffmobile. Fragen Sie Ihren örtlichen Abfallentsorger bzw. Ihre Stadt oder Gemeinde!

Fachgerechte Entsorgung

In Deutschland gibt es verschiedene Wege, verschreibungspflichtige und rezeptfreie Arzneimittel, wie z.B. Tabletten, Tropfen, Zäpfchen, Sprays, Spritzen und Verbandsmaterial zu entsorgen.

  Entsorgung über Recyclinghöfe

  Entsorgung über Schadstoffmobile

  Entsorgung über Hausmüll

  Entsorgung über Apotheken

www.arzneimittelentsorgung.de

Trinken Sie sich fit

Der menschliche Körper besteht zu mehr als die Hälfte aus Wasser. Im täglichen Leben braucht er ständig Nachschub. Insbesondere bei sportlichen Aktivitäten oder heißen Temperaturen. Trinken ist also mehr als nur "Durst löschen".

Mit jedem Atemzug, mit jeder Schweißperle verliert der Körper Wasser - insgesamt zweieinhalb Liter pro Tag. Bei schweißtreibenden Tätigkeiten wie harter körperlicher Arbeit oder Sport noch mehr. Durch die Nahrungsaufnahme und die Stoffwechselvorgänge wird lediglich ein kleiner Teil wieder ausgeglichen. Rund zwei Liter sollten Sie täglich trinken, um Ihr Blut flüssig und Ihre Körpertemperatur stabil zu halten, um Mineralstoffe zu lösen, Nährstoffe in die Zellen zu transportieren und die Nieren arbeiten zu lassen.

Kurz: Trinken verschafft Ihnen Wohlgefühl. Wer zu wenig trinkt, fühlt sich müde und schlaff, kann sich nicht gut konzentrieren. Außerdem treten Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Muskelkrämpfe auf, die Haut wird spröde und rissig, die Augen schmerzen und Verdauungsbeschwerden stellen sich ein.

Übrigens: Auch in der kalten Jahreszeit ist Trinken nicht weniger wichtig. Zwar schwitzen wir weniger als im Sommer, doch der Aufenthalt in geheizten Räumen trocknet Haut und Schleimhäute aus und macht sie empfänglich für Krankheitserreger.

Viele Menschen haben sich angewöhnt, Durst zu ignorieren. Ständiges Trinken und den häufigen Gang zur Toilette finden sie lästig. Das regelmäßige Auffüllen der Flüssigkeitsspeicher ist aber wichtig, um alle Körperfunktionen in Gang zu halten. Denn über den Tag verteilt scheiden wir ungefähr 2,5 Liter Flüssigkeit aus. Diesen Verlust sollten Sie durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr wieder ausgleichen. Wie hoch Ihr täglicher Wasserbedarf durch Getränke und feste Nahrung ist, können Sie mithilfe dieser Tabelle ausrechnen. Wenn Sie schwer körperlich arbeiten, Sport treiben oder starke Hitze herrscht, erhöht sich der Bedarf zusätzlich.

Empfohlene Wasserzufuhr

Säuglinge
0-4 Monate: 130 ml/kg und Tag
4-12 Monate: 110 ml/kg und Tag

Kinder und Jugendliche
1-4 Jahre: 95 ml/kg und Tag
5-6 Jahre: 75 ml/kg und Tag
7-9 Jahre: 60ml/kg und Tag
10-12 Jahre: 50 ml/kg und Tag
13-18 Jahre: 40 ml/kg und Tag

Erwachsene
19-50 Jahre: 35 ml/kg und Tag
51 und älter 30 ml/kg und Tag
Schwangere: 35 ml/kg und Tag
Stillende: 45 ml/kg und Tag

Und so berechnen Sie die Wasserzufuhr: Multiplizieren Sie die Ihrem Alter entsprechende Wasserzufuhr in ml x Ihrem Gewicht in kg (zum Beispiel 35 (ml) x 85 (kg) = 2975 ml = 2,975 l). Nur einen Teil der Flüssigkeit nehmen Sie über feste Nahrung zu sich.

(Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung www.dge.de)

Wenn sich unser Durstgefühl meldet, fehlen dem Körper schon ca. 200 Milliliter (ein großes Wasserglas) Flüssigkeit. Besser ist es, sich selbst ständig mit kleinen Tricks an das Trinken zu erinnern. Dabei hilft das "6-Punkte-Programm", das Sie regelmäßig absolvieren können

Das 6-Punkte-Programm

  1. Wach werden und aufstehen: Morgens im Bad ein großes Glas lauwarmes Wasser trinken. Wenn die Wasserqualität stimmt, reicht Leitungswasser, ansonsten Mineralwasser.
     
  2. Frühstück vorbereiten: Der Tisch ist gedeckt, Kaffee und Toast brauchen noch einen Moment. Nutzen Sie die Zeit, nebenher eine Kanne Früchte- oder Kräutertee aufzubrühen. Im Lauf des Tages leer trinken.
     
  3. Tasche packen, plus: Wer aus dem Haus muss, sollte stets eine Trinkflasche mitnehmen! Gönnen Sie sich anstelle der Plastikwasserflaschen eine schicke wieder auffüllbare Metalltrinkflasche. Auch bei längeren Autofahrten und Unternehmungen gehört die Wasserflasche zur Ausstattung.
     
  4. Zimmer-Service: Beim Wohnungs-Check vor dem Aufbruch schnell noch einen kleinen Getränkevorrat (Wasser-/ Saftflasche, Glas) neben dem Lieblingssessel deponieren. Bringt später ein gutes Feierabendgefühl.
     
  5. Bei Tee und Alkohol zusätzlich Wasser trinken: Schwarzer Tee und Alkohol entziehen dem Körper Wasser. Deshalb hier immer ein Glas Wasser zusätzlich trinken.
     
  6. Mahlzeit: Trinken Sie vor und zu den Mahlzeiten ein Glas Wasser. Achten Sie auch auf Ihre Körpersignale. Durst und Hunger werden bisweilen verwechselt. Hunger zwischen den Mahlzeiten kann auch bedeuten, dass Sie durstig sind.
Bewusst leben: Gesundes Trinken

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Alte Gemüsesorten

Das zum Teil ein paar hundert Jahre alte Gemüse erfährt in der heutigen Zeit eine wahre Renaissance. Gründe hierfür sind unter anderem im gestiegenen Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher zu suchen. Ausgehend vom Wunsch nach einer gesunden Ernährung darf für viele Konsumenten die Abwechslung auf dem Tisch nicht zu kurz kommen. Wird bei aller gewünschten Varianz auch die Ökobilanz der Produkte aufmerksam betrachtet, landet man unweigerlich bei einheimischen Gemüsesorten, da diese nicht erst tausende Flug- oder Schiffskilometer zurücklegen müssen.

Um dennoch nicht die Vielfalt auf dem Speisezettel einzubüßen, erfolgt eine Rückbesinnung auf alte Gemüsesorten. Da sie oftmals schon in Vergessenheit geraten waren, geben wir Ihnen einen kleinen Überblick über zum Teil sehr alte Sorten, die insbesondere im Herbst und Winter Ihren Speiseplan vortrefflich ergänzen können. Wir runden das Ganze für Sie mit einem alltagstauglichen Rezepttipp ab.

Pastinaken
Im 18. Jahrhundert waren sie eine der wichtigsten Gemüsesorten überhaupt und wurden im Laufe der Zeit jedoch hierzulande von Kartoffeln und Möhren verdrängt. Heutzutage gewinnen sie jedoch wieder zunehmend an Bedeutung. Sie können in allen erdenklichen Formen zubereitet und verzehrt werden (gekocht, püriert, gebraten oder roh geraspelt).
» klassisches Herbst-, Winter, Frühjahrsgemüse

Ur-Kohl
Zu den Weißkohlsorten zählend, zeichnet sich die Kohlsorte durch die folgenden Merkmale aus: milder Geschmack, kaum Geruchsentwicklung beim Kochen, keine Blähwirkung, gute Verträglichkeit. Daraus resultierend, bietet sich der Verzehr sowohl gekocht als auch roh an.
» winterhartes Gemüse – somit ganzjährig erhältlich

Navetten
Zu den Speiserüben zählend, begeistern die Navetten durch ihren scharfen, leicht rettichartigen Geschmack. Interessant wirken diese kleinen Rüben aufgrund ihrer violetten Einfärbung allemal. Können roh oder gedünstet verspeist werden.
» klassisches Wintergemüse, von Oktober bis Februar

Eiskraut
Salzig-säuerlich und erfrischend, so lässt sich der Geschmack dieser Gemüsesorte wohl am Treffendsten beschreiben. Seinen Namen verdankt dieses krautige Gemüse den wie Tautropfen wirkenden Fortsätzen an den Blatträndern. Sie sehen wie gefrorene Wassertropfen aus. Das besondere Aroma und das ungewöhnliche Aussehen steigern die Beliebtheit der Pflanze sowohl als Zugabe zum als auch als eigenständiger Salat. Angedünstet, lässt es sich ähnlich dem Spinat verarbeiten.
» Verfügbarkeit von April bis September

Butterrüben
Sie waren im Mittelalter eines der wichtigsten Nahrungsmittel überhaupt. Heutzutage erleben sie eine wahre Renaissance. Im Geschmack etwas milder als die Steckrüben und reich an Ballaststoffen und Wasser, eignen sie sich hervorragend als kalorienarme Kost. Gegart, gekocht oder püriert sind sie eine ideale Beilage.
» September bis Februar

Portulak
Gemüse- und Würzpflanze mit einem leicht nussigen Geschmack und obendrein reich an Vitamin C und Magnesium. Dies macht sie so beliebt als Zugabe in Salaten, als Gewürz in Suppen oder Saucen.
» von November bis Februar als Wintergemüse erhältlich

Steckrüben
Herb-süß ist der Geschmack der Steckrüben – perfekter Genuss für den Winter und zusätzlich ein hoher Gehalt an wichtigem Vitamin C. Die Rübe kann gegart, gedünstet oder auch püriert genossen werden.
» Steckrüben sind erhältlich von September bis Februar

Rote Bete
Die stets rote Feldfrucht besticht durch ihr süßsäuerliches Aroma und ihr, in gegartem Zustand, zum Teil butterweiches Fruchtfleisch. Als Gemüsebeilage oder in Suppen - die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr vielgestaltig. Sie stärkt das Immunsystem und dient insbesondere als Eisenlieferant.
» erhältlich ganzjährig – von Januar bis Dezember

Zuckerhut
Ein leicht bitterer Kohl, der in Form eines Zuckerhutes wächst, ist hierzulande ganzjährig verfügbar und damit eine gute Alternative zum herkömmlichen Feldsalat.
» nahezu ganzjährig verfügbar

Rübstiel
Feines Blattgemüse, das typischerweise im Frühjahr den Speisezettel bereichert, mit einem fein-säuerlichen Geschmack. Ein hoher Gehalt an Mineralstoffen und den Vitaminen A und C zeichnet dieses Gemüse aus.
» erhältlich von Mai bis in den Oktober

Mairüben
Die Besondere unter den Speiserüben zeichnet sich durch ihre zwei nutzbaren Teile aus. Zum einen die würzige Rübe, die sich geschmacklich irgendwo zwischen Radieschen und Kohlrabi ansiedelt, meist roh verzehrt wird und zum anderen die Blätter, die als Salat, Eintopf oder als Blattgemüse verzehrt werden können.
»von Mai bis November erhältlich

Mangold
Ein sehr aromatisches Blatt- und Stielgemüse, das dem Spinat sehr ähnlich ist. Reich an Mineralstoffen und den Vitaminen A, K und E lässt sich dieses vielseitige Blattgemüse ideal zum Füllen oder als Wickel verwenden. Übrigens sind beim Mangold sowohl Blatt als auch Stil essbar.
» erhältlich in den Monaten Mai bis November

Zutaten für vier Personen

  • 2 mittelgroße Steckrüben (à ca. 300 g)
  • 500 g Kartoffeln
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Gemüsefond
  • 100 ml Apfelsaft
  • 1 Messerspitze gemahlene Muskatnuss
  • 2 Zwiebeln
  • 2 große rotwangige Äpfel
  • 3 EL Rapsöl
  • 1 Bund Majoran
  • 2 EL Rohrzucker (ersatzweise auch Kristallzucker)
  • außerdem Butter für die Form

Zubereitung
Steckrüben und Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben hobeln. Eine Backform einfetten. Rüben- und Kartoffelscheiben abwechselnd dachziegelartig einschichten. Sahne, Fond und Apfelsaft vermischen und kräftig würzen, über das Gemüse geben und bei 180 Grad etwa 50 Minuten backen.

Zwiebeln schälen, Äpfel waschen, Kerngehäuse entfernen, Äpfel in Stücke, Zwiebel in Scheiben schneiden, im Öl ca. sieben Minuten braten. Majoranblättchen zu dem Apfel-Zwiebel-Gemisch geben. Zucker darüber streuen und in zwei bis drei Minuten karamellisieren lassen. Abschließend über dem Auflauf verteilen.

Zubereitungszeit
ca. 25 Minuten + ca. 50 Minuten Backzeit

Erfolgreiches und gesundes Abnehmen

Erfolgreiches und gesundes Abnehmen bedeutet vor allem langsam abzunehmen und dabei falsches Ernährungsverhalten dauerhaft umzustellen. Ihre bisherigen Essgewohnheiten haben Ihnen Fettpölsterchen beschert? Dann sollten Sie Ihren Speiseplan umstellen. Zum gesunden Abnehmen gehören neben einer ausgewogenen Ernährung auch ein individuell abgestimmtes Bewegungsprogramm und ausreichend Entspannung. Kommen Sie den Gründen auf die Spur, die zum übermäßigen Essen und damit zum Übergewicht beitragen.

Zuerst eine gute Nachricht: Um erfolgreich abnehmen zu können, sollten Sie auf keinen Fall eine radikale Diät machen! Die so genannten Crash-Diäten sind oft einseitig, bieten zu wenig Energie und Nährstoffe für den Körper und legen dafür jede Menge Verbote auf. Das ist sehr schwer durchzuhalten, die Gefahr von Heißhunger-Attacken, Abbruch und Rückfall ist groß. Ganz schnell zeigt dann die Waage wieder das alte Gewicht an – oder sogar noch mehr. Das liegt am Jojo-Effekt.

  • Der Jojo-Effekt
    Bei einer Radikaldiät erhält der Körper zu wenig Energie. Der Stoffwechsel reagiert, schaltet auf ein Notprogramm um und senkt den Grundumsatz. Der Körper verbrennt somit weniger Energie. Nach der Radikaldiät bleibt der Grundumsatz auf dem herbei geführten niedrigen Niveau. Wenn wieder "normal" gegessen wird, entsteht ein Energie-Überschuss, den der Organismus sofort in Form von Körperfett speichert. Der Jojo-Mechanismus lässt sich nur austricksen, wenn die Kalorienmenge über einen längeren Zeitraum und nicht so drastisch reduziert wird.

Damit ein Kilogramm Fett abgebaut wird, müssen 7.000 Kalorien eingespart werden. Wenn Sie also pro Tag etwa 500 Kalorien weniger essen als Sie brauchen, haben Sie in zwei Wochen die 7.000 Kalorien eingespart und ein Kilo abgenommen. Eine Gewichtsabnahme in diesem Tempo wird empfohlen. Außerdem müssen Sie so auf keine Art von Lebensmitteln ganz verzichten. Allmählich lernen Sie, Ihre Ernährungsgewohnheiten so umzustellen, dass Sie auch später nicht wieder zunehmen. Denn die schlechte Nachricht ist: Vom ehemaligen Essverhalten, das zu Übergewicht geführt hat, müssen Sie sich für immer verabschieden.

Die Gefahr: Aus einem Hungergefühl wird schnell Heißhunger. Schon allein deshalb sollten Sie auf keinen Fall eine Diät machen, bei der am Tag weniger als 1.000 Kalorien vorgesehen sind. Essen Sie lieber 1.500 Kalorien oder sogar noch mehr und sorgen Sie dafür, dass Sie sich satt fühlen. Dazu einige Tipps:

  • Erst 10 bis 20 Minuten, nachdem Sie mit der Mahlzeit begonnen haben, tritt das Sättigungsgefühl ein. Wer zu schnell isst, hat unter Umständen schon mehr gegessen als er braucht. Essen Sie deshalb möglichst langsam und bewusst.
  • Essen Sie niemals nebenbei (z.B. beim Fernsehen oder Lesen), sondern konzentrieren Sie sich allein auf Ihre Mahlzeit!
  • Trinken Sie vor dem Essen ein großes Glas Wasser. Das dehnt bereits den Magen und begünstigt so das Sättigungsgefühl.
  • Machen Sie beim Essen bewusst Pausen.
  • Wenn Sie satt sind, lassen Sie die Reste stehen.

Zuviel Fett macht fett. Der Fettanteil in der Nahrung sollte deshalb höchstens 30 Prozent betragen. Das heißt, Sie sollten nur etwa 30 Prozent der täglich aufgenommenen Kalorien aus Fett beziehen. Ganz darauf verzichten sollten Sie jedoch nicht. Fett bringt Geschmack. Außerdem benötigt der Körper Fett zum Aufbau von Hormonen und Zellmembranen und als Träger fettlöslicher Vitamine. Entscheidend ist allerdings die Qualität. Bevorzugen Sie pflanzliche Öle (z.B. Raps-, Oliven-, Soja-, Walnuss- oder Leinöl) mit einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Auch Seefisch enthält gesunde Fette, die so genannten Omega-3-Fette. Meiden Sie hingegen tierische Fette, wie Sie in fetter Wurst, fettem Fleisch oder Schmalz enthalten sind.

Vermeiden Sie Lebensmittel mit einfachen Kohlenhydraten wie z.B. Zucker und weißes Mehl. Sie können vom Verdauungssystem schnell aufgespaltet werden und lassen deshalb Ihren Blutzuckerspiegel stark ansteigen. Ihr Körper schüttet daraufhin große Mengen des körpereigenen Hormons Insulin aus. Es transportiert den Zucker aus dem Blut in die Zellen. Der Insulinüberschuss im Blut sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel wieder fällt. Schon relativ kurze Zeit nach dem Essen fühlt man sich wieder müde, schlapp und flau. Und das macht Heißhunger! Ein hoher Insulinspiegel hemmt außerdem die Fettverbrennung und erschwert so das Abnehmen.

Dagegen haben komplexe Kohlenhydrate wie z.B. im Vollkornbrot einen hohen Anteil an Ballaststoffen, die vom Verdauungssystem nur langsam aufgespaltet werden können. Der gewonnene Zucker tritt nur nach und nach ins Blut. Es wird weniger Insulin ausgeschüttet. Der Blutzuckerspiegel bleibt über einen langen Zeitraum konstant, deshalb fühlt man sich länger satt und fit. Komplexe Kohlenhydrate finden Sie in Vollkornprodukten wie Vollkornbrot, Vollkornreis oder Vollkornnudeln sowie Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen. Vollkornprodukte haben außerdem mehr Vitamine und Mineralstoffe als Brot und Gebäck aus weißem Mehl. Auch Obst, Gemüse, Salat und Kartoffeln liefern Ballaststoffe und können deshalb ohne Bedenken gegessen werden.

Eiweiß ist für den menschlichen Organismus überlebenswichtig. Es wird zum Beispiel für den Hormonhaushalt und das Immunsystem benötigt. Außerdem macht Eiweiß satt und verhindert, dass bei einer Diät Muskelmasse anstatt von Fett abgebaut wird. Bevorzugen Sie magere Eiweißquellen wie fettarme Milchprodukte (z.B. Magermilch, Buttermilch, Magerquark), mageres Fleisch und Geflügel sowie Fisch.

Trinken Sie viel Wasser, Kräuter- oder Früchtetees, natürlich ohne Zucker. Reichlich Flüssigkeit hält den Stoffwechsel auf Trab und hilft so beim Abnehmen. Dagegen sollten Sie mit Alkohol sehr vorsichtig umgehen. Denn alkoholische Getränke haben nicht nur viele Kalorien, sie behindern auch die Fettverbrennung und hemmen den Abbau von Insulin, was wiederum den Appetit steigert.

Wenn Sie abnehmen wollen, sollten Sie nicht nur ans Essen denken. Auch Bewegung, Entspannung und Schlaf machen schlank.

Bewegung

Unterstützen Sie Ihre Gewichtsreduktion durch Bewegung:

  • Körperliche Aktivität verbraucht unmittelbar Kalorien bzw. Energie. Sie kurbelt den gesamten Energiestoffwechsel an. Wer regelmäßig Sport treibt, verbraucht auch in Ruhe mehr Energie. Der Grundumsatz steigt.
  • Wer sich regelmäßig bewegt, baut Muskelmasse auf. Und Muskelzellen verbrennen mehr Energie als Fettzellen.
  • Bewegung erhöht außerdem den Endorphin- und den Serotoninspiegel. Endorphin ist ein körpereigenes Glückshormon. Es reguliert den Blutzuckerspiegel und beugt Heißhunger vor. Serotonin ist ein körpereigener Botenstoff, der ausgeglichen, ruhig und glücklich macht und ebenfalls den Appetit dämpft. Sie sollten drei- bis viermal in der Woche mindestens 30 Minuten Laufen, Schwimmen, Radfahren oder Walken. Fangen Sie aber langsam an und steigern Sie sich nach und nach. Wenn Sie stark übergewichtig sind oder gesundheitliche Beschwerden haben, sollten Sie sich vor Beginn des Trainings von Ihrem Arzt beraten lassen.

Entspannung

Unter Stress reduziert der Körper automatisch seine Verdauungs- und Stoffwechselleistung. Stattdessen werden Energiereserven für Kampf oder Flucht bereitgestellt. Der Stress wird aber nicht mehr durch Kampf oder Flucht abreagiert. So wird der Stress häufig zum Dauerzustand. Ist das der Fall, läuft der Fettstoffwechsel dauerhaft auf Sparflamme und die Fettdepots wachsen. Gleichzeitig wächst der Appetit, denn in seiner vermeintlichen Notsituation verlangt der Körper nach mehr Energie. Sorgen Sie also für regelmäßige Entspannung, zum Beispiel mit Yoga.

Schlaf

Schlafen Sie ausreichend, denn wer übermüdet ist, hat öfter das Bedürfnis, etwas zu essen. Die Nahrungszufuhr steigert Energie und Aufmerksamkeit und hilft so kurzfristig über Leistungstiefs hinweg. Wenn diese Tiefs erst gar nicht entstehen, können Sie viele Kalorien sparen.

Bewusst ernähren: Genuss statt Frust

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Mit dem Paddel auf Tuchfühlung

Bei heißen Temperaturen verspricht das kühle Nass Abkühlung und die Wassersportsaison ist in vollem Gange. Doch nicht nur in, sondern vor allem auch auf dem Wasser können Sportbegeisterte und Erholungssuchende aktiv werden: Mit dem Paddelboot verbessern Sie Ihre Ausdauer und können nebenbei die Ruhe und Schönheit unberührter Naturlandschaften genießen. Entfliehen auch Sie der stickigen Luft in der Stadt, schnappen Sie sich ein Kanu und unternehmen Sie eine Tour auf einem See oder Fluss in Ihrer Nähe.

Um mit dem Boot auf dem Wasser unterwegs zu sein, gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen geht es darum, wie das Boot an sich fortbewegt wird und zum anderen, welcher Bootstyp genutzt werden soll.
Beim Paddeln sitzen Sie mit Blickrichtung nach vorn mit nur einem Paddel, das frei beweglich ist. Durch die kleinere Spannweite der Paddel-Bootstypen sind Sie bei der Auswahl der Gewässer für eine Tour weniger eingeschränkt als bei den in der Regel größeren Ruderbooten. Auch die Paddeltypen sind für Kajak, Kanadier und Co. unterschiedlich. Im flexiblen Kajak beispielsweise nutzt man ein Doppelpaddel, im klassischen Kanadier, Auslegerkanu oder im größeren Drachenboot hingegen ein Stechpaddel.

Sollten Sie noch unerfahren im Umgang mit dem passenden Zubehör oder der richtigen Technik sein, lassen Sie sich unbedingt im Bootsverleih oder Fachhandel beraten. Ein Schnupperkurs oder eine geführte Tour ist zum Einstieg ideal.

Stressfrei die Flora und Fauna auf und entlang der Seen und Flüsse erleben – das ist eines der Ziele von Kanuten. Dafür ist jedoch eine gute Planung notwendig. Berücksichtigen Sie in jedem Fall die Länge der Strecke, das Wetter und den Wasserstand. Üben Sie vor einer Tour noch einmal das Ein- und Aussteigen und die richtige Technik der Paddelschläge, damit durch falsche Bewegungsabläufe keine Schmerzen oder Krämpfe entstehen. Für Ihre Sicherheit sollten Sie an Schwimmwesten und passende Kleidung denken. Bei sommerlichem Wetter sind eine Kopfbedeckung, Sonnenschutz und ausreichend viele Getränke an Bord ein Muss!

Besonders erlebnisreich ist auch das Kanuwandern über mehrere Tage hinweg – egal ob selbst oder für Anfänger professionell organisiert. Hier legen Sie täglich eine von Ihnen ausgewählte Strecke zurück und übernachten entlang der Wasserläufe. Dafür bietet sich vor allem das Schlafen im Zelt an. Nachdem Sie am nächsten Morgen Ihre Siebensachen gepackt und verstaut haben, geht es weiter zur nächsten Etappe. Ein wasserdichter Seesack ist bei einem solchen Abenteuer Ihr unerlässlicher Begleiter, um all Ihre Habseligkeiten trocken ans nächste Ufer zu bringen.

Wasserwandern ist ein Urlaub für Minimalisten und solche, die es werden möchten – denn viel Platz ist in Ihrem Kanu nicht. Doch gerade dies, zusammen mit der Naturnähe, macht für viele den Reiz aus. Beliebte Routen zum Kanuwandern in Deutschland gibt es beispielsweise auf der Mecklenburger-Seenplatte sowie entlang der Havel, der Spree und der Hunte.

In den letzten Jahren hat sich in Deutschland eine Paddel-Trendsportart etabliert: Das Surfboard wird in Verbindung mit einem Stechpaddel zum Flaniergerät auf dem Wasser. Das so genannte Stand Up Paddling (SUP) in seiner Ursprungsform geht auf polynesische Fischer zurück, die sich bereits vor rund 3.000 Jahren in ihren Kanus stehend auf dem Meer fortbewegten. Sie verbanden später das Nützliche mit dem Angenehmen, wie auch in den 1950er Jahren die Surflehrer auf Hawaii. In Europa wurde die neue Sportart schließlich auf die Seen und Flüsse gebracht.

Doch was ist der besondere Reiz am "Stehpaddeln"? Es lässt sich leicht erlernen und es ist überall ein See oder langsam fließender Fluss in der Nähe zu finden. Zudem bietet es Zeit und Ruhe für die besonderen Eindrücke der Wasserlandschaften und sorgt für eine gute körperliche Fitness. Beim ständigen Ausbalancieren auf dem speziellen Surfboard und den harmonischen Paddelbewegungen der Arme und Schulterpartie werden alle Muskelgruppen des Körpers beansprucht. Es herrscht also von den Zehenspitzen bis zum Scheitel Spannung. Das verhilft zu mehr Kraft, besserer Koordination sowie zu einem optimalen Training des Gleichgewichtsgefühls.

Schlechte Noten? Kein Grund zum Verzweifeln!

Endlich Sommerferien! Sechs lange Wochen können alle Schüler nun faulenzen, das schöne Wetter genießen und tolle Unternehmungen mit Freunden und Familie erleben. Für einige Kinder und Eltern ist diese Zeit aber auch mit Sorgen verbunden, denn vor den großen Ferien kommt die Zeugnisvergabe. Schlechte Noten oder die nicht erfolgte Versetzung in die nächste Klasse, umgangssprachlich auch „Sitzenbleiben“ genannt, bereiten der ganzen Familie Kummer und lassen die Laune in der freien Zeit auf den Tiefpunkt sinken. Wichtig ist nun, sich nicht damit abzufinden, sondern gemeinsam eine Lösung zu suchen, um die schulischen Leistungen in Zukunft zu verbessern. Bei uns erhalten Sie einige Tipps, wie aus Lernfrust wieder Lernlust werden kann.

Schlechte Noten können viele Gründe haben – um dem Schüler oder der Schülerin zu helfen, muss klar sein, woher das Leistungsdefizit kommt. Handelt es sich um Lustlosigkeit und einem Mangel an Interesse? Gibt es Probleme, z.B. im Familienkreis, mit Mitschülern oder Lehrern, die die Konzentration stören? Oder spielen körperliche Ursachen wie Schlafmangel oder gar eine Erkrankung eine Rolle? Klären Sie die Hintergründe und versuchen Sie, dort einen Lösungsansatz zu finden. Manchmal helfen schon kleine Maßnahmen, wie das Ausprobieren einer neuen Lernstrategie oder das klärende Gespräch im Klassenverbund, um die grundlegenden Probleme zu lösen.

Beschränken sich die schlechten Noten auf einzelne Fächer oder sind grundsätzliche Wissenslücken die Gründe für die schulischen Probleme, ist Nachhilfe wohl eine der bewährtesten Methoden. Natürlich sind die Sommerferien als Erholungszeit gedacht, in denen die Schüler etwas Abstand zum Lernen bekommen sollen. Einen Teil der schulfreien Wochen zu nutzen, um Defizite aufzuholen, ist jedoch empfehlenswert. So können z.B. Ferienkurse besucht werden, um Verpasstes aufzuholen und Grundlagen zu festigen. Informieren Sie sich einfach bei den gängigen Anbietern, ob in Ihrer Nähe ein solcher Kurs stattfindet. Oder organisieren Sie sich privat Nachhilfe in den Ferien: So bieten häufig Lehramtsstudenten in der vorlesungsfreien Zeit ihre Dienste zu einem angemessenen Preis an. Damit der Erfolg anhält, sollte der Nachhilfeunterricht auch weitergeführt werden, wenn das Schuljahr wieder begonnen hat. So können Sie einem erneuten Abfall der Leistungen entgegenwirken.

Von Seiten der Eltern und Lehrer wird häufig angenommen, schlechte Leistungen seien lediglich auf mangelndes Interesse des jeweiligen Schülers zurückzuführen. Mit Vorwürfen, Verboten bezüglich der Freizeitgestaltung oder einem „Lernzwang“ wird jedoch kaum der schulische Erfolg unterstützt, sondern nur zusätzlicher Druck aufgebaut. Dies sorgt für noch mehr Angst beim Lernen und vor den Prüfungen, was in eine Abwärtsspirale führen kann.

Hilfreicher ist es, Ihr Kind in das Geschehen einzubeziehen und mit ihm gemeinsam Lösungen zur Verbesserung seiner Noten zu suchen. Belohnen Sie auch Fortschritte, um unmittelbare Erfolgserlebnisse zu schaffen: Nach einer Nachhilfestunde, in der Ihr Kind konzentriert mitgearbeitet hat, darf es wieder einer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Ist aus der 4 auf dem Zeugnis eine 3 oder sogar 2 geworden, gibt es eine größere Überraschung - z.B. eine Unternehmung, die es sich schon lange gewünscht hat. Eine gute Balance zwischen Lernen und Erholung macht außerdem den Kopf frei, um neues Wissen aufnehmen zu können.

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Arnika – Ein natürliches Schmerzmittel

Ein Sturz mit dem Fahrrad, ein eingeklemmter Finger in der Tür oder schmerzhafter Muskelkater nach einer anstrengenden Trainingseinheit – täglich muten wir unserer Haut sowie dem sich darunter befindenden Gewebe viel zu. Die dabei entstehenden Verletzungen liegen oft unter der Hautoberfläche und äußern sich mit blau-violetten Flecken oder Verhärtungen. Ein bewährtes Hausmittel dagegen ist die Arnika, eine Pflanze mit gelben Blüten, welche in ihrer natürlichen Ursprungsform in Gebirgen oder den nördlichen Ländern des Baltikums vorkommt und besonders kalkarme Böden bevorzugt. Ihre vielfach bewiesene medizinische Wirksamkeit ließ sie 2001 sogar zur "Heilpflanze des Jahres" werden. Wir möchten Ihnen das natürliche Schmerzmittel einmal genauer vorstellen.

Schon Hildegard von Bingen wusste die besonderen Kräfte der Arnika einzusetzen und erwähnte sie in ihren Schriften. Bis heute ist die Pflanze für ihre schmerzlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt und wird deshalb bei stumpfen Verletzungen der Haut und des Gewebes, wie Prellungen, Blutergüssen und Quetschungen, angewandt. Als Creme, Öl oder Salbe wirkt sie Schwellungen entgegen und hilft bei der Regeneration des Gewebes. Auch eine Darreichung in Form von Gobuli, homöopathischen Streukügelchen, ist gebräuchlich.
Arnika verschafft außerdem Linderung bei Muskel- und Gelenkbeschwerden. Sie fördert die Durchblutung und ist so ein gern genutztes Heilmittel bei rheumatischen Entzündungen wie Arthritis. Außerdem wird die Pflanze zur nervlichen Beruhigung bei Stress oder Nervosität eingesetzt.

Zur Weiterverarbeitung als Heilmittel werden die Blüten der Arnika genutzt. In ihrer natürlichen Form sind diese allerdings viel zu hoch dosiert, eine Einnahme kann sogar zu Vergiftungen führen. Aus diesem Grund sollten Sie immer die homöopathische, abgeschwächte Form verwenden. Von einer dauerhaften Anwendung ist abzuraten, da Hautirritationen sowie Allergien auftreten können. Ebenso sollten Sie Tinkturen oder Salben mit Arnika nicht auf offene Wunden geben – hier besteht die Gefahr von Infektionen.

Reiseapotheke: Gesund durch die Urlaubszeit

Die warme Zeit des Jahres ist sicher auch bei Ihnen mit einer gewissen Reiselust verbunden. Eine lange Anreise, ungewohntes Essen und andere klimatische Bedingungen können Ihrem Körper dabei zu schaffen machen. Damit Sie Ihre Ferienzeit ungetrübt genießen können, sollten Sie auf alle Eventualitäten gut vorbereitet sein. Dazu zählt, neben dem Impf- und Sonnenschutz, auch eine durchdachte Reiseapotheke. Je nach Reiseziel und -art gehören verschiedene Helferlein in das medizinische Reisegepäck. Neben den Medikamenten, die Sie zu Hause bereits einnehmen, sollten vor allem Arzneimittel eingepackt werden, die sich an Ihren persönlichen Gesundheitsproblemen orientieren. Diese kennen Sie selbst am besten. Wir geben Ihnen ein paar Tipps, wie Sie Ihre ganz individuelle Reiseapotheke zusammenstellen können. So sind Sie für die Urlaubszeit bestens gerüstet und sie fahren viel entspannter und stressfreier in die Ferien.

Generell sollten Sie im Vorfeld Folgendes beachten:

  • Wählen Sie bereits bewährte und für Sie gut verträgliche Arzneimittel aus.
  • Nehmen Sie dringend benötigte Medikamente in ausreichender Menge mit, da es im Ausland oft schwierig sein kann, diese in gewohnter Qualität und unter gleicher Bezeichnung zu erhalten.
  • Stellen Sie Ihre Reiseapotheke rechtzeitig zusammen. So können noch fehlende Medikamente ohne Hektik gekauft werden.
  • Achten Sie in jedem Fall auf das Verfallsdatum der einzelnen Arzneimittel - bei Salben und Flüssigkeiten gilt dies stets für ungeöffnete Verpackungen.
  • Reisen Sie in ein wärmeres Land? Dann sollten Sie auch die Lagerungshinweise des Arzneimittelherstellers beachten.
  • Sie reisen mit Zeitverschiebung? Bedenken Sie hierbei, dass bestimmte Medikamente einen festgelegten Einnahmerhythmus erfordern.
  • Passen Sie Ihre mobile Mini-Apotheke Ihrer Reiseart an. Für einen Wanderurlaub benötigen Sie beispielsweise andere Medikamente, als für Ferien am Meer
  • Vergessen Sie Ihre Impfpässe und eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung nicht.

Damit Sie bei kleineren Wehwehchen nicht immer gleich einen Arzt aufsuchen müssen, sollten Sie Ihre persönliche Reiseapotheke mit Medikamenten für die schnelle Hilfe ausstatten. Dazu gehören:

  • Persönliche Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden z.B. Mittel gegen Bluthochdruck, Antibabypille, Antiallergika etc.
  • Fieberthermometer
  • Schmerz- und Fiebermittel
  • Verbandmaterial (Pflaster, Wundkompressen, Mullbinden, Klebeband, Schere, Pinzette)
  • Desinfektionsmittel
  • antiseptische Brand- und Wundheilsalbe
  • Medikamente gegen Sodbrennen, Pilzinfektionen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen

Neben den genannten grundlegenden Medikamenten können Sie Ihre Reiseapotheke mit weiteren Mitteln sinnvoll ergänzen. Orientieren Sie sich dabei an Ihren persönlichen Gewohnheiten und Empfindlichkeiten. Nützlich können demnach sein:

  • ein mildes Medikament gegen Verstopfung (vor der Nutzung jedoch folgende Alternative ausprobieren: Trinken Sie genügend und nehmen Sie ballaststoffreiche Nahrung zu sich. Es wirken auch größere Portionen Obst oder getrocknete Früchte, wie Pflaumen oder Feigen.)
  • Medikamente gegen Blähungen oder Magenbeschwerden
  • Spray oder Salbe gegen Prellungen, Zerrungen und Muskelverspannungen
  • Medikamente gegen Erkältungen wie Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen
  • Augensalben/- tropfen, denn Staub, Wind und Sonnenlicht können die Augen reizen oder austrocknen
  • Sonnenschutzmittel und Mittel zur Hilfe bei Sonnenbrand
  • Insektenabweisende Mittel und Mittel zur Hilfe bei Insektenstichen
  • Mittel gegen Reisekrankheit

Hat alles seinen Platz in Ihrem Koffer gefunden? Dann sind Sie bestens ausgerüstet für einen unbeschwerten Urlaub ohne böse Überraschungen.

Wir wünschen Ihnen eine erholsame Ferienzeit!

Superfood – Wundermittel oder Mogelpackung?

Nach Ernährungstrends wie Bio und vegan muss es jetzt super sein – Die so genannten Superfoods stellen herkömmliche Lebensmittel in den Schatten und versprechen viel. Dabei sind einige von ihnen keine Unbekannten.

Der Begriff "Superfood" beherrscht derzeit den Lebensmittelmarkt. Dahinter steckt, dass Ernährung nicht nur nachhaltig und sättigend sein, sondern einen zusätzlichen Nutzen für den Körper erfüllen soll. Angeblich sind die Produkte herkömmlichen Lebensmitteln damit weit überlegen.
Superfoods sollen laut Empfehlung nicht nur regelmäßig und in größeren Mengen verzehrt werden, sondern dabei auch möglichst naturbelassen sein. Industrielle Verarbeitung raubt ihnen einen Teil ihrer "Kräfte". Meist handelt es sich um Lebensmittel, die einen hohen Gehalt an bestimmten Nährstoffen oder Vitaminen aufweisen. Doch werden sie dem Anspruch des "Wundermittels" tatsächlich gerecht? Wir stellen Ihnen einige Superfoods vor – und erklären, was an ihnen jeweils so besonders ist.

Die kleinen roten Beeren der Pflanze, die bei uns als „Gemeiner Bocksdorn“ bekannt ist, erleben gerade einen wahren Hype. Goji wird als neue Trendfrucht gehandelt und findet sich in Müsli, Shakes, Joghurt und vielem mehr. Angebaut wird die Pflanze vor allem in China, die Beeren werden im Anschluss nach Europa exportiert. Dadurch sind sie teurer als einheimische Früchte.
Der Goji-Beere werden antioxidative Eigenschaften zugeschrieben, womit sie zum Zellschutz beitragen soll. Durch ihren hohen Anteil an Vitamin C stärkt sie außerdem die Abwehrkräfte und liefert mit Eisen und Magnesium wichtige Mineralstoffe. Sie gilt als natürlicher Blutdrucksenker und kann dadurch helfen, Herzerkrankungen vorzubeugen. Die Goji-Beere ist somit definitiv gesund, ihre Wirkung sollte aber nicht überschätzt werden.

Auf den ersten Blick erinnern die dunkelblauen Açai-Beeren aus dem Amazonas an unsere heimischen Heidelbeeren. Der Unterschied wird beim Verzehr aber schnell deutlich: Essbar an ihnen ist nur die Haut, der restliche Teil der Beere besteht lediglich aus Kernen. Die Açai wird häufig als absoluter Schlankmacher angepriesen. Tatsächlich regen die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren den Stoffwechsel an, einen wissenschaftlichen Beleg für eine Wirkung als Diätmittel gibt es jedoch nicht. Fest steht, dass auch sie durch Antioxidantien eine positive Wirkung auf die Haut hat und einer vorzeitigen Alterung dieser vorbeugen kann.
Nach der Ernte sind die Früchte allerdings nur 36 Stunden essbar, weshalb sie zu uns oft in getrockneter oder Pulverform gelangen. Dabei gehen einige positive Wirkstoffe verloren. Weniger exotische Alternativen mit ähnlichen Wirkungen finden Sie aber auch Hierzulande, z.B. mit der Sauerkirsche.

Kleines Korn – große Wirkung! Chia-Samen gelten als das neue Super-Getreide. Die Grau-schwarzen Körnchen haben einen hohen Proteingehalt und sind reich an Ballaststoffen, was die Verdauung fördert. Zu viel von ihnen kann jedoch den gegenteiligen Effekt haben, so dass eine Verzehrempfehlung von maximal 15 Gramm pro Tag besteht. Die enthaltenen Omega3-Fettsäuren versprechen eine blutdrucksenkende Wirkung. Chia-Samen können einen Großteil ihres Eigengewichts an Flüssigkeit aufnehmen und sollen so das Sättigungsgefühl unterstützen. Helfen Sie Ihrem Magen bei der Verdauung, indem Sie beim Verzehr ausreichend Trinken.

Sie sind allergisch gegen Senf, Salbei oder Thymian? Dann könnte es sein, dass sie auch auf Chia-Samen reagieren, denn die Pflanze gehört ebenso zu den so genannten Lippenblütlern. Wesentlich günstiger, aber ebenso gesund wie das neue Superfood, sind herkömmliche Leinsamen.

Giftgrün und gesund – das ist Matcha-Tee. Bis vor kurzem noch ein Geheimtipp unter Japanfans, darf er nun auf keiner gut sortierten Teekarte mehr fehlen. Das grüne Pulver wird aus den getrockneten Blättern der Tencha-Teepflanze gewonnen. Nach dem Aufbrühen wird das Getränk leicht schaumig geschlagen. Dass Matcha-Tee mehr positive Inhalte haben soll als andere Grüntees konnte bisher nicht ausreichend bewiesen werden, prinzipiell tun Sie sich und Ihrem Körper mit dem Genuss aber auf jeden Fall etwas Gutes.

Warum nur in die Ferne schweifen? Auch der eigene Garten bietet eine große Auswahl an gesundem Superfood. Wie wäre es z.B. mit Grünkohl – dieser hat wenig Kalorien, beinhaltet dafür die Vitamine A, C und K und liefert dem Körper Kalium sowie Magnesium. Auch die positive Wirkung von Spinat ist kein Mythos. Neben Eisen enthält der grüne Fitmacher zahlreiche Vitamine und Folsäure. Mit viel Vitamin C sowie Ballaststoffen sind auch Heidelbeeren ein fruchtiges Superfood, das auf Ihrem Speiseplan nicht fehlen sollte.

Allein schon die Bezeichnung "Superfood" lässt an etwas neues, innovatives und außergewöhnliches denken. Dabei sind viele Lebensmittel, die nun unter diesem Namen vermarktet werden, schon lange als Vitaminbomben oder gesunde Schlankmacher bekannt. Mit dem Begriff erhöht sich nicht ihr Nutzen für die Gesundheit, sondern lediglich ihre Werbewirkung.

Fest steht auch: Nur weil ein Superfood enthalten ist, sind die entsprechenden Lebensmittel nicht automatisch gesund. Entscheidend bleibt der Zucker- und Fettgehalt. Auch die gesundheitsfördernde Wirkung sollte man nicht überschätzen. Sicherlich unterstützen Superfoods durch ihre positiven Inhaltsstoffe eine gesunde Lebensweise. Eine tatsächlich heilende Wirkung, die von Verfechtern gern angepriesen wird, ist jedoch nicht bewiesen.

Statt teurer Produkte aus dem Ausland sollten Sie auch zu heimischen Beeren, Nüssen und Pflanzen greifen. Diese sind durch ihre Frische dann wirklich super lecker und super gesund!

Bei bestimmten gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie auf den Genuss mancher Lebensmittel verzichten. So können Goji-Beeren und Chia Samen Wechselwirkungen mit Medikamenten zur Blutverdünnung hervorrufen. Auch Algen – getrocknet oder in Tablettenform – werden als Superfood verkauft. Übermäßiger Verzehr schadet durch das enthaltene Jod aber der Schilddrüse.

Kreative Entspannung – Malbücher und Ausmalbilder für Erwachsene

Es gibt viele Möglichkeiten, nach einem langen und anstrengenden Tag zu entspannen: Bei einem Spaziergang an der frischen Luft, einem gemütlichen Bad oder einem gesunden und schmackhaften Essen. Vielleicht haben Sie auch ein Hobby, bei dem Sie sich wahlweise so richtig auspowern oder aber zur Ruhe kommen. Sie suchen noch nach der richtigen Beschäftigung für sich? Wenn Sie nach Lust und Laune mit einfachen Mitteln kreativ werden und gleichzeitig abschalten wollen, ist der folgende Trend möglicherweise etwas für Sie: Beim "Adult Coloring" greifen Erwachsene zu Buntstiften und Zeichenvorlage. Die Konzentration auf das Motiv, die bunten Farben und symmetrischen Muster wirken dabei entspannend und bringen Sie auf andere Gedanken. Mit den Vorlagen von kunstloft.de können Sie sich außerdem selbst an einigen Motiven versuchen.

Vielleicht haben auch Sie als Kind versunken in Ihrem Malbuch gezeichnet, vorgedruckte Bilder ausgemalt und Ihnen einen bunten Anstrich gegeben. Auf die Kleinen wirkt diese künstlerische Beschäftigung beruhigend, sie fördert die Konzentration und Kreativität. Dies können auch Sie sich zunutze machen, denn der Effekt wirkt ebenso bei Erwachsenen.

Während in unserem alltäglichen Leben das Multitasking – also die Erledigung mehrerer Sachen auf einmal – eine große Rolle spielt, können Sie sich beim Ausmalen allein auf die Zeichnung vor sich konzentrieren. Die Gedanken schweifen und das macht den Kopf frei, entlastet und wirkt stresslösend. Im Beruf herrscht oft Leistungsdruck und wir spornen uns selbst für noch mehr Erfolg an. Im Malbuch sind die Linien vorgegeben und das Gelingen des Bildes somit fast garantiert, ohne dass Sie selbst ein Zeichentalent besitzen müssen. So können Sie selbst etwas schaffen und ein Resultat ist schnell sichtbar, was ein positives Erlebnis mit sich bringt.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass quasi keine Vorbereitung nötig ist: Mit einer Malvorlage und Stiften Ihrer Wahl können Sie diesem Hobby zu jeder Zeit und an jedem Ort nachgehen. Menschen mögen Symmetrie, da sie diese als beruhigend und angenehm empfinden. So sind z.B. Mandalas oder Bilder mit symmetrischen Mustern besonders gut zum Relaxen geeignet, während komplexe Szenen die Fantasie anregen.

Sie sind neugierig geworden und möchten die kreative Entspannungsmöglichkeit ausprobieren? Schnappen Sie sich Ihre Bunt- oder Filzstifte und eine Vorlage zum Ausmalen. Im Internet und Handel finden Sie sowohl als Anfänger als auch Fortgeschrittener florale Motive, fantasievolle Mandalas oder Zentangles mit Schritt-für-Schritt-Anleitung. Wählen Sie aus den Sammlungen einfach Ihr Lieblingsmotiv und schon steht dem Malspaß nichts mehr im Wege.

Kostenlose Malvorlagen

Schnappen Sie sich Ihre Bunt- oder Filzstifte, die dazugehörige Vorlage zum Ausmalen erhalten Sie kostenlos unter www.kunstloft.de/ausmalbilder.

Sicherheit beim Heimwerken – So vermeiden Sie Arbeitsunfälle

Ob das Verlegen des Bodenbelags, der neue Hausanstrich oder der selbstgezimmerte Küchenschrank – Heimwerken ist wieder im Kommen! In unserer schnelllebigen Zeit steigt das Bedürfnis, etwas Dauerhaftes mit den eigenen Händen zu schaffen. Bei einigen Arbeiten selbst anzupacken, schont außerdem den Geldbeutel und ist vielleicht auch für Sie ein Hobby, bei dem Sie sich kreativ und gestalterisch ausleben können. Zwischen Hammer, Säge und Schraubendreher lauern jedoch auch einige Gefahren. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihr eigenes Heimwerk-Projekt sicher angehen und Arbeitsunfälle vermeiden.

Im Berufsalltag unterliegen Handwerksbetriebe bestimmten Richtlinien zum Arbeitsschutz, die auch die Arbeitskleidung einschließen. Doch auch als Laie sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit auf eine geeignete Ausstattung achten. Je nach Art der anfallenden Arbeit sind Helm, Handschuhe und Schutzbrille sinnvoll. Beim Arbeiten mit Farbe und Lacken oder bei starker Staubentwicklung empfiehlt sich eine Atemschutzmaske. Sie bedienen laute Geräte? Vergessen Sie dabei nicht die Ohrenschützer.
Um Ihre Gelenke bei Arbeiten im Knien zu schonen, können Kniepolster hilfreich sein. Sicherheitsschuhe schützen Fuß und Zehen und sorgen außerdem für festen Halt. Zu weite Kleidung sowie Schmuck und lange, offene Haare erhöhen die Verletzungsgefahr, da Sie damit in elektrische Maschinen geraten oder hängenbleiben können. Favorisieren Sie daher lieber Hosen und Pullover, die näher am Körper anliegen und verzichten Sie während des Heimwerkens auf Uhren, Ringe und Armbänder. Zudem sollten Sie lange Haare zusammenbinden, damit sich diese nicht in den Geräten verfangen. 

Für einige Arbeiten benötigen Sie vielleicht elektrische Geräte und Maschinen. Egal ob selbst gekauft oder ausgeliehen – machen Sie sich vor der Benutzung zunächst mit dem Gerät vertraut, indem Sie die Bedienungsanleitung aufmerksam lesen oder eine fachkundige Einweisung in Anspruch nehmen. Reinigen dürfen Sie die Geräte ausschließlich, wenn der Netzstecker gezogen ist. Von einer eigenständigen Reparatur sollten Sie ebenfalls absehen. Ist eines der elektrischen Werkzeuge kaputt, sollten Sie einen professionellen Reparaturservice beauftragen.

"Qualität geht vor Quantität" ist auch beim Werkzeugkauf ein unerlässliches Motto, denn Benutzungsfreundlichkeit und vor allem Sicherheit stehen an erster Stelle. Eine Beratung im Fachhandel hilft Ihnen, die passenden Produkte zu finden. Lassen Sie Ihr Werkzeug niemals unbedacht auf dem Fußboden oder auf Flächen liegen, von denen es hinunter fallen kann. Wenn die Utensilien gerade nicht benötigt werden, sollten Sie stets im Werkzeugkoffer lagern.

Besondere Vorsicht ist beim Benutzen von Leitern geboten: Ein sicherer Stand und flaches, rutschfestes Schuhwerk sind hier unerlässlich. Außerdem sollte die Leiter geprüft und mit einem TÜV-Siegel ausgestattet sein.

Viele unerfahrene Hobby-Handwerker beginnen erst einmal mit der Arbeit und stellen dann fest, dass sich die Umsetzung schließlich schwierig gestaltet. Schnell verschwindet dabei der anfängliche Enthusiasmus und die Konzentration lässt nach, was das Risiko von Unfällen steigert. Auch Zeitdruck und Überanstrengung sind Gefahrenfaktoren, die es zu vermeiden gilt. Hier sind vorherige Überlegungen zum Ablauf, zu den benötigten Werkzeugen und zur Vorgehensweise sinnvoll. Schreiben Sie eine Einkaufsliste, nach der Sie die Materialien kaufen und planen Sie einen großzügigen Zeitpuffer ein, der auch das Ein- und Ausräumen von Möbeln berücksichtigt. So nähern Sie sich Ihrem Ziel mit System und vermeiden Hektik.

Zusammen schafft man mehr: Suchen Sie sich deshalb Unterstützung und lassen Sie sich von Freunden oder Familie zur Hand gehen. Indem diese beim Tragen schwerer Gegenstände helfen oder Werkzeug reichen wird das Unfallrisiko erheblich minimiert. Heben und Tragen beanspruchen den Skelettapparat stark. Arbeiten Sie lieber rückenschonend, indem Sie auf Sackkarre oder Rollbretter zum Transport zurückgreifen. Schon kleine Hilfen können Ihnen die Tätigkeiten beim Heimwerken stark erleichtern, was wiederrum Gelenk- und Haltungsschäden vorbeugt.

Möglicherweise ist auch Ihr Nachwuchs begeistert vom Hobbyhandwerken und möchte Ihnen gerne helfen. Mit Spiel-Werkzeug, einem Bauarbeiter-Helm in Kindergröße und etwas Fantasie können Sie die Kleinsten ohne Verletzungsrisiken am Projekt teilhaben lassen. So wird das Kinderzimmer schnell zur Heimbaustelle.

Was aber, wenn es trotz aller Vorsichts- und Schutzmaßnahmen doch zu einer Verletzung kommt? Ein vollständiger Erste-Hilfe-Kasten gehört in jeden Heimwerker-Haushalt, um kleine Wunden schnell zu versorgen. Bei größeren Verletzungen sowie Stürzen und andauernden Beschwerden nach einem Arbeitsunfall sollten Sie dringend Ihren Arzt aufsuchen.

Allergien – Auch im Winter ein Problem

Kaum steht der Winter ins Haus, atmen viele Allergiker im wahrsten Sinne des Wortes auf: Keine verstopften Atemwege mindern das Wohlbefinden und juckende, geschwollene Augen gehören in der kalten Jahreszeit erstmal der Vergangenheit an. Bis zur nächsten Pollen- und Gräsersaison können Sie die kühle Luft nun unbeschwert genießen. Doch des einen Freud ist des anderen Leid, denn für einige Menschen fangen die Beschwerden jetzt erst an. Allergien im Winter, wie kann das sein? Wir verraten Ihnen, was dahintersteckt.

Ist denn schon wieder Pollenzeit? Das fragen sich viele Allergiegeplagte, wenn sich die ersten Symptome bemerkbar machen. Zwar wird immer früher im Jahr eine Belastung durch Haselnusspollen gemeldet und auch die Birke blüht zeitiger – In den meisten Fällen stammen die Beschwerden aber von Allergien, die typisch für den Winter sind.
So steht Hausstaub z.B. ganz oben auf der Liste der Allergieauslöser in der kalten Jahreszeit. Oder besser gesagt: Die Hausstaubmilbe, denn sie ist der eigentliche Grund für die Symptome. Heizungsluft und seltenes Lüften im Winter verschlimmern die Beschwerden. Öffnen Sie Ihr Fenster deshalb besonders im Schlafzimmer häufig, aber kurz und drehen Sie die Heizung vor dem Schlafengehen ab.
Schlechte Isolierung und unbeständige Witterungsverhältnisse sorgen außerdem dafür, dass Feuchtigkeit in Häuser und Wohnungen eindringen kann. So bilden sich Schimmelpilze, die mit ihren Sporen Allergien verursachen und zu Atemproblemen bei den Bewohnern führen.

Tannenduft, Glühwein, Nüsse und Gebäck – Weihnachtsstimmung ohne all diese Komponenten ist fast nicht denkbar. Tatsächlich sind es aber diese Stimmungsmacher, die Allergien auslösen können. Glühwein sorgt nicht nur aufgrund seines Alkoholgehaltes für tränende Augen und die verstopfte Nase auf dem Weihnachtsmarkt ist nicht ausschließlich der Kälte geschuldet: Hingegen reizt das im Wein enthaltene Histamin die Schleimhäute bei Betroffenen, die empfindlich auf ihn reagieren.

Nüsse und Gewürze wie Zimt und Anis enthalten zahlreiche Allergene. Aufgrund ihres häufigen Vorkommens in Speisen oder weihnachtlichem Gebäck, nehmen die Beschwerden besonders in dieser Zeit zu. Äpfel werden zum Problem, da Menschen mit Heuschnupfen meistens im Zuge einer Kreuzallergie auch auf das Kernobst reagieren.

Seitdem der Tannenbaum im Haus steht, fällt Ihnen das Atmen schwer und die Nase läuft ohne Unterbrechung? Schuld daran sind das Baumharz, Pollen oder Pilzsporen, die mit diesem schönen Weihnachtssymbol gemeinsam in die eigenen vier Wände gelangen.

Schnupfnase, gerötete Augen, Abgeschlagenheit – viele Allergiesymptome sind ebenso charakteristisch für einen grippalen Infekt. Wie aber können Sie unterscheiden, ob Sie allergisch reagieren oder krank sind?
Ein erstes Anzeichen ist Fieber. Diese Abwehrreaktion des Körpers tritt bei Allergien nur äußerst selten auf und ist so fast immer ein Indiz für eine Erkrankung. Wenn die Beschwerden jedoch nur in bestimmten Situationen und über einen langen Zeitraum auftreten, spricht dies eher für eine allergische Reaktion.
Ein Besuch beim Arzt kann zweifelfrei klären, welcher Fall bei Ihnen vorliegt. Er kann eine Allergie schnell mit einem Hauttest enttarnen.

Bewusst leben: Umweltallergien

Bewusst leben: Umweltallergien

Make-up – Freund oder Feind der Haut?

Gehen Sie ohne Puder und flüssiger Foundation nicht aus dem Haus oder mögen Sie lieber einen natürlichen Teint? Beim Make-up gehen die Meinungen in vielerlei Hinsicht auseinander. Dabei entscheidet nicht nur das Aussehen. Manche Nutzerin ist davon überzeugt, ihre Haut mit der Schminke nicht zu belasten sondern ihr im Gegenteil sogar etwas Gutes zu tun. Auch die Hersteller werben, indem sie weniger Unreinheiten, mehr Feuchtigkeit und den Inhalt von pflegenden Mineralstoffen versprechen. Kritiker hingegen lehnen die dekorative Kosmetik mit der Begründung ab, die Haut könne damit nicht richtig atmen und würde schneller altern. Welche Ansicht stimmt nun – ist Make-up ein Freund oder Feind der Haut? Wir haben diese Frage einmal genauer beleuchtet und stellen Ihnen hier das Ergebnis vor.

Kosmetik ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern schon bei unseren Vorfahren beliebt: Nicht umsonst galt die geschminkte Königin Cleopatra in Ägypten als Schönheitsideal. Der Teint spielte dabei seit jeher eine entscheidende Rolle. Möglichst blass sollte er unter anderem im Mittelalter und der Renaissance sein, gebräunte Haut hingegen galt lange als Kennzeichen der Unterschicht, die im Freien harte Arbeit verrichten musste.
Seinen teilweise schlechten Ruf verdankt das Make-up wahrscheinlich solchen Negativbeispielen: Für ihre vornehme Blässe verwendeten die Damen dieser Zeit Bleiweiß. Der giftige Stoff führte zu Abszessen und sogar zum Tod.

Ab dem 19. Jahrhundert verbesserte sich die Qualität stark, nun wurde bei der Schminke auch auf die Gesundheit der Anwender geachtet. Heutzutage enthält Make-up verbesserte Inhaltsstoffe, so dass die meisten Produkte bei moderater Nutzung tatsächlich pflegend wirken. Zudem enthalten sie in der Regel einen Lichtschutzfaktor. Nichts desto trotz gilt auch hier die goldene Regel: Weniger ist mehr. Ein leicht mattierter Teint wirkt natürlicher als ein stark geschminktes Gesicht und ist zudem hautfreundlicher.

Ob das Make-up Ihrer Haut gut tut oder nicht, hängt vor allem davon ab, ob Sie das passende Produkt zu Ihrem Typ verwenden. Bei eher trockener Haut sollte dies ein feuchtigkeitsspendendes flüssiges Make-up sein, fettige Haut wird mit einem antibakteriellen Puder mattiert und Hautunreinheiten gleichzeitig bekämpft. Verwenden Sie das falsche Produkt, überfettet Ihre Haut oder trocknet zusätzlich aus. Hautärzte oder Kosmetiker können Ihren Hauttyp bestimmen. Auch im Handel sollten Sie sich beraten lassen, bevor Sie sich zum Kauf entscheiden.

Die richtige Farbwahl ist selbst oft schwer einzuschätzen, so dass Sie auf eine zweite Meinung vertrauen sollten: Zu helles Make-up lässt Sie blass wirken, während dunkle Farben unnatürlich und zu stark geschminkt aussehen. Außerdem werden kleine Fältchen unnötig betont und dadurch scheinbar verstärkt. Gegen dieses Beauty-Problem hilft eine getönte Tagescreme.

Doch auch mit der passenden Kosmetik ist eines unerlässlich: Das Entfernen der Schminke am Abend. Zur Nacht sollte die Haut davon befreit werden, denn Make-up Reste und Partikel der Farben verstopfen tatsächlich die Poren der Gesichtshaut. Dies führt zu Rötungen, Entzündungen und zu Pickeln.
Nutzen Sie für das Abschminken nur Produkte, die für das Gesicht bestimmt sind. Herkömmliche Seife zählt nicht dazu, denn ihr pH-Wert ist zu hoch für die empfindliche Gesichtspartie und verursacht gereizte und trockene Haut. Im Anschluss sorgt eine Pflegecreme dafür, dass sich Ihre Haut rundum wohl fühlt.
Die Reinigung sollte allerdings nicht nur nach, sondern auch vor dem Tragen des Make-ups erfolgen. So verhindern Sie, dass allerletzte Reste überschminkt werden.

Mumps – Schmerzhafte "Hamsterbacken"

Zu einem scheinbar einfachen Infekt gesellen sich plötzlich geschwollene und schmerzende Wangen? Hier ist vermutlich die Kinderkrankheit Mumps am Werk, deren Merkmal die typischen "Hamsterbacken" sind. Im Volksmund ist die Erkrankung auch als "Ziegenpeter" oder "Bauernwetze" bekannt, gebräuchlicher für die Kinderkrankheit ist jedoch die Bezeichnung Mumps. Die Infektion wird durch das gleichnamige Virus verursacht und von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen. Nach einer Ansteckung zeigen sich die ersten Symptome etwa zwei bis drei Wochen später. Doch bereits eine Woche vorher sind die Patienten bereits ansteckend, nach Abklingen der Krankheitszeichen hält dies noch etwa neun Tage an. Als typische Kinderkrankheit hinterlässt sie nach der Infektion eine lebenslange Immunität. Auch verläuft sie im Kindesalter unproblematischer, hingegen können bei Erwachsenen vermehrt Komplikationen hinzukommen.

Anfangs wird die Erkrankung oft mit einem gewöhnlichen Infekt oder einer Grippe verwechselt, denn die Symptome sind zunächst ähnlich: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit zeigen sich in den ersten Tagen. Im Anschluss zeigt sich das wohl charakteristischste Merkmal von Mumps. Durch eine Entzündung und damit verbundene Schwellung der Ohrspeicheldrüsen entstehen die so genannten "Hamsterbacken", die Schmerzen verursachen. Dieses Symptom zeigt sich manchmal erst auf einer und zeitversetzt schließlich auch auf der anderen Gesichtsseite. Zusätzlich schwellen andere Speicheldrüsen, wie die Zungenspeicheldrüse, und die umliegenden Lymphknoten an. Dieses Phänomen verschwindet meist nach drei bis acht Tagen, wenn die Erkrankung schließlich abklingt.
Zu den möglichen Komplikationen, speziell im Erwachsenenalter, gehören u.a. Hirnhautentzündungen sowie bei jungen Männern häufig eine Entzündung der Hoden. Ein Drittel der Betroffenen verspürt lediglich geringe oder unspezifische Krankheitszeichen, so dass die Diagnose "Mumps" hier nicht gestellt wird. Nichtsdestotrotz sind auch diese Patienten ansteckend. Ein Nachweis kann in diesen Fällen über eine Blutuntersuchung erfolgen.

Auch gegen Mumps ist pauschal kein Kraut gewachsen. Gegen die Krankheitssymptome kommen fiebersenkende und schmerzstillende Mittel sowie ausreichend Bettruhe zum Einsatz. Die geschwollene Gesichtspartie können Sie mit kalten Umschlägen kühlen oder zur Linderung ebenfalls warme Ölverbände anwenden.
Da den Betroffenen das Kauen schwer fällt und Schmerzen verursacht, sollten Sie Ihrem kleinen Patienten weiche oder breiartige Speisen anbieten. Verzichten Sie hingegen auf saure Getränke: Diese regen den Speichelfluss an, bringen die entzündete Ohrspeicheldrüse also zum Arbeiten. Auf die Zahnhygiene sollten Sie in dieser Zeit besonders achten. Seit 2013 gilt Mumps als eine meldepflichtige Erkrankung. Dies bedeutet, dass Sie bei Verdacht auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen müssen. Darüber hinaus ist eine ärztliche Behandlung bei Komplikationen unerlässlich.

Neugeborene haben in der Regel eine Immunität gegen Mumps, wenn sie auf die Welt kommen. Hat die Mutter – entweder im Zuge einer durchgemachten Infektion oder einer Impfung – Antikörper gegen die Erkrankung gebildet, gibt sie einen "Nestschutz" an ihr Kind weiter. Dieser dauert die ersten Monate an, eine eigenständige Immunisierung sollte dann im Zuge der MMR-Impfung zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat sowie eine zweite zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat erfolgen.

Seit der Aufnahme der Infektion in die allgemeinen Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sind die Zahlen der Krankheitsfälle stark zurückgegangen. Von den Personen, die nicht geimpft wurden, sind etwa 90 Prozent nach dem 15. Lebensjahr in Folge einer vergangenen Mumpserkrankung immun. In sehr seltenen Ausnahmefällen kann eine Infektion mit Mumps erfolgen, obwohl die Krankheit bereits einmal durchlebt oder dagegen geimpft wurde.

"Weißkittelsyndrom" - Angst vor dem Arztbesuch

Angst hat viele Gesichter. Wovor fürchten Sie sich? Flug- oder Platzangst sind bekannte Ausprägungsformen, auch die Furcht vor bestimmten Tieren wie Spinnen, Mäusen oder Schlangen wird Ihnen vielleicht nicht fremd sein. In früherer Zeit waren Ängste eine Art Lebensversicherung, um potenziellen Gefahren aus dem Weg zu gehen oder vor ihnen zu flüchten.
Doch auch wenn für die Betroffenen der "Iatrophobie", der Angst vor dem Arzt, scheinbar eine Gefahrensituation vorliegt, ist vielmehr ihre Vermeidungsstrategie bedenklich. Diese kann so weit gehen, dass die Betroffenen lieber Krankheiten in Kauf nehmen, als sich von einem Mediziner behandeln zu lassen. Übelkeit, Herzrasen und erhöhter Blutdruck sind keine Seltenheit, wenn sie doch einmal eine Praxis oder ein Krankenhaus aufsuchen.
"Weißkittelsyndrom" nennt man dies umgangssprachlich; rund zwei Millionen Menschen leiden darunter hierzulande in einer mehr oder weniger starken Form. Bekommen auch Sie allein beim Gedanken an einen Arzttermin schweißnasse Hände oder verschieben Sie eine notwendige Untersuchung, obwohl Sie es insgeheim besser wissen? Stellen Sie sich Ihrer Gesundheit zuliebe Ihren Ängsten.

Wie genau sich das Grausen vor dem Arztbesuch entwickelt, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit, wenn beispielsweise durch Operationen oder Untersuchungen Schmerzen verursacht wurden, die Angst vor Spritzen oder Blut sowie Panik vor einer schlimmen Diagnose sind es unter anderem, welche die Betroffenen Arzttermine vor sich herschieben lassen. Wirklich gefährlich wird es, wenn gesundheitliche Probleme auftreten, die dringend einer Behandlung bedürfen. Viele Patienten mit Iatrophobie schrecken jedoch selbst dann noch vor dem Gang zum Doktor zurück und unterdrücken ihre Beschwerden mit freiverkäuflichen Medikamenten oder Schmerztabletten. Dies kann schwere Gesundheitsschäden durch einen unsachgemäßen Medikamentenkonsum und die nicht erfolgte medizinische Behandlung nach sich ziehen. Überwinden sich die Patienten doch, ihren Hausarzt aufzusuchen, bagatellisieren sie ihre tatsächlichen Beschwerden häufig, um einer Behandlung zu entgehen. Dies erschwert die Diagnose. Auch die so genannte "Weißkittelhypertonie", bei der Patienten in der Praxis einen deutlich höheren Blutdruck als bei einer Messung zu Hause aufweisen, kann zu fehlerhaften Ergebnissen führen.

Das Weißkittelsyndrom kann die Betroffenen in ihrer Lebensführung mitunter stark einschränken. Routineuntersuchungen werden zum Spießrutenlauf und bei einer Erkrankung leiden sie unverhältnismäßig lange und stark, weil sie sich nicht helfen lassen. Sind auch Sie von der Angst vorm Arzt betroffen, sollten Sie deshalb unbedingt Maßnahmen ergreifen, um diese zu überwinden. Die richtige Methode dafür hängt sowohl von Ihrer Persönlichkeit als auch der Intensität Ihrer Angst ab.

Trauen Sie sich zum Arzt aber fühlen sich dabei sehr unwohl, bitten Sie einen lieben Menschen aus Ihrem Umfeld, Sie zu begleiten. Die Vertrauensperson sollte Sie unterstützen, Ihnen Sicherheit bieten und Sie von Ihren Bedenken ablenken. Auch die Anwendung von zuvor erlernten Entspannungstechniken kann hilfreich sein, um mit der Anspannung im Wartezimmer umzugehen.

Bereits im Vorfeld sollten Sie sich fragen: Wovor genau habe ich Angst? Ist es die Gesamtsituation oder betrifft es vielleicht sogar nur bestimmte Aspekte der Untersuchung? Sprechen Sie bei Ihrem Besuch in der Praxis offen mit dem medizinischen Personal. Die Schwestern und Ärzte sind im Umgang mit Angstpatienten geübt und können viel dazu beitragen, dass Ihnen dieser Gang leichter fällt. Auch um verfälschte Diagnosen durch die Symptome der Furcht auszuschließen, sollten Sie unbedingt ehrlich sein. Lassen Sie sich während der Behandlung alle Schritte erklären und bitten Sie um eine einfache Formulierung, sollten Sie eine Diagnose nicht verstanden haben. Manchmal klingen Untersuchungsergebnisse in der Fachsprache schlimmer, als sie in Wirklichkeit sind.

Auf keinen Fall sollten Sie nach bestimmten Krankheitssymptomen im Internet suchen oder in Foren zur Diskussion stellen. Es besteht die Gefahr, dass Sie durch fehlerhafte Informationen zusätzlich verunsichert werden und eine noch größere Hemmung vor dem Arztbesuch entwickeln. Auch sind andere User in den seltensten Fällen Experten und manche Symptome treten bei vielen verschiedenen Erkrankungen gleichermaßen auf. Die Schilderungen von gesundheitlichen Problemen ersetzt also auf keinen Fall eine medizinische Untersuchung.

Ist die Angst vorm Arzt besonders schwerwiegend und führt für Sie kein Weg an Ihrer Furcht vorbei, kann unter Umständen eine Verhaltenstherapie helfen.

Berufspendler – Stress durch lange Fahrzeiten

Für den täglichen Weg zum Job mitunter Stunden auf den Straßen und Bahnschienen des Landes zu verbringen, ist für rund 30 Millionen Menschen in Deutschland Alltag. Als Pendler sind Wohn- und Arbeitsort für sie zwei verschiedene Dinge. Die Entfernungen, die dabei zurückgelegt werden, sind unterschiedlich, reichen aber bis zu mehreren hundert Kilometern. Bereits ab einer einfachen Strecke von 25 Kilometern gilt man als Fernpendler. Wichtiger als diese reinen Zahlen scheint für das persönliche Wohlbefinden jedoch zu sein, wie viel Zeit ein Arbeitnehmer täglich auf der Fahrt zur oder von der Arbeit verbringt. Ab einer dreiviertel Stunde Fahrtzeit steigt der Stress durch Pendeln laut Studien deutlich an. Das tägliche Fahren umgehen einige Berufstätige, indem sie unter der Woche einen Zweitwohnsitz oder eine Unterkunft an ihrem Arbeitsort beziehen und erst zum Wochenende in die Heimat zurückkehren. Die Norm bleibt jedoch: morgens zur Arbeit, am Abend wieder nach Hause. Ein bewusster Umgang mit der eigenen Gesundheit und Gelassenheit im Alltag können den Belastungen entgegenwirken.

Fortbewegungsmittel Nummer eins unter den Pendlern ist immer noch das eigene Auto, da es oft als vermeintlich flexibler empfunden wird. Schließlich sind sie damit weder auf eine Abfahrtzeit noch auf Anschlusszüge oder andere Personen angewiesen. Zu viel Verkehr, besonders zu den Stoßzeiten, Baustellen und Stau machen diesen scheinbaren Vorteil allerdings zunichte. Wer diesen Problemen mit der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel entgegenwirken möchte, sieht sich bald mit anderen Schwierigkeiten konfrontiert: Verspätungen, Schienenersatzverkehr oder das Verhalten der Mitreisenden können ebenso an den Nerven zehren. Pendler haben durch ihre besondere Situation auch mit spezifischen gesundheitlichen Belastungen zu kämpfen. So leiden sie unter anderem durch das lange Sitzen in Verkehrsmitteln sowie dem Zeitverlust durch den Arbeitsweg, der den Sport nach Feierabend erschwert, unter Bewegungsmangel. Dies wiederum zieht körperliche Beschwerden wie beispielsweise Rückenschmerzen nach sich.

Auch die gesunde Ernährung bleibt durch das berufliche Pendeln im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke. Statt abwechslungsreiches Essen, welches mit Genuss verzehrt wird, greifen viele zu kalorienreichen Snacks auf die Hand. Der Stress durch die lange Fahrt, fehlende Freizeit und Entspannung sowie permanenter Zeitdruck wird im Laufe der Zeit chronisch und bringt Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie psychosomatische Probleme mit sich. Das Seelenleben leidet: Pendler fühlen sich häufig ausgeschlossen, weil das Leben scheinbar an ihnen vorbeiläuft – sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz. Die Zeit für Hobbies, die einen Ausgleich schaffen können, haben die Wenigsten.

Wie aber kommt es, dass trotz dieser langen Liste an gesundheitlichen Beschwerden, welche die lange Fahrt mit sich bringt, so viele Menschen weiterhin diese Belastung auf sich nehmen? Oft ist der Erhalt des gewohnten Umfelds mehr wert als die Zeit, welche die Berufspendler sparen würden, wenn sie an ihrem Arbeitsort wohnten. Familie, Freunde, der Sportverein oder die Schule der Kinder – viele von ihnen sind zu sehr mit ihrem derzeitigen Wohnort verwurzelt, sodass ein Wechsel für sie keine ernsthafte Option wäre.
Die Bereitschaft zum Umzug sinkt auch durch zunehmend befristete Arbeitsverträge. Diese Zukunftsperspektive ist zu unsicher, um den Wohnort langfristig zu verlegen. Dazu kommen hohe Mieten in den Ballungsgebieten, in denen die Arbeitsplätze zu finden sind. Diese verlagern sich immer weiter in die Stadt, während sie auf dem Land fehlen – mit dem bezahlbaren Wohnraum ist es genau andersherum. So bleibt häufig auch aus finanzieller Sicht nur das Pendeln.

Sind Sie selbst vom Pendeln betroffen und können oder wollen aus verschiedenen Gründen nichts an dieser Situation ändern, sollten Sie vermehrt auf Ihre Gesundheit achten. Das heißt zum Beispiel, dass trotz wenig Freizeit die Bewegung nicht zu kurz kommen darf. Wenn möglich, können Sie diese vielleicht sogar in Ihren Arbeitsweg einbinden, indem Sie einen Teil davon zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen. Ausreichend Schlaf und eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung tragen zur Steigerung Ihres Wohlbefindens bei.
Setzen Sie sich im Privaten nicht zu sehr unter Druck und versuchen Sie, Ihren eigenen Rhythmus zu finden: Reservieren Sie zum Beispiel den Feierabend ausschließlich für Freizeitaktivitäten und Zeit mit Ihren Liebsten. Oder halten Sie es genau andersherum, indem Sie sich das Wochenende komplett freihalten und an diesen Tagen ohne jegliche Verpflichtung abschalten können.
Sehen Sie auch den Arbeitsweg als eine Zeit an, in der Sie etwas Gutes für sich tun. Besonders auf Zug- oder Busfahrten geht das recht einfach, indem Sie lesen, entspannen oder sogar einen kurzen Power-Nap einlegen. Für das Auto eignen sich Hörbücher oder Ihre Lieblingsmusik, um sich für den Tag zu wappnen oder in Feierabendstimmung zu kommen. Sie können den Weg auch mit einer nützlichen Erledigung verbinden und so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – das garantiert mehr Freiraum für andere Aktivitäten. Stress reduzieren Sie außerdem, indem Sie einen ausreichenden Zeitpuffer einplanen. So bleiben Sie gelassen, wenn es im Straßenverkehr einmal länger dauert. Akzeptieren Sie auch, dass Sie manche Unwegsamkeiten nicht beeinflussen können.

Allein fahren ist Ihnen zu langweilig? Bilden Sie Fahrgemeinschaften mit Kollegen oder melden Sie sich bei einer Mitfahrzentrale an. So können Sie auf dem Arbeitsweg neue Leute kennenlernen und vielleicht sogar nützliche Kontakte knüpfen. Nicht zuletzt ist diese spritsparende Variante um einiges umweltbewusster als die Ein-Personen- Fahrt im PKW.

Sprechen Sie auch mit Ihrem Arbeitgeber und finden Sie gemeinsam Lösungsansätze, um Ihnen das Pendeln zu erleichtern. Vielleicht ist es möglich eine Gleitzeitregelung zu nutzen oder einen regelmäßigen Home-Office-Tag einzurichten. Schon kleine Veränderungen können Ihnen Entlastung bieten.

Gesund leben: Stress bewältigen

Gesund leben: Stress bewältigen

Fitnesstracker & Co. – Digitale Helfer und ihr Nutzen

Sportuhren, Abnehm-Apps, Schrittzähler, Fitnesstracker, Apps zur Rauchentwöhnung oder zur Erinnerung, etwas zu trinken – das Angebot ist riesig und der Markt wächst immer weiter. Fast jeder hat irgendeinen kleinen Helfer dabei. Entweder als Schrittzähler auf dem Smartphone, als App zur Schlafaufzeichnung, also Fitnessarmband oder sogar als Smartwatch mit ständiger Pulskontrolle und der Messung des Stresslevels. Die heutige Technik macht vieles möglich. Doch sind diese ganzen Dinge überhaupt sinnvoll und hilfreich? Und wenn ja, für wen? Vielleicht gibt es ja auch Nachteile?

Was macht ein Fitnesstracker überhaupt?

Diese kleinen Geräte ähneln einer Armbanduhr und werden am Handgelenk getragen. Durch mehrere Sensoren werden verschiedene Daten wie Schrittzahl, gelaufene Distanz, Herzfrequenz verbrauchte Kalorien oder die Schlafzeit aufgezeichnet. Meist gibt es dazu noch eine App für das Smartphone, in der Daten aufgezeichnet und ausgewertet werden. Häufig lassen sich auch individuelle Ziele festlegen und die erzielten Erfolge in den sozialen Netzwerken präsentieren.
Sollten Sie also einen Tracker oder eine Sportuhr nutzen, haben Sie jederzeit einen detaillierten Überblick über Ihr Bewegungsverhalten, wie gut Sie schlafen und so weiter. Dies dient als Motivationshilfe und ist ganz klar ein Vorteil und sorgt für einen zusätzlichen Ansporn sich häufiger zu bewegen oder bei der nächsten Joggingrunde noch ein kleines Stück weiter zu laufen. Ein weiterer Vorteil ist ganz klar die einfache und intuitive Bedienung. Meist genügen ein oder zwei Tastendrucke. Zudem ist eine lange Vorbereitung für den Sport nicht nötig. Sie müssen also kein großes, technisches Vorwissen mitbringen.

Mit Sportuhren oder teuren Fitnesstrackern machen Sie nicht automatisch mehr Sport. Es ist zwar nach Feierabend schön zu sehen, dass man im Laufe des Tages ein paar hundert Schritte mehr als tags zuvor gemacht hat, aber ob dies nun einen wirklichen Effekt auf die Fitness oder auch beim Abnehmen hat, lässt sich bezweifeln. Sinnvoll sind dies Geräte, wenn es um echten Sport geht. Sind Sie sowieso schon ein sportlich aktiver Mensch und gehen regelmäßig ins Studio, Joggen oder Radfahren, lässt sich mit den aufgezeichneten Daten Ihr Trainingsplan durchaus sinnvoll ergänzen und optimieren. Gerade bei Ausdauersportarten wie Laufen und Radfahren, kommt es auf einen konstanten Pulsbereich und optimalen Energiehaushalt an. Dabei können die Daten eines Fitnessarmbandes oder einer Sportuhr durchaus helfen, schneller besser zu werden. Anfänger hingegen profitieren kaum von solchen Daten, diese sind allenfalls gut fürs Ego oder um sie mit ein wenig Stolz im Internet zu posten. Damit einhergehend baut sich indes auch ein unterschwelliger Druck auf.

Fitness ist in aller Munde und Selbstoptimierung mittels technische Helfer sowieso. Jungen Menschen von heute wird es immer wichtiger, zu zeigen, wie sehr man Diät macht, wie häufig man das Fitnessstudio besucht oder sich anderweitig gesund hält. Ernährung und Fitness werden dabei teilweise schon zu einer Art Religion, der man angehören muss, um als jung, modern und erfolgreich angesehen zu werden. Ganz nach dem Motto: „IN ist, wer mitmacht“! Die Gemeinschaft der Sporttreibenden möchte sich nicht zu selten selbst übertreffen. Ein Bekannter postet ein Foto aus dem Fitnessstudio, oder präsentiert ein Bild der gelaufenen Strecke und schon fühlen Sie sich unter Druck gesetzt, dies mittels der Daten Ihres neuen und schicken Fitnesstrackers zu überbieten. Dies ist vielleicht der Motivation dienlich, aber die Freude an der Bewegung bleibt auf der Strecke. Ein anderes passendes Beispiel im übertragenen Sinne: Stellen Sie sich vor, Sie lesen ein Buch, nicht weil es Ihnen Spaß macht, sondern nur, um es Ihren Freunden später stolz als gelesen im Regal präsentieren zu können. Wirklich Spaß am Lesen hatten Sie dann eigentlich nicht!

Viele Apps und Tracker haben automatische Ziele voreingestellt. Sei es, täglich eine bestimmte Strecke zu gehen oder einige tausend Schritte zurückzulegen. Schaffen Sie das nicht, wird es Ihnen unerbittlich sofort vom jeweiligen Gerät gezeigt. Also besteht die Gefahr, dass Sie ständig diesen Zielen hinterher laufen und versuchen Sie zu erreichen. Das kann auf Dauer demotivierend sein. Viel besser wäre es hingegen, aufzuzeigen, was erreicht wurde – das wären dann nämlich keine Defizite, sondern Erfolge und diese motivieren statt im schlimmsten Fall zu deprimieren.
Außerdem ist die Versuchung, auf den Tracker zu schauen, um die bisherigen "Erfolge" zu "kontrollieren", ständig präsent. Der Zwang überall noch den einen oder anderen Schritt mehr zu erhaschen, kann unter Umständen auch zur Fremdbestimmung des Alltags werden. Sport als Hobby sollte Zeitvertreib und Spaß bringen und nicht der reinen Pflichterfüllung dienen. Weiterhin können Sie ja auch einfach mal einen schlechten Tag erwischt oder durch Arbeit, Krankheit oder andere unvorhergesehene Ereignisse keine Energie und Zeit für 10.000 Schritte haben. Dem Gerät ist das egal. Hören Sie lieber auf Ihren Körper, er sagt Ihnen, wann er sich fit fühlt oder eine Pause braucht. Viel besser ist es, wenn Sie "viel Bewegung" zu Ihrer Lebenseinstellung machen, statt auf ein Armband oder eine Uhr zu hören.

Entschleunigung – Mehr als nur Zeit lassen

Höher, schneller, weiter – so ist der Geist unserer heutigen Zeit. Ständige Erreichbarkeit, endlose To-do-Listen und die ewige Herausforderung, Familie, Beruf und Freizeit zu vereinen, verlangen uns tägliche Anstrengungen ab. Fragen Sie sich am Ende des Tages auch oft: Was habe ich heute eigentlich geschafft und wo ist die Zeit geblieben? Dann sollten Sie einen Moment innehalten und versuchen, Ihr Leben zu entschleunigen. Unsere Tipps können Ihnen auf dem Weg zu einem bewussteren Lebensstil behilflich sein.

Leiden Sie unter Stress? Mit großer Wahrscheinlichkeit können Sie diese Frage mit ja oder zumindest mit hin und wieder beantworten. Stress ist ein Phänomen der Neuzeit. Wir können heute zahlreiche Dinge gleichzeitig tun: Telefonieren, während wir Auto fahren. E-Mails beantworten, während wir in einem Meeting sitzen. Verabredungen treffen, während wir mit der Familie einen Film sehen.
So praktisch diese Entwicklung ist, können genau diese Möglichkeiten auf Dauer krank machen. Wer immer nur unter Strom steht und nie abschaltet, gerät unter Dauerstress. Die Folge sind Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf- Erkrankungen sowie psychische Erkrankungen bis hin zur Depression oder Burn-out.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie unter ständiger Anspannung stehen oder sich von den zahlreichen Reizen bereits erschöpft und ausgelaugt fühlen, ziehen Sie jetzt die Reißleine! Schon kleine Veränderungen können dabei viel bewirken.

Was ist Ihnen wirklich wichtig – und was tun Sie eigentlich nur aus Gewohnheit oder falschem Pflichtgefühl? Wenn Sie jede Baustelle als Ihre ansehen, bleiben Sie am Ende auf der Strecke – und so manches, mit dem Sie sich am Tag herumschlagen, könnte ruhigen Gewissens verschoben oder sogar komplett als unwichtig abgelegt werden.
Doch Prioritäten zu setzen, will gelernt sein. Machen Sie sich zu Beginn eine Liste, auf der Sie notieren, was für Sie im Leben an oberster Stelle steht bzw. ohne welche Bereiche es wirklich nicht geht. Dinge, die zweitrangig sind, können dann vielleicht schon "abgespeckt werden": Statt die Fenster alle zwei Wochen zu putzen, reicht dies auch einmal im Monat. Und besser, als drei Sportgruppen unregelmäßig zu besuchen, ist es, einen Kurstermin regelmäßig wahrzunehmen.
Dies lässt sich auch auf Ihren Tagesablauf übertragen. Was Sie unbedingt schaffen wollen, kommt an die erste Stelle, was gleich noch erledigt werden kann, auf Platz zwei und so weiter. Neben den wichtigen Dingen gibt es aber sicher noch Unwichtiges, das einfach „hinten runterfallen“ kann. Von Zeitfressern, die Ihnen weder Freude bereiten, noch unumgänglich sind, sollten Sie sich in Zukunft verabschieden. Weniger Stress und mehr Zeit sichern Sie sich auch, indem Sie in Zukunft genau selektieren, welche Aufgaben und Verpflichtungen Sie einhalten können oder möchten. Trauen Sie sich bei anderen Dingen öfter nein zu sagen. Sie werden überrascht feststellen: Die Welt dreht sich trotzdem weiter!

Schnell eine eMail beantworten, dann einen Anruf tätigen und schließlich verschiedene Projekte im Wechsel voranbringen: Zwischen einzelnen Aufgaben hin- und herzuspringen, kostet unnötig Zeit, denn Sie müssen stets aufs Neue umdenken. Verbinden Sie manches und erledigen Sie es in einem Zug.
Dies lässt sich im Arbeitsalltag wie auch im Privaten anwenden: Statt drei Mal die Woche kleine Einkäufe zu erledigen, fassen Sie mehrere Wege zu einem Großeinkauf zusammen und besorgen Sie zum Beispiel Lebensmittel, Getränke und Drogerieartikel an einem Nachmittag. Wenn Sie vorausschauend planen, können Sie auch jährliche Vorsorgetermine zusammenlegen. Oder Sie überlegen sich zu Beginn eines Quartals, wer in den nächsten Monaten Geburtstag hat und besorgen alle Geschenke im Voraus. Mit diesem Trick schaffen Sie es, eine Vielzahl von Aufgaben schnell abzuarbeiten – und haben neben einem freien Kopf mehr Zeit für sich!

Während Sie eine Sache tun, sind Sie in Gedanken schon ganz woanders. Dadurch leidet nicht nur Ihre Konzentration, Sie verpassen auch zahlreiche schöne Momente! Durch Multitasking und Dauerbeschallung haben wir ganz vergessen, im Hier und Jetzt zu leben. Kleine Übungen zur Achtsamkeit können helfen, dies wieder zu erlernen. Dabei sind diese leicht in Ihren Alltag integrierbar.
Versuchen Sie einmal, fünf Minuten lang alles ganz bewusst zu machen. Ihren Tee bewusst zu trinken, sich die Zähne zu putzen oder andere alltägliche Dinge. Versuchen Sie, Ihre Eindrücke dabei mit allen Sinnen wahrzunehmen, ohne diese zu bewerten. Stoppen Sie alle Gedanken und versuchen Sie, Ihren Kopf zu leeren, um sich nur im Jetzt wiederzufinden. Was zunächst leicht klingt, benötigt vielleicht etwas Übung, bis es Ihnen wirklich gelingt. Merken Sie, wie langsam die Zeit vergehen kann, wenn Sie sich auf eine Tätigkeit konzentrieren?

Auch "Digital Detox", das bewusste Offline-Gehen, kann die Achtsamkeit unterstützen. Ohne Smartphone, Tablet und Social Media werden wir weniger von unserer jeweiligen Handlung abgelenkt. Statt Chats stehen nun Gespräche, statt Videos und retuschierten Bildern die Realität in all ihren Facetten im Mittelpunkt. Wer nicht tageweise auf die elektronischen Begleiter verzichten kann oder will, der beginnt vielleicht mit einer festen Zeit, zu der alle Geräte für eine Stunde ausbleiben und kein Account gecheckt wird. Ein kleiner Tipp: Draußen in der Natur können Sie diese Auszeit von der digitalen Welt besonders genießen.

Im stressigen Alltag ärgern wir uns oft über Wartezeiten, die unseren Zeitplan noch mehr durcheinanderbringen. Dabei sollten wir uns über diese kleinen Pausen freuen und sie für eine gedankliche Auszeit nutzen: Sei es an der Supermarktkasse oder der Bushaltestelle. Lassen Sie Ihre Gedanken schweifen und versuchen Sie, bewusst zu atmen. Längere Leerzeiten, zum Beispiel im Wartezimmer, können Sie mit etwas Übung sogar für kleine Meditationen, autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation nutzen. Diese Entspannungstechniken helfen Ihnen auch in besonders fordernden oder akuten Stresssituationen.

Ihre Erfahrungen

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Wasser – Elixier des Lebens

Sicher haben Sie heute bereits etwas getrunken oder gegessen, sich gewaschen und anschließend Kleidung angezogen. So alltäglich wie diese Verrichtungen erscheinen, ohne Wasser wären sie nicht möglich. Wir benötigen es nicht nur zur Herstellung von Nahrung oder zur Körperpflege, sondern auch für die Textilindustrie und vieles mehr.
Fast drei Viertel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Davon sind jedoch nur drei Prozent Süßwasser und lediglich 0,3 Prozent Trinkwasser.
Täglich werden pro Person zwischen 120 und 140 Liter Wasser verbraucht. Diese Menge erscheint besonders beachtlich, wenn man bedenkt, dass sie vor 100 Jahren noch bei etwa 20 Litern lag. Doch nicht nur für unsere Alltagsverrichtungen, auch für unseren Körper ist Wasser unersetzlich. Wir selbst bestehen zu 50 bis 70 Prozent aus der Flüssigkeit. Sie ist an den Stoffwechselvorgängen beteiligt und hilft, unsere Körpertemperatur zu halten. Kurzum: Ohne Wasser wäre unser Leben nicht möglich.

Wenn es um gesunde Ernährung und eine ausgewogene Lebensweise geht, wird stets auch die Wichtigkeit des Trinkens hervorgehoben. Täglich sollten es mindestens 1,5 Liter sein, bei hohen Temperaturen oder körperlicher Anstrengung entsprechend mehr. Nehmen Sie nicht genügend Wasser auf, bemerken Sie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und eine nachlassende körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Es gibt mehrere Arten von Trinkwasser, die sich nach ihrer Zusammensetzung, Herkunft und somit auch ihrem Geschmack unterscheiden. Das Mineralwasser kommt direkt aus der Quelle und hat vorher viele Schichten unterirdisches Gestein durchlaufen. Auf diese Weise wird es zum einen gefiltert, zum anderen mit Mineralien angereichert. So enthält es zum Beispiel Calcium oder Magnesium. In Deutschland existieren etwa 250 Mineralwasserquellen. Durch die unterschiedliche Zusammensetzung der Gesteine schmeckt es in jeder Region anders.
Auch Quellwasser wird direkt vor Ort abgefüllt, allerdings muss der Mineralgehalt keinen Vorgaben entsprechen. Ebenso benötigt es, im Gegensatz zum Mineralwasser, keine amtliche Anerkennung.
Eine industriell hergestellte Mischung von Wasser aus verschiedenen Quellen wird Tafelwasser genannt. Dieses darf sowohl Mineralwasser, Quellwasser, Leitungswasser als auch Meerwasser in unterschiedlichen Mengen enthalten. Tafelwasser benötigt ebenfalls keine amtliche Anerkennung und darf auch in großen Behältern, wie beispielsweise Wassertanks, transportiert werden.
Doch nicht nur Wasser aus Flaschen, auch das Leitungswasser unterliegt hierzulande strengen Kontrollen und ist so in fast jedem Haushalt ohne Bedenken trinkbar.

Die "heilende Kraft des Wassers" ist kein Mythos: Verschiedene Anwendungstherapien nutzen das Element, um Erfolge bei der Vorbeugung oder Behandlung von Erkrankungen zu erzielen. Dabei gibt es vielfältige Möglichkeiten.
So wird z.B. Heilwasser als Trinkkur genutzt. Dieses unterscheidet sich von herkömmlichen Trinkwasser durch seine spezielle Anreicherung und Kombination von Mineralien. Solebäder wirken lindernd bei Hauterkrankungen. Beliebt und bekannt sind ebenfalls die Kneipp-Kuren, die nach ihrem Erfinder, dem Pfarrer Sebastian Kneipp, benannt sind. Auch wenn diese schon über 150 Jahre alt sind, gelten die Therapiemaßnahmen noch heute als wirksam und sind zudem leicht zu Hause anzuwenden: Beim "Wassertreten" laufen Sie knietief durch das kalte Nass, bei den Kneipp’schen Güssen wird ein Wasserstrahl auf die zu behandelnde Körperstelle gerichtet. Ebenso wie mit Wechselbädern, also eine Steigerung von warmen zu kaltem Wasser und wieder zurück, regen sie so die Durchblutung an und stärken Ihr Immunsystem.

Als bewährte Hausmittel sind die Inhalation mit Wasserdampf bei Schnupfen, Asthma und anderen Atemwegserkrankungen sowie verschiedene Wickel seit jeher bekannt. Letztere können als kalte Wickel bei Fieber oder Gelenkschmerzen sowie als warme Brustwickel bei Erkältungen oder Erkrankungen der Atemwege eingesetzt werden.

Wasser hat eine beruhigende und entspannende Wirkung. Das stetige Plätschern eines Bachlaufes, das Rauschen des Meeres oder der gleichmäßige Rhythmus eines Wasserspiels unterstützen Ihr Wohlbefinden und helfen Ihnen beim Abschalten.

Doch es geht auch außergewöhnlicher. Haben Sie schon einmal "Floating" ausprobiert? Bei dieser Entspannungstechnik schweben Sie schwerelos im warmen Solebad – und das in einem abgedunkelten und schallisolierten Tank. Somit sind Sie abgeschottet von jeglichen Sinnesreizen und können sich vollkommen fallen lassen. Falls Ihnen dies zu beklemmend erscheint, versuchen Sie die Wellness-Variante in einem offenen Becken.

Eine andere Möglichkeit ist das "Aqua-Balancing". Es verbindet Entspannungsübungen, Massage und Atemtechniken, die Sie gemeinsam mit einem Trainer durchführen. Auch herkömmliche Wassergymnastik oder Schwimmen sorgen für Bewegung und Stressabbau. Besonders bei Gelenkbeschwerden oder Übergewicht ist die sportliche Betätigung im Wasser zu empfehlen, da es den Körper entlastet.

Zu Hause können Sie nach einem langen und anstrengenden Tag ein warmes Wannenbad mit ätherischen Ölen oder anderen Badezusätzen genießen. Dies hilft Ihnen, Verspannungen zu lösen, zur Ruhe zu kommen und Ihre Energiereserven aufzuladen.

Bewusst leben: Gesundes Trinken

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Medikamente

Ihr Arzt hat Ihnen zur Behandlung ein Medikament verordnet? Die IKK gesund plus übernimmt die Kosten für verordnete Arzneimittel auf Kassenrezept. Dabei sind jedoch eventuelle Einschränkungen der Arzneimittel-Richtlinien zu beachten. Bis zu einem Alter von 18 Jahren entfallen außerdem die gesetzlichen Zuzahlungen.

Die IKK gesund plus bezahlt alle notwendigen, vom Arzt auf Kassenrezept verordneten Medikamente. Rezeptfreie Arzneien oder auf Privatrezept verordnete Medikamente zahlen Sie in der Regel selbst. Ausgenommen sind Kinder bis 12 Jahre und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis 18 Jahre. Welche Arzneimittel-Therapie medizinisch notwendig ist, entscheidet Ihr Arzt. Bei allen Arzneimitteln gelten gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlungen. Sie betragen für alle verordneten Arznei- und Verbandmittel 10 Prozent des Preises, mindestens jedoch 5 und höchstens 10 Euro. Auf keinen Fall zahlen Sie mehr als das Mittel kostet. Überschreiten Sie mit allen Zuzahlungen innerhalb eines Kalenderjahres bestimmte Höchstgrenzen, können Sie sich von den restlichen Zuzahlungen befreien lassen. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre müssen keine Zuzahlungen geleistet werden. Für bestimmte Arzneimittel wurden Festbeträge vereinbart. Für diese Medikamente ist die Höhe der Kostenübernahme auf den jeweiligen Festbetrag begrenzt.

Um eine optimale Behandlung sicherzustellen, entwickeln Ärzte, Krankenkassen und auch Patientenvertreter regelmäßig gemeinsam Vorgaben für die Verordnung von Medikamenten, die so genannten Arzneimittel-Richtlinien. Darin ist festgelegt, bei welchen Krankheitsbildern welche Arzneimittel angewendet werden sollen, und wann statt Medikamenten z.B. eine Diät oder ein Bewegungsprogramm bessere Erfolge bringen. An diese Richtlinien muss sich der Arzt bei seiner Verordnung halten, zu Ihrem Schutz.

Seien Sie nicht beunruhigt, wenn Ihnen Ihr Arzt so genannte Nachahmerprodukte oder Generika verschreibt. Diese Medikamente enthalten den gleichen Wirkstoff wie das jeweilige Originalprodukt. Lediglich Hilfsstoffe, Form und Farbe können sich unterscheiden. Sollten Sie einen der Hilfsstoffe nicht vertragen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Der Einsatz von Generika dient der Kostensenkung für Arzneimitteln zugunsten der gesundheitlichen Versorgung. Auf diese Weise kann die IKK gesund plus noch stärker in ihr Leistungsangebot investieren. Dies kommt Ihnen als Versicherten zugute.

Biosimilars sind biotechnologisch hergestellte Arzneimittel mit struktureller Ähnlichkeit zu einem bereits zugelassenen biologischen Original-Arzneimittel (Referenzarzneimittel) mit gleicher Wirkung. Für die Zulassung von Biosimilars gibt es klar definierte Vorgaben und Standards, die Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit der Produkte gewährleisten.

Alle Antworten auf die wichtigsten Fragen finden Sie in unserer kurzen Patienteninformation "Biosimilars".

Wechselwirkungen beachten

Informieren Sie sich über mögliche Arzneimittelwechselwirkungen. Der Online-Check zeigt auf einen Blick, ob es zwischen Ihren verschiedenen Arzneimitteln zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen kann.

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E-Scooter – Gute Idee mit Minuspunkten

In den letzten Monaten waren sie immer häufiger zwischen den Fußgängern und Radfahrern zu sehen. Scheinbar mühelos und absolut leise wurden sie zum neuen Fortbewegungstrend in den Städten. Nebenbei sollen die elektrisch betriebenen Flitzer sehr umweltfreundlich sein. Wir nehmen die E-Roller mal näher unter die Lupe und zeigen Ihnen die Vorteile und Nachteile!
Im Grunde sind E-Scooter nichts weiter als motorisierte Tretroller mit einer Batterie und etwas Technik. Sie sind – je nach Bauweise – recht leicht, nehmen kaum Platz weg und sind einfach zu bedienen. Damit können Sie sich mit bis zu 20 km/h schnell und einfach durch die Stadt bewegen und Zeit sparen . In vielen Großstädten können Sie sich die flotten Flitzer inzwischen einfach ausleihen, von A nach B fahren und sie an einem anderen Punkt wieder abgeben.

Einen Führerschein benötigen Sie dafür nicht, Sie müssen zum Fahren lediglich mindestens 14 Jahre alt sein. Alle Gefährte benötigen eine gültige Betriebserlaubnis. Fußwege und Fußgängerzonen sind für E-Roller tabu. Gefahren wird wie beim Fahrrad auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen. Wenn diese nicht da sind, müssen Sie auf die Straße ausweichen. Darüber hinaus müssen Sie über eine Verkehrshaftpflichtversicherung verfügen.

Wenn Sie jetzt denken, dass das Fahren eines E-Rollers kinderleicht ist und Sie es im Handumdrehen drauf haben, könnten Sie falsch liegen. Da dieser im Grunde ein kleines, elektrisches Moped ist, müssen Sie sich beim Umstieg vom Fahrrad sehr umgewöhnen, besonders was das Beschleunigen und Bremsen betrifft. Da Sie für gewöhnlich beim Fahren stehen, kann eine plötzliche Vollbremsung schnell in einem Überschlag enden, bei dem der Roller (zwischen 7 und 20 kg) ernsthafte Verletzungen verursachen kann. Leider sind seit der Einführung immer wieder E-Scooter in Unfälle verwickelt. Problematisch wird es, wenn einige zwischen Fußgängern fahren oder sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Die Roller sind sehr schnell und sehr leise, so dass Fußgänger kaum reagieren können, wenn jemand damit von hinten heransaust.

Pro

  • Leihfahrzeug für kurze Wege in Großstädten
  • kein CO2-Ausstoß beim Fahren
  • schneller als zu Fuß
  • großer Spaßfaktor
  • Aufladen an normalen Steckdosen

Contra

  • gefährlich bei falscher Fahrweise
  • Leihmodelle werden wahllos abgestellt und müssen mühsam mit Transportern eingesammelt werden
  • kurze Lebensdauer bedeutet viel Elektroschrott
  • noch mehr Bewegungsmangel
  • ungeeignet bei schlechtem Wetter

Hypermobilität – Zu viel Spielraum für die Gelenke

Während manch einer schon bei leichten Dehnübungen an seine Grenzen gerät, biegen andere ihren Daumen bis zum Handgelenk oder können mit durchgestreckten Beinen problemlos den Boden berühren. Was als Partygag für Lacher oder Verwunderung sorgt, hat jedoch einen anatomischen Hintergrund: Überbeweglichkeit, im Fachjargon Hypermobilität genannt. Im Alltag kann diese zu Beschwerden bei Muskeln und Gelenken führen. Sanfte Übungen helfen, den Körper zu stabilisieren und Blockaden zu lösen!

Es gibt verschiedene Gründe, aus denen eine Hypermobilität entsteht. Zum einen ist sie genetisch bedingt und so bereits von Geburt an vorhanden. Da Kinder von Natur aus beweglicher sind, fällt die Besonderheit oft erst im Teenager- oder jungen Erwachsenenalter auf – zumeist, wenn sich erste Beschwerden wie Muskelblockaden oder Schmerzen bemerkbar machen. 
Eine andere Ursache liegt in bestimmten Erbkrankheiten, die ein schwaches Bindegewebe und instabile Gelenke nach sich ziehen. In der Folge kommt es zu einer starken Überdehnbarkeit.

In manchen Fällen ist die Überbeweglichkeit auch gewollt und sogar antrainiert: Turner und Artisten arbeiten jahrelang gezielt auf den Bewegungsspielraum der Gelenke hin. 

Festzustellen, ob eine Hypermobilität vorliegt, ist nicht immer einfach. Solange sie nicht in ausgeprägter Form auftritt, gehen die Grenzen zur normalen Beweglichkeit ineinander über und erschweren eine eindeutige Diagnose. Mediziner orientieren sich deshalb am so genannten "Beighton Score", der Punktzahlen für die Überdehnbarkeit verschiedener Gelenke angibt. Der Gesamtwert liefert schließlich konkrete Anhaltspunkte darauf, ob eine Überbeweglichkeit besteht und wie stark diese ist. 

So gibt es zum Beispiel Punkte, wenn Kniegelenk oder Ellenbogen um mehr als 10 Grad sowie der kleine Finger um mehr als 90 Grad überstreckt werden können. Die Auswertungsskala unterscheidet zwischen den Steigerungsstufen

  • nicht hypermobil
  • moderat hypermobil
  • generalisierte (allgemeine) Hypermobilität

Die Diagnose stellt in der Regel ein Orthopäde. 
 

Nicht immer „leiden“ die Betroffenen unter ihrer Hypermobilität. Solange sie mäßig ausgeprägt ist und durch Kräftigung der Muskulatur kompensiert wird, können viele von ihnen im Alltag gut damit umgehen. In einigen Fällen nimmt die Überbeweglichkeit einen konkreten Krankheitswert an – dann spricht man vom Hypermobilitätssyndrom. Die Betroffenen sind anfälliger für Verletzungen im Gelenkapparat, leiden mitunter an chronischen Schmerzen der Lenden-, Hals- oder Brustwirbelsäule und erfahren nach Belastungen teilweise lange Erschöpfungsphasen. Auch eine Neigung zu Blutergüssen oder Blutungsstörungen ist zu beobachten. Die Gefahr eines Bandscheibenvorfalls ist erhöht. 

Problematisch gestaltet sich, dass die Überbeweglichkeit oft nicht als solche erkannt wird. So schildern Patienten typische Symptome wie Verspannungen, Blockaden oder Gelenk- sowie Kopfschmerzen. Werden nur die Auswirkungen und nicht die Hypermobilität als Ursache behandelt, kehren diese immer wieder. 

Langfristig helfen "sanfte" und ganzheitliche Sportarten, welche die Muskulatur stärken, damit diese den Bändern und Gelenken mehr Stabilität geben. Sie lösen zudem auch bestehende Blockaden. Gut geeignet sind unter anderem Wassergymnastik oder Pilates. Besonders die so genannte Tiefenmuskulatur – dabei speziell der Bereich der Wirbelsäule – sollte gekräftigt werden. Dies wird z.B. durch Gleichgewichtstraining erreicht. Eine Rückenschule hilft beim Erlernen verschiedener Übungen, die mehr Halt geben. 

Auf Sportarten, die auf eine Steigerung der Flexibilität und Dehnbarkeit des Köpers abzielen, sollten Sie hingegen verzichten. So verstärkt Yoga oder Gymnastik die Überbeweglichkeit noch. Beim gezielten Muskelaufbau durch Krafttraining (z.B. mit Gewichten, Bankdrücken etc.) ist Vorsicht geboten: Hier besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr. 
 

Faszientraining - Faszinierend einfach!

Faszien sind das muskuläre Bindegewebe, das alle Bestandteile unseres Körpers zusammenhält, aber auch voneinander abgrenzt. Wie ein weißes, fast durchsichtiges Netz umspannen sie Muskeln, Knochen und unsere Organe, und befinden sich zwischen den Muskelfasern unter der Haut. Das Fasziengewebe besteht überwiegend aus Kollagenfasern (Eiweißstoff im Bindegewebe, in Knochen und Knorpel) und Elastin (Fasereiweiß), die rautenförmig miteinander verwoben sind. Je nach Körperstelle unterscheiden sich Form und Aufbau der Faszie, um den spezifischen Anforderungen bestmöglich nachkommen zu können.

Bei Bewegung sorgen sie für die Kraftübertragung und -speicherung sowie dafür, dass Spannungen gehalten und Muskeln gedehnt werden können. Faszien geben dem Körper Struktur und werden für die Körperwahrnehmung benötigt, da sie aus feinen Rezeptoren bestehen und mit zahlreichen Nervenendigungen durchsetzt sind. Über letztere wirken Faszien außerdem auf unser vegetatives Nervensystem, wie etwa die Atmung, die Verdauung oder einzelne Organe. Auch die Lymphe wird zwischen den Faszien abgeleitet. Diese Flüssigkeit transportiert sowohl Abbauprodukte aus unseren Zellen, als auch wichtige Aufbaustoffe zu den Zellen. Die Muskelbewegungen unterstützen hierbei den Transport der Lymphe.

Muskeln und Faszien gleiten in normalem Zustand aneinander vorbei. Sie können jedoch miteinander verkleben sowie spröde und anfällig werden, wenn sie nicht gefordert werden oder überbelastet sind. Verklebungen der Faszien entstehen durch Fibrinogen, ein Blutgerinnungsfaktor, der sich in der Lymphe befindet und in Kombination mit anderen Substanzen zu dem unlöslichen Eiweiß Fibrin wird. Auch dauerhafter und langanhaltender Stress sowie innere Unruhe können durch die damit einhergehende permanente Grundanspannung im Körper Faszienverklebungen herbeiführen.

Faszienverklebungen können Ursache für vielfältige Schmerzen sein. Rückenschmerzen sowie Schmerzen in den Muskeln und Gelenken sind hier keine Seltenheit. Oft treten die Schmerzen jedoch unspezifisch auf, so dass nur schwer lokalisierbar ist, ob und wann es sich tatsächlich um Probleme mit den Faszien handelt. Zudem können funktionelle Störungen durch Röntgen und MRT nicht dargestellt werden.
Mediziner vermuten, dass durch unzureichende Bewegung und in Folge von zu wenig Muskelaktivität die Faszien unbeweglich werden. Doch diesem Zustand kann entgegen gewirkt werden. Faszien können durch regelmäßige federnde und wippende Bewegungen trainiert werden. Sollte man diese früher beim Dehnen vermeiden, sind diese heute durchaus erwünscht, da sie einen positiven Effekt auf die Faszien haben. Leichte Verklebungen können so gelöst werden.
Wenn die Verklebung noch nicht komplett vorangeschritten ist, kann diese also noch rückgängig gemacht werden. Geschieht dies nicht, verkleben die Faszien immer stärker. Im schlimmsten Fall können sie nur noch mit einem operativen Eingriff getrennt werden.

Ein sehr gutes Hilfsmittel zum Trainieren der Faszien sind so genannte Faszienrollen oder -kugeln, mit Hilfe derer die Fasern bearbeitet werden und Verklebungen gelöst werden können. Die Produkte aus Schaumstoff sind im Handel mittlerweile in vielen verschiedenen Ausführungen und Größen erhältlich. Ein regelmäßiges Training durch zahlreiche Übungen, die für alle Muskelgruppen entwickelt wurden, kräftigt die Faszien, macht sie wieder elastischer und verringert zudem die Anfälligkeit für Verletzungen. Hierbei wird die Durchblutung gefördert und Muskelverspannungen gelöst. Nach einigen Wochen zeigen sich bereits die ersten Erfolge, sichtbare Ergebnisse des Trainings erhält man nach ca. einem halben Jahr. Ein weiterer Vorteil dieses Trainingsgeräts: Sie können es überall verwenden, ob zuhause, im Fitnessstudio oder auch Outdoor. Durch das geringe Gewicht und Größe ist es jederzeit leicht transportiert und verstaut.

Fragen Sie in Ihrem Fitnessstudio oder Ihrer Physiotherapie nach Faszien-Tools und nutzen diese vor Ort für ein effektives Training.

Junge Frau mit einer kleinen Faszienrolle
Junge Frau mit einer Faszienrolle unter dem Rücken
Junge Frau führt mit zwei Faszienrollen eine Übung durch

Faszienrollen und -kugeln

Rückenschmerzen: Ursachen und Behandlung

Übergewicht, falsche Belastungen und Stress gehören zu den Risikofaktoren für Rückenschmerzen. Bewegung beugt vor. Viele Patienten leiden in den besten Jahren, zwischen 30 und 50, unter Rückenschmerzen. In der Regel besteht kein Grund zur Sorge. Meist klingen die Schmerzen schon nach wenigen Tagen oder Wochen ab. Voraussetzung ist allerdings eine rasche und richtige Behandlung. Zu viel Schonung schadet, weil eine längere Bettruhe wichtige Muskeln schwächt, die der Wirbelsäule Halt geben. Der wichtigste Rat bei Rückenschmerzen lautet also: Bewegen Sie sich vorsichtig, aber bewegen Sie sich weiter. 

Die Mediziner kennen bestimmte Risikofaktoren:

  • Übergewicht
  • ein bewegungsarmer Lebensstil
  • berufliche Tätigkeit: Belastung des Rückens durch stundenlanges Sitzen oder körperliche Arbeit wie schweres Heben und Tragen
  • Stress
  • Fehlhaltungen
  • seelische Belastungen

Eine kräftige Muskulatur ist für den Rücken besonders wichtig. Sie sorgt für Stabilität. Auf festen Halt ist vor allem die Wirbelsäule bei Menschen ab 40 Jahren angewiesen: Es ist ganz normal, dass die Bandscheiben mit zunehmendem Alter an Spannung verlieren. Dadurch wird die Wirbelsäule etwas instabil. Sind die Muskeln dann zu schwach, kann es zu krampfhaften Verspannungen kommen. Ursache für einen Hexenschuss ist zum Beispiel in der Regel eine akute Muskelverkrampfung.

  • Bandscheibenvorfall: Durch falsches Heben und Tragen oder durch ständige einseitige Belastung kann es passieren, dass der Faserknorpelring einer Bandscheibe reißt. Der weiche Gallertkern wird herausgedrückt und tritt vor. Er drückt auf die Nerven, was zu starken Schmerzen und sogar zu Lähmungserscheinungen führen kann. Suchen Sie bei Lähmungserscheinungen sofort einen Arzt auf!
     
  • Hexenschuss: Beim Heben, Bücken oder Drehen treten plötzlich stechende Schmerzen im Rücken auf.
     
  • Ischias-Beschwerden: Sie entstehen durch eine Nervenreizung am Rückenmarkskanal. Charakteristisch ist das einseitige Ausstrahlen der Schmerzen ins Gesäß und in den Oberschenkel, oft sogar in die Wade und bis hinunter zum Knöchel.

Akute und verspannungsbedingte Rückenschmerzen können oft durch Hausmittel behandelt werden: Ein heißes Bad, eine Wärmflasche, Wärmelampe oder ein Getreidekissen können helfen. Verschaffen Sie sich auch Bewegung. Falls die Verspannungen nach ein bis zwei Tagen nicht nachlassen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Mit Ausgleichsübungen, die die Rücken- und Bauchmuskulatur gezielt stärken, können Sie Rückenschmerzen vorbeugen. Am besten eignet sich dazu eine spezielle Wirbelsäulengymnastik, die um regelmäßigen Ausdauersport ergänzt werden kann. Sportliche Aktivitäten bauen außerdem Stress ab und vermindern das Risiko von chronischen Kreuzbeschwerden.

Tipp: Führen Sie ein Schmerztagebuch und beobachten Sie genau, wann die Rückenschmerzen auftreten und bei welchen Bewegungen sie stärker werden. Dies kann ein wichtiger Anhaltspunkt für die Diagnose sein.

Normalerweise genügt die so genannte konservative Behandlung: Schmerztherapie, Krankengymnastik, Massagen, Entspannungsübungen. Wenn die beschädigte Bandscheibe so auf die Nerven drückt, dass es zu Lähmungen kommt, ist jedoch eine Operation notwendig. Der Rückenschmerz kann mitunter bis ins Bein ziehen oder gar ein Kribbeln im Fuß oder Taubheitsgefühle verursachen.

Bei anhaltenden Kreuzbeschwerden ist ein aktives, mehrstufiges Behandlungskonzept erforderlich. Im Mittelpunkt steht die so genannte Funktionsverbesserung. Bei den Betroffenen ist die Muskulatur oft bereits stark geschwächt. Ein gezieltes körperliches Aufbautraining soll die Muskeln stärken. Positiver Nebeneffekt: Die Patienten lernen, dass Bewegung und körperliche Belastung nicht schaden, sondern das Wohlbefinden steigern. Durch die Funktionsverbesserung vermindern sich in der Regel auch die Schmerzen. Die Patienten erlernen außerdem spezielle Kraft- und Koordinationsübungen, die sich täglich am Arbeitsplatz oder in der Freizeit ausführen können.

Ergänzend sind Entspannungstechniken als aktive Maßnahmen zur Stressbewältigung. Viele Patienten mit chronischen Rückenschmerzen weisen Symptome einer leichten Depression auf. Um die Stimmungslage zu verbessern und neuen Mut zu schöpfen, kann eine Psychotherapie hilfreich sein. Bei chronischen Rückenschmerzen ist eine sehr individuelle Behandlung erforderlich. Die Betroffenen sollten sich deshalb möglichst an einen auf Rückenschmerz spezialisierten Arzt wenden.

Bewusst leben: Gesunder Rücken

Bewusst leben: Gesunder Rücken

Jumping-Fitness – Sport am Trampolin

Viele von Ihnen werden das Trampolin noch aus Kindheitstagen als lustiges Spaßgerät kennen, auf dem man wunderbar herum springen konnte. Doch inzwischen ist Sport mit dem Trampolin nicht nur angesagt, sondern auch ein echt Fitmacher. Der Trend heißt Jumping-Fitness und kann entweder in der Gruppe im Studio oder daheim im Wohnzimmer durchgeführt werden.

Wenn Sie auf dem Trampolin trainieren, wird direkt die Fettverbrennung angeregt. Dabei werden im Schnitt mehr Kalorien pro Stunde verbrannt als beim Jogging mit gleicher Belastung. Durch die ständige Wechselwirkung zwischen Spannung und Entspannung sowie dem Federeffekt kommt jede Körperzelle in Schwung, Bein- und Rumpfmuskulatur werden sanft belastet und entlastet, Sehnen und Bänder werden gestärkt. Das weiche Sprungtuch und die Federung belasten kaum den Halte- und Stützapparat. Orthopädische Beschwerden gibt es beim Trampolinspringen deshalb äußerst selten. Noch besser: Man kann ihnen sogar vorbeugen. Denn der Druck beim Aufkommen auf die Sprungfläche stärkt die Knochen und wirkt so gegen Osteoporose. Ebenso lösen sich durch lockeres Hin- und Herschwingen Verspannungen und Rückenschmerzen. Ihr Kreislaufsystem wird aktiviert und Ihr Lymphsystem kommt in Schwung. Durch das Auf und Ab und den wechselnden Übungen wird Koordination und Motorik gefördert. Dies beugt Senilität vor, weil die vielfältigen Stellreflexe des Bewegungsapparates während des Trainings und die dabei entstehenden Augenbewegungen die Gehirnfunktionen stimulieren.

Vielen Studios bieten bereits spezielle Kurse mit dem Trampolin an. Beim so genannten Jumping-Fitness werden zu rhythmischer Musik teils schnelle, teils langsame Sprünge, Schritte und Kombinationen aus Aerobic und Kraftsport ausgeführt. Die Schwerkraft und Federeffekt des Trampolins sorgen dabei für die nötige Belastung. Dieses Training ist sehr gelenkschonend und bietet gerade für übergewichtige Personen einen großen Vorteil. In gut ausgestatteten Fitnessstudios wird natürlich an speziellen Sporttrampolinen mit besonderer Federung und Griffen zum Festhalten trainiert.

Übungen auf dem Trampolin haben eine enorme Wirkung auf Ihr Lymphsystem, das für die Entgiftung des Körpers zuständig ist. Die Menge, der Lymphflüssigkeit, die von dem System verarbeitet und gereinigt wird, kann mittels der Bewegungen um ein Vielfaches gesteigert werden.

Sie können sich Gewebe im Körper wie eine Art Schwamm vorstellen, der sich nach und nach vollsaugt. Bei jedem Abfedern auf dem Trampolin wird dieser Schwamm ausgepresst und saugt sich beim Sprung in der Schwerelosigkeit wieder mit frischer Zellflüssigkeit voll. Dadurch wird der Stoffaustausch verbessert und der Körper entgiftet effektiv. Das Training hat noch einen anderen Effekt auf unser Bindegewebe. Dies neigt mit der Zeit dazu, Säuren einzulagern und dann zu schmerzen. Um diese Säuren aus den Gewebeschichten herauszupressen, greift man gern auf so genannte Faszienrollen zurück. Eine ähnliche Wirkung wird aber auch auf dem Trampolin erzielt. Besonders Patienten mit Fibromyalgie, einer chronischen Krankheit bei der der gesamte Körper schmerzt, haben so die Möglichkeit sich schmerzfrei und mit Freude zu bewegen.

Die meiste Zeit des Tages stecken unsere Füße in Schuhen. Manche mehr – manche weniger bequem. Dadurch wird die Muskulatur in den Füßen weniger gefordert und unsere Füße werden unbeweglicher und schwach. Auf dem Trampolin empfehlen wir Ihnen deshalb, öfter ohne Schuhe zu trainieren – im besten Fall sogar barfuß oder nur mit rutschfesten Socken. Das mindert zum einen das Verletzungsrisiko durch Umknicken, zum anderen werden die sensorischen Impulse so von der Fußsohle direkt und ohne eine reizmindernde Schuhsohle dazwischen zum Gehirn weiter geleitet. Weiterhin bleiben Ihre Füße dadurch beweglich und stark, was für einen aufrechten und sicheren Gang wichtig ist.

Im Handel werden spezielle Jumping- oder Fitness-Trampoline angeboten. Diese sind circa einen Meter im Durchmesser, was völlig ausreichend für die Übungen ist. Zusätzlich besitzen diese noch einen Haltegriff, um die Sicherheit beim Federn zu gewährleisten. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Geräte TÜV-geprüft sind und auf die Angabe zum Körpergewicht. Diese sollte mit Ihrem Körpergewicht übereinstimmen, damit Ihr Trampolin optimale Rücksprungeigenschaften hat. Im Zweifelsfall lassen Sie sich im Sportfachhandel beraten. Der Rand mit den Federn oder Gummibändern sollte zudem ausreichend gepolstert sein.

Schlafmangel gefährdet auf Dauer die Gesundheit

Wer unter Schlafmangel leidet, gefährdet damit seine Gesundheit. Es sinken Leistungsfähigkeit und Konzentration, dies führt insbesondere im Alltagsgeschehen zu einer höheren Belastung im Job. In den seltensten Fällen sind die Ursachen von Schlafstörungen organisch bedingt, oft liegen sie in den jeweiligen Lebensgewohnheiten begründet. Durch kleine Änderungen dieser Lebensgewohnheiten kann schon eine große Wirkung erzielt und Abhilfe geschaffen werden. Helfen können neben einer ausgewogenen Ernährung und dem Schaffen von idealen äußeren Umständen auch gezielte Bewegungsprogramme, Entspannungs- und Stressbewältigungsübungen. Viele kleine Gewohnheiten lassen sich ganz einfach umstellen. Wir haben Ihnen Tipps für einen besseren Schlaf zusammengestellt.

  • letzte Mahlzeit des Tages: möglichst vor 19 Uhr, fettarm, mild gewürzt
  • Obst: Bananen
  • Getränke am Abend: Milch mit Honig, Tee (Kräuter- und Früchtetee), ein Glas Rotwein
  • Bewegung: gezielte Entspannungsübungen am Abend, sportliche Betätigung im Tagesverlauf
  • äußere Umstände: komfortables/bequemes Bett, abgedunkelter Raum
  • letzte Mahlzeit des Tages: viel Hülsenfrüchte, Kohlgemüse, Rohkost und Müsli
  • Obst: Zitrusfrüchte
  • Getränke am Abend: koffeinhaltige Getränke (Kaffee, Cola, schwarzer oder grüner Tee), übermäßiger Alkoholgenuss
  • Bewegung: zu hohes Maß an sportlicher Betätigung am Abend
  • äußere Umstände: zu hohe Zimmertemperatur (> 18°C), Helligkeit, zu hohe Geräuschkulisse

Studentenfutter – Nervennahrung für zwischendurch

Die leckere Mischung aus Früchten und Nüssen ist ein abwechslungsreicher Genuss, der viele Anhänger hat. Kein Wunder: Vitamine und Omega-3-Fettsäuren stärken das Gehirn, während verschiedene Mineralstoffe eine ausgewogene Ernährung ergänzen. Doch neben vielen gesunden Inhalten verbergen sich darin auch zahlreiche Kalorien. Bei uns erfahren Sie mehr über die beliebte Knabberei.

Das Studentenfutter ist als energiereiche Zwischenmahlzeit oder auch zur Abrundung eines gemütlichen Fernsehabends nicht mehr wegzudenken. Wem die herkömmliche Variante mit Rosinen zu eintönig ist, der kann stattdessen auf weniger bekannte Sorten zurückgreifen. Besonders fruchtig schmeckt es mit getrockneten Cranberries. Für exotischen Genuss sorgen Mischungen mit Mango, Ananas oder Kokosraspeln. Zusätzlichen Knabberspaß versprechen z.B. Mischungen mit Erdnüssen.

Gerne wird der Nuss-Frucht-Mix auch als "Nervennahrung" bezeichnet, da das enthaltene Vitamin B die Konzentration steigert und Fruchtzucker sowie Kohlenhydrate die geistige Leistungsfähigkeit erhöhen. Auch die in den Nüssen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren wirken stärkend für das Gehirn – genau das Richtige für Schüler und Studenten, die geistig fit sein müssen.

Die Bezeichnung "Studentenfutter" hängt aber nicht nur mit letzt genannter Eigenschaft zusammen, sondern hat auch einen geschichtlichen Hintergrund: Als die Nascherei im 17. Jh. aufkam, konnte sich nur die gesellschaftliche Oberschicht den zur damaligen Zeit teuren Genuss gönnen. Zu dieser gehörten auch Studenten, die meist aus einem vermögenden Elternhaus stammten. Angeblich nutzten sie die Nuss-Mischung als Stärkung während des anstrengenden Lernens, was dem Studentenfutter seinen Namen gab.

Bis heute ist der nährstoffreiche Snack bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt. Auch für Sportler erfüllt er einen positiven Nutzen: Die Mischung leistet einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur benötigten Protein- und Energieversorgung. Gesund ist sie außerdem durch die enthaltenen Ballaststoffe, Vitamine sowie Mineralstoffe und Spurenelemente. Für den Energieschub zwischendurch sollte das Studentenfutter jedoch lieber in Maßen als in Massen genossen werden, denn Nüsse enthalten sehr viel Fett und sind demnach eine kalorienreiche Knabberei.

Eine gute Nachricht: Es handelt sich dabei um ungesättigte Fettsäuren. Diese wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und helfen somit Herz- und Kreislauferkrankungen vorzubeugen. Außerdem sind Nüsse von Natur aus natriumarm – aus diesem Grund ist Studentenfutter auch als Nascherei für Menschen mit Bluthochdruck bestens geeignet. Für die korrekte Lagerung empfiehlt sich ein kühler und trockener Ort, damit die Nüsse nicht ranzig werden, sondern knackfrisch bleiben.

Getrocknete Früchte: Neben der klassischen Variante mit Rosinen sind mittlerweile auch viele andere Sorten getrockneter Früchte im Studentenfutter zu finden. Durch die Trocknung gehen einige Vitamine verloren. Trotzdem enthält das Obst noch Reste davon sowie Mineralstoffe und Spurenelemente. Durch die natürliche Süße, die durch die Konzentration des Fruchtzuckers entsteht, stillen die Früchte den Heißhunger auf Schokolade & Co.

Walnüsse: Die leckeren Nüsse sind wohl jedem bekannt. Ihrer positiven Wirkung sind sich hingegen nur die Wenigsten bewusst: Walnüsse haben einen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren und sind so besonders gut für die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Mineralien und Vitamine machen sie zu einem gesunden Gesamtpaket.

Paranüsse: Diese beliebte Nuss enthält einen hohen Anteil an Proteinen, was sie besonders nahrhaft macht. Damit verbunden ist jedoch auch eine entsprechende Anzahl an Kalorien, weshalb Sie die Paranuss in Maßen genießen sollten. Da sie reich am Spurenelement Selen ist, hat sie eine positive Wirkung auf das Immunsystem und schützt die Zellen vor freien Radikalen, die Krebs begünstigen können.

Haselnüsse: Mit dem enthaltenen Calcium und Eisen trägt die Haselnuss zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung bei. Die runde Nuss mit der festen Schale ist eine kleine Vitaminbombe: U.a. enthält sie die Vitamine A, C, Eund zum Teil B.

Mandeln: Die Mandel enthält neben vielen verschiedenen Mineralstoffen auch Folsäure. Dieser Stoff ist wichtig für die Zellbildung. Besonders Schwangere sollten auf eine ausreichende Zufuhr von Folsäure achten, da das Vitamin für eine gesunde Entwicklung des Kindes notwendig ist.

Cashewnüsse: Ein Vorteil der Cashewnuss besteht in dem geringen Fettanteil, den sie verglichen mit anderen Nüssen hat. Mit einem hohen Gehalt von Magnesium und Kupferwirkt sie sich positiv auf Muskeln, Knochen und Bindegewebe aus.

Sie möchten nicht mehr auf Fertigmischungen aus dem Supermarkt zurückgreifen, sondern stattdessen selbst Ihr leckeres Studentenfutter zusammenstellen? Kein Problem! Greifen Sie sich einfach die Zutaten, die Ihnen besonders gut schmecken und mischen Sie diese, wie es Ihnen gefällt.

Für 500 g Studentenfutter benötigen Sie:

  • 50 g Rosinen
  • 50 g getrocknete Bananenchips
  • 100 g Haselnüsse
  • 100 g Cashewnüsse
  • 50 g Mandeln
  • 50 g Paranüsse
  • 100 g Walnüsse

Schutz vor gefälschten Medikamenten

Noch nie waren so viele gefälschte Medikamente in der Europäischen Union im Umlauf. Besonders betroffen sind Präparate, die über das Internet gehandelt werden. Angesichts der großen Menge von Arzneimittelfälschungen geht das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) davon aus, dass in fast allen Anwendungsbereichen gefälscht wird. Besonders Antibiotika, Malariamittel, Cholesterinsenker, Anti-Baby-Pille, Schmerz-, Potenz- und Haarwuchsmittel enthalten entweder gar keinen, zu wenig, zu viel oder einen anderen Wirkstoff.

Für den Verbraucher sind diese Produkte so gut wie nicht erkennbar. Skepsis ist dann angebracht, wenn Verpackung oder Beipackzettel fehlen, die Gebrauchsinformation nur in einer fremden Sprache vorhanden ist, die gewünschte Wirkung ausbleibt oder eine andere eintritt. Auch Risse in Tabletten oder Verfärbungen von Medikamenten deuten darauf hin, dass es sich um unechte Präparate handelt. Gehandelt werden diese Produkte vor allem über das Internet. Verdächtig sind besonders Versandapotheken, die verschreibungspflichtige Mittel als verschreibungsfrei anbieten. Aber auch auf Märkten im Ausland werden häufig gefälschte Arzneien angeboten, weshalb vor einem Kauf im Urlaub gewarnt wird.

Die EU-Kommission will deshalb Maßnahmen für eine bessere Patientensicherheit durchsetzen. Der Weg einer Arznei soll von der Herstellung bis zum Verkauf in jeder Stufe sicher zurückverfolgt werden können. Barcode und Siegel auf den Packungen sollen zusätzlich Sicherheit vermitteln.

Unser Tipp

Wer kein Risiko eingehen will, sollte Medikamente in einer zugelassenen Apotheke vor Ort oder bei einer seriösen Versandapotheke kaufen. Die für Deutschland zum Versandhandel zugelassenen Apotheken sind durch ein Sicherheitslogo des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) erkennbar.

Aktuelle Listen

www.dimdi.de

Mehr Wohlbefinden mit Tee

Ob schwarz, weiß oder grün, als Kräuter- oder Fruchtaufguss: Tee schmeckt, ist vielseitig und tut gut. Auch für Ihren Geschmack ist sicher eine Sorte dabei. Für die Engländer ist der Tee übrigens Nationalgetränk. Aber auch in Deutschland genießen ihn immer mehr Menschen in unterschiedlichsten Varianten. Eine heiße Tasse verwöhnt Körper und Seele. Duftende Kräutertees vertreiben Müdigkeit und helfen bei Erkältungen. Tee entspannt, belebt, erfrischt – ganz nach Ihrer Wahl. Und Tee lässt sich genauso schnell zubereiten wie Kaffee.

In Asien wird Tee seit Jahrtausenden nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern auch wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften genossen. Schwarzer, grüner und weißer Tee sind gute Lieferanten von sekundären Pflanzenstoffen, die im Körper entzündungshemmend und krebsvorbeugend wirken. Außerdem enthält Tee Gerbstoffe, die beruhigend auf den Verdauungstrakt wirken. Schwarzer Tee kann also z.B. auch gegen Durchfall eingesetzt werden. Je länger der Tee zieht, desto stärker die Wirkung - umso bitterer ist allerdings auch der Geschmack.

Wer lieber eine sanft anregende Wirkung bevorzugt, sollte auf eine Tasse Tee zurückgreifen: Aufgebrühter Tee hat nur etwa halb soviel Koffein wie eine Tasse heißer Kaffee. Außerdem sorgt er für körperliches und seelisches Wohlbefinden: Die ätherische Öle stimulieren die Sinne. Auch für die Zähne lohnt der heiße Aufguss, denn neben den karieshemmenden Polyphenolen enthält Tee Fluorid, und das stärkt den Zahnschmelz. Je nach Koffeinverträglichkeit können Sie Tee über den ganzen Tag genießen. Einzige Ausnahme: Zum Essen sollten Sie keinen Schwarztee trinken, da die Eisenaufnahme gehemmt werden könnte.

Die große Auswahl an Kräutern und Früchten hilft, Körper und Seele zu wärmen. So macht Lindenblütentee fit bei Schnupfen, Salbei hilft bei Halsentzündungen, Johanniskrauttee hellt die Stimmung auf. Doch Vorsicht: Kräutertees sind Heilmittel und als einzelne Sorten nur in Maßen zu verwenden. Für den dauerhaften, durstlöschenden Gebrauch sind ausgewogene Mischungen empfehlenswert. Steigern Sie Ihre Abwehrkräfte mit einem Tee aus Hagebuttenschalen – der enthält viel Vitamin C und beugt Erkältungen vor!

Für den Schwarzen, Grünen und Weißen Tee werden Blätter, Blattknospen und Stiele der Teepflanze Camilla sinensis verwendet. Kräutertee und Früchtetee sind streng genommen keine Tees, da sie lediglich aus Blüten, Blättern oder ganzen Früchten anderer Pflanzen hergestellt werden. Wählen Sie Tee entsprechend Ihrer Tagesform und Stimmung, und probieren Sie hin und wieder mal etwas Neues aus.

  • Schwarzer Tee wird durch den Oxidationsprozess fermentiert. Geschmacklich kann er als blumig bis malzig beschrieben werden. Zu den bekanntesten Sorten zählen Darjeeling, Ceylon und Assam.
  • Beim Grünen Tee werden blatteigene Enzyme durch Hitze inaktiv. Die Fermentation wird gestoppt und die ursprünglich grüne Farbe erhalten. Er weist leicht herben Geschmack auf.
  • Weißer Tee, das sind junge, seidige Blattknospen aus der chinesischen Provinz Fujian. Er zeichnet sich durch einen hellen Aufguss mit zart aromatischem Geschmack aus. Gerade weiße Tees haben oft einen hohen Koffeingehalt.
  • Pu-Errh-Tee wird auch Roter Tee genannt. Die Inhaltsstoffe sind weitgehend identisch mit Schwarztee.
  • Rotbuschtee wird erzeugt aus den nadelartigen Blättern der südafrikanischen Rooisbos-Pflanze. Er ist sehr bekömmlich und enthält kein Koffein.
  • Kräutertee wird aus Kräuterpflanzen hergestellt, wie beispielsweise Pfefferminze, Lindenblüte oder Salbei.
  • Früchtetee wird heute zumeist als Mischung aus Fruchtbestandteilen angeboten, enthält zum Beispiel Apfelstücke, Hagebuttenschale oder Hibiskusblüten. Sie können aber auch einzelne Sorten unbedenklich genießen.
  • Aromatisierter Tee wird durch Beimischung von Blüten oder Gewürzen hergestellt, die ihren Geruch und Geschmack auf den Tee übertragen und später wieder ausgesiebt werden. Natürliche Aromen sind rein natürlichen Ursprungs, naturidentische Aromen sind hingegen in der Natur nachgewiesene, synthetisch nachempfundene Stoffe.

Die Zubereitung von Tee – auch von losem Tee – ist sehr einfach. Neben den allgemeinen Empfehlungen sollten Sie auf die Angaben des Herstellers und vor allem auf Ihre persönlichen Geschmacksvorlieben achten.

  • Verwenden Sie für die Teezubereitung möglichst weiches Wasser. Hartes Wasser kann den Geschmack und die Farbe des Tees beeinträchtigen.
  • Pro Tasse füllen Sie etwa einen Teelöffel losen Tee in einen Filter oder ein Sieb. Tipp: Der Tee hält sich länger warm, wenn Sie die Kanne mit heißem Wasser vorwärmen.

Was Sie bei der Zubereitung sonst noch beachten sollten:

  • Schwarzen Tee mit kochendem Wasser übergießen. Die Ziehzeit für eine anregende Wirkung ist zwei bis drei Minuten. Nach mehr als drei Minuten wird Schwarztee meist bitter.
  • Früchte-, Kräuter- und Rotbuschtee sollten ebenfalls mit kochendem Wasser zubereitet werden. Früchte- und Kräutertee ziehen mindestens fünf Minuten, Rotbuschtee nur etwa drei Minuten.
  • Grünen und weißen Tee mit gekochtem, auf etwa 70-80 Grad abgekühltem Wasser übergießen und etwa zwei Minuten ziehen lassen.

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Essstörungen – Mehr als nur Diät halten

Essen ist Nahrungsaufnahme, Lebensqualität, Genuss und oft auch soziales Miteinander - somit also ein wichtiger Teil des täglichen Lebens. Für manche Menschen ist es jedoch der zentrale Lebensmittelpunkt: Wenn sich alle Gedanken und Handlungen nur noch darum drehen, wann wie viel gegessen oder eben dies vermieden werden kann, ist das ein erster Anhaltspunkt für eine Essstörung. 
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geht davon aus, dass etwa drei bis fünf Prozent der Bevölkerung darunter leiden. Besonders gefährdet sind Jugendliche und junge Erwachsene, wobei Mädchen ein höheres Risiko für diese Erkrankung haben, als Jungen. Einer von fünf Teenagern zeigt zudem einzelne Symptome des gestörten Verhältnisses zum Essen.
Essstörungen gehören zu den psychischen Erkrankungen und sollten als solche unbedingt behandelt werden. In erster Linie werden drei Arten unterschieden, die wir für Sie im Folgenden genauer beleuchten möchten.   

Bei der Magersucht, deren wissenschaftlicher Name „Anorexia nervosa“ ist, sind die Betroffenen stark auf ihre Nahrungsaufnahme bzw. auf die Vermeidung dieser fixiert. Sie verlieren im Zuge ihrer Erkrankung viel Gewicht und sind meist sehr dünn. In der Regel spricht man bei einem BMI (Body-Mass-Index) von unter 17,5 von Magersucht. Menschen mit dieser Erkrankung haben starke Angst vorm Zunehmen und treiben nicht selten exzessiv Sport. Magersüchtigen geht es nicht allein darum, schlank zu sein. Meist handelt es sich um sehr ehrgeizige, disziplinierte Menschen, die immer die Kontrolle behalten möchten und unter starkem Druck stehen. Die Selbstkontrolle wird schließlich zur Sucht, vor allem weil der Körper infolge der Extremsituation Endorphine, als Glückshormone, ausschüttet. Oft leiden die Betroffenen an tiefergehenden psychischen und sozialen Problemen, die sich schließlich in der Essstörung äußern.

Die Folgen einer Magersucht für den Körper sind lebensbedrohlich. So kann es zu Schäden der inneren Organe sowie Herzfunktionsstörungen kommen. Depressionen, welche die Magersucht häufig begleiten, führen mitunter zu Selbstmordgedanken. Durch den großen Gewichtsverlust gerät der Hormonhaushalt durcheinander – bei Frauen hat dies ein Ausbleiben der Regelblutung zur Folge, bei Männern droht Impotenz. Der mit der Erkrankung verbundene Nährstoffmangel führt zu Muskel- und Knochenschwund, Nägel und Haare werden brüchig und die Haut trocken. Das Zahnfleisch geht zurück, was sogar Zahnverlust mit sich bringen kann.

Hilfe finden Betroffene und ihre Angehörigen u.a. in Selbsthilfegruppen sowie bei Beratungsstellen, Ärzten und Therapeuten. Sollte eine ambulante Therapie keinen Erfolg bringen oder ist die Krankheit bereits besonders stark ausgeprägt, ist ein Aufenthalt in einer Spezialklinik für Essstörungen notwendig.

Die Esssucht, auch Binge-Eating-Störung genannt, äußert sich durch wiederkehrende Essanfälle, während die betroffenen Personen scheinbar wahllos übermäßig viel Nahrung zu sich nehmen. Dabei können sie die Attacken nicht kontrollieren, verlieren jedes Sättigungsgefühl und hören erst bei auftretender Übelkeit oder Magenschmerzen auf. 
Charakteristisch für die Erkrankung sind die anschließenden Schuld- und Ekelgefühle, die auf das Essen folgen. Auch während der Essattacken empfinden die Betroffenen keinen Genuss, sondern fühlen sich häufig deprimiert. Aus Scham verstecken sie das Essen vor anderen und gehen ihrer Sucht heimlich nach. Zwischen dieser extremen Form der Nahrungsaufnahme neigen die Erkrankten zum unregelmäßigen Essen, halten Diät oder fasten, um die aufgenommenen Kalorien wieder auszugleichen. Dies gelingt jedoch nicht, so dass die Betroffenen meist an starkem Übergewicht (Adipositas) mit einem BMI über 30 leiden. Charakteristisch ist auch das geringe Selbstwertgefühl, welches mit der Unzufriedenheit über den eigenen Körper zusammenhängt. Im Gegensatz zur Magersucht oder Bulimie spielt exzessiver Sport oder der Missbrauch von Abführmitteln bei der Binge-Eating-Störung keine Rolle. 
Das Krankheitsbild geht oft einher mit anderen psychischen Störungen und Abhängigkeiten. Wer an einer Esssucht leidet hat beispielsweise ein stark erhöhtes Risiko dafür, begleitend an einer Depression zu erkranken oder in eine Alkoholsucht zu geraten.
Verstärkt wird die Krankheit, deren Ursprünge in familiären Vorbelastungen, bei psychischen Erkrankungen oder auch Übergewicht mit einhergehendem Mobbing in der Kindheit liegen können, zum Beispiel durch Stress oder emotional belastende Situationen. 
Die körperlichen und gesundheitlichen Folgen der Esssucht bedingen sich durch das damit verbundene Übergewicht: Herz-Kreislauf-Störungen, Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Diabetes und Gelenkbeschwerden sind einige von ihnen. Durch die enorme psychische Belastung ist auch das Risiko für Selbstverletzungen oder einen Suizid erhöht.  

Ebenso wie bei der Magersucht ist zur Bewältigung der Erkrankung eine Therapie notwendig. Diese kann ambulant oder stationär erfolgen. Um Rückfälle zu vermeiden, spielt die regelmäßige Nachsorge eine große Rolle beim Genesungsprozess. 

Eine besondere Gefahr liegt in der verzerrten Selbstwahrnehmung der Betroffenen. Sie können ihr Gewicht nicht mehr richtig einschätzen und haben ein unrealistisches Körperbild – egal wie dünn sie bereits sind, sie fühlen sich immer noch zu dick. Werden sie auf ihr Untergewicht angesprochen, leugnen sie dieses. Sie kontrollieren ihr Gewicht regelmäßig, mitunter sogar mehrmals am Tag.

Die Folgen einer Magersucht für den Körper sind lebensbedrohlich. So kann es zu Schäden der inneren Organe sowie Herzfunktionsstörungen kommen. Depressionen, welche die Magersucht häufig begleiten, führen mitunter zu Selbstmordgedanken. Durch den großen Gewichtsverlust gerät der Hormonhaushalt durcheinander – bei Frauen hat dies ein Ausbleiben der Regelblutung zur Folge, bei Männern droht Impotenz. Der mit der Erkrankung verbundene Nährstoffmangel führt zu Muskel- und Knochenschwund, Nägel und Haare werden brüchig und die Haut trocken. Das Zahnfleisch geht zurück, was sogar Zahnverlust mit sich bringen kann. Auch sinken Blutdruck und Körpertemperatur der Betroffenen – aus diesem Grund frieren Magersüchtige ständig.

Neben den körperlichen Schäden sind auch die sozialen Folgen schwerwiegend: Die Patienten ziehen sich zurück und drohen zu vereinsamen. Die Angst, sich vor anderen zu offenbaren oder sich für das eigene Essverhalten rechtfertigen zu müssen, spielt dabei ebenfalls eine Rolle. Andere Bereiche des Lebens wie Schule, Beruf oder Freizeitaktivitäten werden aufgrund der ständigen Beschäftigung mit der Nahrungsaufnahme vernachlässigt oder ihnen kann durch die Schwächung des Körpers nicht mehr nachgegangen werden.

Die dritte Form der Essstörungen bildet die "Bulimia nervosa", kurz Bulimie genannt. Ähnlich wie bei der Esssucht äußert sie sich ebenfalls mit anfallartigen Essattacken, welche die Betroffenen nicht stoppen können. Da sie jedoch große Angst vor dem Zunehmen haben, erbrechen Bulimiker im Anschluss die Nahrung wieder oder nutzen Abführmittel. Auch Hungern und Fasten sowie viel Sport sind charakteristisch für das Krankheitsbild.
Oft bleiben Bulimie-Erkrankungen auch von nahestehenden Personen lange Zeit unentdeckt, da die Betroffenen ihr Ess-Brech-Verhalten im Verborgenen ausleben und ihr Körpergewicht meist im Normalbereich liegt.
Auslöser können ein Verlust, eine Trennung oder Schwierigkeiten mit den körperlichen Veränderungen in der Pubertät sein. Die Ursache liegt, wie bei den anderen bekannten Essstörungen, jedoch meist tiefer. Das Selbstwertgefühl der Betroffenen ist stark abhängig von ihrem Gewicht und Aussehen. Auch wenn die körperlichen Folgen nicht so offensichtlich sind wie bei der Magersucht oder Binge-Eating-Störung, so sind sie doch gravierend: Das häufige Erbrechen schädigt Zähne und Speiseröhre, durch den Wechsel von übermäßiger Nahrungsaufnahme und Hungern kann es zu Störungen des Verdauungstraktes kommen. Auch Nährstoffmangel und damit einhergehend Haarausfall, Zyklusstörungen und Konzentrationsprobleme sind keine Seltenheit. In schweren Fällen kann die Ess-Brech-Sucht zu einer Störung der Nebennierenfunktion oder Rissen in Magen und Speiseröhre führen.  

Auch bei dieser Essstörung ist eine ambulante Behandlung, in schwerwiegenden Fällen auch der Aufenthalt in einer Tagesklinik oder die stationäre Betreuung, notwendig. 

Neben diesen drei Hauptarten von Essstörungen sind auch Mischformen bekannt und sogar sehr häufig. Sie werden allgemein als "atypische Essstörung" benannt, jedoch nicht näher bezeichnet. 

Gesund werden: Essstörungen

Gesund werden: Essstörungen

Gruseln, Schaudern, Fürchten & weshalb wir es so mögen

Wir fürchten uns gerne, auch wenn wir uns dabei unterbewusst sicher fühlen und genießen das Auf und Ab der Gefühle. Geisterbahnen, Horrorfilme, Schauergeschichten – seit jeher mögen es die Menschen, sich zu fürchten und zu erschrecken. Kennen Sie das leichte Kribbeln im Bauch, nachdem Sie sich erschreckt haben und hinterher lachen mussten? Generell ist Angst ein ganz natürlicher Reflex unseres Körpers, um mit gefährlichen Situationen und fremdartigen Dingen umzugehen und uns in Alarmbereitschaft zu versetzen. Der Körper reagiert mit der Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin. Haben wir jedoch die Gewissheit, dass uns nichts passieren kann und wir in Sicherheit sind, geht eine Welle der Entspannung, Erleichterung und Freude durch den Körper. Es werden Glückshormone ausgeschüttet, die uns ein wohliges Gefühl bescheren. Wir fangen an, die furchteinflößende Situation zu genießen. Forscher sprechen von einer so genannten "Angstlust".

Besonders Kinder lieben den Wechsel zwischen dem Aufgeben und Wiedererlangen von Sicherheit. Dabei lernen sie spielerisch mit der Angst in einer Bedrohungslage und den negativen Gefühlen, wie zum Beispiel Aufregung und Stress, umzugehen. Als einfachstes Beispiel lässt sich dabei das "Fangenspielen" nennen. Die Angst verfolgt und geschnappt zu werden, löst dabei den natürlichen Fluchtreflex aus. Kleinkinder lieben es, von ihren Eltern gejagt und gefangen zu werden, weil sie die innere Gewissheit haben, dass ihnen nichts passiert. Sie reagieren deshalb mit lautem Lachen, wenn sie durch die Wohnung flitzen. Würde dies ein Fremder versuchen, fiele die Reaktion dagegen ganz anders aus.
Vorschulkindern bereitet es viel Freude, selbst in die Rolle von Monstern und Gespenstern zu schlüpfen und sich gegenseitig zu erschrecken. Im Spiel stellen sie sich ihren Ängsten und können ihren Mut entdecken. So lernen sie, dass sie mit ihren Ängsten umgehen und diese bewältigen können.

Merkwürdigerweise sind es nicht die achtarmigen, dreiköpfigen, feuerspeienden, fliegenden Monster, die uns am meisten Angst bereiten, sondern die Figuren, die uns Menschen eher sehr ähneln. Völlig künstliche und hochabstrakte Figuren werden meist eher sympathisch und akzeptabler wahrgenommen. Menschenähnliche Figuren wie Horrorclowns und Zombies sind hingegen sehr viel angsteinflößender. Dies hat mit der Verschiebung zwischen Wahrnehmung und Erwartung zu tun. Diese Figuren sind uns dann zwar sehr ähnlich, aber eben doch nicht menschlich. Diese Abweichung macht uns misstrauisch und irritiert uns. Sehen wir einen Menschen, erwarten wir, dass er sich auch wie einer verhält. Tut er es dann nicht, entsteht eine große Lücke zwischen der Akzeptanz und der Menschenähnlichkeit. Dieses Phänomen wurde erstmals in den 1970er Jahren näher beleuchtet und nennt sich "Uncanny-Valley-Phänomen" (Das unheimliche Tal).  

Schaut man sich die alten Mythen und Sagen an, fällt auf, dass die Menschen für unerklärliche Dinge übernatürliche Wesen wie Drachen, Geister und Riesen verantwortlich gemacht haben. Sie fürchteten sich vor Dingen, die sie direkt oder indirekt bedrohten. An Außerirdische, Zombies oder Roboter hat damals natürlich noch niemand gedacht. So hat jede Zeit ihre eigenen "Monster".
Frankenstein entstand 1818 und symbolisierte die Angst vor ethischen Grenzüberschreitungen durch den technischen Vorsprung. Godzilla, die mutierte Riesenechse, entstand nach den beiden Atombombenabwürfen auf Japan und den zahlreichen weiteren Tests im Pazifik, da die Menschen Angst vor Verstrahlung und Mutationen hatten. Die Furcht vor Außerirdischen beschäftigte die Menschen mit dem Beginn der Raumfahrt in den 1950er und 1960er Jahren.
Die Monster unserer Zeit sind Aliens, Zombies und Cyborgs, da diese Figuren die zeitgeistigen Ängste vor beispielsweise Pandemien, fehlgeschlagenen wissenschaftlichen Experimenten oder unkontrollierbarer Technik widerspiegeln. Somit sind die jeweiligen Figuren auch ein Anhaltspunkt, welche Sorgen und Ängste die Menschen beschäftigen.   

Geister-Basteltipp

Wir haben Ihnen eine kleine Bastelanleitung zu Halloween vorbereitet, mit der Sie für die richtige Stimmung sorgen. Einfach ausdrucken, ausschneiden und mit Zwirn aufhängen. Viel Spaß dabei!

  Vorlage

Microneedling – Wenn Schönheit unter die Haut geht

Zugegeben: Es klingt wenig einladend, sich das Gesicht mit einer kleinen Walze oder einem Stift behandeln zu lassen, der mit Nadeln gespickt ist. Doch genau so funktioniert ein neuer Schönheitstrend, auf den mittlerweile nicht nur Schauspieler und Models schwören: Microneedling ist in Hautarztpraxen und Kosmetikstudios gleichermaßen angekommen. Selbst Zuhause kann die Behandlung, mit den richtigen Vorbereitungen und dem nötigen Equipment, durchgeführt werden. Wir haben für Sie genauer hingeschaut und verraten Ihnen alles über die Anwendung.   

Unter Microneedling versteht man einen minimalinvasiven Eingriff, bei dem es durch feine Nadeleinstiche zu Verletzungen der Haut kommt. Das soll die Erneuerung der Hautzellen anregen und Falten sowie Narben oder Pickelmale lindern. Auch bei Haarausfall, Pigmentstörungen oder Cellulite kann Microneedling eingesetzt werden. Indem der Körper versucht, die entstandenen Schäden zu beheben, wird die Bildung der Stoffe Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure angeregt. Das wiederrum verspricht eine straffe Haut, in der sich statt Narbengewebe neue Zellen bilden. Im Anschluss an die Behandlung aufgetragene Cremes oder andere Pflegeprodukte können tief in die Hautschichten dringen und dort wirken. Auf Dauer sieht die Haut rosig und erfrischt aus, da die Behandlung auch die Durchblutung anregt.
Inwieweit das Microneedling Schmerzen bereitet, hängt vom persönlichen Empfinden und der Beschaffenheit der Haut ab. Abhilfe können betäubende Cremes schaffen, die vor allem in der medizinischen Anwendung zum Einsatz kommen. Vorrangig wird das Gesicht behandelt, doch auch Problemhaut auf Kopf, Dekolleté, Hals oder Oberschenkel kann "genadelt" werden.

Wo Sie das Microneedling durchführen lassen, hängt vor allem von dem Behandlungsziel ab. Angeboten wird es mittlerweile in vielen Kosmetikstudios und Hautarztpraxen. Diese Profis sollten Sie unbedingt aufsuchen, wenn Narben, Dehnungsstreifen oder tiefere Fältchen reduziert werden. Dafür müssen die Nadeln etwa ein bis drei Millimeter tief in die Haut eindringen, was eine spezielle Ausbildung dringend notwendig macht!

Möchten Sie jedoch nur ein kosmetisches Microneedling durchführen, können Sie das mit den richtigen Hilfsmitteln durchaus auch in der Heimanwendung machen. Die Nadeln reizen hier mit 0,1 bis 0,3 Millimetern nur die oberste Hautschicht. Alle Utensilien, die Sie dafür benötigen, erhalten Sie online. Informieren Sie sich vorher intensiv über die Benutzung sowie die verschiedenen Vor- und Nachteile der Anwendungsmöglichkeiten mit dem Derma-Roller, dem Derma-Stamp sowie dem Derma-Pen.
Egal wofür Sie sich entscheiden, die grundlegenden Parameter bleiben dieselben: Eine Behandlung dauert etwa 30 bis 45 Minuten und zwischen den einzelnen Anwendungen sollten mindestens 10 bis 14 Tage liegen, damit sich die Haut erholen kann. Ergebnisse von heute auf morgen dürfen Sie nach dem ersten Microneedling jedoch nicht erwarten. Die Regeneration der Haut ist ein langfristiger Prozess, der nach Ende der Behandlung noch nachwirkt. 

Bevor Sie sich "nadeln" lassen, empfiehlt sich eine professionelle Hautanalyse. Nicht für jeden ist diese Behandlungsform geeignet: Wenn Sie unter sehr trockener Haut, Wundheilungsstörungen (z.B. bedingt durch Erkrankungen wie Diabetes mellitus), aktiver Akne sowie akuten Wunden, Ekzemen oder Schuppenflechte leiden, müssen Sie davon leider Abstand nehmen. Auch bei einer vorangegangenen Chemo- oder Strahlentherapie, Neurodermitis, Rosazea oder Couperose darf kein Microneedling durchgeführt werden. Verzichten müssen Sie außerdem in der Schwangerschaft sowie während der Einnahme von Blutgerinnungshemmern oder blutverdünnenden Medikamenten.  

Wie immer im Umgang mit Nadeln ist auf strengste Hygienemaßnahmen zu achten: Tragen Sie unbedingt Handschuhe und nutzen Sie Desinfektionsmittel sowie Einmalartikel. Achten Sie auch bei der Anwendung in einem Kosmetikstudio auf die Einhaltung dieser Vorgaben. Verzichten Sie im Anschluss auf Peelings, um die gereizte Haut nicht zu sehr zu strapazieren und schützen Sie die behandelte Hautpartie besonders gut vor der Sonne. 

Narben, besonders im Gesichtsbereich, können mitunter einen großen Leidensdruck für den Betroffenen mitbringen. Häufig werden in diesem Fall Laserverfahren angewandt, welche die Haut aber abtragen und somit dünner und anfälliger machen. Eine Behandlung mit Microneedling erhält die herkömmliche Dicke und Schutzfunktion. Indem ausschließlich auf die Selbstheilungskräfte der Hautzellen gesetzt wird, ist im Gegensatz zu anderen kosmetischen Eingriffen keine Injektion notwendig. 

Bei unsachgemäßer Behandlung oder mangelnder Hygiene können jedoch Entzündungen oder Überreaktionen der Haut auftreten. Auch der nicht zu unterschätzende Kostenfaktor ist ein Nachteil des Microneedlings: Eine Behandlung beim Arzt kostet ungefähr zwischen 200 bis 1000 Euro, das Zubehör für die Eigenanwendung Zuhause kann sich auf ca. 100 bis 200 Euro belaufen.   

Exoten im Gemüseregal

Frisch Gekochtes schmeckt einfach am besten und ist zudem noch sehr gesund. Besonders, wenn Sie dabei nicht nur auf Kohlenhydrate und Fleisch setzen, sondern viel Gemüse verwenden. Rezeptideen gibt es zuhauf – trotzdem schmeckt jedes Gericht irgendwann ähnlich, wenn stets nur die gleichen Zutaten genutzt werden. Haben Sie Lust, kulinarisch neue Wege abseits von Paprika, Zucchini und Lauchzwiebel zu gehen? Dann sind Sie bei uns goldrichtig: Wir stellen Ihnen einige exotische Gemüsesorten vor, die Ihren Speiseplan bereichern können.

Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Kohlart aus China, die mittlerweile auch in Europa angebaut wird und es hierzulande sogar in das Warenangebot der Supermärkte geschafft hat. Pak Choi ist mit dem Chinakohl verwandt, ist allerdings sehr viel milder und glänzt zudem durch eine leichte Senfnote. Mit dem weißen Stiel und den grünen Blättern kann man ihn leicht mit dem bei uns bekannteren Mangold verwechseln.
Durch seine Hitzeempfindlichkeit sollten Sie ihn nicht zu lange kochen, sondern besser nur kurz dünsten. So schmeckt er dann, gewürzt mit Koriander, Soja und Zitronengras, besonders in Wokgerichten. Im rohen Zustand findet Pak Choi Verwendung als Salat, macht aber auch als Zutat eines grünen Smoothies oder auf dem Grill eine gute Figur. Der Kohl ist sehr kalorienarm, enthält dafür aber wertvolle Nährstoffe wie Calcium, Carotin, Vitamin C oder Kalium. Die enthaltenen Senföle wirken antibakteriell.

Mit dem Lotus verbinden sicher auch Sie in erster Linie eine schöne Blume. Doch auch die Lotuswurzel ist ein Hingucker – vor allem auf Ihrem Teller! Genauer gesagt handelt es sich um die Zwischenknotenstücke der Wurzel, die einen Durchmesser von bis zu 10 cm erreichen und gut 30 cm lang werden können. Durchzogen von Röhren, die der Sauerstoffaufnahme dienen, kommt ihr außergewöhnliches Aussehen besonders gut zur Geltung, wenn sie in Scheiben geschnitten wird. Vorher sollte man die Lotuswurzel, ähnlich wie eine Kartoffel, schälen.

Doch noch mehr verbindet das exotische Gemüse mit unserem heimischen "Erdapfel". Auch Lotuswurzeln enthalten viel Stärke, weshalb sie gebraten als Beilagengemüse auch geschmacklich an Kartoffeln erinnern. Jedoch weisen sie zusätzlich eine leichte pilzartige Note auf. Neben der gekochten und gebratenen Variante können sie mit Fleisch oder Gemüse gefüllt werden oder dienen als Suppeneinlage. In ihrer asiatischen Heimat wird aus der Lotuswurzel ein stärkehaltiges Mehl hergestellt. Zudem sagt man ihr dort eine heilende und sogar aphrodisierende Wirkung nach.

Unbestritten ist, dass sie ein besonders guter Lieferant von wichtigen Vitaminen, Nährstoffen und Mineralien ist. Im Einzelhandel ist sie entweder frisch, tiefgekühlt oder eingelegt als Konserve in gut sortierten Asiamärkten erhältlich. Darüber hinaus kann man sie in verschiedener Form online bestellen.

Die frappierende Ähnlichkeit mit der Esskastanie fällt auf den ersten Blick auf, jedoch ist die Wasserkastanie nicht mit der Marone verwandt. Stattdessen handelt es sich bei ihr um die Wurzelknollen einer Schwimmgrasart. Nach dem Schälen kommt das weiße, feste Innenleben zum Vorschein, das nussartig und leicht süßlich schmeckt. Aufgrund dessen ist die Wasserkastanie nicht nur als Beilagengemüse, in Wokgerichten oder Currys beliebt, sondern auch zur Zubereitung von Desserts geeignet. In ihrer Heimat China stellt man aus ihr beispielsweise süße Suppen oder Kuchen her. Zudem lässt sie sich karamellisieren oder als Füllung von Teigtaschen, wie Wan Tan oder Dim Sum, verwenden. Neben einem Wassergehalt von fast 80 Prozent liefert sie Kohlenhydrate, Vitamin B, Eisen und Kalium. Bei uns erhalten Sie die Kastanie meist in Dosen – Asiamärkte führen Sie im Sortiment, mitunter erhält man sie aber bereits in größeren Supermärkten.

Ursprünglich in Afrika beheimatet, gelangte die Okraschote zunächst nach Asien und im 18. Jahrhundert nach Amerika. Da sie bereits vor gut 3.000 Jahren kultiviert und als Nahrungsquelle genutzt wurde, gilt sie als eine der ältesten Gemüsesorten überhaupt. Heute wird sie fast weltweit, vor allem aber in tropischen Regionen, angebaut. Hauptlieferant für die Okra ist Indien. Sie wächst an einem Strauch und ist optisch eine Mischung aus Paprika, Peperoni und Erbsenschote. Eine weitere Besonderheit der Okraschote liegt darin, dass sie unreif geerntet werden muss, da sie sonst zu holzig für den Verzehr wird. Ist der richtige Zeitpunkt erreicht, schmeckt sie bohnenartig, leicht säuerlich und mildpikant.
Sie eignet sich daher besonders als Beilage oder in Eintöpfen, kann aber auch frittiert oder sauer eingelegt serviert werden. Möchten Sie die Okraschote kochen, sollten Sie dem leicht gesalzenen Wasser auch immer etwas Essig hinzufügen. Dies verhindert, dass der Saft der Schote ausläuft, welcher ähnlich wie Speisestärke wirkt und sonst aus dem Kochwasser eine gallertartige Flüssigkeit macht.

Frisch oder bereits eingelegt, sind sie selten in Supermärkten, dafür aber meist in asiatischen oder türkischen Lebensmittelgeschäften zu finden.

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Legasthenie – Eine Lese- und Rechtschreibstörung

Ob bei der Arbeit oder in der Freizeit – ständig sind wir von Schrift umgeben. Wir lesen die Zeitung, machen uns Notizen, verfassen ein Anschreiben oder antworten einer Bekanntschaft über einen Messengerdienst. All diese Tätigkeiten sind für die meisten selbstverständlich, sodass sie nicht weiter darüber nachdenken. Wer jedoch – wie etwa drei Mio. Menschen in Deutschland – an Legasthenie leidet, für den werden solche Alltäglichkeiten schnell zum unüberwindbaren Hindernis. Im Zuge dieser Lese- und Rechtschreibstörung (LRS) wirken Texte für Betroffene wie eine Aneinanderreihung unverständlicher Codes. Dies sorgt sowohl in der Schule als auch im späteren Leben für erhebliche Einschränkungen.

Was aber sind die Ursachen von Legasthenie und welche Hilfen gibt es?

Noch heute werden Personen mit Legasthenie häufig stigmatisiert. Doch die Lese-Rechtschreib-Störung hat nichts mit Intelligenz oder Talent zu tun – Tatsächlich gibt es viele bekannte und für ihre Leistungen berühmte Legastheniker in der Geschichte. So sollen etwa Albert Einstein, Johannes Gutenberg, John Lennon oder Walt Disney daran gelitten haben. 

  • Hauptursache ist die Schwierigkeit, Laute zu erkennen, abzurufen und im Gehirn abzuspeichern. Man geht davon aus, dass bei Legasthenikern bestimmte Prozesse im Gehirn anders ablaufen. Die Ursprünge sind zu einem großen Teil erblich bedingt: Ist ein Elternteil betroffen steigt das Risiko, dass auch der Nachwuchs an der LRS leidet – Jungen dabei häufiger als Mädchen.
     
  • Die Dyslexie, bei der besonders das Lesen und Textverständnis beeinträchtigt ist, kann ebenfalls erblich bedingt sein oder durch einen Unfall sowie Schlaganfall entstehen. 
     
  • Unterschieden werden muss hingegen zur Lese-Rechtschreib-Schwäche, die durch Unterrichtsversäumnissen – in Folge von Abwesenheit durch Krankheit oder Umzug – bei Kindern entsteht. Auch belastende Lebenssituationen, welche die Konzentration in der Schule negativ beeinflussen, oder nicht verstandene Lernmethoden können dazu führen, dass die Lese- und Schreibfähigkeiten dieser Kinder hinter denen ihrer Altersgenossen zurückbleiben. Durch Nachhilfeunterricht kann dies jedoch gut ausgeglichen werden.
     

Eindeutig kann eine bestehende Legasthenie nur durch einen Arzt oder Psychotherapeuten festgestellt werden – hier kommen bestimmte Tests zur Anwendung. Charakteristische Anzeichen sind aber beispielsweise:

  • niedrige Lesegeschwindigkeit,
  • Auslassen, Vertauschen oder Hinzufügen von Wörtern, Silben oder einzelnen Buchstaben 
  • häufiges Stocken.

Die Betroffenen verlieren zudem oft die Zeile, die sie gerade lesen. Bedingt durch diese Leseschwierigkeiten können sie einen Text im Anschluss nur schwer wiedergeben. Beim Schreiben zeigt sich eine Legasthenie sowohl durch grammatikalische Schwierigkeiten, als auch Fehler in der Rechtschreibung und Kommasetzung. Selbst das Abschreiben von Texten bereitet große Probleme. Eine unleserliche Handschrift ist ein weiteres Merkmal.

Zu den Erschwernissen des alltäglichen Lebens durch die Legasthenie kommen häufig weitere Begleiterscheinungen hinzu. So beeinflusst die Störung u.a. das Arbeitsgedächtnis, die Wahrnehmung und die Verarbeitung von visuellen sowie auditiven Reizen und die Konzentrationsfähigkeit der Betroffenen. In manchen Fällen kann sie mit einer so genannten Dyskalkulie, einer Rechenstörung, Hand in Hand gehen.
Darüber hinaus ist eine bestehende LRS auch eine psychische Belastung: Kinder leiden unter den schulischen Problemen, erhalten bei unerkannter Störung eventuell zusätzlichen Druck oder fühlen sich ausgegrenzt. Im Erwachsenenleben schränkt eine Legasthenie die Berufswahl ein, was eine erhöhte Arbeitslosenquote zur Folge hat. Aus Scham und Angst wenden manche Patienten mit LRS Vermeidungsstrategien an, um das Lesen- und Schreiben zu umgehen.
Diese Folgen können auch das Auftreten von psychischen Symptomen wie Angst, Depression oder Verhaltensstörungen fördern. Deshalb ist es besonders wichtig, eine Lese- und Rechtschreibstörung rechtzeitig zu erkennen und den Betroffenen die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen. 

Eine erblich bedingte Lese-Rechtschreibschwäche wird in der Regel niemals gänzlich verschwinden – durch individuelle Förderung können die Probleme jedoch verringert werden. Den Anfang bildet eine medizinische Diagnose: Diese stellen in der Regel Psychiater und Psychotherapeuten. Im Nachhilfeunterricht von ausgebildeten LRS-Therapeuten oder -Förderlehrern eignen sich die Patienten individuelle Lernstrategien an. Ein Hauptaugenmerk liegt aber nicht nur auf der Behandlung der Symptome, sondern auch auf der seelischen Unterstützung.

In den meisten Fällen wird die Legasthenie bereits im Grundschulalter erkannt. Besonders für Kinder sind der emotionale Rückhalt und das Verständnis in der Familie von enormer Wichtigkeit. Nehmen Sie sich als Eltern die Zeit, Ihrem Kind die Situation und seine Schwierigkeiten zu erklären und stärken Sie es in seinem Selbstwertgefühl. Die Bewältigung der Legasthenie ist für alle Beteiligten eine Belastungsprobe: Neben der therapeutischen Förderung sind auch Zuhause zusätzliche Übungseinheiten notwendig, die mit dem Familienalltag in Einklang gebracht werden müssen. Eine eindeutige Diagnose zu haben, kann bereits viel Druck rausnehmen. Unterstützen Sie diesen Prozess, indem Sie die LRS als Herausforderung annehmen, aber nicht zum Dauerthema in Ihrer Familie machen. Vermeiden Sie überhöhte Erwartungen, sondern freuen Sie sich gemeinsam über kleine Erfolge! Um die Lernmotivation zu erhöhen und den schulischen Druck zu mindern, kann die Beantragung eines Nachteilsausgleichs hilfreich sein. Durch diesen werden die Leistungen von Kindern mit Legasthenie anders bewertet. 
 

Unterstützung finden

Suchen Sie sich Hilfsangebote, um die Situation zu meistern. Zahlreiche Informationen sowie eine Therapeutensuche finden Sie beim Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie.

www.bvl-legasthenie.de

Familien in Quarantäne: Kinder sinnvoll beschäftigen

Es ist das nächste Kapitel der nun bereits zwei Jahre andauernden Corona-Pandemie: Bedingt durch die Omikron-Variante des Virus sowie dem überwiegend guten Impfstatus in der Bevölkerung, nehmen die schweren Verläufe ab. Gleichzeitig schnellen die Infektionszahlen in bisher ungekannte Höhen. Mittlerweile gibt es wohl kaum jemanden, der nicht bereits selbst betroffen oder im nahen Umfeld mit Covid 19 konfrontiert war. 
 
Im Fokus sind damit auch wieder Schulen und Kindertagesstätten. Zwar konnten großflächige Schließungen durch regelmäßige Schnelltests bisher vermieden werden – immer öfter bedeutet aber nicht nur eine Infektion, sondern auch der enge Kontakt zu positiv getesteten Altersgenossen für die meist ungeimpften Kinder eine Quarantäne. Eltern im ganzen Land stellt dies vor große Herausforderungen: Die Frage ist nicht nur, wer den Nachwuchs betreut, sondern auch wie! Wir haben für Sie einige Tipps zusammengestellt, damit Sie den "Budenkoller" vermeiden. 

Eine Quarantäne ist bereits für Erwachsene ein bedrückendes Gefühl, jedoch ist uns im Gegensatz zu den Kleinsten die Notwendigkeit bewusst. Für Ihr Kind ist die Situation eine andere: Erst ab einem gewissen Alter wird es das derzeitige Geschehen auf der Welt nachvollziehen können. Zunächst überwiegt vielleicht sogar die Aufregung über die unverhoffte gemeinsame Zeit mit Mama und Papa – das kann aber schnell umschlagen, wenn sinnvolle Alternativen zur Beschäftigung im Kindergarten oder das Lernen im Klassenverband fehlen. Kinder ohne Geschwister sehen sich zudem in der unglücklichen Lage, keinen Kontakt zu Gleichaltrigen halten zu können. Besonders, wenn die Quarantäne aus Vorsichtsmaßnahmen erfolgt oder Ihr Nachwuchs eine symptomlose Infektion mit dem Coronavirus durchmacht, fehlt das Verständnis.
Finden Sie hier kindgerechte Worte, um das Geschehen zu erklären und deutlich zu machen, warum das unfreiwillige "Zuhausebleiben" nötig ist. Was es bedeutet krank zu sein, wissen auch schon sehr kleine Kinder. Auch ist der Wunsch zu helfen oft stark ausgeprägt. Erklären Sie, dass sie damit andere unterstützen, gesund zu bleiben – und dass dieser Zustand bald wieder vorbei ist! Anstatt die Quarantäne ständig zu thematisieren, sorgen Sie lieber für Beschäftigung und Ablenkung. Möglichkeiten dafür gibt es viele!

Was ist das beste Mittel gegen Langeweile? Natürlich Bewegung! Auch, wenn es sonst im Haus oder der Wohnung eher ruhig zugeht und Rennen und Spielen draußen stattfinden, sollte jetzt in den eigenen vier Wänden nach Herzenslust getobt werden dürfen. Um Ihre Einrichtung und Nerven zu schonen, können Sie das in Form von Bewegungsspielen gut koordinieren.
Besonders leicht, auch bei wenig Platz, funktioniert dies mit Kinderliedern wie "Hände waschen" oder "Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann". Hier werden die Bewegungen bereits im Liedtext vorgegeben und einfach nachgemacht. Ältere Kinder können eine Tanzchoreografie zu ihrem Lieblingslied einstudieren oder sich sogar selbst eine ausdenken. Das sorgt nicht nur für jede Menge Bewegung, sondern schult auch die Koordination sowie Konzentration. 
Klassische Kinderspiele wie "Reise nach Jerusalem" (Auch als Stuhl- oder Kissentanz bekannt) oder "Herr Fischer, Herr Fischer, wie tief ist das Wasser?" sorgen auch heute noch für viel Spaß. 
Starten Sie darüber hinaus doch Ihre eigene kleine Bewegungsolympiade! Wer kann die meisten Kniebeuge, wer die schönste Vorwärtsrolle – und schafft jemand einen Kopfstand an der Wand? Wenn Sie einmal in Bewegung sind, fallen Ihnen sicher noch viele andere Möglichkeiten ein, sich gemeinsam auch in der Wohnung so richtig auszupowern. 

Um auch in der Zeit ohne Schulunterricht den Bezug zum Lernstoff nicht zu verlieren, sollten Sie mit Ihren größeren Kindern unbedingt dranbleiben. Sicher gibt es Freunde oder Klassenkameraden, welche die Notizen aus der Schule per Mail senden oder per Videotelefonie den aktuellen Stoff erklären können. Fragen Sie auch bei den Lehrern nach, ob in der Zwischenzeit einige Aufgaben zur Verfügung gestellt werden können.    
Planen Sie dafür feste Zeiten am Tag ein, um im Rhythmus zu bleiben. Dabei ist auch mal das Tablet oder der PC erlaubt, denn digitale Angebote sind in der derzeitigen Situation eine große Stütze für Eltern: Auf verschiedenen Lernplattformen kann Wissen für alle Klassenstufen und Themenbereiche vertieft werden. Für Abwechslung, auch bei trockenem Schulstoff, sorgen zahlreiche Tutorials auf youtube.
Kleine Experimente mit Wasser, Licht oder Luft werden von Ihren Kinder begeistert angenommen werden und vermitteln spielerisch naturwissenschaftliche Zusammenhänge. Auch hier bietet das Internet zahlreiche Vorschläge mit Materialien, die Sie garantiert im Haus haben.     

Die wohl größte Herausforderung im Fall einer Quarantäne ist die Beschränkung auf die eigene Wohnung. Schnell fällt einem als Familie die Decke auf dem Kopf. Sind Sie in der glücklichen Situation, ein eigenes Grundstück mit Garten zu haben? Dann können Sie zumindest im Rahmen dieser Möglichkeiten an die frische Luft. Gestalten Sie zum Beispiel aus Materialien wie Holz, alten Reifen und Seilen einen eigenen kleinen Spielplatz, einen Hindernisparcours oder bauen Sie mit Ihren Kindern ein Spielhaus. Ihrer Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt und auch alte Möbel oder „Gerümpel“ finden so noch eine Verwendung.   
Wenn Sie nicht die Vorteile einer eigenen Grünfläche genießen können, machen Sie Ihren Balkon oder die Fensterbank zum Minigarten! Pflanzen Sie gemeinsam Kräuter oder Gemüse an und beobachten Sie im Anschluss, wie diese wachsen. Einige Sorten, wie Petersilie, Möhren oder Feldsalat, vertragen auch frische Temperaturen im Februar. Andere lassen Sie besser drinnen im Warmen gedeihen. 

Wir wünschen Ihnen alles Gute – bleiben oder werden Sie gesund!

Erste Hilfe – Im Notfall keine Zeit verlieren

Die meisten Unfälle passieren in alltäglichen Situationen, so z.B. im Haushalt, Straßenverkehr oder auf der Arbeit. In einer Notlage das Richtige zu tun, ist oftmals entscheidend für die Rettung oder schnelle Genesung des Verletzten. Doch viele Ersthelfer, die zufällig Zeuge eines Unfalls werden, sind unsicher. Wie kann ich schnell rettende Maßnahmen einleiten? Und was ist, wenn ich etwas verkehrt mache?
Dabei ist helfen nicht nur eine nette Geste. Im Notfall sind Sie dazu sogar verpflichtet, andernfalls gilt dies als "unterlassene Hilfeleistung". Jeder kann und sollte nach seinen Möglichkeiten Unterstützung leisten. Die so genannten "Rettungskette" gibt Ihnen Orientierung über die nötigen Maßnahmen und Ihre Reihenfolge. 

Eins noch vorweg: Haben Sie keine Angst davor, bei der Ersten Hilfe nicht alles richtig zu machen. Falsch wäre lediglich, aus Unsicherheit gar nicht zu helfen. Es gibt vieles, was Sie für eine verletzte Person tun können! 
 

Als erstes Glied der Rettungskette stehen das Absichern der Unfallstelle und das Retten aus der Gefahrenzone. Das kann je nach Art des Unfalls anders aussehen: Sichern Sie die Straße nach einem Verkehrsunfall mit dem Warndreieck ab, schalten Sie bei Haushaltsunfällen Gas, Wasser oder Strom aus und versuchen Sie im Allgemeinen, sich und die verletzte Person in Sicherheit zu bringen. Auf diese Art verhindern Sie Folgeunfälle und vermeiden weitere Verletzungen. 

Nun sollte es Ihr erstes Ziel sein, so schnell wie möglich Hilfe zu rufen. Den Notruf wählen sie einfach mit der Nummer 112. Darüber werden Sie mit der zuständigen Leitstelle verbunden, welche Ihren Anruf an die Einsatzkräfte in Ihrer Region weitergibt. 

Melden Sie sich am Telefon mit Ihrem Namen. So machen Sie deutlich, dass es sich nicht um einen Scherzanruf handelt und können auch später als Zeuge identifiziert werden. Geben Sie den Rettungskräften alle notwendigen Informationen. Dabei helfen Ihnen die sogenannten fünf Ws: 

  • Was ist passiert?
  • Wo ist der Unfall passiert?
  • Wie viele Verletzte gibt es?
  • Welche Art von Verletzungen liegen vor?
  • Warten auf Rückfragen.

Der Notruf kann von überall kostenlos erreicht werden. Sollten Sie aktuell kein Mobilfunknetz haben, verbindet sich Ihr Handy automatisch mit dem stärksten zur Verfügung stehenden Netz. An Autobahnen stehen Notrufsäulen bereit.  
 

Während Sie darauf warten, dass Krankenwagen und Notarzt zu Ihnen kommen, sollten Sie zunächst die wichtigsten Maßnahmen einleiten: Das sind vor allem solche, welche das Leben des Verletzten retten und ihn aus der unmittelbaren Lebensgefahr bringen. 
Sprechen Sie die verletzte Person zunächst an und ergreifen Sie dabei auch deren Hand. Manch Betroffener kann nicht auf Sprache reagieren, aber mit leichtem Händedruck ein Zeichen geben. Ist der Verletzte bei Bewusstsein, reden Sie mit ihm und halten Sie ihn wach. Fragen Sie ihn nach akuten Schmerzen und beginnen Sie, seine Verletzungen zu versorgen. 

Schocklage

Viele Unfallopfer erleiden bei dem schlimmen Ereignis einen Schock, infolgedessen es zu Kreislaufproblemen kommt. Der Körper versorgt nur noch die wichtigsten Organe mit Blut, kann irgendwann auch dies nicht mehr aufrechterhalten. Auch starke Blutungen können einen Schock zur Folge haben. Hier droht eine Ohnmacht! Gänzlich unbehandelt kann ein Schock sogar zum Tod führen. Verletzte mit einem Schock sind blass, zittern und frieren. Sie zeigen Zeichen von Unruhe und Angst. In manchen Fällen scheint zunächst alles ok und der kritische Zustand zeigt sich erst später. 

Die Schocklage ist ein einfaches aber effektives Mittel, um dem entgegenzuwirken. 

  • Legen Sie den Verletzten flach auf den Boden.
  • Lagern Sie die Beine mindestens 30 cm höher als den Oberkörper. Nutzen Sie dafür einen Gegenstand (Hocker, Rucksack, o.Ä.) oder knien Sie sich seitlich zur betroffenen Person. Legen Sie die Beine über Ihre eigenen.
  • Nutzen Sie eine Rettungsdecke, um das Unfallopfer warm zu halten. 
  • Reden Sie beruhigend auf den Betroffenen ein.   

Stabile Seitenlage

Wird der Verletzte ohnmächtig oder ist es bereits bei Ihrem Eintreffen, müssen Sie ihn in die stabile Seitenlage bringen. In dieser wird die optimale Atmung während der Bewusstlosigkeit gewährleistet. Die Lage verhindert außerdem, dass die ohnmächtige Person an Erbrochenem oder Blut ersticken kann. Gehen Sie dafür folgende Schritte durch:

  • Überpüfen Sie die Atmung, indem Sie eine Wange an den Mund und eine Hand auf den Bauch der Person legen. 
  • Ist die Atmung vorhanden, öffnen Sie den Mund des Verletzten, indem Sie den Unterkiefer einfach aufklappen. Stellen Sie sicher, dass sich keine Lebensmittel, Gegenstände oder Erbrochenes im Mundraum befinden und die Atmung erschweren können. Wenn doch, entfernen Sie diese.  
  • Überstrecken Sie den Kopf nach hinten, um eine freie Atmung zu gewährleisten.
  • Nehmen Sie den Arm des Patienten, der näher bei Ihnen ist, und legen Sie diesen im rechten Winkel zur Seite.
  • Legen Sie die Hand, die weiter von Ihnen entfernt ist, mit der Außenfläche an die entgegengesetzte Wange. 
  • Stellen Sie das Bein auf, welches weiter von Ihnen entfernt ist. 
  • Fassen Sie den Verletzten an der Hand, die an der Wange ruht und an der Hüfte mit dem aufgestellten Bein. Drehen Sie ihn auf die Seite. 

Wiederbelebung

Ist keine Atmung feststellbar, müssen Sie unbedingt mit der Wiederbelebung Beatmung und Herzdruckmassage beginnen. Schauen Sie auch hier vorher, ob sich etwas im Mund des Verletzten befindet.  

  • Beginnen Sie mit der Herzdruckmassage. Dafür muss der Verletzte flach auf dem Rücken liegen. Legen Sie Ihren Handballen auf den Druckpunkt in der Mitte des Brustkorbs (wo beide Rippenbögen zusammentreffen) und schließlich auch Ihre zweite Hand darüber. Drücken Sie nun 30 Mal hintereinander kräftig auf den Brustkorb, entlasten Sie diesen nach jedem Stoß. Der Rhythmus sollte schnell und kräftig sein. Als Beispiel wird gern das Lied "Stay’in Aliv" von den Bee Gees genommen – der Takt hat die optimale Frequenz für eine Wiederbelebung.
     
  • Im Anschluss folgen zwei Atemspenden, entweder durch den Mund oder die Nase. Überstrecken Sie den Kopf der verletzten Person. Bei der Mund-zu-Nase-Beatmung halten Sie das Kinn unterhalb fest und den Mund des Betroffenen damit verschlossen. Legen Sie Ihren Mund um die Nase und geben Sie Ihren Atem weiter. Bei der Mund-zu-Mund-Beatmung muss die Nase zugehalten und auf dieselbe Weise die Beatmung über den Mund durchgeführt werden. Hat alles funktioniert, hebt sich der Brustkorb des Verletzten während der Atemspende.
     
  • Fahren Sie im Rhythmus 30:2 mit der Wiederbelebung fort bis Hilfe eintrifft oder die selbstständige Atmung einsetzt.  

Im nächsten Schritt kümmern Sie sich um kleinere, nicht lebensgefährliche Verletzungen. Decken Sie Schnittwunden und offene Verletzungen mit einer sterilen Wundkompresse ab und verbinden Sie diese entsprechend. Stoppen Sie Blutungen, indem Sie einen Druckverband anlegen. Eine Rettungsdecke ist sowohl im Sommer als auch Winter hilfreich: Sehen Sie die silberne Seite, können Sie diese zum Kühlen einsetzen (z.B. bei starker Sonneneinstrahlung), ist die goldene Seite oben, hat die Decke eine wärmende Funktion. 
Auch Zuspruch, Betreuung und Trost sind in solch einer Situation wichtig und haben einen großen Einfluss darauf, wie der Betroffene das Erlebte verarbeitet. Reden Sie demjenigen gut zu und zeigen Sie ihm, dass er nicht allein ist, sondern Sie sich um ihn kümmern bis professionelle Hilfe naht.  
 

Geschah der Unfall an einer schwer einsehbaren Stelle, schicken Sie im Idealfall eine zweite Person los, um den Rettungskräften den Weg zu weisen. Halten Sie sich für Fragen bereit und erläutern Sie, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen Sie bereits durchgeführt haben. Auch wenn Sie gern noch weiterhelfen möchten: Ab hier übernehmen die Profis! Sollte Ihnen keine weitere Aufgabe zugeteilt werden, halten Sie sich bedeckt und sorgen Sie für freie Rettungswege. Danke für Ihre Zivilcourage!

Der Erste-Hilfe-Kasten

Im Auto ist ein KFZ-Verbandskasten Pflicht, am Arbeitsplatz muss – je nach Größe des Betriebes – ein großer oder kleiner Erste-Hilfe-Koffer vor Ort sein. Was muss enthalten sein?

Der Erste-Hilfe-Kurs

Im Notfall muss umgehend Erste Hilfe zur Stelle sein. Liegt ihr letzter Kurs bereits lange zurück und könnten Sie eine Auffrischung gebrauchen? 

Wenn die Tränen fließen

Weinen ist eine emotionale Reaktion und als solche ganz normal. Gefühlen durch Tränen Ausdruck zu verleihen kann helfen, besser mit ihnen umzugehen. Wer aber häufig ohne offensichtlichen Grund weint, sollte die Ursachen dafür klären.

Ob aus Trauer und Schmerz, Freude oder Rührung, allein oder in Anwesenheit anderer – ab und zu gibt es Momente, in denen bei jedem die Tränen fließen. Mit dieser Fähigkeit sind wir in der Natur etwas besonderes, denn der Mensch ist das einzige Lebewesen, welches weinen kann. Doch warum kommt es überhaupt zu diesem sichtbaren Gefühlausbruch und wie reagiert man am besten auf die Tränen anderer?

Weinen ist immer ein Ausdruck von Hilflosigkeit und Kontrollverlust, sowohl in positiven als auch in negativen Momenten. Schnell fließen die Tränen, wenn wir von unseren Gefühlen überwältigt werden. Das kann aus Freude und Rührung geschehen, aber auch Trauer, Schmerz und Wut sorgen dafür, dass alle Dämme brechen. Rund 100 Liter der salzigen Tränenflüssigkeit werden im Laufe eines Menschenlebens von jedem Einzelnen geweint. Zu dem charakteristischen Schluchzen kommt es übrigens, weil sich die Atemwegsmuskulatur beim Weinen verkrampft.

Aber warum reagieren wir mit einer vermehrten Tränenbildung, wenn uns eine Situation emotional überfordert? Diese Frage ist bis heute nicht vollständig geklärt. Manche Wissenschaftler vertreten die These, dass das Weinen eine Form der Kommunikation ist und beim Gegenüber Hilfsbereitschaft auslösen soll. Eine andere Vermutung ist, dass es als eine Schutzreaktion des Körpers dient, um mit Emotionen besser umgehen zu können.

Rote Augen, ein lautes Schluchzen und dicke, über die Wangen rinnende Tränen – wenn andere weinen, ist dieser Anblick für uns meist schwer zu ertragen. Fühlen Sie sich in solchen Momenten auch hilflos und wissen nicht, wie Sie den Betroffenen trösten können? Das müssen Sie nicht, denn oft können Sie bereits helfen, indem Sie einfach da sind und Ihrem Gegenüber somit emotionale Unterstützung bieten. Schenken Sie den Gefühlen des Weinenden Aufmerksamkeit und hören Sie ihr oder ihm geduldig zu. Veränderungen brauchen manchmal Zeit, besonders wenn sich der Betroffene noch in einer Phase der Trauer und Ratlosigkeit befindet. Drängen Sie deshalb nicht darauf, dass das Problem sofort angepackt wird.

Einerseits kann weinen sehr befreiend wirken, weil den Gefühlen ein Ventil verschafft wird. Manchmal kann es die Situation aber auch verschlimmern: Beim lang andauernden, ohnmächtigen Weinen aus Wut oder Verzweiflung steigern sich manche Personen regelrecht in ihr Elend hinein, anstatt negative Gefühle abzubauen. Hier sollten Sie Ihre Hilfe anbieten.

Weinen erschöpft. Nach dem Gefühlausbruch fühlt sich der Betroffene meist ausgepowert und kraftlos. Gründe dafür sind die erhöhte Herzschlagfrequenz und unregelmäßiges Atmen, was in Summe eine Menge Energie verbraucht. Nach der Tränenflut hat man zudem häufig mit geschwollen Augen oder Kopfschmerzen zu kämpfen. Letzteres ist der Anstrengung und Anspannung geschuldet und kann von Ihnen am besten mit Ruhe und Schlaf kuriert werden. Sind Ihre Augen angeschwollen, sollten Sie diese nach dem Weinen kühlen.

Seinen Gefühlen ab und zu durch Tränen Luft zu machen, ist eine ganz normale Reaktion. Neigen sie jedoch zu häufigen Weinen, ohne dass ein triftiger Grund vorliegt, sollten sie dies nicht einfach hinnehmen. Manchmal können eine Depression oder Nebenwirkungen von Medikamenten der Auslöser sein. Auch zu viel Stress und starke psychische Belastungen sorgen dafür, dass häufig schon bei Kleinigkeiten die Tränen kullern.

Überlegen Sie, welche Ursachen das Weinen bei Ihnen haben könnte und versuchen Sie, Lösungen zu finden. Bei Überforderung kann es bereits helfen, manche Aufgaben abzugeben oder weniger wichtige ganz zu streichen. Vermuten Sie eine depressive Verstimmung oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten als Grund, sollten Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Nicht immer sind Tränen Zeichen eines Gefühlsausbruches. Unser Auge ist stets von einem Film aus Tränenflüssigkeit umgeben, der es vor der Austrocknung schützt. Liegt nun eine Reizung des Auges vor, z.B. bei einer Allergie oder einer Bindehautentzündung, erfolgt eine Überproduktion. Ähnlich verhält es sich, wenn ein Fremdkörper in das Auge gekommen ist. Durch die vermehrte Tränenflüssigkeit soll dieser ausgespült werden.

Übrigens: Der schützende Tränenfilm hat eine andere Zusammensetzung als die gefühlsbedingten Tränen, denn er enthält neben Wasser auch Fett und Enzyme, die Bakterien abtöten können.

Kaffeegenuss – Gut oder schlecht?

Kaffee ist besser als sein Ruf. Das haben mehrere Untersuchungen gezeigt. In neuesten Studien zeigt die Kaffeebohne positive, aber auch negative Wirkungen.

Wer kurz vor einer Prüfung noch einmal den Lernstoff vertiefen will, kann sich dabei ruhig eine Tasse Kaffee gönnen. Denn der Koffeingenuss bringt das Kurzzeitgedächtnis auf Trab. Vorsicht hingegen ist für Schwangere geboten, denn Kaffee kann das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen. Wer aber Probleme mit seinem Cholesterinwert hat und einen Umstieg auf koffeinfreien Kaffee erwägt, sollte darauf lieber verzichten.

Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke in Deutschland. Jeder Deutsche trinkt durchschnittlich einen halben Liter Kaffee am Tag. Doch ist das schwarze Gold wirklich so schlecht wie sein Ruf? Zahlreiche aktuelle Studien sagen "nein". Alle Kaffeeliebhaber können also ohne Bedenken ihren Kaffee weiterhin genießen. Bei einem täglichen Konsum von maximal 0,6 Litern wurden in Studien keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit festgestellt. Das schwarze Genussmittel entzieht dem Köprer kein Wasser und führt bei regelmäßigem Konsum nicht zu einem höheren Risiko für Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem enthält Kaffee einen hohen Anteil an Chlorogensäure, die antioxidative Eigenschaften hat und somit freie Radikale im Körper unschädlich macht sowie sich positiv auf den Insulin- und Zuckerstoffwechsel auswirkt.

Koffein bringt das Kurzzeitgedächtnis in Schwung. Forscher führten folgendes Gedächtnis-Experiment durch: Testpersonen wurde eine endlose Abfolge von vier Bildern gezeigt. Dabei mussten sie sich so schnell wie möglich entscheiden, ob das jeweils betrachtete Bild identisch war mit einem, das ihnen zwei Bilder zuvor gezeigt wurde. Der Test startete 12 Stunden nach dem letzten Koffeingenuss. Nach der ersten Testreihe erhielten die Versuchspersonen entweder zwei Tassen Kaffee oder ein koffeinfreies Getränk. Der Test zeigte: Die Personen, die Kaffee getrunken hatten, erkannten anschließend die Bilder eindeutig besser und schneller wieder. Einen weiteren Beweis ergab die anschließende Kernspintomographie. Sie zeigte bei den Kaffeetrinkern eine erhöhte Aktivität im Vorderhirn, wo ein Teil des Arbeitsgedächtnisses sitzt sowie im vorderen Bereich der Großhirnwindung, wo die Aufmerksamkeit kontrolliert wird. Weitere Untersuchungen müssen jedoch den genauen Einfluss des Koffeins auf das Denkvermögen klären.

Koffein kann auch Schattenseiten haben. Starker Kaffeegenuss in der Schwangerschaft kann das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Die Forscher befragten 88.000 schwangere Frauen nach ihrem Konsum von koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee, Tee, Cola. Zudem wurden Daten zur Vorgeschichte und Lebensweise berücksichtigt. So wurde der mögliche Einfluss von Kaffee von anderen Risikofaktoren (Nikotin, Alkohol, Alter der werdenden Mutter) getrennt. Das Ergebnis: Frauen, die bis zu drei Tassen Kaffee täglich tranken, hatten ein um 3 Prozent höheres Risiko für eine Fehlgeburt gegenüber Schwangeren, die keinen Kaffee tranken. Tranken die werdenden Mütter vier bis sieben Tassen pro Tag, ergab sich ein um 33 Prozent erhöhtes Risiko, bei acht und mehr Tassen Kaffee um 60 Prozent. Da es aber auch Untersuchungen gibt, die keinen Effekt auf das Ungeborene durch Koffein nachweisen, halten die Forscher ein Kaffeeverbot in der Schwangerschaft für verfrüht. Werdenden Müttern wird geraten, einen Kaffeegenuss von maximal drei Tassen pro Tag nicht zu überschreiten.

Wer auf koffeinfreien Kaffee umsteigen möchte, sollte sich das vorher gut überlegen. Denn entkoffeinierter Kaffee kann den Cholesteringehalt im Blut erhöhen. Das ergab eine amerikanische Studie. Forscher stellten fest: Wer normalen Kaffee trank, bei dem wurden keine negativen Auswirkungen auf den Cholesteringehalt festgestellt. Wer hingegen entkoffeinierten Kaffee trank, bei dem stiegen die Werte an. Die Forscher fanden außerdem einen guten Aspekt koffeinfreien Kaffees heraus: Bei übergewichtigen Testpersonen mit einem BMI über 25 erhöhte der Genuss des Kaffees auch die Menge des guten Cholesterins (HDL) um mehr als die Hälfte. Dieser positive Effekt trat bei normalgewichtigen Studienteilnehmern nicht auf.